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Spieltheoretische Grundlagen des Daseins und der Geschichte
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Ausgehend von intarsialen Traditionen der Kunstgeschichte, die auf Sprachspiele, Bewusstseinsspiele, Logikkonstrukte und Realspiele verschiedenster Art übertragen werden, versucht die vorliegende Abhandlung die Grundlagen früherer Texte unter dem Titel „Mosaiken“ und „Ornamente“ auszuweiten und sie mit intarsialen Fragestellungen zu verbinden. Den Ausgangspunkt bildet ein wirklichkeitstextuelles Theorem, das sich seit der Neuzeit in zahllose Einzelrealitäten aufgegliedert hat. Diese haben in ihrer Gesamtausdehnung die menschliche Textik ebenso wie alle übrigen Textverhältnisse in sich vereinnahmt. Die zentrale Fragestellung dieser Abhandlung lautet, inwieweit es möglich ist, die Wirklichkeit der modernen Welt durchschaubar, textierbar und universalisierbar zu machen. In diesem Zusammenhang spielt das Realitätsproblem eine entscheidende Rolle. Die daran gekoppelten intarsialen Strukturen können möglicherweise darüber Auskunft geben, von welchen Voraussetzungen wir ausgehen und in welcher Form die menschliche Textwelt sich den diesbezüglichen Textentwicklungen anzupassen vermag.
Korrespondenzen & Innervationen
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Diesmal imponieren - eine Auswahl an Außenreferenzen (Burckhardt, Knellessen, Petersen, Ruhs, Winter); - in Sachen Pathologie fremd- und eigenbezügliche Kasuistik; - akutere Interventionsvaria zu Retrofunktion, Mediensouterrain, pathognostische Moralrepugnanz. Sonderfall: Dietmar Kampers teilweise reproduziertes Vermächtnis „Nach Dannen“ – eine besondere Totenehrung.
Author:
Verhalten wird maßgeblich diktiert von gültigen gesellschaftlichen Normen. – Wir ´Heutigen` leben in einer Epoche besonders großer sozialer Umwälzungen und suchen verzweifelt nach geeigneten Normen, welche diesen Strukturveränderungen gewachsen sind, um endlich wieder Ordnung in den ´Laden` zu bringen. – Insbesondere Spannungen zwischen reich und arm, klug und dumm, gesittet und unverschämt nehmen rapide zu. – Solche Wandlung und die dadurch bewirkte allgemeine Verunsicherung fördert den Ausbruch hassbedingter Konflikte, welche ihrerseits gegenseitiges Misstrauen auf unerträgliche Weise steigern. –Abneigung ist eine noch ´harmlose` Vorstufe von Hass. – Manifest gewordener Hass destabilisiert, raubt Kontrollvermögen, macht unkritisch. Hass erfolgt nicht spontan, sondern stets reaktiv, und bestehe der Anlass auch ´nur` aus unzutreffenden Vorwürfen, Vermutungen oder Sinnestäuschungen. – Äußere und innere Spannungen entladen sich auf vergleichbar zerstörerische Weise wie ein elektrischer Kurzschluss – Man könnte verheerende Auswirkungen von Hass auch als Abgang einer Lawine interpretieren. – Doch wie kommt solche Lawine ins verderbenbringende Rollen? – Was könnte sie abbremsen, was ihren mitreißenden Kräften entgegen wirken? – Oft basieren Abneigung und Hass auf vorangegangenen Lügen oder Irrtümern. – Leider werden unverschämte Unwahrheiten, listige Halbwahrheiten und manchmal sogar schon vage Gerüchte – von vielen unserer Zeitgenossen für ´wahrscheinlicher` erachtet als wirklich wahrhaftige und vom Gewissen befürwortete Gedanken, Worte und Taten. – Einer verhängnisvollen Ausbreitung des Hasses wird derzeit noch auf recht ´hilflose` Weise entgegen gesteuert.
