Browse results

You are looking at 1 - 10 of 2,749 items for

  • Hauptsprache: German x
  • Nach Ebene eingrenzen: All x
  • Status: Published x
Clear All
Herausgegeben von Bernhard Hurch
Im Zentrum dieses Teils der baskischen Schriften Wilhelm von Humboldts steht die Frage nach dem Verhältnis des Baskischen zum Iberischen, Keltiberischen und anderen Sprachen des vorrömischen Europa.
Die neue Edition der Schriften zur Sprachwissenschaft Wilhelm von Humboldts zielt darauf ab, die erst in den 1990er Jahren wiederentdeckten, verschollen geglaubten Nachlasspapiere Wilhelm von Humboldts zu edieren. Das Baskische war für viele Jahre ein wichtiger Forschungsgegenstand Humboldts. Die erste große Beschäftigung mit einer nicht-indogermanischen Sprache und die Kontakte mit frühen baskischen Grammatikern, Literaten und Intellektuellen führte dazu, retrospektiv diese Episode seines Lebens als die der Herausbildung sprachwissenschaftlichen Denkens zu bezeichnen. Er plante ein großes dreibändiges Baskenwerk. Der nun vorgelegte dritte Band rekonstruiert die Genese seiner einschlägig sehr intensiv rezipierten und diskutierten Schrift zur Stellung des Baskischen im vorrömischen Spanien und im alten Europa.
Band I: Grundlegung
Die Studien zur ostkirchlichen Theologie und Spiritualität sind auf mehrere Bände hin angelegt. Was ein weiterer Band zu den praktischen Vollzügen geistlichen Lebens entfaltet, findet in einem ersten und zweiten Teilband seine theologische Grundlegung. Dabei werden zentrale Themen der abendländischen Geistes- und Theologiegeschichte bedacht und in Vergleich gesetzt mit dem östlichen Denkansatz, teils unter Berücksichtigung von Einzelfragen, die in der gegenwärtigen Dogmatik behandelt werden (z.B. Schriftauslegung, Traditionsverständnis, christologischer Ansatz, eucharistische Ekklesiologie, Leben nach dem Tod). Das Buch möchte eine Gesamtdarstellung ostkirchlicher Theologie sein.
Georgiens Unabhängigkeit und das deutsch-georgische Bündnis im Südkaukasus
Nach der Oktoberrevolution in Russland beschritt Georgien den Weg zur Selbstständigkeit. Das Deutsche Kaiserreich wurde im Mai 1918 zum Verbündeten des neuen Staates.
In der auf den Ruinen der Oktoberrevolution entstandenen georgischen Republik galt Deutschland als Repräsentant der europäischen Zivilisation. Georgische Nationalisten hatten schon seit 1914 mit den militärischen Stellen Deutschlands zusammengearbeitet, um einen Aufstand gegen Russland im Kaukasus zu inszenieren. Nach der Machtübernahme der Bolschewiki in Russland unterstützte die politische Elite Georgiens die Abspaltung von Moskau und eine deutsche militärische Intervention in Georgien, um die Jungtürken ebenso wie die Bolschewiki zurückzuhalten. Für Berlin stellte die Annäherung an Tiflis eine Voraussetzung für seine orientalischen Bestrebungen dar. Giorgi Astamadze analysiert erstmals vertieft die Verhältnisse im Südkaukasus während dieser Zeit.
Strategie und Politik der preußischen Regierung 1848 bis 1850/51
Author: Konrad Canis
Die nachrevolutionäre preußische Regierung beschränkte sich 1848–1851 nicht auf Aufstandserstickung. Sie verwirklichte konstruktiv die konstitutionelle Monarchie.
