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Das »Handbuch der Wirtschafts- und Sozialgeschichte Deutschlands« von Friedrich-Wilhelm Henning vermittelt in vier Bänden grundlegende und umfassende Kenntnisse über die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen der Deutschen vom frühen Mittelalter bis heute.

Der Autor des Handbuchs ist einer der anerkannten Experten der Disziplin. Seine konkrete und anschauliche Darstellung der Grundlinien von mehr als 1200 Jahren deutscher Wirtschafts- und Sozialgeschichte wird ein Standardwerk für alle werden, die sich mit der Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft Mitteleuropas vertraut machen wollen.
Band 1 behandelt die Zeit vom frühen Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts; Band 2, Band 3/I und Band 3/II werden 19. bzw. 20. Jahrhundert zum Gegenstand haben. Hennings bekannte »Wirtschafts- und Sozialgeschichte« (UTB, 3. Bde.) war auf die unerläßliche Grundinformation für Studenten der Geschichte und Wirtschaftswissenschaften beschränkt. Das neue Werk ist aus dem vielfach geäußerten Bedürfnis entstanden, den erfolgreichen Studienbüchern ein grundlegend erweitertes wissenschaftliches Handbuch folgen zu lassen, das, auf neuestem Forschungsstand die deutsche Wirtschafts- und Sozialgeschichte in voller Breite und Tiefe behandelt und den notwendigen wissenschaftlichen Apparat zur Verfügung stellt.

Die Reihe ist mit Band 3/II abgeschlossen.
The series (Hi)Stories is an English publication project that deals with interdisciplinary questions in the field of War Studies.
Its main purpose is to highlight issues relating to war not only from a historical, but especially from a cultural perspective. It therefore focusses on the relationship between war and factors such as geography, gender roles, literature, art etc. Focusing on the papers delivered at a number of international conferences (e.g. War and Geography 2015, War and Rape 2016), the new series is an international forum for the publication of qualitative research works (dissertations or habilitations).
English was chosen as the language of publication in order to secure and reach an international audience and to provide a global network of researchers in the field of War Studies.
Johanna, Marie und Marguerite von Bismarck als adelige Akteurinnen (1824–1945)
Author: Andrea Hopp
Ehefrau, Tochter und Schwiegertochter: Erstmals rücken die drei Otto von Bismarck am nächsten stehenden weiblichen Familienangehörigen gemeinsam in den Fokus der historischen Forschung.
Andrea Hopp betrachtet Johanna, Marie und Marguerite von Bismarck als adelige Akteurinnen aus drei Generationen und wirft ein Licht auf bislang unbeachtete Machtstrukturen in der Familie. So unterschiedlich die drei mit den ihnen zugedachten Rollen umgingen, so einig waren sie sich in ihrem elitären Selbstverständnis, das sie mit ihrem Ehemann, Vater und Schwiegervater teilten. Die Verteidigung hergebrachter adeliger Vorrechte gegen die modernen bürgerlich-liberalen Kräfte erachteten sie daher als zentrale Aufgabe. Insbesondere als emotionale Bezugspersonen wirkten sie sowohl auf den Politiker als auch auf die nachfolgenden Familiengenerationen ein. Nicht zu unterschätzen ist daher auch ihr Einfluss auf die Bewahrung des politischen Vermächtnisses des ersten deutschen Reichskanzlers.
Series Editors: Karsten Brüggemann and Mati Laur
Seit 2006 geben Mati Laur (Universität Tartu) und Karsten Brüggemann (Universität Tallinn) in enger Kooperation mit Kollegen der Universität Lettlands in Riga ein deutschsprachiges Jahrbuch heraus, das aktuelle Forschungen zur baltischen Geschichte veröffentlicht. Die FzbG sind eine vorrezensierte wissenschaftliche Zeitschrift der estnischen Akademischen Historischen Gesellschaft (Akadeemiline ajalooselts). Sie verstehen sich als ein akademisches Journal im Bereich der historischen Area studies, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Austausch verschiedener nationaler Historiografien auf wissenschaftlicher Grundlage zu betreiben. Über den jeweils engen sprachlichen Rahmen der einzelnen Staaten Estland, Lettland und Litauen hinaus soll nicht zuletzt die innerbaltische fachliche Kommunikation gefördert werden. Die FzbG pflegen einen regionalen Schwerpunkt auf dem „historischen“ Baltikum (Estland, Livland und Kurland, d.h. ungefähr die heutigen Republiken Estland und Lettland), doch sind auch Beiträge zur litauischen Geschichte willkommen, da Litauen spätestens seit dem 20. Jahrhundert einen integralen Bestandteil „baltischer“ Geschichte bildet. Der zeitliche Rahmen der Artikel reicht aber von der Frühzeit bis zur post-sowjetischen Periode. Wir sind darüber hinaus insbesondere an Beiträgen interessiert, die sich mit den überregionalen Zusammenhängen in Nordosteuropa auseinandersetzen.
Die Sprachen dieser Zeitschrift sind Deutsch und Englisch mit Zusammenfassungen in der jeweils anderen Sprache. Dass die meisten Beiträge auf Deutsch publiziert werden, folgt einer historischen Tradition, da ein Großteil sowohl des Quellenbestands als auch der Historiografie zum historischen Baltikum deutschsprachig ist.
Die Herausgeber halten die Heranziehung von Fachleuten aus den Nachbarländern und anderen nicht-baltischen Staaten für eine ihrer wichtigsten Aufgaben, wofür auch das internationale Redaktionskollegium steht. Dabei ist vor allem an den umfangreichen Rezensionsteil gedacht, der über die wichtigsten neuesten Publikationen zur baltischen Geschichte informieren soll. Die mittlerweile erschienenen Bände demonstrieren, dass „baltische Geschichte“ heute einen wesentlichen regionalen Aspekt der Geschichte des Ostseeraums und damit ganz Europas (inkl. Russlands) darstellt. In den ersten zehn Jahren ihres Bestehens haben die FzbG Beiträge von Autorinnen und Autoren aus den drei baltischen Staaten, Deutschland, der Russländischen Föderation, Finnland, Schweden, Dänemark, Österreich, den Niederlanden, Italien, den USA und Kanada publizieren können. In diesem Sinne sieht sich die Redaktion in einem wachsenden internationalen Resonanzrahmen.

