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Das Athenäum – Jahrbuch der Friedrich Schlegel-Gesellschaft versteht sich als Organ der Schlegel-Philologie sowie als Forum für die Romantikforschung in all ihren theoretischen und methodischen Ausdifferenzierungen.
Aus dem Inhalt:
• Johannes Windrich: Im Spiegel der Apostrophe. Anrufung und Reflexion in Novalis’ Hymnen an die Nacht
• Giovanna Pinna: Transzendental, nicht emotional. Zu Friedrich Schlegels Theorie des Erhabenen
• Melanie Seidel: Jahrhundertwende 1800? Ein kritischer Blick auf Luhmanns frühromantische Epochenkonstruktion
• Tanehisa Otabe: Das ›Exemplarische‹ und die ›Originalität‹. Schellings Kunstphilosophie im begriffsgeschichtlichen Kontext
Interreligiöse Gespräche im Umfeld moderner Gottesfragen im Anschluss an Hermann Stieglecker
Volume Editors: Petrus Bsteh and Brigitte Proksch
Hermann Stieglecker war ein österreichischer Gelehrter für Bibelstudien und Orientalistik. Er gilt als Pionier des interreligiösen Dialogs noch vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil, insbesondere für das christlich-muslimische Verhältnis. Dieser Band bietet eine Auswahl einiger seiner Schriften zu Themen der Monotheismen sowie zum Panentheismus und dem Pragmatismus in Asien.
Diese werden ergänzt von einer intellektuellen Biographie Stiegleckers und von Kommentaren zur aktuellen Forschung. Das Buch erscheint zeitgleich zur Neuedition des Standardwerkes Hermann Stiegleckers Die Glaubenslehren des Islam: Seine Überzeugung, dass Verständigung zwischen den Religionen möglich sei, wird in den gegenwartsbezogenen Beiträgen dieses Bandes aufgegriffen. Er ist aus einer Konferenz zur Theologie der Religionen im Dialog hervorgegangen, die vom Forum für Weltreligionen und dem Institut für Orientalistik der Universität Wien organisiert wurde.
Unter Mitarbeit von Torsten Konopka
Der Band beschreibt die wichtigsten Aspekte der historischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Malis sowie der vier Staaten Mauretanien, Burkina Faso, Niger und Tschad, mit denen Mali seit 2014 die „G5 Sahel“ bildet.
Anfang 2012 rebellierten Tuareg-Gruppen in Malis Norden. Die Rebellen riefen den unabhängigen Staat „Azawad“ aus. Die Kontrolle übernahmen jedoch bald Dschihadisten. 2013 intervenierten Frankreich und mehrere afrikanische Staaten. Mit ihrer Hilfe konnten die urbanen Zentren Malis zurückerobert werden. Doch langfristige Stabilität stellte sich nicht ein. Auch Malis Nachbarstaaten Burkina Faso und Niger wurden in den vergangenen Jahren immer labiler. Zahlreiche Karten und Abbildungen sowie ein umfangreicher Serviceteil ergänzen die Informationen über die ausgewählten Staaten.
Besaß Otto von Bismarck unverhandelbare politische Vorstellungen, die das von ihm geschaffene Reich prägten? Und was lebt von seinem politischen Erbe noch in unserem demokratisch verfassten Gemeinwesen fort? Der Band fragt nicht nur danach, welche Ideen und Institutionen Bismarcks das deutsche Kaiserreich möglicherweise überlebten, sondern auch, wieviel vom ursprünglichen Bismarckreich 1918 überhaupt noch übrig war. Geht es in der ersten Sektion um die Rolle Preußens vor und unmittelbar nach 1918, untersucht die zweite die föderale Verfasstheit des Deutschen Reichs und den Zusammenbruch der deutschen Dynastien. Nach der Erörterung der Liberalisierung bzw. Parlamentarisierung des Bismarckreichs und des damit verbundenen politischen Wandels zwischen 1890 und 1918 beleuchtet der letzte Abschnitt Aspekte der nationalen Verfasstheit des Kaiserreichs.
Energiewende im Badezimmer 1880-1939
Author: Nina Lorkowski
Die Arbeit untersucht den Wandel der Energienutzung im Privathaushalt am Beispiel der Körperpflege in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen dabei Geräte zur Warmwasserbereitung, die als Bestandteil komplexer Ordnungen wie Wohnen und Energieversorgung untersucht werden. Die Autorin nimmt dabei einen Zeitraum in den Blick, als in Deutschland weder Badezimmer noch moderne Geräte zur Warmwasserbereitung bereits massenhaft im Haushalt Verbreitung gefunden hatten. Doch wurden Anwendungsmöglichkeiten für den privaten Haushalt diskutiert und ausprobiert. Auch flossen die ersten Erfahrungen von Nutzern in die Entwicklung von Geräten oder Konzepten für den Massenwohnungsbau ein. Durch die Einbeziehung von Egodokumenten und weiteren Hinweisen auf die Aneignung der Geräte im Privathaushalt kann die Weiterentwicklung insbesondere der elektrischen Warmwassergeräte als Aushandlungsprozess zwischen Herstellern, Energieversorgungsunternehmen und Nutzern beschrieben werden.