Nach der Niederlage im März 1848 suchte die neue preußische Regierung – großbürgerlich und reformadlig geprägt – die Revolution mit einer konstruktiven, modern ausgerichteten Reformpolitik zu überwinden. Es war kein Staatsstreich, sondern eine mit der Volksvertretung nachgeholte Vereinbarung, mit der sie die konstitutionelle Monarchie in Preußen einschließlich bürgerlicher Grund- und Freiheitsrechte durchsetzte. Eine preußisch-deutsche Lösung der nationalen Einheitsfrage sollte der zweite Schritt sein, die Revolution zu überwinden. Mit ihrer deutschen Bundesstaatsperspektive scheiterte sie 1849/50 an den Linken und vor allem an der Übermacht der rechten Widersacher, zu denen faktisch auch der eigene König gehörte.
Konrad Canis, wohl einer der besten Kenner der Geschichte Preußens im 19. Jahrhundert, deutet in seinem neuen Buch das Verhältnis der Akteure und politischen Kräfte zur Revolution neu, indem er die inneren Widersprüche und unterschiedlichen Interessen souverän analysiert. Dabei zeigt sich, dass das Bild von Preußen als Hort der Gegenrevolution einer differenzierteren Einschätzung weichen muss.
Großeinrichtungen, Debatten und Deinstitutionalisierung seit den 1970er Jahren
Seit den 1960er Jahren standen „Anstalten“ in der Kritik. Sie galten als starres Instrument der Sozialpolitik, als totale Institutionen und Widerspruch zu zeitgemäßen Lebensformen. „Deinstitutionalisierung“ lautete das neue Paradigma. Der gesellschaftliche Umgang mit Hilfebedürftigen und Randgruppen sollte nicht länger der Eigenlogik eines ghettoisierenden Systems folgen, sondern individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen der Betroffenen Rechnung tragen. Seither entwickelten sich offene, integrative und gemeindenahe Hilfeangebote und -formen.
Die Autorinnen und Autoren spüren diesen Entwicklungen auf unterschiedlichen Feldern nach. Sie fragen nach Entstehungsbedingungen, Widersprüchen und Beharrungskräften. Schließlich war der Wandel keine konfliktfreie Erfolgsgeschichte. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben musste von den Betroffenen häufig erst erstritten werden. Regional und transnational vergleichend nehmen die Beiträge die Heimerziehung und die Jugendhilfe, die Versorgungsstrukturen für Menschen mit Behinderungen, die Psychiatrien sowie den Umgang mit Strafgefangenen, Obdachlosen und Suchterkrankten in den Blick. Damit eröffnet der Band erstmals einen systematischen Überblick über das „Ende der Anstalten“ seit den 1970er Jahren.
Metamorphosen eines medialen Phantoms 1950–2020
UFOs sind nicht außerirdischen Ursprungs, sondern deutsche Flugscheiben, erfunden am Ende des Zweiten Weltkriegs: Dieser populäre Mythos kursiert nicht erst seit der Spielfilmreihe „Iron Sky“.
Gerhard Wiechmann hat sich auf die Suche nach dem Ursprung des medialen Phantoms gemacht – und Unerwartetes entdeckt. Die Karriere der Geschichte von den „Nazi-UFOs“ ist eine sehr deutsche Angelegenheit, die in der jungen Bundesrepublik maßgeblich vorangetrieben wurde. Ausgerechnet die Bundeswehr trug dazu bei, den Mythos zu legitimieren. Über akribische Recherchen werden die Personen, Presseorgane und TV-Sendungen identifiziert, die das Thema von Zeitungsmeldungen der 1950er Jahre bis in die Gegenwart fortschrieben. Entstanden ist eine ebenso spannende wie nachdenklich machende Geschichte über die Entstehung von „fake news“ im analogen Zeitalter.
Zeuge und Polemiker
Author: Mirjam Kudella
Antimanichäische Inhalte aus dem gesamten Werkkorpus Augustins werden, auch unter Berücksichtigung manichäischer Originaltexte, mit Blick auf ihr polemisches Gepräge untersucht.
