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Ein Wiederaufbau, der vor dem Krieg begann
Series:  FOKUS, Volume: 1
Das Wiederaufbauprogramm des historischen Stadtzentrums von Warschau, in der Kunstgeschichte als ein einmaliges und einzigartiges Projekt wahrgenommen, war eine Collage europäischer Ideen der Architektur, Stadtplanung, Denkmalpflege, Moderne und Hygiene.
Der Wiederaufbau des gesamten historischen Viertels, wie er in Warschau nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte, wurde von einem bis dato beispiellosen Ausmaß der Zerstörung erzwungen und bildete eine Ausnahmeerscheinung im europäischen Vergleich. Sucht man nach den ideologischen Wurzeln des Wiederaufbauprogramms der Warschauer Baudenkmale, wird ein deutlicher Fortbestand des städtebaulichen und architektonischen Gedankenguts aus der Vorkriegszeit sichtbar, welches insbesondere in den ersten Nachkriegsjahren zum Ausdruck kam. Die Idee der Kontinuität der Vorkriegstheorie und -praxis polnischer Architekten, die das Zentrum Warschaus wiederaufbauten, bildet die Hauptthese der vorliegenden Dissertation.
Nationalsozialistische Jugendmobilisierung im besetzten Slowenien
Author: Lisbeth Matzer
Das Buch demonstriert am regionalen Beispiel der Hitler-Jugend in Slowenien Hintergründe, Strategien, Motive und Handlungsspielräume nationalsozialistischer Herrschaftssicherung und Besatzungspolitik.
Die Untersuchung der Zuschreibung „deutsch“ im Besatzungskontext sowie der in kolonialer Tradition stehenden Praktiken der Germanisierung bilden dabei das Zentrum der Arbeit. Lisbeth Matzer beleuchtet die grenzüberschreitenden Aktivitäten der (»ostmärkischen«) Hitler-Jugend im besetzten Oberkrain und der Untersteiermark wie auch die Handlungsspielräume der »deutschen« Jugendlichen. Anhand des österreichisch-slowenischen Grenzraumes skizziert die Autorin so die Versprechungen und Bedingungen für ein (erzwungenes) Leben als Teil der nationalsozialistischen »Volksgemeinschaft«. Durch den Blick auf die angestrebte Kontrolle der Jugend werden somit Charakteristika und Funktionsweisen nationalsozialistischer Herrschaftspraxis vor Ort sichtbar gemacht.
Eine moderne Stadtgeschichte
Am 3. September 1746 wurde Hagen durch König Friedrich II. von Preußen zur Stadt erhoben. Zum 275jährigen Jubiläum der Stadtwerdung erscheint dieses Buch – die erste umfassende Darstellung der Ortsgeschichte von den frühesten Siedlungsspuren bis zur Gegenwart, verfasst von ausgewiesenen Fachleuten. Überblickskapitel schildern Zusammenhänge und langfristige Entwicklungen – sozial, wirtschaftlich, politisch, kulturell. Informative Schlaglichter rücken besondere Personen, Ereignisse und Objekte in den Mittelpunkt. Eine Vielzahl farbiger Abbildungen lässt die jüngere und fernere Vergangenheit lebendig werden. So lädt der Band alle an der Geschichte von Stadt und Region Interessierten zum Blättern, Lesen und Nachschlagen ein.
Wende im Koreakrieg
Author: Oliver Heyn

