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Band 3: Neuzeit. Teilband 1: Aufklärung
Mit diesem vierbändigen Werk zur Geschichte der Ästhetischen Bildung wird eine Lücke in der Geschichte der Bildung und der Pädagogik geschlossen. Im Teil 3.1 des Gesamtwerkes werden die Ideen Ästhetischer Bildung und die pädagogischen Denkmodelle der europäischen Aufklärung vorgestellt. Sie sind zutiefst durch die sich im 18. Jahrhundert neu konstituierenden Lebensformen, Weltanschauungen, Bildungs- und Erziehungsvorstellungen geprägt. Die Aufklärung ist das Zeitalter, in dem die Ästhetische Bildung populär zu werden beginnt. Vor diesem Hintergrund behandelt das Buch die Ideen und Theorien Ästhetischer Bildung u.a. von Locke, Rousseau, Baumgarten, Kant, Winckelmann und Schiller.
In pädagogischen Diskursen erscheint »Heterogenität« derzeit als Zauberformel, die aber viele Fragen offen lässt. Der Band bemüht sich aus bildungsphilosophischer Perspektive um Klärung. Zur Unschärfe des Begriffs »Heterogenität« trägt nicht nur die Vielzahl der Kategorien bei, auf die er verweist wie Leistung, Alter, Geschlecht, Behinderung, soziale Herkunft, Ethnizität. Unklar ist auch, welche philosophischen und gesellschaftstheoretischen Konzepte ihm zugrunde liegen, in welchem Verhältnis zu anderen Termini wie Diversity, Alterität oder Pluralität der Begriff steht. Welche Prämissen und Geltungsansprüche sind mit der Rede von Heterogenität verbunden? Was hat die Bildungs- und Erziehungsphilosophie zur Klärung der Sachfragen beizutragen?
Biographisches - Erwachsenenbildung und Volkshochschule - Pädagogische Positionen und Impulse - Würdigungen - Nachkriegszeit - Philosophische Reflexionen und Kulturphilosophie
Author:
Diese »Nachlese« beschließt als 12. Band die »Gesammelten Schriften« und dokumentiert in über 100 Beiträgen die erstaunliche Breite des Denkens und Wirkens dieses Pädagogen und Kulturphilosophen über acht Jahrzehnte.
Die Spannweite des Denkens und Wirkens Wilhelm Flitners reicht von den Anfängen der Erwachsenenbildung nach dem Ersten Weltkrieg bis zur Funk- und Fernuniversität nach 1945; sie umfasst Würdigungen bedeutender Zeitgenossen und kulturphilosophische Studien, darunter Beiträge zu einer unveröffentlicht gebliebenen Festschrift für Karl Jaspers aus dem Jahre 1943. Umfangreiche Erläuterungen und ergänzende Materialien sowie eine Gesamtbibliographie von Flitners Veröffentlichungen machen diesen Band zu einem wertvollen Arbeitsinstrument auch zur Erschließung des Gesamtwerks dieses Klassikers der Pädagogik des 20. Jahrhunderts.
Bildungsphilosophische Interventionen
Author:
Man hört, Bildung sei als Zukunfts-Ressource unserer Gesellschaft eine Wissenschaft, die den faktischen Bildungsstand messen und seine realen Entwicklungsmöglichkeiten prognostizieren könne. Vergessen scheint, dass sich der Siegeszug moderner Pädagogik einer utopischen Kraft verdankt. Ihr Realismus besteht darin, das Unmögliche anzustreben.
Moderne Pädagogik konstituiert sich im Bezug zur unwahrscheinlichen Idee einer vernünftigen, gerechten Gesellschaft von freien Individuen, zu einer unbekannt gewordenen Zukunft und einem Zögling, der dahingehend fremd bleiben wird, dass niemand weiß, was aus ihm werden kann. Pädagogik tritt an mit dem Versprechen, gegen die realen gesellschaftlichen Bedingungen gewendet den Individuen zu ihren eigensten Möglichkeiten zu verhelfen. Damit verstrickt sie sich in Paradoxien, denn Erziehung schien von Beginn an zugleich notwendig und unmöglich zu sein. Erst unter Theoriebedingungen und der Positivierung des Unbestimmten kann sie die Irreduzibilität ihrer Aporetik anerkennen. Da diese kein Makel mehr ist, kann man von ihr nun zu Recht als Wissenschaft des Unmöglichen sprechen.
»Globalisierung« ist heute der Horizont, zu dem das Individuum sich mit Blick auf die Welt verhalten muss.
Die Dynamik der Globalisierung setzt pädagogisches Denken und Handeln in einer neuen Qualität unter Druck, das Weltverhältnis und Weltverständnis des Einzelnen auf die Herausforderungen der Weltgesellschaft abzustimmen. Der globale Horizont nötigt insbesondere dazu, die Möglichkeiten und Grenzen pädagogischer Reform immer wieder neu auszuloten. »Pädagogische Reform im Horizont der Globalisierung« knüpft in diesem Sinn an die vielfältigen Bemühungen um das Verständnis »Globaler Bildung« bzw. von »Bildung in der Weltgesellschaft« an. Verbunden wird dieser Diskussionszusammenhang mit den Impulsen pädagogischer Reform, wie diese exemplarisch in der sogenannten »Reformpädagogik« formuliert wurden. Der Band zeichnet in sieben Beiträgen einige wesentliche Motivlagen der Verschränkung dieser Perspektiven nach.
Wie Sie Ihre Jungs unterstützen und stark machen
Author:
Spiele konstituieren eine eigene Welt gegenüber der Wirklichkeit und sie bringen selbst Wirklichkeiten hervor, so dass es schwierig wird, den Möglichkeits- und Realitätssinn von Spielen abzugrenzen.
