The Jena-Plan as a Concept for a Child-Centred School
AutorIn: Ralf Koerrenz
“School as counter-public” is the hermeneutic key with which Ralf Koerrenz interprets the school model of the Jena Plan. Similar to the Dalton-Plan or the Winnetka-Plan, the Jena Plan is one of the most important concepts of alternative schools developed in the first half of the 20th century as part of the international movement for alternative education, the “World Education Fellowship”. Peter Petersen’s “Jena Plan” concept must be understood from his educational philosophical foundations. The didactic levels of action at school (teaching, learning) as well as the reflection of theory in pedagogical practice are made understandable by “school as a counter-public”. Not least with a view to the today’s Jena Plan schools, the question is asked for a context-independent core of what makes a school a Jena Plan school. The opportunities and ambivalences of the model thus become equally visible.
Between Sacredness and Secularization
The purpose of this study about theological aspects of culture and social ethics is to investigate the relation between the theological tradition arising from Luther and the cultural immateriality which is culturally expressed in material progress and work. It is necessary to remember that it was Protestant theology itself that enabled this secularization process. Protestantism and modernity with its secularization proposal are processes that condition one another. Paul Tillich calls modernity and secularization the “Protestant Era” in the context of the Western culture of economic progress. It was mainly the theological tradition of the Enlightenment that separated the kingdom of the right from the kingdom of the left, law and gospel, creation and redemption, in such a way that the scope of creation became so autonomous that it dismissed the justification through the work of Christ, the gospel.
Eine Einführung in das Denken Minna Spechts
Kinder und Jugendliche zu Verantwortungsbewusstsein, Friedfertigkeit und Kritikfähigkeit zu befähigen – die Pädagogik der sozialistischen Reformpädagogin Minna Specht (1879–1961) hat viele aktuelle Bezüge.

Wie kann trotz der Einschränkung durch Erziehung Freiheit befördert werden? Die systematische Einführung in das Werk von Minna Specht erschließt dieses Kernproblem pädagogischen Handelns. In der Lektüre ausgewählter Schriften Spechts wird gezeigt, dass es in ihrer Pädagogik um die Beförderung von sozialer Freiheit geht. Neben der Theorie und Geschichte der Landerziehungsheime, Spechts Schulversuchen im Exil, der Reeducation nach dem Zweiten Weltkrieg, der Erziehung zum Frieden in einer sich globalisierenden Welt wird auch die von Specht vorgelegte Didaktik des erfahrungsbasierten Lernens thematisiert.
HerausgeberInnen: Alfred Schäfer und Christiane Thompson
Die Utopie der Gemeinschaft beruht auf authentischer Nähe und sozialer Geborgenheit. Sie ist getragen von dem Versprechen, die Zerrissenheit moderner Gesellschaften zu überwinden.
Der romantische Traum einer »wahren Gemeinschaft« nimmt im 19. Jahrhundert Gestalt an und wird bestimmend für die meisten der reformpädagogischen Strömungen: Es ist die ursprüngliche und unmittelbare Gemeinschaft, die durch Authentizität und Harmonie gekennzeichnet ist und eine ganzheitliche Entwicklung von Kindern garantieren soll. Diese Vorstellung richtet sich gegen moderne Phänomene wie Industrialisierung, Vereinzelung oder gegen die unmenschlichen Folgen des Rationalismus, deren Übermacht jede Gemeinsamkeit und Menschlichkeit zerstöre. Und auch heute – angesichts verschärfter Optimierungs- und Selektionsforderungen – scheint dieser letztlich gegen die Moderne gerichtete Traum einer harmonischen Gemeinschaft seine Faszinationskraft nicht verloren zu haben. Das ist nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts, in dem der Gemeinschaftsbegriff zur Legitimation totalitärer Herrschaftsordnungen diente, zumindest erklärungsbedürftig.