Mati Laur (Tartu University) and Karsten Brüggemann (Tallinn University) in close cooperation with colleagues from the University of Latvia in Riga have been editing a German-language yearbook presenting fresh studies on the history of the Baltic states. “Forschungen zur baltischen Geschichte” (Studies on Baltic History, FzbG) since 2006. The Studies on Baltic History (FzbG) is a peer-reviewed academic journal of the Estonian Historical Academic Society (Akadeemiline ajalooselts). They see themselves as an academic journal in the field of historical area studies that wants to encourage the scientifically-based exchange between the various national historiographies. Transgressing the small respective linguistic spheres of the nation states Estonia, Latvia and Lithuania, the FzbG wants to contribute to the inner-Baltic professional discussion about the past. The regional focus of the journal lies in the historical Baltikum, the former Baltic provinces of the Russian Empire (Estland, Livland and Kurland, roughly the modern states of Estonia and Latvia), but contributions to Lithuanian history are also welcome because since the 20th century Lithuania forms an integral part of “Baltic” history. The time frame of articles published in FzbG, however, ranges from prehistory to the post-Soviet period. Moreover, we encourage in particular contributions that deal with the transregional interconnections in the broader geographical area of North-Eastern Europe.
This journal publishes texts in German and English with summaries, respectively, in English and German. The majority of articles are published in German, in which we follow the historical tradition since a major part of the archival sources and the older historiography about the Baltikum is in German.
The main task of the editors and the international editorial board is the involvement of experts from neighbouring and other non-Baltic countries. This is especially true for the extensive section of reviews informing about the latest publications on Baltic history. So far the published volumes of FzbG demonstrates quite successfully that the history of the Baltic states today is an important aspect of the past of the Baltic Sea area and thus the whole of Europe including Russia. During the first ten years of its existence, FzbG enjoyed the participation of authors from the three Baltic States, Germany, Russian Federation, Finland, Sweden, Denmark, Austria, Netherlands, Italy, USA and Canada. In this understanding, the editors see themselves corresponding to a growing international resonance space.
Studien zu Konstruktion, gesellschaftlicher Wirkungsmacht und Erinnerung
›Volksgemeinschaft‹ zählte zu den politischen Schlüsselbegriffen der Weimarer Republik. Die nationalsozialistische Propaganda konnte Vorstellungen, die sich mit diesem Begriff verbanden, bereits vor der Machtübernahme instrumentalisieren. Nach 1933 entwickelte sich die Parole von der ›Volksgemeinschaft‹ zu einem zentralen Moment der NS-Ideologie. Sie hatte wesentlichen Anteil am Erfolg der Nationalsozialisten, eine breite Zustimmung für ihr Vorgehen und ihre Ziele in der deutschen Bevölkerung zu mobilisieren. Die Schriftenreihe bietet Studien, die Vergemeinschaftungsprozesse im Nationalsozialismus in unterschiedlichen gesellschaftlichen Funktionsbereichen untersuchen, nach den Bedingungen, Formen und Folgen der Durchsetzung von Vorstellungen von ›Volksgemeinschaft‹ fragen oder sich mit dem Fortwirken bzw. der bewussten Tradierung nach 1945 auseinandersetzen.
Editionsplan
Abteilung I: 1854 bis 1862
Schriften
- Bd. 1 1854
- Bd. 2 1855 - 1859
- Bd. 3 1859 - 1862

Gespräche
Bis 1862

Reden
Bis 1862

Abteilung II: 1862 - 1871
Schriften
- Bd. 1 1862 - 1864
- Bd. 2 1864 - 1866
- Bd. 3 1866 - 1867
- Bd. 4 1867 - 1869
- Bd. 5 1869 - 1871