Blick ins Buch
Siegesgewiss plante General Douglas MacArthur, Oberkommandierenderder UN-Streitkräfte in Korea, eine großangelegte Offensive, die einen kraftvollen Vorstoß aller Truppen nach Norden vorsah. Am chinesischen Grenzfluss Yalu sollte der nordkoreanische Gegner endgültig zerschlagen und der Koreakrieg noch vor Ablauf des Jahres 1950 beendet werden. Während die UN-Truppen in der bergigen Landschaft beiderseits des Flusses Cheongcheon vorrückten, formierte sich unerkannt ein gewaltiger chinesischer Gegenangriff, der die ambitionierte Offensive in eine schwere Niederlage verwandelte. „Wir stehen einem völlig neuen Krieg gegenüber“ lautete das Urteil MacArthurs, der erkannte, dass die chinesische Intervention fortan die Strategie in Korea nachhaltig verändern würde. Die Schlacht am Cheongcheon ist damit nicht nur ein Wendepunkt des Koreakrieges, sondern auch ein Schlüsselereignis des Kalten Krieges. Oliver Heyn analysiert die taktischen Entscheidungen der Generale ebenso wie die Erfahrungen und Emotionen der Soldaten, die in extremer Kälte um jedes Stück Boden rangen. Am Ende steht die Einsicht, dass trotz überlegener Technik und Material der Faktor Mensch die entscheidende Komponente auf dem Schlachtfeld bleibt.
Im vorliegenden Band der Kölner Papyri werden 26 bisher unveröffentlichte beziehungsweise teilweise unveröffentlichte Texte publiziert. Den größten Teil des Bandes nimmt die Publikation griechischer Papyrusurkunden ein. Mit Ausnahme dreier Privatbriefe aus familiärem und geschäftlichem Bereich, von denen zwei aus der Kaiserzeit datieren, gehören die restlichen griechischen Dokumente des Bandes in einen amtlichen und rechtlichen Kontext und datieren aus vorchristlicher Zeit. Hinzu kommt ein demotischer Papyrus aus dem 2. Jh. v.Chr. Dabei handelt sich um die Abschrift des demotischen Protokolls einer Verhandlung, die im Jahre 114 v.Chr. vor der Gerichtskammer der Laokriten in Theben geführt wurde. Den Band komplettieren drei koptische (semi-)literarische Texte aus später Zeit (6./7., 10. und 10./11. Jh. n.Chr.).
Volksschullehrkräfte im Dritten Reich
Author: Kathrin Stern
Erstmals wird in einer Studie die zentrale Funktion der ländlichen Volksschullehrkräfte für die nationalsozialistische Ideologisierung auf dem Land ausgeleuchtet. Denn die Lehrer und Lehrerinnen der Volksschulen spielten eine wichtige Rolle bei der Implementierung der NS-Ideologie in der Bevölkerung.
Über 90% der Kinder jedes Schuljahrganges besuchten die Volksschule. Zudem nahm das Lehrpersonal wichtige Funktionen in den Dörfern des Deutschen Reiches ein, leitete Gesangs- und Sportvereine und übernahm wichtige Aufgaben innerhalb der Kirche, später auch in der nationalsozialistischen Bewegung. Allerdings haftete den Lehrkräften aufgrund ihres massenhaften Parteieintritts nach der Machtübernahme zunächst der Ruf des Opportunismus an. Intensive Schulungsmaßnahmen sollten sie dazu befähigen, Schulkinder und Dorfbevölkerung für die nationalsozialistische Volksgemeinschaft zu erziehen.
Akteure der deutschen Kolonialtechnik in Afrika und Europa 1890–1943
Author: Sebastian Beese
Der Glaube an die Segnungen, aber auch die Zwangsläufigkeit des technischen Fortschritts entwickelte sich in der Phase des Hochimperialismus zu einer wirkmächtigen Ideologie, von der auch deutsche Ingenieure profitierten.
Das Buch legt den Schwerpunkt der Analyse auf die ehemaligen Kolonien Deutsch Ost- und Deutsch-Südwestafrika. Der Fokus liegt dabei auf der Gruppe der technischen Experten, die mit dem Bau von Eisenbahnen, Straßen und Häfen einen entscheidenden Anteil an der Machtsicherung, Erschließung und Ausbeutung der Kolonien hatten. Neben der Exotik, monetären Anreizen sowie dem Prestige, das eine Tätigkeit in Afrika versprach, zog es Ingenieure vor allem aufgrund einer speziellen „Ideologie der Erschließung“ in die sogenannten Schutzgebiete. Die spezielle Gruppenidentität als Kolonialingenieure, die sich in der Folge herausbildete, lässt sich in Artikeln und Vorträgen bis in die 1940er Jahre nachweisen und wirkte sich selbst noch auf die Ansätze der frühen Entwicklungshilfe aus.
Open Access
Die bewegte Biographie des Paderborner Erzbischofs Lorenz Kardinal Jaeger (1892-1975) wird unter Verwendung seines neu erschlossenen Nachlasses in einem interdisziplinären Forschungsprojekt anhand von Themenschwerpunkten erarbeitet.

