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Erinnerungspolitik und historische Kontroversen in der Bundesrepublik 1945-1980. Übersetzt von Charlotte P. Kieslich
AutorIn: Mark Edward Ruff
Wurden Papst Pius XII. und die katholische Kirche nach 1945 wegen ihres Verhaltens während der Herrschaft der Nationalsozialisten unverhältnismäßig in den Fokus gerückt?
Mark Edward Ruff untersucht die heftigen Kontroversen über das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und dem NS-Regime, die in der Bundesrepublik zwischen 1945 und 1980 ausbrachen – etwa über Rolf Hochhuths Schauspiel „Der Stellvertreter“ von 1963. Er beleuchtet dabei, warum diese kulturellen Gefechte so viel Kraft kosteten, die Schlagzeilen beherrschten, Klagen vor Gericht auslösten und zum Einschreiten von Außenministerien führten. Nach Ruff waren diese Kontroversen über die Beziehung zwischen Kirche und Nationalsozialismus oftmals Stellvertreterkriege um die Positionierung der Kirche in der „modernen“ Welt – in der Politik, internationalen Beziehungen und den Medien. Im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzungen standen in den meisten Fällen Konflikte, die durch die gestiegene politische Bedeutung des Katholizismus und die Integration katholischer Bürgerinnen und Bürger in die Mitte der Gesellschaft ausgelöst wurden.
Die geheimen weltpolitischen Vierergespräche der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Bundesrepublik Deutschland, 1973-1981
AutorIn: Nicholas Lang
Im Herbst 1975, auf dem Höhepunkt der Krise an der NATO-Südflanke, schufen die USA, Großbritannien, Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland ein neuartiges Konsultationsinstrument zur Koordination ihrer Außenpolitik.
Die Studie untersucht, wie die vier westlichen Führungsmächte diese Vierergespräche auf thematischer wie struktureller Ebene soweit ausbauten, dass diese bis Anfang der 1980er Jahre Züge eines westlichen Direktoriums herausbildeten. Lang zeigt, welche Interessen und Strategien die Vier dabei verfolgten und welche Ergebnisse die Abstimmung zeitigte. Dabei wird verdeutlicht, wie die Vier die Institutionalisierung ihrer Vierergespräche gegen den zeitweise erbitterten Widerstand der nicht beteiligten Bündnispartner vorantrieben. Dies betraf allen voran die italienischen Verbündeten, die ihre Marginalisierung innerhalb des westlichen Bündnisses befürchteten.
Bearbeitet von Holger Löttel
HerausgeberInnen: Dominik Geppert und Hans-Peter Schwarz
Konrad Adenauer und Ludwig Erhard – zwei »ungleiche Gründerväter« der Bundesrepublik Deutschland, die gemeinsam eine Ära prägten, sich dann aber über die Ausrichtung der Europapolitik zerstritten und einen erbitterten »Kampf ums Kanzleramt« lieferten, der in völliger Zerrüttung endete. Neben diesem großen Drama verblasst ein wenig die Tatsache, dass ihre alltägliche Zusammenarbeit vor allem von den Fachfragen des Wirtschaftsressorts bestimmt wurde. Genau hierauf richtet die neue Adenauer-Erhard-Edition in der »Rhöndorfer Ausgabe« ihr Augenmerk, indem sie Briefe, Memoranden und Gesprächsaufzeichnungen versammelt, die sich auf die Wirtschaftspolitik im engeren Sinne beziehen. Behandelt werden ordnungspolitische Grundsatzfragen wie die Kartellgesetzgebung, die Mitbestimmung und die Regelung der Sozialpartner-Beziehungen. Die Dokumente geben aber auch Aufschluss über praktische und prinzipielle Aspekte der Konjunkturpolitik – etwa die Maßnahmen zur Sicherung des Wachstums, die Einhegung der Lohn- und Preisentwicklung sowie die Debatte um die gesellschaftlichen Folgen des Konsums. Es zeigt sich, wie das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft in der politischen Praxis ausgehandelt wurde. Somit wirft die Edition nicht nur einen neuen Blick auf das Verhältnis zwischen Adenauer und Erhard, sondern erschließt aus deren Perspektive auch die Frühgeschichte der bundesrepublikanischen Wirtschaftspolitik.
A Journal of Russian Culture
HerausgeberIn: John E. Bowlt
Experiment, an annual journal devoted to Russian culture, focuses on the movements of the early twentieth century. These include both traditional and non-traditional avenues of academic enquiry, such as studio painting and graffiti, sculpture and ballroom dancing, architecture and commercial advertising. It is hoped that broader examination of such disciplines within critical discourse will provide a stronger and more precise definition of Russia's cultural accomplishment. Supervised by an editorial board of international stature, Experiment emphasizes an interdisciplinary approach, drawing upon archival sources while promoting and documenting the history of the Russian arts. The journal recognizes the achievements both of Imperial and Soviet Russia and of the diaspora.

Prepared by a guest editor or editors, each volume of Experiment consists of essays treating a particular theme or idea. Experiment is published under the auspices of the Institute of Modern Russian Culture at the University of Southern California.

Theme issues to date:
Vol. 23 - In Memoriam: Dmitry Vladimirovich Sarabyanov
Vol. 22 - A Stitch in Time: A Century of Russian Needlework and Fashion
Vol. 21 - СОХРАНИВШИЕСЯ ЧУДОМ: Письма из архива Ирины Миллер (1940-1947)
Vol. 20 - Kinetic Los Angeles: Russian Émigrés in the City of Self-Transformation
Vol. 19 - Demonocracy: The Satirical Journals of the 1905 Russian Revolution
Vol. 18 - Russian Sculpture
Vol. 17 - Sergei Diaghilev and the Ballets Russes
Vol. 16 - Leningrad Avant-garde
Vol. 15 - Siberian Modernism
Vol. 14 - The Wanderers
Vol. 13 - Vera Sudeikina
Vol. 12 - Cabaret
Vol. 11 - Pavel Filonov
Vol. 10 - Performing Arts and the Avant-garde
Vols. 8-9 - Vasilii Kandinsky
Vol. 7 - Art Nouveau
Vol. 6 - Organica
Vol. 5 - Khardzhiev Archive
Vol. 4 -The Apocalypse
Vol. 3 - The Russian Academy of Artistic Sciences
Vol. 2 - Artistic Movement in Russia in the 1910s and 1920s
Vol. 1 - Russian Avant-garde

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