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Deutschland 1848/49
Volume Editor:
Das Buch analysiert die Exekutiven, die zur Durchsetzung der revolutionären Ziele in Deutschland 1848/49 eingerichtet wurden. Im Mittelpunkt des Bandes steht die Provisorische Zentralgewalt für Deutschland.
Es wird deren Entstehung, Aufbau wie deren Politik, Funktion und Bedeutung in der deutschen Revolution von 1848/49 untersucht. Ergänzend werden die gleichzeitigen Provisorischen Regierungen in Schleswig-Holstein, Sachsen, Baden und der Pfalz betrachtet – erstmals systematisch und vergleichend. Es erschließen sich in mancherlei Hinsicht neue Perspektiven auf die bürgerliche Revolution in Deutschland.
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in Preußen 1786 bis 1918
Zivil- und Militärkabinett, Gründungen des 18. Jahrhunderts, waren Instrumente königlicher Selbstregierung. Die Kabinettschefs, adelige Offiziere und adelige Laufbahnbeamte, bildeten als Vertrauensleute der Monarchen deren Pufferinstanz gegenüber der wachsenden Staatsverwaltung und eigenwilligen Ministern. Kabinettschefs waren bei der Personalauswahl und zuweilen in Entscheidungssituationen bedeutsam. Als mit der Verfassung ab 1848 Parlamente eine Rolle spielten, standen Kabinette in der Kritik, aber Preußens Könige hielten an ihrem monarchischen Regierungsapparat bis 1918 fest. Kabinette funktionierten wie Staatsbehörden und kooperierten mit den Regierungsspitzen, behielten als Büros des Monarchen aber weiter ihren Sonderstatus. Extrakonstitutionell agierte besonders das Militärkabinett, das Wilhelm I. ab 1861 stärkte, um eine vom Parlamentseinfluss freie Kommandozentrale zu besitzen. Analog etablierte Wilhelm II. 1889 das Marinekabinett. Der Band zeigt all dies in 320 Dokumenten.
Geschichte einer multikulturellen Industriestadt im 20. Jahrhundert
Hans-Jürgen Bömelburg erzählt erstmals die Geschichte von Lodz, der zweitgrößten polnischen Stadt des 19./20. Jahrhunderts, aus multikultureller und vielsprachiger Perspektive. Die Stadt ist historisch durch die Textilindustrie geprägt. Ihr Aufstieg war die Leistung von deutschen, jüdischen, polnischen und russischen Wirtschaftsbürgern und oft in prekären Verhältnissen lebenden, vor allem weiblichen Arbeitskräften in den Fabriken. Diese kosmopolitische Bevölkerung bestimmte das Gesicht von Lodz als einer „Stadt der vier Kulturen“. Das Buch zeigt aber auch, wie die Einwohnerschaft in den 1930er Jahren in nationale Gruppen aufgespalten wurde und wie sie während des 2. Weltkriegs als deutsch besetztes „Litzmannstadt“ von innen zerstört wurde. Vertreibung und Diskriminierung nach 1945 zerstörten multikulturelle Restbestände. Im kommunistischen Polen besaß die Textilindustrie keine Lobby und ging auch in Lodz in den 1990er Jahren unter.
Ämter, Akteure und Akteurinnen
Volume Editors: and
Mit dem Quellenband werden der Forschung erstmals Schlüsseldokumente zur Amtsorganisation und zum Personal des preußischen Hofes im langen 19. Jahrhundert zur Verfügung gestellt.
Basierend auf den jüngeren Thesen zur „Neuerfindung der Monarchie“ und einer betont kultur- und sozialgeschichtlich ausgerichteten Hofforschung thematisiert der Band das preußische Beispiel. Unter dem Fokus von Wandel und Traditionalität sind die organisatorischen Grundlagen der Hohenzollernmonarchie auch in europäischer und globaler Perspektive dokumentiert. Neben den vielstufigen höfischen Verwaltungsstrukturen werden ebenso Facetten zum höheren wie niederen Hofpersonals offengelegt und Einblicke in die sich wandelnde Arbeits- und Lebenswelt am Hofe gewährt.
Aufzeichnungen aus dem besetzten Polen. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein
Author:
Mit „Leben als ob“ hat Kazimierz Wyka aus eigenem Erleben einen Schlüsseltext über die Erfahrung deutscher Fremdherrschaft im Zweiten Weltkrieg verfasst.
Wyka schrieb während des Krieges und kurz danach Skizzen über das Leben unter der deutschen Besatzung: über die Reaktion der polnischen Gesellschaft auf die Niederlage 1939, den Umgang mit Ausbeutung, Unterdrückung, sozialer Degradierung und Einschüchterung, über die allgegenwärtige Korruption und Bestechung im „Generalgouvernement“. Die scharfe Beobachtungsgabe Wykas und sein Ton voller Tragik, aber auch Ironie und Spott haben das Buch in Polen zum Klassiker werden lassen. Er liegt nun in meisterhafter Übersetzung erstmals auf Deutsch vor. Der renommierte polnische Historiker Jerzy Kochanowski erschließt das Werk in seiner Einleitung dem deutschsprachigen Lesepublikum.
Volume Editors: and
Die bewegte Biographie des Paderborner Erzbischofs Lorenz Kardinal Jaeger (1892–1975) wird unter Verwendung seines neu erschlossenen Nachlasses in einem interdisziplinären Forschungsprojekt anhand von Themenschwerpunkten erarbeitet.
