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Die digitale Transformation führt zu umwälzenden Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Wie verändert sich vor diesem Hintergrund die Ausgestaltung von Solidarität in Fragen von Sozialstaatlichkeit, betrieblicher Mitbestimmung und Beteiligung?
Solidarität ist eine der entscheidenden Kategorien christlicher Sozialethik und wichtiger Grundpfeiler aller sozialstaatlichen Überlegungen sowie der sozialen Marktwirtschaft. Was bedeutet Solidarität vor dem Hintergrund der Digitalisierung im Bereich von Wirtschaft und Gesellschaft? Die Reihe Sozialethik konkret greift diese vielschichtige Problematik auf und diskutiert Lösungsvorschläge zur Weiterentwicklung des Solidaritätsbegriffs und der konkreten institutionellen Ausgestaltung von Solidarität vor dem Hintergrund der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft.
Es ist vor allem Kroatiens Küstenlandschaft mit ihren über 1.000 vorgelagerten Inseln, die sich bei Reisenden seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einer hohen Beliebtheit erfreut. Aber jenseits aller stereotypisierten Urlaubs- und Werbebilder, die meist auf einen schmalen Küstenstreifen in den Sommermonaten fokussieren, wohingegen das Landesinnere − vor allem Mittelkroatien − weitgehend ausgeblendet bleiben, hat das Land mit seinen gegenwärtig rund 4,2 Millionen Einwohnern seit seiner staatlichen Souveränität im Jahre 1991 ein tiefgreifender soziokultureller Wandel erfasst. In diesem Zusammenhang spielt das für die Identität Kroatiens bedeutsame materielle und immaterielle Kulturerbe, das es in seiner sowohl historischen als auch gegenwartsbezogenen Perspektive zu bewahren und kritisch reflexiv zu erforschen gilt, eine große Herausforderung dar. Das vorliegende Jahrbuch legt beredtes Zeugnis von der kroatischen Alltagskulturforschung in den letzten Jahrzehnten ab.
Umweltpolitik im Bereich von Energie, Boden und Wachstum gehört zu den Kernfragen nationaler und internationaler Politik. Wie können globale, gerechte und nachhaltige Lösungen aussehen?
In diesem Sammelband der Reihe „Sozialethik konkret“ wird die vielschichtige Problematik einer globalen und gerechten Umweltpolitik aufgegriffen und aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen diskutiert. Im Diskurs der verschiedenen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der Thematik erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen und konkrete Ausgestaltungen der Umweltpolitik erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.
Deutsche Außenpolitik zwischen Nationalstaat, Europa und dem Westen. Zur Erinnerung an Hans-Peter Schwarz
HerausgeberInnen: Dominik Geppert und Hans Jörg Hennecke
War und ist die deutsche Außenpolitik seit Adenauers Tagen interessengeleitet und strategisch angelegt? Oder folgt sie einem bequemen Moralismus und lässt sich populären Stimmungen treiben? Welche außenpolitische Verantwortung kommt der Bundesrepublik angesichts der Krise der EU, der Spannungen im transatlantischen Verhältnis und neuer sicherheitspolitischer Bedrohungen zu? Welches sind die Konturen einer realistischen, verantwortlichen Machtpolitik der Bundesrepublik? In Erinnerung an Hans-Peter Schwarz, den Biographen der beiden Kanzler Konrad Adenauer und Helmut Kohl, werden diese Fragen in 14 pointierten Essays von namhaften Zeithistorikern und Politikwissenschaftlern kritisch diskutiert.
Die monetären Bedingungen für die wirtschaftliche Aktivität der Industrieländer werden seit der Weltfinanz- und wirtschaftskrise durch eine beispiellose ultralockere Geldpolitik der Notenbanken geprägt. Neben der Senkung der Leitzinsen bis nahe null schlug allenthalben die Stunde der „kreativen“ Geldpolitik. Die EZB legte zahlreiche Programme zur Versorgung des Bankensystems mit umfangreicher Liquidität zu sehr günstigen Bedingungen auf. Hinzugekommen ist der milliardenschwere Ankauf von Staatsanleihen. Die Lenkungsfunktion des Zinsmechanismus wurde außer Kraft gesetzt. Aus der Analyse ergibt sich ein fragwürdiges Kosten-Nutzen-Verhältnis und die Empfehlung einer baldigen Kehrtwende in der europäischen Geldpolitik.
HerausgeberInnen: Walter Krämer und Katharina Morik
Big Data, Data Science, maschinelles Lernen – Begriffe, die auf Daten und ihren Wert für vielfältige Anwendungen hinweisen. Wem nützen die Daten? Wer darf sie nutzen? Wie werden wissenschaftlicher Fortschritt, Erfolg im ökonomischen Wettbewerb und Schutz der Privatsphäre gleichzeitig erreicht? Der Sammelband gibt die Referate einer Fachtagung der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste wieder, mit Beiträgen aus der Informatik, Statistik, Medizin, den Ingenieursdisziplinen, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Damit beteiligt sich die Akademie an der dringend nötigen Diskussion, wie den Herausforderungen durch die heutigen Möglichkeiten der Datensammlung und -nutzung zu begegnen ist.
Studien zu Konstruktionen, Persistenzen und gesellschaftlichem Wandel
HerausgeberInnen: Christoph Michels und Clarissa Blume-Jung
„Erinnerung“ ist ebenso unverzichtbarer Bestandteil des individuellen Lebens wie kollektives Erinnern eng mit Entstehung und Zusammenhalt von Gruppen und Gemeinwesen verbunden ist. Erinnerung ist zum einen eine gesellschaftliche Herausforderung und hat sich zum anderen als lohnendes Beschäftigungsfeld für Wissenschaft und Kunst erwiesen. Im vorliegenden Band widmen sich Mitglieder des Jungen Kollegs dem Phänomen aus der Perspektive ihrer jeweiligen Disziplinen, nehmen dabei aber Bezug auf einen gemeinsam erarbeiteten Fragenkatalog. Im Mittelpunkt steht die Interdependenz von Erinnerung und gesellschaftlichem Wandel.
Dänemark verfügt wie nur wenige andere Regionen Europas mit seiner wechselvollen Geschichte und seiner Stellung zwischen Nord- und Ostsee, Mitteleuropa und Skandinavien über besondere Erfahrungen des kulturellen Austauschs.
Zum dänischen Gesamtstaat gehörten einst auch Norwegen, Island, die Färöer und Grönland. Als Dänemark sich in den Napoleonischen Kriegen auf die Seite Frankreichs stellte, musste es im Kieler Frieden von 1814 Norwegen an Schweden abtreten und bekam dafür das Herzogtum Lauenburg. Angesichts neu aufflammender nationalistischer Tendenzen in Europa bietet die Betrachtung des Miteinanders im dänisch-deutschen Kulturraum interessante Perspektiven auf ethnisch motivierte Ein- und Abgrenzungen.
Die Beiträge beschäftigen sich mit den wechselseitigen Beeinflussungen und den vielfältigen Aktivitäten von dänischer und deutscher Seite, ein nationales wie europäisches Bewusstsein zu fördern.
Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschafts-wissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert. 2006 wurde zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses das Junge Kolleg gegründet, in das bis zu 30 herausragende junge Wissenschaftler aller Fachrichtungen für vier Jahre berufen werden können. In regelmäßigen öffentlichen Veranstaltungen bietet die NRW-Akademie eine Plattform für den Wissenstransfer und den Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst, Politik und Öffentlichkeit. Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist Mitglied in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.