Lorenz Jaeger wurde unter den Bedingungen des totalitären NS-Staates 1941 zum Erzbischof von Paderborn ernannt. Wie lässt sich Jaegers Haltung zum Nationalsozialismus rückwirkend bewerten? Ein weiterer Schwerpunkt des Bandes liegt auf seinem gesellschafts- und parteipolitischen Wirken in der BRD. Welche Kontinuitätslinien und Lernprozesse lassen sich bei ihm ausmachen? Jaeger identifizierte sich über die Adenauer-Regierung mit dem demokratischen System der BRD, vollzog eine innere Demokratisierung in den 60er Jahren aber nicht mehr mit. 1965 überkreuzten sich zwei Entwicklungen: Während Jaeger seit seiner Ernennung zum Kardinal in der Lokalpresse als „Ökumeniker“ gefeiert wurde, kam zunehmend Kritik an der Rolle der katholischen Bischöfe im „Dritten Reich“ auf.
Vergeltung für die Schoa: Abba Kovners Organisation Nakam. Aus dem Hebräischen übersetzt von Helene Seidler. Mit einem Geleitwort von Michael Brenner und einem Nachwort von Armin Lange
Author: Dina Porat
Translator: Helene Seidler
Blick ins Buch

Dina Porat präsentiert erstmals umfassend die Geschichte von 50 jungen Frauen und Männern, die als Untergrundkämpfer in Osteuropa die Schoa überlebten und nach dem Krieg beschlossen, sechs Millionen Deutsche zu töten.

Angeführt von dem bewunderten Dichter und Partisanen Abba Kovner, wollten sie sich an der Nation rächen, die sie für die Ermordung von sechs Millionen Juden verantwortlich machten. Die Welt sollte sehen, dass jüdisches Blut nicht ungestraft vergossen werden dürfe. Auf Grundlage einer Fülle von Zeugenaussagen und von Quellen, die bisher in Archiven, in Broschüren oder in den Häusern der ehemaligen Mitglieder der Nakam-Gruppe verborgen lagen, wird das Geschehen in vielen erstaunlichen Einzelheiten ans Licht der Öffentlichkeit gebracht. Eingeflochten in die packende Erzählung sind die vom Rachethema unvermeidlich aufgeworfenen moralischen Fragen.

Das Buch beschäftigt sich mit einem der aufregendsten, kompliziertesten und verzweifeltsten Kapitel, das die Schoa und ihre Schatten der israelischen Gesellschaft bis heute auferlegt haben. Eine wissenschaftliche Meisterleistung, spannend und originell erzählt, die mit vielen neuen Erkenntnissen aufwartet.“ - Prof. Tuvia Frilig, Ben-Gurion-Universität des Negev
Nachfragen zur Geschichtswissenschaft der 1990er Jahre in Deutschland, Polen und Europa
Series:  FOKUS, Volume: 4
20 Historiker:innen der Polen- und Osteuropaforschung blicken in Interviews auf ihre Wahrnehmung der 1990er Jahre zurück.

Seit den tiefgreifenden Veränderungen der Jahre 1989/1990 sind mittlerweile über 30 Jahre vergangen. Im Einklang mit deutschen geschichtswissenschaftlichen Traditionen scheint nun der Zeitpunkt gekommen zu sein, mit historiographischen Einordnungen der 1990er Jahre zu beginnen. Dies gilt auch und gerade für die deutsch-polnischen Kontakte unter Historiker:innen. Der Band unternimmt durch Interviews mit deutschen, polnischen, britischen, tschechischen, französischen und litauischen Geschichtswissenschaftler:innen einen ersten umfassenderen Versuch einer Retrospektive. Dabei wurden unterschiedliche Alterskohorten und Akteur:innen in diversen geographischen und thematischen Kontexten befragt.