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Erinnerungsorte zwischen Weser und Lippe
Ein Buch von 1670 hat uns gelehrt, Landschaften und Orte mit historischen Erinnerungen zu verbinden. Die „Monumenta Paderbornensia“ des Fürstbischofs Ferdinand von Fürstenberg sind ein wegweisendes Werk für die westfälische Landesgeschichte. Es erlebte mehrere Auflagen, darunter eine reich bebilderte Ausgabe, gedruckt 1672 in Amsterdam. Im Zentrum des Buchs stehen erinnerungswürdige Orte, Landschaften und Ereignisse zwischen Weser und Lippe, denen Fürstenberg ein literarisches Denkmal setzte. Experten verschiedener Disziplinen lesen das ungewöhnliche Werk neu und gehen seiner Wirkung bis heute nach. Eine Fotografin wagt zudem den Versuch, den Ortsansichten der „Monumenta“ aktuelle Ansichten gegenüber zu stellen.
Quellentexte zum polnischen Nationalismus
Author:
Volume Editor:
Roman Dmowski (1864–1939) gilt bis heute als der bedeutendste Theoretiker und „Vater“ des polnischen Nationalismus. Mit dem Regierungsantritt der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) ist sein Denken wieder ins Zentrum von Kontroversen gerückt. In diesem Band werden Dmowskis wichtigste Werke zum ersten Mal in deutscher Übersetzung präsentiert und kommentiert.
Die von Dmowski 1897 begründete „Nationaldemokratische Partei” hatte großen Einfluss auf die Gestaltung der politischen Landschaft Polens nach 1918. Ihr Gedankengut wirkte auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiter und hat seit 1989 einen neuen Aufschwung erfahren, der sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Die Textauswahl umfasst u.a. Dmowskis ideologisches Hauptwerk, die „Gedanken eines modernen Polen” von 1903 sowie „Deutschland, Russland und die polnische Frage” von 1908, in dem Dmowski seine geopolitische Konzeption entfaltete. Von den Schriften aus der Zeit nach dem Ende des 1. Weltkriegs verdeutlicht der Text „Kirche, Nation und Staat” sein Verhältnis zur Rolle der katholischen Kirche in der polnischen Nation. Erhellend für Dmowskis Blick auf Deutschland, aber auch seinen Antisemitismus, ist der Essay „Der Hitlerismus als nationale Bewegung“ (1932). Die Quellentexte werden mit Erläuterungen versehen und dem Band wird eine ausführliche Einleitung vorangestellt.
Volume Editors: and
Der Editionsband „Die Hoffinanzierung in der preußischen Monarchie von 1786 bis 1918“ legt die Finanzquellen und Ausgabenbereiche des preußischen Hofes im 19. Jahrhundert offen und beleuchtet wichtige Aspekte der preußischen und Monarchiegeschichte wie die Separierung von staatlichen und höfischen Finanzen im Zuge der Konstitutionalisierung und die Ausweitung monarchischer Repräsentation seit Ende des Jahrhunderts. Der Band präsentiert eine facettenreiche Auswahl von 356 bisher unveröffentlichten Dokumenten aus dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, die in gewohnter Sorgfalt durch die Experten für preußische Geschichte an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften editorisch erschlossen wurden. Die umfangreiche analytische Einleitung zur Edition bietet erstmals einen Überblick über Strukturen, Praktiken und quantitative Ausmaße der Finanzierung des preußischen Hofes und der Herrscherfamilie vom Tod Friedrichs II. bis zum Untergang der Monarchie 1918.
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in Preußen 1786 bis 1918
Zivil- und Militärkabinett, Gründungen des 18. Jahrhunderts, waren Instrumente königlicher Selbstregierung. Die Kabinettschefs, adelige Offiziere und adelige Laufbahnbeamte, bildeten als Vertrauensleute der Monarchen deren Pufferinstanz gegenüber der wachsenden Staatsverwaltung und eigenwilligen Ministern. Kabinettschefs waren bei der Personalauswahl und zuweilen in Entscheidungssituationen bedeutsam. Als mit der Verfassung ab 1848 Parlamente eine Rolle spielten, standen Kabinette in der Kritik, aber Preußens Könige hielten an ihrem monarchischen Regierungsapparat bis 1918 fest. Kabinette funktionierten wie Staatsbehörden und kooperierten mit den Regierungsspitzen, behielten als Büros des Monarchen aber weiter ihren Sonderstatus. Extrakonstitutionell agierte besonders das Militärkabinett, das Wilhelm I. ab 1861 stärkte, um eine vom Parlamentseinfluss freie Kommandozentrale zu besitzen. Analog etablierte Wilhelm II. 1889 das Marinekabinett. Der Band dokumentiert dies in 319 Dokumenten.
Salo W. Baron was considered the greatest Jewish historian of the twentieth century. He laid the ground work for how Jews perceive themselves and are perceived by others. The present series publishes new perspectives in the research on the Jewish experience of both distinguished and aspiring scholars who continue Salo Baron’s work. Contributions to the series focus on the relationship of Jews and non-Jews and perceptions and understandings of Judaism, including but not limited to the history, culture, religion, and institutions of the Jewish people, as well as on their persecution.
Regional Perspectives in Global Context
Disciplinary and interdisciplinary research on all aspects of Central and Eastern Europe: history, society, politics, economy, religion, culture, literature, languages and gender, with a focus on the region between the Baltic and the Adriatic in local and global context.