In pädagogischer Sicht erscheinen Spiele häufig als ein methodisches Hilfsmittel, das die Vermittlung von Inhalten erleichtert. Aber die Spieltheorie weiß seit langem, dass Spiele durchaus eine eigene Welt schaffen, über die nicht einfach von außen verfügt werden kann. In der Welt des Spiels werden die im Alltag doch fest erscheinenden Grenzen von Wirklichem und Möglichem verflüssigt. Spiele bringen einen Realitätssinn hervor, auch wenn um das Spielen gewusst wird. Umgekehrt ist in der heutigen Zeit unser Alltagsleben zunehmend unter einen Möglichkeitsvorbehalt gestellt: Könnte es sein, dass unsere Selbst- und Weltverhältnisse einen spielerischen Charakter angenommen haben?
Eine empirische Studie im sonderpädagogischen Kontext
Author:
Das Thema vorliegender Studie ist im Bereich der empirischen Unterrichtsforschung angesiedelt und zielt darauf ab, die musikalischen Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten hörgeschädigter Kinder im Grundschulalter genauer zu bestimmen. Im Hinblick auf die rasanten Fortschritte der Hörtechnik erscheint es notwendig, auf der Grundlage der Evaluation von Lernprozessen curriculare Angebote zu modifizieren. Das hierzu eingesetzte und erprobte Musikcurriculum mit den Schwerpunkten Instrumentalspiel und Gesang orientiert sich an den Inhalten des Lehrplans für allgemein bildende Grundschulen und ist darauf ausgerichtet, dass Kinder mit Hörbeeinträchtigungen die Welt der Musik für sich entdecken, erleben, spielen und selbst gestalten lernen. Ein in dieser Weise ressourcen- und anwendungsorientierter musikpädagogischer Unterrichtsansatz bedeutet ein „Ernst-Nehmen“ der Betroffenen hinsichtlich ihres musikalischen Selbstkonzepts und schließlich einen Zugewinn künstlerischer und musikdidaktischer Erfahrungsmöglichkeiten, zugeschnitten auf eine intermediale Lernkultur in ästhetischen Erfahrungsfeldern, die für die Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Schülers unverzichtbar ist. Die Welt der Musik für alle Kinder gleichermaßen zu eröffnen gibt einen wertvollen Denkanstoß zur Inklusionsdebatte und stellt ermittelte Erkenntnisse aus der Lehr- & Lernforschung für die Verwertung in der Unterrichtspraxis zur Verfügung.
Erkenntnispolitische Relationierungen von Bildung und Kritik
Author:
Wie noch sinnvoll über Bildung und Kritik sprechen, wenn beide doch längst zu Allerweltsbegriffen geworden sind, die unterschiedlichste Bedeutungen, Ansprüche und Erwartungen scheinbar fraglos vereinen können? Angesichts der andauernden Legitimationskrise bildungstheoretischer Grundlagenreflexion, die sich in aktuellen Diskurslagen symptomatisch durch eine Inflation und Trivialisierung des Begriffsgebrauchs von Bildung wie auch von Kritik äußert, nimmt der vorliegende Band eine erkenntnispolitische Perspektivierung zeitgenössischer Verhältnisbestimmungen von Bildung und Kritik vor. Es wird aufgezeigt, dass Thematisierungsweisen von Bildung und Kritik in einem – bisher häufig vernachlässigten – Verweisungszusammenhang stehen, dessen Berücksichtigung neue Impulse für ein Bildungsdenken abseits tradierter Positionen in Aussicht stellt. Dieser tritt dann deutlich hervor, wenn grundlagenreflexive Theoriearbeit selbst auch als politischer Einsatz innerhalb bildungswissenschaftlicher Erkenntnisbemühungen verstanden wird. Die Bedeutung eines solchen Einsatzes erwächst schließlich daraus, der fortgeschrittenen Bedeutungserosion von Bildung wie auch von Kritik das entgegenzusetzen, was sich in ihrem Namen jeweils der Artikulation entzieht, dem Denken aber dennoch aufgegeben bleibt – stets an den Grenzen des vermeintlich Selbstverständlichen.
Ansprüche, Erfahrungen, Perspektiven
Bologna-Beschlüsse, Reform von Studiengängen, Qualitätserwartungen: Über Wissenschaft und Hochschulen wird derzeit viel und kontrovers diskutiert. Eher selten aber stehen diejenigen im Fokus, die die Wissenschaft als Beruf gewählt haben: die Hochschullehrer.
Das Buch lässt Vertreter der Wissenschaftsprofession aus Pädagogik, Sprachwissenschaften und Theologie zu Wort kommen und erlaubt dem Leser einen Blick hinter die Kulissen von Vorlesung und Seminar: Wie stellen sich Forschung, Lehre und Studium aus der Sicht von Dozenten dar? Wie erleben Hochschullehrer die Veränderungen der Hochschulen? Warum und worüber streiten Gelehrte? Wie bewerten Wissenschaftler den Einfluss gesellschafts- und universitätspolitischer Faktoren auf ihre Arbeit an der Universität? Wie verstehen Hochschullehrer ihre Aufgaben in der universitären Lehrerbildung?
Fragen dieser Art behandeln die Autoren vor dem Hintergrund ihres beruflichen Selbstverständnisses und ihrer Erfahrungen. So präsentiert das Buch unterschiedliche Positionen zu Anspruch, Wirklichkeit und Perspektiven der wissenschaftlichen Arbeit an Hochschulen.