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Edition dokumentarischer Papyri aus der Kölner Sammlung
Volume Editor: Eleni Skarsouli
IIm vorliegenden Band werden dokumentarische Papyri aus den unpublizierten Beständen der Kölner Sammlung ediert, die in die Mitte des 2. Jh. v.Chr. zu datieren sind und dem Archiv des Dorfschreiberamtes vom arsinoitischen Dorf Oxyrhyncha entstammen.
Den überwiegenden Teil der edierten Texte machen Eingaben aus, durch welche die Bewohner von Oxyrhyncha den Dorfschreiber Petosiris bzw. seinem Vorgänger Horos strafrechtliche Angelegenheiten meldeten. Durch die Dokumente gewinnen wir Auskünfte über das Berufs-, Verwaltungs- und Wirtschaftsleben des Dorfes Oxyrhyncha um die Mitte des 2. Jhs v.Chr. Zudem gelten solche Urkunden als aufschlussreich für die Besonderheiten des alltäglichen Griechisch der hellenistischen Zeit.
Die meisten Texte sind Eingaben, durch welche die Bewohner von Oxyrhyncha den Dorfschreiber Petosiris bzw. seinem Vorgänger Horos strafrechtliche Angelegenheiten meldeten. Diese Dokumente ermitteln Informationen über das Berufs-, Verwaltungs- und Wirtschaftsleben des Dorfes Oxyrhyncha um die Mitte des 2. Jhs v.Chr. Zudem gelten solche Urkunden als aufschlussreich für die Besonderheiten des alltäglichen Griechisch der hellenistischen Zeit.
Es werden die Ergebnisse der materiellen Studien an Papier-, Papyrus- und Pergamentkodizes der Kölner Papyrussammlung vorgestellt.
Untersuchungsgegenstand waren hierbei 122 Kodizes, die mit koptischen, griechischen und lateinischen Texten beschrieben sind. Diese konnten aus den etwa 10.000 Objekten der Kölner Papyrussammlung identifiziert werden, von denen nicht wenige zuvor als Fragmente von Papyrusrollen eingestuft worden waren. Die 122 Kodizes verteilen sich auf über 200 Inventarnummern. Diese zählen insgesamt über 600 Fragmente. Die eingesetzten Untersuchungsmethoden werden anhand von Einzelobjekten vorgestellt. Darunter befindet sich auch der Mani-Kodex, der mit Abstand berühmteste Kodex der Kölner Sammlung. Die Ergebnisse wurden in einem Katalog zusammengestellt, der nach den drei verwendeten Schriftträgern (Papier, Pergament und Papyrus) gegliedert ist.
Der Weg zum hauptstädtischen Kaisertum im Römischen Reich des vierten Jahrhunderts
Author: Felix K. Maier
Im 4. Jahrhundert n. Chr. etablierte Kaiser Theodosius das sogenannte Palastkaisertum und verbrachte einen großen Teil seiner Regierungszeit in Konstantinopel. Dieser wichtige Umbruch, der eine Tradition begründete, die in Ostrom bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. andauern sollte, ist insofern erklärungsbedürftig, als sich die römischen Kaiser ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. vor allem durch ihre Rolle als Verteidiger des Reiches an der Front legitimierten. Die vorliegende Studie analysiert, wie schon seit der Mitte des 4. Jahrhunderts Vorgänger von Theodosius eine Neudefinition des Kaisertums versuchten und auf welche Weise es erst Theodosius gelang, das Palastkaisertum als akzeptierte Form der Kaiserherrschaft zu etablieren.
Die Chronik des spätantiken spanischen Bischofs Hydatius, eine der wichtigsten Fortsetzungen der Weltchronik des Kirchenvaters Hieronymus, liegt nun in einer kritischen Neuedition und erstmals auch in einer vollständigen deut-schen Übersetzung vor.

