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Geschichte - Mythen - Politik
AutorIn: Frank Kolb
Gab es ein Troia? Nein! Gab es einen Troianischen Krieg? Nein! Auswandernde Griechen haben eine im Mutterland entstandene Sage an einer bronzezeitlichen Ruinenstätte im nordwestlichen Kleinasien verankert, deren damaligen Namen wir nicht kennen und die Schliemann ausgegraben hat. Viel bedeutender als jener Ort sind die Darstellung des Mythos´ in Homers Ilias und seine spätere politische Instrumentalisierung.

Frank Kolb bietet ein faszinierendes, aber zugleich entlarvendes Bild von »Troia« und der Troia-Forschung. Er zeigt, dass das Bemühen, den Mythos mit dem Spaten des Archäologen als Geschichte zu erweisen, methodisch verfehlt und erfolglos war und zu wissenschaftlich fragwürdigen Vorgehensweisen führte. Der »Schicksalshügel der Archäologie« wurde zu einem Skandalhügel.

Dieses allgemeinverständlich und spannend geschriebene Buch präsentiert die mit dem Troia-Mythos, der homerischen Ilias und den Ausgrabungen seit Schliemann verbundenen Probleme auf dem neuesten Stand der Forschung. Es bettet die Troia-Frage in die Frühgeschichte des Ägäisraumes, Anatoliens und des Vorderen Orients ein. Es zeigt ferner, wie der Troia-Mythos durch die Jahrhunderte bis heute für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zwecke instrumentalisiert worden ist.
Altägypten und seine Nachbarkulturen im Spiegel der aktuellen Forschung
HerausgeberInnen: Carola Vogel und Rolf Gundlach
Ramses II. und die Schlacht von Kadesch prägen bis heute die Vorstellungen, die man gemeinhin mit altägyptischer Militärgeschichte verbindet. Der berühmten Schlacht folgte Jahre später ein nicht minder prominenter Friedensschluss zwischen den kriegführenden Großreichen Ägypten und Chatti. Dessen vertragliche Regelung gilt als erster Friedensvertrag der Weltgeschichte. Das vorliegende Buch ist der erste systematische Versuch, die altägyptische Militärgeschichte zu erfassen. Erstmals werden alle für das Thema zur Verfügung stehenden Quellengattungen von ägyptologischen Fachvertretern diskutiert und auf ihre militärhistorische Aussagekraft überprüft. Dabei half die Einbeziehung der Nachbardisziplinen Altorientalistik, Biblische Archäologie und Alte Geschichte und der von der modernen Militärhistorie erarbeiteten theoretischen Grundlagen bei der Standortbestimmung. Die Beiträge beruhen mehrheitlich auf den Ergebnissen des 1. Symposions für Ägyptische Militärgeschichte, das vom gleichnamigen Arbeitskreis an der Universität Mainz veranstaltet wurde.
AutorIn: Harald Mielsch
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
I. Abteilung (Band 1-3). Architektur, Darstellungen, Texte, archäologischer Befund und Funde der Gräber QH 24 - QH 209. Aus dem Nachlaß verfasst und herausgegeben von Karl-J. Seyfried und Gerd Vieler
AutorIn: Elmar Edel
HerausgeberInnen: Karl-J. Seyfried und Gerd Vieler
Contributor: Hans Rolf Höster
In den Jahren 1959-1984 hat der verstorbene Bonner Emeritus für Ägyptologie Prof. Dr. Elmar Edel in über 20 Feldkampagnen einen Großteil der Felsgräbernekropole der Qubbet el-Hawa (Aswan) an der Grenze von Oberägypten zu Nubien freigelegt und dokumentiert. Es handelt sich dabei um die Begräbnisstätten der lokalen Elite aus dem Ende des Alten Reiches (ca. 2300 v. Chr.). Deren Hauptaufgabe bestand in der Ausführung und Kontrolle des Afrikahandels mittels mehrmonatiger Expeditionszüge in das umgebende Ausland (Sudan, Rotmeerküsten, aber auch Levante). Dementsprechend manifestieren sich in der Architektur, der Dekorationen (Bild und Text) sowie in den Beigaben der Grabanlagen nicht nur lokale Begräbnissitten, sondern auch die Aneignung des kulturspezifischen Welt- und Jenseitsbildes in selten reicher und gut erhaltener Form. Dazu wird in dieser Quellenpublikation das Material zum größten Teil als kommentierte editio princeps vorgelegt.
AutorIn: Gerd Kampers
Die im Deutschen als Westgoten bezeichneten Wisigoten entstan-den auf dem Boden des Römischen Reiches und hatten wesentlichen Anteil an der Transformation der römischen Welt. An der Wende zwischen Antike und Mittelalter begründeten sie die Reiche von Toulouse und Toledo, wo sie zu Mitgliedern einer poströmischen Gesellschaft wurden, in der sie auch nach dem Untergang ihres spanischen Reiches deutliche Spuren hinterließen. Die durch Quellennähe und Anschaulichkeit geprägte Synthese schildert die Geschichte der Wisigoten, ohne sie unzulässig zu verkürzen oder unnötig zu komplizieren. Nach Darstellung der Herkunft und Entstehung der Goten bis zum Ende des 3. Jh. und der Welt der Goten im 4. Jh. werden die Gründe und Bedingungen für die Ethnogenese der Wisigoten untersucht. Auf die Behandlung der Geschichte des Reiches von Toulouse und seines durch Kontinuität und Wandel gekennzeichneten inneren Aufbaus folgt als Schwerpunkt der Darstellung die Schilderung des durch Imperialisierung und Katholisie-rung, durch innenpolitische Turbulenzen und Aufstände geprägten Aufstiegs und Falls des Reiches von Toledo bis zum Finale am Guadalete. Abschließend wird der Weg der spätantiken Zivilisation Spaniens in das werdende Mittelalter nachgezeichnet. Ein umfangreiches Quellen- und Literaturverzeichnis ermöglicht den Einstieg in die wissenschaft-liche Diskussion.
Eine historisch-empirische Ritualstudie
AutorIn: Dominik Fugger
Das Königreich des 'Bohnenkönigs' war den Menschen der Frühen Neuzeit vertraut wie uns Heutigen der Weihnachtsmann. Zahlreiche bildliche Darstellungen von Künstlern wie Jacob Jordaens und Jan Steen vermitteln uns einen Eindruck von dem beliebten Festritual, das diese interdisziplinäre Studie erstmals zusammenhängend aus den Quellen erforscht. Der Autor untersucht frühneuzeitliche Quellen aus dem deutschen, niederländischen und französischen Sprachraum und berücksichtigt dabei die archivalische, literarische und liturgische Überlieferung ebenso wie die gleichzeitige Genremalerei. Im Zentrum des Interesses steht die kommunikative Botschaft des Brauches, die auf der Grundlage zeitgenössischer Sinnzuschreibungen mit überraschendem Ergebnis entschlüsselt wird. Diese Erkenntnisse werden im weiteren für unser Verständnis der frühneuzeitlichen Abbildungstradition fruchtbar gemacht. Zahlreiche hochwertige Farbreproduktionen auf Kunstdruckpapier runden den Band ab.
AutorIn: Markus Stein
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Die Ehre des Kriegers und die Not des Staates
AutorIn: Werner Dahlheim