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Eugenio Pacelli und seine Nuntiaturberichte aus der Zeit der Weimarer Republik
Volume Editors: Hubert Wolf, Holger Arning, and Sascha Hinkel
In den turbulenten Jahren von 1917 bis 1929 berichtete Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., fast täglich als Nuntius aus Deutschland: über Revolutionen und Goldene Zwanziger, Kirche und Politik, Kommunisten, Nationalsozialisten und Katholiken.
Pacelli agierte für einen Nuntius oft sehr eigenständig, aber sein Blick auf Deutschland blieb durch römische Vorgaben geprägt. Er war Oberaufseher der deutschen Kirche und Gesandter des Papstes bei der deutschen Regierung in einer Person. In Deutschland machte er Erfahrungen, die sein Handeln als Papst entscheidend prägen sollten. Seine Berichte, die Weisungen aus Rom nebst Anlagen – insgesamt mehr als 20.000 Dokumente aus den vatikanischen Archiven – liegen unter www.pacelli-edition.de jetzt vollständig online ediert vor. Die Fallstudien in diesem Band deuten ihr Potenzial für die Forschung an.
Die Franz von Baader Edition versammelt die repräsentativsten und aufschlussreichsten Schriften des katholischen Theologen, Natur- und Sozietätsphilosophen Franz von Baader (1765–1841) in vier Bänden. Diese Texte spiegeln Baaders Gedankenwelt in anschaulicher Weise wider. Insbesondere seine naturphilosophischen, ethischen, religiösen, metaphysischen sowie theosophischen Ansichten treten in ihnen besonders deutlich hervortreten. Bis heute sind diese Schriften noch nicht in einer kritischen Ausgabe veröffentlicht worden. Die Franz von Baader Edition ist als Editio princeps die erste Ausgabe mit textkritischem Apparat, erklärenden Anmerkungen, Bibliographie, Personen- und Sachregister. Die vierhändige Ausgabe wird insgesamt 28 chronologisch angeordnete und kommentierte Texte enthalten. Von besonderem Wert ist die kritische Kommentierung, die die einzelnen Textstellen erläutert und wissenschaftlich fundiert einleitet. Die von den Herausgebern der Edition betreute neue Reihe Baaderiana ergänzt das Editionsprojekt mit Studien zu Baaders Werk und Wirken. Somit wird die Lektüre von Baaders Texten durch die neuesten Erkenntnisse der BaaderForschung vertieft und erhellt.
Perspektiven praxeologischer Hermeneutik
Wer interpretiert, tut etwas. Dieser schlichte Umstand trat mit dem practice turn verstärkt in den Fokus hermeneutischer bzw. interpretationstheoretischer Debatten. Wo steht die Diskussion heute? Wohin soll sie sich bewegen?
Als primärer Gegenstand der Hermeneutik erschien lange relativ klar eine Top-down-Reflexion auf die Natur von Erkenntnis, Verstehen und Interpretation. Das hat sich mit dem practice turn geändert. Durch diese zuerst seitens der Wissenschaftsgeschichte und der Sozialwissenschaften kultivierte Umorientierung kommt verstärkt der Bereich des konkreten Interpretationshandelns in den Blick. Die Aufmerksamkeit gilt, bottom-up, den Routinen der Bedeutungsproduktion - und dies insbesondere auch, wo die betreffenden kleinteiligen Praktiken nicht durch Methoden, sondern durch eine implizite und informelle Logik bestimmt sind. Der Sammelband lädt dazu ein, diesen produktiven turn im interdisziplinären Austausch zu bedenken und weiter voranzutreiben.
Ein kooperativer Kommentar
Augustins Werk De Genesi ad litteram ist das wichtigste Zeugnis christlicher Kosmologie in Antike und Mittelalter. Es wird hier erstmals umfassend interpretiert.