Hydatius ist einer der wenigen erhaltenen Zeitzeugen der wechselhaften Geschichte des Weströmischen Reichs im fünften Jahrhundert. Gerade in Bezug auf seine Heimat und seinen Wirkungsort Spanien liefert er einzigartige und wertvolle Einblicke in lokale Wahrnehmungsmuster historisch so bedeutsamer Vorgänge wie der Völkerwan-derung oder dem Zerfall der römischen Ordnung in den Provinzen Westroms. Die neu edierte und übersetzte Chronik, zusammen mit ihrer ausführlichen philologischen und historischen Kommentierung, eröffnet dem Benutzer damit ein vertieftes Verständnis für den historischen Prozess des Übergangs von der Antike zum Mittelalter in Westeuropa.
Formen der Kommunikation, Interaktion und Vernetzung
Das kaiserzeitliche Rom, die Hauptstadt des Imperium Romanum, war die erste Weltstadt des Okzidents. Diese Megalopolis als Herrschaftsraum, Ort der Konsensfindung und des Zusammenlebens von vielleicht einer Million Menschen zu strukturieren, war eine für die Zeit einmalige Herausforderung.

Der Band untersucht die von oben gelenkten Reaktionen auf die „Herausforderung Rom“ in ihren jeweiligen Wechselwirkungen. Um eine Gesamtschau der sozialen, rechtlichen und räumlichen Dimensionen des hauptstädtischen Lebens zu erreichen, versuchen die Beiträge zu klären, wie viel Administration unter den Bedingungen der Zeit notwendig und möglich war, nach welchen Prinzipien Aufgaben verteilt wurden, wie sich Administration innerhalb der Stadt konkretisierte und wie sich die Kaiserrolle und die republikanischen Traditionen zueinander verhielten.
Zeitgenössische Kunst reflektiert das Christentum
Die „drei göttlichen Tugenden“ Glaube Liebe Hoffnung sind auch als künstlerisch dargestellte Allegorien und Symbole Teil des kulturellen Gedächtnisses. Heute zählen sie als Kreuz, Herz und Anker zu den beliebtesten Tattoo-Motiven und sind ein Beispiel für den Transfer und die Einverleibung christlicher Werte in unsere gegenwärtige Alltagskultur.
Mit Gesprächen, Textauszügen, Abbildungen und Werktexten von über 50 zeitgenössischen und auch alten Werken untersucht dieses Buch die christliche Prägung der westlichen Bildkultur. Es dokumentiert zugleich eine groß angelegte Ausstellung im Kunsthaus Graz und KULTUM Graz, die anlässlich des Jubiläums „800 Jahre Diözese Graz-Seckau“ realisiert worden ist und sich aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts mit diesem Erbe auseinandersetzt.
Der Historiker Eutrop hat bald nach 369 eine römische Geschichte von den Anfängen bis zum Jahre 364 verfasst. Die vorliegende Ausgabe bietet einen revidierten lateinischen Text und eine neue Übersetzung. Gesichert ist durch die einzige autobiographische Aussage innerhalb des Textes, dass Eutrop Teilnehmer des Per-serfeldzugs Julians war. Er war dabei wohl kein Soldat, sondern gehörte zu den comites des heidnischen Kaisers. Später amtierte Eutrop wohl – trotz jüngst daran geäußerter Zweifel – als magister memoriae des Kaisers Valens (364–378), dem er sein Geschichtswerk gewidmet hat. Die ersten acht Bücher dieses Werks enthalten Angaben zur Republik und zur Kaiserzeit, die auch anderswo im reichhaltigen Quellenmaterial zu finden sind. Für die Ge-schichte ab dem dritten Jahrhundert, deren Quellen im Rahmen der Edition von KFHist erschlossen werden sollen, bietet Eutrop dagegen oft hochrangige und einzigartige Informationen. Diese sind in dem Band durch einen kurso-rischen historischen Kommentar erschlossen.
Author: Thomas Backhuys
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.