Zunächst werden mit dem antimanichäischen Exkurs in Psalmenpredigt 140 und mit dem Manichäerkapitel aus Augustins Spätwerk De Haeresibus zwei bislang wenig berücksichtigte Textpassagen einer detaillierten Kommentierung unterzogen. In einem zweiten Schritt präsentiert die Autorin auf der Basis von Textanalysen antimanichäische Inhalte aus dem gesamten Werkkorpus Augustins, zu zwölf Topoi zusammengestellt. Ihnen wird jeweils die Vorstellung des „manichäischen Hintergrunds“ und argumentativer Einwände Augustins an die Seite gestellt. Spannungen zwischen Fremd- und Selbstdarstellung des Manichäismus geraten ebenso in den Blick wie Gewichtungen und Typisierungen, die Augustin als Polemiker vornimmt.
Neu übersetzt
Gibt es das „Corpus Johanneum“ oder gibt es gar mehrere Verfasser? Und ist die Johannesapokalypse dem sogenannten Corpus Johanneum zuzurechnen oder ist ihr theologischer Ansatz derart anders, dass sie als Fremdkörper nicht nur gegenüber den anderen johanneischen Schriften, sondern sogar als Sonderling im ganzen Neuen Testament zu gelten hat?
Auch in ihrem dritten Band des Frankfurter Neuen Testaments bleiben Stefan Alkier und Thomas Paulsen ihrer Übersetzungsmethodik treu, welche die neutestamentlichen Texte wörtlich aus dem Koine-Griechisch übersetzt. Das hat erhebliche Folgen für den Wortlaut und das Verständnis dieser Texte – so ist z.B. nicht von „Sünde“ oder „Teufel“, sondern von „Verfehlung“ und vom „Zerwerfer“ die Rede.
„Kaum einen Text glauben heutige Leserinnen und Leser so gut zu kennen wie das Johannesevangelium. Die neue Übersetzung von Stefan Alkier und Thomas Paulsen zeigt, wie falsch wir mit dieser Einschätzung liegen. Philologisch genau, erfrischend sperrig und fern von eingefahrenen Pfaden zeigt sie, wie aufregend und ungewöhnlich dieser Text wirklich ist; damit lädt sie uns dazu ein, ihn in seinem Anspruch ernst zu nehmen und uns auf seine Herausforderung einzulassen.“ Dr. Thomas Schmitz (Professor für Gräzistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Das Archiv des Sarapion (P. Köln Sarapion)
Volume Editor: Riccardo Vecchiato
Der zweite Band hat das Archiv eines Beamten namens Sarapion zum Inhalt, der am Anfang des 2. Jhs. v.Chr. verschiedene Posten in der Getreide- und Finanzverwaltung bekleidete. Besonders beachtlich ist, dass die Texte aus dem memphitischen Gau stammen, aus einer Region, aus der wir nur wenige weitere Papyrustexte besitzen.
Ein frühhellenistisches Lexikon poetischer und dialektaler Wörter
Volume Editor: Riccardo Vecchiato
In den vorliegenden Bänden werden Papyri aus den unpublizierten Beständen der Kölner Papyrussammlung ediert: Ein außergewöhnliches Lexikon poetischer und dialektaler Wörter aus dem 3./2. Jh. v.Chr. und dokumentarische Papyri, die aus den ersten Jahrzenten des 2. Jhs. v.Chr. stammen. Der erste Band umfasst die kommentierte Edition von sieben Papyrusfragmenten eines frühhellenistischen Lexikons. Das wohl interessanteste formale Charakteristikum dieses Textes ist die vollständige alphabetische Anordnung der Lemmata, die sich sonst nur in nachchristlicher Zeit belegen lässt. Zu den wesentlichen inhaltlichen Merkmalen des Textes gehört einerseits der Einsatz der Dialektalforschung zur Erklärung literarischer Wörter, andererseits das Interesse für dichterische Vokabeln, vor allem homerische, aber auch aus der Tragödie und der Lyrik.