Augustinus gibt eine detaillierte Interpretation des biblischen Schöpfungsberichtes (Genesis 1-3). Seine Auslegung in zwölf Büchern ist nicht allegorisch, sondern sie folgt dem Wortsinn. In Auseinandersetzung mit der platonischen Philosophie und mit älteren jüdischen und christlichen Autoren erklärt Augustinus den Ursprung und den Aufbau des Kosmos, die Beschaffenheit von Leib und Seele des Menschen sowie die Entstehung des Bösen. Am Ende steht ein Ausblick auf das ewige Glück des Menschen in der Schau Gottes. Eine internationale Gruppe von Fachleuten aus verschiedenen Disziplinen analysiert und kommentiert Augustins Werk Buch für Buch. Die Aufsätze sind teils in deutscher Sprache, teils in englischer Sprache verfasst.
Nationalitätenkonflikte und globale Kirche in den Grenzregionen Ostoberschlesien und Elsass-Lothringen, 1918–1939
Author: Thies Schulze
Wie verhielt sich der Katholizismus zu den europäischen Nationalismen? Die vorliegende Studie liefert einen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage. Sie nimmt dazu die Grenzregionen Oberschlesien und Elsass-Lothringen in den Blick und geht transnationalen Auswirkungen der vatikanischen Politik nach.
In beiden Grenzregionen flammten nach dem Ersten Weltkrieg Streitigkeiten über den Status nationaler Minderheiten wieder auf, von denen die katholische Kirche nicht unberührt blieb. Es gab erbitterte Konflikte zwischen Geistlichen und auch Laien, welche sich auf die Seite der Nationalstaaten Polen bzw. Frankreich schlugen, und solchen, die sich mit der regionalen Kultur und der deutschen Sprache identifizierten. Beide Seiten versuchten, den Vatikan für die jeweils eigene Position zu gewinnen. Dem Heiligen Stuhl bereitete dies nicht selten Schwierigkeiten, auf internationaler Bühne den Anschein der eigenen Überparteilichkeit zu wahren.
Unter anderem zeigt die Studie, dass die katholische Kirche die Nationalitäten - konflikte in den Grenzregionen nur in äußerst begrenztem Maße entschärfen konnte.
Die Mission des ersten deutschen Botschafters beim Heiligen Stuhl - Diego von Bergen 1920 -1943
Author: Gregor Wand
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Diego von Bergen zum ersten deutschen Botschafter beim Heiligen Stuhl ernannt und vertrat die Weimarer Republik und Hitler-Deutschland bis 1943 am Vatikan. Bis weit in die Nachkriegszeit hinein galt er als der „nationalsozialistischen Mystik nicht empfänglich“.
Da in der historischen Forschung inzwischen Konsens darüber herrscht, dass das Auswärtige Amt die Gewaltpolitik des NS-Regimes überall und zu jeder Zeit mitgetragen hat, liefert die Studie eine überfällige Neubewertung von Hitlers dienstältestem Botschafter. Sie schärft nicht nur das Bild des Amts als Akteur der Außenpolitik des >Dritten Reichs<, sondern lotet Handlungsspielräume des Botschafters aus und verortet ihn als Gegenspieler des Papstes. Zudem gelingt es methodisch innovativ, die personalpolitische Entwicklung des Amts und der Botschaft epochenübergreifend mitzuberücksichtigen.
Ein Vergleich zwischen Deutschland und Italien zur Zeit Pius' X. 1903 - 1914
Translator: Monika Pelz
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts alarmierte das Wachstum der internationalen sozialistischen Bewegung die katholische Kirche. Im Sozialismus erkannte sie einen Ausdruck und zugleich ein Vehikel des antichristlichen Säkularisierungsprozesses.
Das katholische Lehramt interpretierte den Sozialismus nicht nur als Negation der göttlichen Offenbarung, sondern auch als Antithese zur traditionellen christlichen Gesellschaftsordnung. Wie konnte eine solche ‚Gefahr‘ abgewendet werden? Dieser Band analysiert den katholischen antisozialistischen Diskurs und seine konkreten Ausdrucksformen in der Zeit von Papst Pius X. (1903–1914). Dies geschieht in einer transnational vergleichenden Perspektive. Der Blick auf den Alltag des katholischen Antisozialismus, wie er in den Stadt- und Landpfarreien im Bistum Mainz und im Erzbistum Pisa durchgefochten wurde, kann in vielerlei Hinsicht als exemplarisch für den Katholizismus im wilhelminischen Deutschland bzw. in Italien gelten.