Until Volume 9, the series was published by Brill, click here.
Media Make History. The series Medienakteure der Moderne is historically oriented. It does not treat media (print media, audiovisual and digital media) as a black box. Rather, it addresses their internal structures and processes as well as their content and effects on the basis of sources. For a modern media history, media are not (only) sources for researching other social subsystems, but possess actor qualities themselves: they act, have consequences, follow their own logic and interact with other institutions and systems. In this respect, the series opens up perspectives beyond media history.
In der international ausgerichteten Reihe "Encounters between Judaism and Christianity" erscheinen wissenschaftliche Arbeiten zu Konstituierungs- und Differenzierungsprozessen jüdischer und christlicher Religion in Geschichte und Gegenwart. Die Einzelbände behandeln exegetisch-hermeneutische, historische, systematische, kulturwissenschaftliche und zeitgeschichtliche Aspekte des Themenfeldes in der Verantwortung der einzelnen Fachdisziplinen und zugleich in fächerübergreifender Perspektive. Ein besonderes Augenmerk der Studien gilt den religiösen und kulturellen Kontaktpunkten und Reibungsflächen zwischen Judentum und Christentum, deren wissenschaftliche Betrachtung dem gegenseitigen Verständnis nach einer langen Geschichte kirchlicher Judenfeindschaft neue Impulse zu geben vermag.

The internationally focused series Encounters between Judaism and Christianity publishes studies on the processes of formation and differentiation of Jewish and Christian religion past and present. SJC-volumes deal with exegetical-hermeneutical, historical, systematic, cultural-historical and contemporary issues according to the standards of the individual disciplines and from a cross-disciplinary perspective. Particular attention is paid to the areas both of cultural interaction and of friction between Judaism and Christianity. After a long history of ecclesiastical hostility against Jews and after the experiences of the 20th century the scholarly examination of these topics can provide new impulses for improving mutual understanding.
Volume Editors: and
"Das Frankfurter Neue Testament (FNT) ist die erste deutsche Übersetzung der Bibel, die sich konsequent am Griechischen des 1. Jahrhunderts orientiert, ohne Rücksicht auf kirchlich-konfessionelle Hörgewohnheiten zu nehmen. Das FNT vereint philologische Präzision mit theologischer Fachkompetenz. Möglichst nah am Original erschließt diese Übersetzung neue Sichtweisen auf scheinbar Vertrautes und führt so zu einem faszinierenden Leseerlebnis.

Editionsplan:
Bd. 1: Die Johannesapokalypse, mit einem Essay zur Übersetzungstheorie, Januar 2020
Bd. 2: Die Evangelien nach Matthäus und Markus, mit einem Essay zum Koinegriechisch neutestamentlicher Schriften, 2021
Bd. 3: Das Evangelium nach Johannes und die drei Johannesbriefe, mit einem Essay zur Frage eines „Corpus Johanneum“, 2022
Bd. 4: Das Evangelium nach Lukas und die Apostelgeschichte, mit einem Essay zum Beitrag der neutestamentlichen Schriften zur kollektiven Identitätsbildung, 2023
Bd. 5: Briefe des Apostels Paulus: Römerbrief, Erster und Zweiter Korintherbrief, Galaterbrief, Philipperbrief, Erster Thessalonicherbrief, Philemonbrief, mit einem Essay zu Antagonismen in den paulinischen Briefen, 2024
Bd. 6: Neutestamentliche Briefliteratur: Epheserbrief, Kolosserbrief, Zweiter Thessalonicherbrief, Erster und Zweiter Timotheusbrief, Titusbrief, Hebräerbrief, Jakobusbrief, Erster und Zweiter Petrusbrief, Judasbrief, mit einem Essay zur sogenannten Pseudepigraphie, 2025

Lesung der Johannesapokalypse: Peter Schröder, Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt, liest die Johannesapokalypse, neu übersetzt von Stefan Alkier und Thomas Paulsen.
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