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Wir leben in einer Welt zwischen Traum und Albtraum. – Märchen bieten in diesem Grenzland virtuelle Stufen hin zu gewissenhafter Wahrheit. – Märchen wollen Auf¬merksamkeit fesseln. – Oft steckt in der Kürze ihre Würze. – Im Idealfall sprechen sie jede Altersgruppe an. – Es gibt rührend harmonische Märchen, aber auch aufschreckende, irritierende und beängstigende. – Besonders solche Märchen, die helfen, das Schicksal besser zu ertragen, bleiben in Erinnerung haften und erlangen eine Generationen überschreitende Tradition. – Das ´Drehbuch` für Geschichten auf der Märchenbühne stützt sich zwar auf Irreales, wahrt aber doch verblüffenden Bezug zu unmittelbar erlebter Realität. – In diesem Sinne sind Märchen Lehrstücke. – Sie erheben Anspruch auf erzieherischen Vorbildcharakter. – Die meisten Menschen fürchten Veränderungen; aber Veränderungen stärken, wenn man sich auf ihren Nutzen verlassen kann. – Dieses dritte Märchen-Buch des Autors geht intensiv auf Märchen-Wissenschaft ein, so hat es nur bedingt als Märchen-Buch zu gelten.
Annäherungen an einen Fliegermythos
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Mit dem Beginn der motorisierten Fliegerei an der Schwelle zum 20. Jahrhundert verstärkte sich die Kultur der Technikbegeisterung und es wuchs eine neue Generation abenteuer- und unternehmungslustiger junger Männer heran. Einige von ihnen machten sich als Konstrukteure, Flieger, Unternehmer oder Militärflieger einen Namen. Um sie bildete sich ein medialer Kult heraus, der ihr Leben und ihre Flugleistungen zum Mythos werden ließ.

Einer dieser Akteure war Josef Suwelack (1888-1915) aus Billerbeck in Westfalen. Sein Können präsentierte er öffentlich in hoch dotierten Flugwettbewerben. Die zunächst als Sportveranstaltungen ausgetragenen Wettbewerbe weckten schon bald das Interesse des Militärs, das die Fliegerei subventionierte, Entwicklungen beschleunigte und beeinflusste.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldete sich Suwelack freiwillig zur Fliegertruppe. Als ziviler Aufklärungsflieger an der Westfront bei der Feldfliegerabteilung 24 bot sich ihm ein spezifischer Blick auf das Kriegsgeschehen, das er in zahllosen Fotografien und in Feldpostbriefen an seine Familie dokumentierte. Am 13. September 1915 stürzten er und sein Beobachter unter nicht endgültig geklärten Umständen tödlich ab. Durch Nachrufe, regionale Zeitungen, Kurzfilme, Publikationen sowie auf diversen Internetseiten zur Fliegerei und in einer 1988 erschienen Familienbiografie sind im Verlauf von hundert Jahren verschiedene Narrative des kurzen Lebens von Josef Suwelack entstanden.
Rebecca Quick stellt die Biografie Suwelacks deshalb in mehrfacher Hinsicht auf den Prüfstand. Sie schildert das Leben Suwelacks vor dem zeitgenössischen Hintergrund des Jahrzehnts vor dem Ersten Weltkrieg, dekonstruiert tradierte Erzählmuster als „gemachte“ Geschichten und diskutiert die Optionen eines kritischen Umgangs mit Fliegerbiografien.
Autobiographie
Eine der großen Autobiographien des 20. Jahrhunderts wird mit diesem Buch erstmals auf Deutsch vorgelegt: Die Lebensbeschreibung des Mediziners Ludwik Hirszfeld, der als Mitentdecker des Systems der Blutgruppen in die Geschichte eingegangen ist.
Ein weltberühmter Forscher, Experte für Hygiene und das menschliche Immunsystem – und Autor einer packend geschriebenen Autobiographie. In ihr spiegeln sich die Widersprüche des 20. Jahrhunderts: Als Jude geboren und zum Katholizismus übergetreten, verstand sich Hirszfeld als Humanist und als Pole. Er polarisierte durch kritische Kommentare zum Judentum. Dass er versuchte, das System der Blutgruppen des Menschen mit dem Konzept der Rasse in Beziehung zu setzen, ist unlängst Gegenstand einer öffentlichen deutsch-polnischen Kontroverse geworden.
Er hatte in Deutschland studiert, war international vernetzt und musste erleben, wie die deutschen Besatzer sich seines Labors und seiner Forschungsergebnisse bemächtigten. Im Warschauer Ghetto schuf er sich unter schwierigsten Bedingungen Möglichkeiten, wissenschaftlich weiterzuarbeiten. