A timeless essay on the underlying structures of classical art and architecture.
This fundamental essay in the tradition of Vienna-School Structuralism traces the religious and sexual drives that gave rise to the distinct forms of Greek and Roman art and architecture. Kaschnitz demonstrates how the worship of male ancestors with upright stone monuments led to the Greek temple and classical sculpture--impenetrable forms dominating space and the viewer. Worship of the life-giving fertility of the mother-goddesses required underground, cave-like spaces that underlie the volumetric interiors of Roman and Etruscan temples that surround and enclose the viewer. The extensive bibliography, invoking a wide range of sources, provides invaluable insight into the wide range of disciplines that Kaschnitz explored, from comparative ethnography to folk psychology.


Kaschnitz-Weinbergs Essay von 1944, einer der Grundlagentexte der Strukturforschung, befasst sich mit der Religion und Architektur der Megalithkultur, um zu erklären, warum Griechen und Römer ganz unterschiedliche Konzeptionen von Form und Raum in Architektur und Bildhauerei realisierten.
Kaschnitz setzt die griechische Konzeption mit prähistorischen Kulturen in Beziehung, die Ahnen und Gottheiten in phallischen, aufrechten Monumenten verehrten. Er entdeckt die Vorgeschichte der römischen Konzeption in der Höhle, umhüllenden Räumen, die den Uterus der Mutter Erde evozierten. Dem Originaltext der englischen Erstübersetzung sind eine Einführung des Herausgebers, rekonstruierte Anmerkungen und eine umfassende Bibliographie beigegeben.
Menschen verschiedener Herkunft, Religion und Funktion traten an den islamischen und christlichen Höfen des Mittelmeerraums miteinander in Kontakt: Gesandte, Gelehrte, Künstler und Kaufleute begegneten Verwaltungsbeamten, Vertrauten des Herrschers, Dolmetschern, Religions- und Rechtsexperten.
Die Beiträge nehmen die Akteure des Religions- und Kulturtransfers u.a. an den Höfen der Abbasiden, den Höfen von Byzanz, Aragon, Rhodos, Zypern, dem Papsthof und dem Hof Friedrichs II. in den Blick. Dabei geht es vor allem um die Rolle, die Religion bei diesen Kontakten spielte.
National identity and the Totalitarian Other
AutorIn: Stefan Hirt
Hitler in den USA - vielfältige und oft widersprüchliche Bilder von Adolf Hitler können als Spiegel US-amerikanischer Identität gelesen werden, um dominante Macht- und Freiheitsvorstellungen zu entlarven.
Ein Bild ist immer mehr als nur »Bild«. In einem Bild sammeln sich die Wünsche, Ängste und Vorstellungen einer Kultur. Ein Bild kann aber auch ein Instrument sein. So haben die Nationalsozialisten Hitler nicht einfach nur dargestellt, sondern sein Bild für ihre Politik instrumentalisiert. Stefan Hirt geht der Frage nach, was mit diesem »Hitler-Bild« passiert ist, als es auf die US-amerikanische Pop-Kultur traf: wie wurde es von der US-amerikanischen Tradition gefiltert, zu welchen Projektionen lud es ein, wie wurde es schließlich zu einem der großen Verkaufsschlager dieser Pop-Kultur? Und: Was sagt uns der Wandel dieses Bildes über die USA und ihr Bild von sich selbst?
Periodicals, Biography, and Nationalism in the Early Republic
»The Professionalization of the American Magazine« zeigt auf, dass hinter den oft angenommen idealistischen Gründen für die Publikation von Zeitschriften in der frühen amerikanischen Republik viel häufiger als angenommen ein bloßes Profitstreben stand.
Auf einer breiten Basis von Primärliteratur und Archivalien analysiert die Studie die Zeitschriftenproduktion in ihrer Gesamtheit, die Publikationsgeschichte des in Philadelphia erschienenen Magazins »Port Folio« sowie die Zeitschrift in ihrer Rolle im Nationaldiskurs während des Krieges von 1812. Über die Kurzbiographie als exemplarisches Genre zeigt sie klar auf, wie Zeitschriften in der frühen Republik funktionierten, welche Zwänge und Möglichkeiten zur Gestaltung sie besaßen und wie ihre komplexen Zusammenhänge nur unter dem Gesichtspunkt eines finanziellen Profitstrebens erklärbar werden.
AutorIn: Frank Obenland
Hawthornes Werk ist über die Jahrhunderte hinweg kontinuierlich rezipiert worden. Seine zentrale Bedeutung für den amerikanischen Roman ist nach wie vor unbestritten. Die Arbeit beleuchtet die Verknüpfung von literarischer Ethik und romantischer Religiosität und unternimmt eine umfassende Neubewertung von Hawthornes Erzählungen und Romanen im Kontext der spirituellen, religiösen, und mentalitätsgeschichtlichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts. Nach der formalen Trennung von Kirche und Staat in der Revolutionszeit kennzeichnete eine Vielfalt von religiösen Gruppen und Glaubensrichtungen das spirituelle Leben der amerikanischen Republik. In der Folgezeit entwickelte die Koexistenz von religiösen und säkularen Deutungshorizonten einen prägenden Einfluss auf das Selbstverständnis der Nation und auf die Herausbildung individueller Lebensformen. Hawthorne reflektiert diesen Dialog zwischen spiritueller Erfahrungswelt und Säkularisierung des öffentlichen Lebens.
American Transcendentalism and the Aesthetic Critique of Modernity
AutorIn: Clemens Spahr
Der Transzendentalismus ist ein fester Bestandteil der amerikanischen Literatur und Kulturgeschichte. Die starke Konzentration auf die kanonisierten Figuren Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau hat allerdings zu einer erheblichen Verkürzung dieser spätromantischen Bewegung geführt.
Radical Beauty zeigt, dass der amerikanische Transzendentalismus eine Bewegung junger Intellektueller war, die einem utopischen Streben nach Ganzheitlichkeit Ausdruck verlieh, einer Ganzheitlichkeit, die sich besonders in der ästhetischen Erfahrung abzeichnete. Ausgehend von den ästhetischen Theorien Theodor Adornos und Ernst Blochs wird gezeigt, dass die neuenglischen Intellektuellen die ästhetische Erfahrung des Einzelnen auch immer als Vorschein der gesellschaftlichen Utopie sah. Die Studie revidiert das vorherrschende Bild der Transzendentalisten als idealistische Individualisten, indem sie zeigt, dass die ästhetische Utopie immer eine sozialradikale Dimension birgt.
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Das Aufeinandertreffen von Einwanderern und indigener Bevölkerung war nicht immer konfliktfrei – für alle Kunstgattungen aber doch auch sehr fruchtbar und bereichernd. Diese Probleme – in Kanada und den USA vom 19. Jh. bis zur Gegenwart – werden hier aus historischer, literatur- und kulturwissenschaftlicher Sicht vorgestellt. So kommt die wechselseitige Beeinflussung und Inspiration in autobiographischen Texten, Gedichten und Gemälden, auf der Bühne und im Musikschaffen zur Sprache. Aus der Perspektive vergleichender Ethnizitätsstudien werden kulturkritische Perspektiven eingebracht und im breiten Kontext globaler Trends eine tragfähige Theorie der Indigenität entwickelt.
AutorIn: Wibke Reger
Blonde und blauäugige Afroamerikaner, die aus-sehen wie typische Nordeuropäer? Die amerikanische Rassendefinition hat dazu geführt, dass es in keiner anderen Bevölkerungsgruppe eine solche Spanne von Hautfarben, Haarstrukturen und Gesichtszügen gibt wie bei den Afroamerikanern. Und das individuelle Aussehen hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche – von sozialen Beziehungen bis hin zur Gehaltshöhe. Kein Wunder also, dass dieses Phänomen auch in der Literatur zu einem wichtigen Thema wurde. Harriet Beecher Stowe teilte ihre schwarzen Protagonisten in Uncle Tom’s Cabin in zwei distinkte Gruppen – die Hellen und die Dunklen mit spezifischen Charakterzügen. Afroamerikanische Autoren hingegen entwickelten unterschiedliche Strategien, um gegen die hautfarbenbasierte Diskriminierung von Schwarzen innerhalb der eigenen Gruppe anzuschreiben: von leichtherziger Ironie bis zu bitterem Realismus, von der Lobpreisung des Reichtums an physischen Unterschieden bis hin zur Beschwörung der Einheit aller Schwarzen. Die Vielfalt der Strategien zeigt nicht zuletzt, dass die Thematik bis heute nichts von ihrer Brisanz verloren hat.
Lithuanian Historical Studies (LHS) is an academic peer-reviewed English-language periodical journal, published annually by the Lithuanian Institute of History. Its aim is to progress and disseminate historical research on Central and Eastern Europe, with special focus on Lithuania and the neighbouring states. Even though most of the published studies cover political, social, religious, economic and cultural topics, yet the journal welcomes submission of innovative and multidisciplinary research. Besides the scientific articles, the LHS also publishes new or little-known source material, book reviews and notices, abstracts of the defended dissertations in history in Lithuania, and other relevant material. All submissions undergo a rigorous peer review process, based on double-blind refereeing by a minimum of two specialist referees. The accepted articles that were submitted in Lithuanian are translated into English at the journal’s expense.

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