Untersuchungen zum Prosarhythmus im Corpus Cyprianaeum
Author: Elisa Groth
Die Kunstprosa des Märtyrerbischofs Cyprian von Karthago war für zahlreiche spätantike und mittelalterliche Autoren stilbildend. Die Analyse seiner Rhythmuspraxis und des Verhältnisses von Form und Inhalt zeigt die bewusste Nutzung der Stilmittel für die Glaubensverkündigung. Ausgehend von einer statistischen Analyse des Gesamtwerks bietet die Interpretation ausgewählter Texte weitergehende Einsichten in das literarische Schaffen Cyprians. Außer den als echt geltenden Abhandlungen und Briefen werden auch die pseudocyprianischen Schriften hinsichtlich des Prosarhythmus untersucht. Dabei wird deutlich, dass die Rhythmuspraxis bei der Echtheitsdiskussion nicht unbeachtet bleiben sollte. Die separat – online – publizierte kolometrisch-rhythmische Gesamtausgabe von Cyprians Schriften verschafft Fachkundigen wie interessierten Laien einen Überblick über die von ihm verwendeten Rhythmen und kann als Übungsmaterial an der Universität sowie im Schulunterricht vielfältig eingesetzt werden.
Die Konflikte um Edward Schillebeeckx, Jon Sobrino und Jacques Dupuis und ihr Beitrag zu einer fundamentaltheologischen Konflikttheorie
Auf der Basis der Diskussion um das Verständnis des II. Vatikanums als „Pastoralkonzil“ werden mit den drei christologischen Ansätzen von Edward Schillebeeckx, Jon Sobrino und Jacques Dupuis ausgewählte Konflikte mit der Glaubenskongregation untersucht. Dies geschieht unter der Perspektive, wie der jeweilige Ansatz in der Auseinandersetzung mit seinem Kontext und dessen besonderen Herausforderungen entwickelt wurde. Kontextualität, Geschichtlichkeit und Pluralität von Theologie zeigen sich als Konsequenzen der pastoralen Wende des Konzils. Für daraus entstehende Konflikte werden in einer fundamentaltheologischen Konflikttheorie Lösungsstrategien und Verfahrensregeln skizziert.
Skripten & Artes (1978-2019)
Author: Heide Heinz
„CATWALK“ bietet eine Synopse der literaturwissenschaftlichen, schriftstellerischen und künstlerischen Arbeiten und Projekte von Heide Heinz von 1978–2019.
Bilder sind aus der Vorstellungswelt des Christentums nicht wegzudenken. Die Bilderfrage reicht tief in die historischen, aber auch in die systematischen Wurzeln des christlichen Bekenntnisses hinab. Sie markiert zugleich eine brisante Nahtstelle zwischen christlicher Religion und europäischer Kultur. Die Bildtheologie geht den Valenzen des Bildes im Christentum nach, entwickelt sie als durchgängige theologische Perspektive und bringt sie in den Diskurs mit Kunst- und Kulturwissenschaften ein.
Das Handbuch der Bildtheologie gibt in vier Bänden eine gründliche Einführung in Phänomene, Begriffe und Geschichte des Bildes unter theologischen Gesichtspunkten. Wissenschaftler aus Theologie, Kunstgeschichte, Philosophischer Ästhetik, Kultur- und Medienwissenschaften entfalten die zentralen Fragestellungen, die das Bild in theologischer Perspektive aufwirft, und umreißen die Schnittstellen zwischen theologischen, kunstwissenschaftlichen und philosophisch-ästhetischen Bild-Diskursen.
Die theologische Bilderfrage der Gegenwart ist grundlegend bestimmt durch die wechselseitige Distanz, in der sich Kunst und christliche Religion in der Moderne entwickelt haben. Erst in dieser Distanz sind Bild und Kunst der Theologie nachhaltig problematisch geworden. Der vierte Band des Handbuchs der Bildtheologie thematisiert den theologischen Zugang zu Bild und Kunst unter den Vorzeichen der Moderne. In Frage stehen die kunstgeschichtlichen Bedingungen der prekären Beziehung zwischen Kunst und Religion, die Grundlagen theologischer Bildkonzepte in der Moderne sowie die Relevanz dieser Konzepte in theologischen wie in interdisziplinären Diskursen mit Kunst-, Kulturwissenschaften und Philosophie der Gegenwart.
Band I: Bild-Konflikte
Band II: Funktionen des Bildes im Christentum
Band III: Zwischen Zeichen und Präsenz
Band IV: Kunst und Religion

Ereignis - Narrativ - Erinnerungsort
Die »heldenhafte Verteidigung der Brester Festung« vom Sommer 1941 gehörte in der Sowjetunion zu den zentralen Staatsmythen und zu den wichtigsten Erinnerungsorten. Hier soll der Krieg begonnen haben, hier sollen die »ersten Ziegel im Fundament des Großen Sieges« gelegt worden sein. Die Dauer der Kämpfe wurde von realen acht auf 32 Tage aufgebauscht, für Kriegsgefangene war im Narrativ kein Raum. In diesem Buch wird die Militärgeschichte des Ereignisses neu geschrieben. Dabei werden Topoi des offiziellen sowjetischen Narrativs mit Quellenbefunden kontrastiert und dessen Entstehung und Entwicklung nachgezeichnet. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit den in deutsche Gefangenschaft geratenen Festungsverteidigern. Schließlich werden Geschichte und Formen der Erinnerung untersucht. Im Zentrum steht dabei die Gedenkstätte »Brester Heldenfestung« mit ihren Museen.