Selbsterkundungen – wider die Epigonen der Pathognostik
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„Revival 3“ steht in der supplementierenden Sequenz meiner theoriedurchsetzten autobiographischen Versuche: "Revival 1" (Düsseldorf 1999), "Revival 2" (Essen 2/2015) und "Aus meinem Leben. Posteriore Urszenen" (Essen 2015). Den zentralen Schwerpunkt bilden Auseinandersetzungen mit dem Überbleibsel meiner eigenen – unterdessen von mir quittierten – Gründung "Psychoanalyse und Philosophie e.V.", konzentriert um deren Vorstand, dessen – in außermoralischem Betracht von mir mithervorgerufenen – mit kleinianischen Mitteln aufklärbaren, permanent gegen mich gerichteten paranoischen Invektiven. Eine Art selbstzwecklicher Kritik ohne Alternative – paranoiagemäß.
In diesem Werk wird davon ausgegangen, dass das erste Individuum einer Art einzigartig und unberechenbar war. Aus dem Göttlichen („Alles in Allem“) wurde – Ihm ähnlich – ein Wesen („Alles in Einem“) gebildet. Es war doppelgeschlechtlich, männlich und weiblich in einem. Die Einheit war der Beginn. Das Individuum – ich nenne es Mensch – liebte sich selbst und war fähig neues Leben aus sich selbst zu zeugen, musste jedoch nach dem Gebären sterben. Die Einheit ging verloren als Zwillinge ins Dasein traten. Aus einem Organ hatten sich zwei Teile entwickelt. Weil eines der Wesen hatte, was dem anderen fehlte, entstand daraus das Bedürfnis, wieder eine Einheit zu werden. Unser menschliches Verhalten lässt vermuten, dass wir nach Jahrmillionen in der Folge noch mit den ersten Genen leben. Zu dem, was in diesem Buch über das Grundverhältnis zwischen Mann und Frau gesagt wird – über die geschlechtliche Liebe und die Ehe –, gehört auch das seelisch-geistige Empfinden. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen liebt, sei es nun, dass er mit dem Herzen oder mit dem Verstand liebt, nur mit dem Leib oder auch mit der Seele, so liebt er doch immer nur aus Bedürftigkeit oder zum Vergnügen, also aus Egoismus. Das Wort Liebe hat entweder diesen Sinn oder gar keinen. Der Mensch ist Egoist, das war zu keiner Zeit anders, und ich überlasse es meinen Lesern, darüber nachzudenken.
Kapitalismus und Schizophrenie III. Am Exempel der Vampirerzählung Carmilla von Sheridan LeFanu
Author:
Bereits der Titel der ersten „Repristinationen“, „Kapitalismus und Schizophrenie III“, zeigt an das weitläufige Aufklärungsinteresse, mein pathophilosophisches Hauptproblem, nämlich das Wechselverhältnis von extremer Psychopathologie und deren gesellschaftlich kulturaler Korrespondenzen, wiederaufzunehmen. Wozu sich der Referenztext, Sheridan LeFanus Vampirerzählung Carmilla, im Spiegel der vorgestellten Exegese, besonders eignet; dies sowohl in „autosymbolischem“ Betracht: der medialen Selbstdarstellung in der Folge der narrativen Inhalte, als auch, schwerpunktmäßig, im Aufschluß des Somnambulismus.
For ages, the significance of the Düsseldorf philosopher and novelist Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819) has been fully ignored. Heinrich Heine spread the rumor that Jacobi was an irrational fideist, responsible for no important philosophical contribution. This mistaken assessment now belongs to the past. It is clear from his writings and correspondence that Jacobi was along with Kant largely responsible for sparking key intellectual debates of the beginning of the modern era. The provocative power with which he advanced these debates anticipated even contemporary discussions. One good example of this is the debate about idealism versus realism.