Gespräche
1862 - 1871

Reden
- Bd. 1 1862 - 1869
- Bd 2 1869 - 1871

Abteilung III: 1871 - 1898
Schriften
- Bd. 1 1871 - 1873
- Bd. 2 1874 - 1876
- Bd. 3 1877 - 1878
- Bd. 4 1879 - 1881
- Bd. 5 1882 - 1884
- Bd. 6 1884 - 1886
- Bd. 7 1887 - 1888
- Bd. 8 1889 - 1890
- Bd. 9 1891 - 1898

Gespräche
- Bd. 1 1871 - 1890
- Bd. 2 1890 - 1898

Reden
- Bd. 1 1871 - 1878
- Bd. 2 1878 - 1885
- Bd. 3 1885 - 1897

Abteilung IV: Erinnerungen und Gedanken
Georgiens Unabhängigkeit und das deutsch-georgische Bündnis im Südkaukasus
Nach der Oktoberrevolution in Russland beschritt Georgien den Weg zur Selbstständigkeit. Das Deutsche Kaiserreich wurde im Mai 1918 zum Verbündeten des neuen Staates.
In der auf den Ruinen der Oktoberrevolution entstandenen georgischen Republik galt Deutschland als Repräsentant der europäischen Zivilisation. Georgische Nationalisten hatten schon seit 1914 mit den militärischen Stellen Deutschlands zusammengearbeitet, um einen Aufstand gegen Russland im Kaukasus zu inszenieren. Nach der Machtübernahme der Bolschewiki in Russland unterstützte die politische Elite Georgiens die Abspaltung von Moskau und eine deutsche militärische Intervention in Georgien, um die Jungtürken ebenso wie die Bolschewiki zurückzuhalten. Für Berlin stellte die Annäherung an Tiflis eine Voraussetzung für seine orientalischen Bestrebungen dar. Giorgi Astamadze analysiert erstmals vertieft die Verhältnisse im Südkaukasus während dieser Zeit.
Strategie und Politik der preußischen Regierung 1848 bis 1850/51
Author: Konrad Canis
Die nachrevolutionäre preußische Regierung beschränkte sich 1848–1851 nicht auf Aufstandserstickung. Sie verwirklichte konstruktiv die konstitutionelle Monarchie.
Nach der Niederlage im März 1848 suchte die neue preußische Regierung – großbürgerlich und reformadlig geprägt – die Revolution mit einer konstruktiven, modern ausgerichteten Reformpolitik zu überwinden. Es war kein Staatsstreich, sondern eine mit der Volksvertretung nachgeholte Vereinbarung, mit der sie die konstitutionelle Monarchie in Preußen einschließlich bürgerlicher Grund- und Freiheitsrechte durchsetzte. Eine preußisch-deutsche Lösung der nationalen Einheitsfrage sollte der zweite Schritt sein, die Revolution zu überwinden. Mit ihrer deutschen Bundesstaatsperspektive scheiterte sie 1849/50 an den Linken und vor allem an der Übermacht der rechten Widersacher, zu denen faktisch auch der eigene König gehörte.
Konrad Canis, wohl einer der besten Kenner der Geschichte Preußens im 19. Jahrhundert, deutet in seinem neuen Buch das Verhältnis der Akteure und politischen Kräfte zur Revolution neu, indem er die inneren Widersprüche und unterschiedlichen Interessen souverän analysiert. Dabei zeigt sich, dass das Bild von Preußen als Hort der Gegenrevolution einer differenzierteren Einschätzung weichen muss.
Großeinrichtungen, Debatten und Deinstitutionalisierung seit den 1970er Jahren
Seit den 1960er Jahren standen „Anstalten“ in der Kritik. Sie galten als starres Instrument der Sozialpolitik, als totale Institutionen und Widerspruch zu zeitgemäßen Lebensformen. „Deinstitutionalisierung“ lautete das neue Paradigma. Der gesellschaftliche Umgang mit Hilfebedürftigen und Randgruppen sollte nicht länger der Eigenlogik eines ghettoisierenden Systems folgen, sondern individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen der Betroffenen Rechnung tragen. Seither entwickelten sich offene, integrative und gemeindenahe Hilfeangebote und -formen.
Die Autorinnen und Autoren spüren diesen Entwicklungen auf unterschiedlichen Feldern nach. Sie fragen nach Entstehungsbedingungen, Widersprüchen und Beharrungskräften. Schließlich war der Wandel keine konfliktfreie Erfolgsgeschichte. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben musste von den Betroffenen häufig erst erstritten werden. Regional und transnational vergleichend nehmen die Beiträge die Heimerziehung und die Jugendhilfe, die Versorgungsstrukturen für Menschen mit Behinderungen, die Psychiatrien sowie den Umgang mit Strafgefangenen, Obdachlosen und Suchterkrankten in den Blick. Damit eröffnet der Band erstmals einen systematischen Überblick über das „Ende der Anstalten“ seit den 1970er Jahren.