Antisemitische Motive und moderner Antizionismus in Europa und der islamischen Welt
Blick ins Buch

In Europa tritt verstärkt ein „neuer antizionistischer Antisemitismus“ auf. Mit dem Verblassen der Erinnerung an die Shoah, Sekundärantisemitismus und dem Glauben an ein geeintes Europa, das nationalstaatliche Denkweisen überwindet, findet sich ein zunehmend kritisches Denken gegenüber dem Zionismus. Israel wird zum “Juden unter den Völkern”.

Antisemitische Kritik am Staat Israel kommt aus verschiedenen Richtungen: von rechts (Rassismus), links (Kapitalismuskritik und Antizionismus) und vom politischen Islam (Übernahme antijüdischer Polemik aus religiösen Schriften). Diese Mischung zeigt sich in sogenannten „Cultural Codes“, in Form von teils christlich, teils muslimisch geprägten Motiven, die jedoch einen antisemitischen Hintergrund haben. „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, „Rache“ oder „Wallstreet“ sind solche codierten Schlagwörter, die sich regelmäßig auch in deutschsprachigen Medien finden. Raimund Fastenbauer vergleicht erstmals die Verwendung solcher antisemitischen Motive im Internet und anderen Medien islamisch geprägter Länder mit jenen in deutschsprachigen Printmedien und weist so den starken Einfluss nach, den diese „Codes“ in der öffentlichen Wahrnehmung haben.
Sozialethische Analysen
Ohne die Pflegearbeit, die in Privathaushalten geleistet wird, würde das deutsche Pflegesystem kollabieren, aber die Pflegenden finden kaum sozialpolitische Anerkennung. Das Buch erarbeitet sozialethische Anforderungen an eine anerkennungsorientierte Reform der Pflegepolitik.
Die Pflege älterer Menschen in Deutschland wird größtenteils von Angehörigen, migrantischen Care-Arbeiterinnen und ambulanten Pflegekräften in Privathaushalten geleistet. Die überwiegend weiblichen Pflegenden erfahren Asymmetrien, einen Mangel an Selbstbestimmung und sozialer Anerkennung. Das Buch analysiert die Bedingungen häuslicher Pflegearbeit in Deutschland, wertet Expert*innen-Interviews aus und profiliert Anerkennungsdefizite der Pflegearbeit durch einen Vergleich von Pflegeregimen. Es werden Kriterien für eine Reform der Pflegepolitik entwickelt.
Eine Skizze zur Verbindung von Pneumatologie und Soteriologie
Geistvergessenheit wird der Lehre von der Erlösung, der Soteriologie, vorgeworfen. Dieses Problem behandelt die Studie von Frank Ewerszumrode. Sie zeigt, dass auch der Heilige Geist Erlöser genannt werden muss.

Soteriologie behandelt oft ausschließlich den Kreuzestod Jesu Christi. Diese Perspektive wird mit der altkirchlichen Vergöttlichungslehre von Athanasius von Alexandrien und der Freiheitstheorie von Thomas Pröpper geweitet. So entsteht ein Konzept, das von der Wurzel her trinitarisch operiert und damit das Wirken Jesu Christi und des Heiligen Geistes angemessen berücksichtigt. Komplexe und anspruchsvolle Gedankengänge werden transparent und klar dargestellt sowie in Zwischenfaziten zusammengefasst. Damit leistet die Studie einen Beitrag zur Klärung von Grundfragen der Soteriologie und Pneumatologie. Zugleich bietet sie damit eine zeitgemäße und kommunikable theologische Begrifflichkeit.