Über lange Zeit war die Bedeutung des Düsseldorfer Philosophen und Romanautors Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819) völlig überdeckt. Heinrich Heine beförderte das Gerücht, daß Jacobi ein irrationaler Fideist gewesen sei, dem wir keinerlei wichtigen Impuls verdanken. Inzwischen gehört diese Fehleinschätzung der Vergangenheit an. Jacobi hat in seinen Schriften und in seiner Korrespondenz nicht nur neben Kant die maßgeblichen Anstöße für die intellektuellen Debatten der beginnenden jüngeren Moderne gegeben. Die provokative Kraft, mit der er diese Debatten vorangetrieben hat, weist darüber hinaus auch in gegenwärtige Diskussionen voraus. Die Debatte über Idealismus und Realismus zeigt das exemplarisch.
Hans Wagner (1917-2000) war einer der bedeutendsten Erneuerer der Transzendentalphilosophie im Geiste Immanuel Kants.
Wagners Kantinterpretationen umfassen die ganze Breite der Kantischen Systematik; sie beginnen mit den komplizierten Fragen der Möglichkeit objektiver Erkenntnisgeltung und schreiten fort zum Problem der Begründung absoluter Geltung moralischer und juridischer Normen; sie enden bei Kants Antwort auf die Frage nach Legitimität und Geltungsweise des religiösen Glaubens. Sie zeichnen sich durch ihre philosophisch-terminologische Genauigkeit, die Breite ihrer philosophiehistorischen Basis und das systematisch fundierte problemgeschichtliche Bewusstsein aus, das sich in ihnen artikuliert. Das transzendentalphilosophisch-systematische Denken Wagners führt zu einem neuen und besseren Verständnis der Kantischen Problemlösungen, die sich als erstaunlich aktuell erweisen.
Band 7 der Gesammelten Schriften enthält die beiden Monographien Hans Wagners zur Thematik der Religion und Religionsphilosophie. Der eine Text (Existenz, Analogie und Dialektik, 1953) ist der erste Teil eines Fragment gebliebenen ambitionierten Werkes, das eine Untersuchung der „transzendentalen“ Problematik des spezifischen, transzendenzbezogenes Glauben einschließenden, Geltungsanspruchs der Religion, dann eine „ontologische“ Analyse der kategorialen Bestimmtheit der Welt von Religion und Glauben, schließlich eine konfessionsunabhängige Philosophie des Christentums hätte umfassen sollen. – Der andere Text (Religionsbriefe, 2011 postum publiziert), bietet eine Sammlung von 22 Briefen, in denen Wagner, der philosophisch-wissenschaftlichen Prätention entsagend, eine Reihe persönlich gestimmter Betrachtungen zu Fragen der Religion, besonders des Christentums und des Katholizismus, darlegt und dabei die Leser als interessierte Zeitgenossen, Bürger, Menschen, weniger als Fachleute, anspricht. – Ihr kontrastives Nebeneinander setzt den Band, zu dem die Monographien hier vereinigt sind, unter eine gleichsam dialektische, darin ihrem gemeinsamen Gegenstand entsprechende Spannung.
Soliloquien in Sequenz
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Diverse „Soliloquien in Sequenz“ – Paradoxie der Veröffentlichung eigendiskursiver Intimitäten, in sich hineingeschrieben bis plakativ. Zu gewärtigen sind: pathognostische Präzisionen und Prozeduralien; Autobiographisches mitsamt Eigenpathologien; Traumgnostik und -kasuistik; psychogenetische Umorientierungen; kritische Fremdreferenzen (z.B. zu Blumenberg); spekulative Schriftausbreitungen; (post)modernisierte Mystik; aktuelle Politinterventionen; alternative Psychiatrieeinlassungen; Kulturreiseberichte. Quasi gastweise, abweichend vom Soliloquiencharakter: Antezipationen des kriterialen Dingbegriffs in Korrespondenz mit Olaf Knellessen; einschlägige Performances von Heide Heinz.