Im Mittelpunkt des 4. Bandes steht Jaegers Wirken in verschiedenen Bereichen der Seelsorge in seiner über 30-jährigen Amtszeit. Den Erzbischof forderten in der Nachkriegszeit materielle Not in seinem Bistum und bei den heimatvertriebenen Katholiken aus den deutschen Ostgebieten heraus, er wurde aber auch mit seelischer Not von Priestern und Laien konfrontiert, nicht zuletzt in bis heute nachwirkenden Missbrauchsfällen. Einer überwiegend positiven Einstellungen gegenüber Ordensgemeinschaften und Sorge um den Priester- und Ordensnachwuchs stand bei ihm eine eher ambivalente Haltungen zu geistlichen Gruppen, Laien im pastoralen Dienst, zum Laienengagement und zu kirchlicher Bildungsarbeit gegenüber.
Johanna, Marie und Marguerite von Bismarck als adelige Akteurinnen (1824–1945)
Author:
Ehefrau, Tochter und Schwiegertochter: Erstmals rücken die drei Otto von Bismarck am nächsten stehenden weiblichen Familienangehörigen gemeinsam in den Fokus der historischen Forschung.
Andrea Hopp betrachtet Johanna, Marie und Marguerite von Bismarck als adelige Akteurinnen aus drei Generationen und wirft ein Licht auf bislang unbeachtete Machtstrukturen in der Familie. So unterschiedlich die drei mit den ihnen zugedachten Rollen umgingen, so einig waren sie sich in ihrem elitären Selbstverständnis, das sie mit ihrem Ehemann, Vater und Schwiegervater teilten. Die Verteidigung hergebrachter adeliger Vorrechte gegen die modernen bürgerlich-liberalen Kräfte erachteten sie daher als zentrale Aufgabe. Insbesondere als emotionale Bezugspersonen wirkten sie sowohl auf den Politiker als auch auf die nachfolgenden Familiengenerationen ein. Nicht zu unterschätzen ist daher auch ihr Einfluss auf die Bewahrung des politischen Vermächtnisses des ersten deutschen Reichskanzlers.
Georgiens Unabhängigkeit und das deutsch-georgische Bündnis im Südkaukasus
Nach der Oktoberrevolution in Russland beschritt Georgien den Weg zur Selbstständigkeit. Das Deutsche Kaiserreich wurde im Mai 1918 zum Verbündeten des neuen Staates.
In der auf den Ruinen der Oktoberrevolution entstandenen georgischen Republik galt Deutschland als Repräsentant der europäischen Zivilisation. Georgische Nationalisten hatten schon seit 1914 mit den militärischen Stellen Deutschlands zusammengearbeitet, um einen Aufstand gegen Russland im Kaukasus zu inszenieren. Nach der Machtübernahme der Bolschewiki in Russland unterstützte die politische Elite Georgiens die Abspaltung von Moskau und eine deutsche militärische Intervention in Georgien, um die Jungtürken ebenso wie die Bolschewiki zurückzuhalten. Für Berlin stellte die Annäherung an Tiflis eine Voraussetzung für seine orientalischen Bestrebungen dar. Giorgi Astamadze analysiert erstmals vertieft die Verhältnisse im Südkaukasus während dieser Zeit.
Strategie und Politik der preußischen Regierung 1848 bis 1850/51
Author:
Die nachrevolutionäre preußische Regierung beschränkte sich 1848–1851 nicht auf Aufstandserstickung. Sie verwirklichte konstruktiv die konstitutionelle Monarchie.
Nach der Niederlage im März 1848 suchte die neue preußische Regierung – großbürgerlich und reformadlig geprägt – die Revolution mit einer konstruktiven, modern ausgerichteten Reformpolitik zu überwinden. Es war kein Staatsstreich, sondern eine mit der Volksvertretung nachgeholte Vereinbarung, mit der sie die konstitutionelle Monarchie in Preußen einschließlich bürgerlicher Grund- und Freiheitsrechte durchsetzte. Eine preußisch-deutsche Lösung der nationalen Einheitsfrage sollte der zweite Schritt sein, die Revolution zu überwinden. Mit ihrer deutschen Bundesstaatsperspektive scheiterte sie 1849/50 an den Linken und vor allem an der Übermacht der rechten Widersacher, zu denen faktisch auch der eigene König gehörte.
Konrad Canis, wohl einer der besten Kenner der Geschichte Preußens im 19. Jahrhundert, deutet in seinem neuen Buch das Verhältnis der Akteure und politischen Kräfte zur Revolution neu, indem er die inneren Widersprüche und unterschiedlichen Interessen souverän analysiert. Dabei zeigt sich, dass das Bild von Preußen als Hort der Gegenrevolution einer differenzierteren Einschätzung weichen muss.
Metamorphosen eines medialen Phantoms 1950–2020
UFOs sind nicht außerirdischen Ursprungs, sondern deutsche Flugscheiben, erfunden am Ende des Zweiten Weltkriegs: Dieser populäre Mythos kursiert nicht erst seit der Spielfilmreihe „Iron Sky“.
Gerhard Wiechmann hat sich auf die Suche nach dem Ursprung des medialen Phantoms gemacht – und Unerwartetes entdeckt. Die Karriere der Geschichte von den „Nazi-UFOs“ ist eine sehr deutsche Angelegenheit, die in der jungen Bundesrepublik maßgeblich vorangetrieben wurde. Ausgerechnet die Bundeswehr trug dazu bei, den Mythos zu legitimieren. Über akribische Recherchen werden die Personen, Presseorgane und TV-Sendungen identifiziert, die das Thema von Zeitungsmeldungen der 1950er Jahre bis in die Gegenwart fortschrieben. Entstanden ist eine ebenso spannende wie nachdenklich machende Geschichte über die Entstehung von „fake news“ im analogen Zeitalter.