Der letzte Kommandant des Panzerschiffs Admiral Graf Spee. Eine Biographie
Im Dezember 1939 verweigerte Hans Langsdorff vor der La-Plata-Mündung einen letzten, aussichtslosen Kampf gegen überlegene britische Seestreitkräfte, sprengte sein Schiff vor Montevideo, rettete seine Besatzung von 1.200 Mann und nahm sich wenige Tage später das Leben. Um seine Gestalt hat sich ein Mythos gebildet, der eine rationale Auseinandersetzung mit seinen Handlungsmotiven zwischen militärischer Loyalität und moralischer Integrität bisher erschwerte. Langsdorff handelte in einer Grenzsituation, räumte der ethischen Dimension den Vorrang ein und übernahm die persönliche Verantwortung, indem er aus dem Leben schied.
In seiner Gesamtbiographie Langsdorffs beschreibt der Autor einen Offizier, der zeitlebens versuchte, seine geistige Unabhängigkeit – selbst in der hierarchischen Struktur des Militärs – zu bewahren. Die Achtung vor der Würde des Menschen kennzeichnete seinen Wertekanon, den er auch in Kriege einhielt. Indem Kaack seinen Protagonisten in dessen jeweilige politische und soziale Umwelt einbettet, legt er zugleich ein Stück Mentalitätsgeschichte der deutschen Marine in drei Epochen vor.
Die größte Schlacht des Zweiten Weltkriegs
AutorIn: Roman Töppel
Die Panzerschlacht bei Kursk im Sommer 1943 war eine der größten Schlachten der Kriegsgeschichte, an der etwa drei Millionen Soldaten mit mehr als 10.000 Panzern und Selbstfahrlafetten sowie 7.000 Flugzeugen teilnahmen.
Obwohl Kursk bis heute als eine der Entscheidungsschlachten des Zweiten Weltkriegs gilt und schon zahlreiche Bücher darüber geschrieben wurden, gibt es über die zentralen Entscheidungen im Vorfeld der Schlacht und über die Kämpfe im Sommer 1943 erstaunlich viele falsche Informationen und Legenden. Roman Töppel beschreibt in seiner Studie vor allem Entwicklungen und Begebenheiten der Kursker Schlacht, die bislang kaum bekannt sind oder denen nur wenig Beachtung geschenkt wurde. Er präsentiert dem Leser neue, zum Teil überraschende Forschungsergebnisse und setzt damit der noch heute anhaltenden Legendenbildung um diese Schlacht gründlich recherchierte Fakten entgegen.
Hitlers Generalstabschef zwischen Weltkriegsplanung und Widerstand – die maßgebliche Darstellung. Generaloberst Franz Halder, der Nachfolger Ludwig Becks als Generalstabschef des Heeres, hat erhebliche Bedeutung für die Vorgeschichte und die erste Phase des Zweiten Weltkriegs – ihm oblagen Planung, Vorbereitung und Durchführung aller Operationen des Heeres, vom Überfall auf Polen über den Westfeldzug bis zu 'Barbarossa', dem Angriff auf die Sowjetunion, und zur Offensive des Ostheeres 1942 in Richtung Stalingrad und Kaukasus. Maßgeblicher Organisator der deutschen Angriffskriege, das war die eine, die sichtbare Rolle Halders. Frondeur, ja zeitweise führender Verschwörer gegen Hitler, das war die andere, verborgene, nie zu Ende geführte. Wie kam es, dass er schließlich als militärischer Erfüllungsgehilfe eines Diktators endete, der das deutsche Heer und mit ihm die Nation in die Katastrophe führte?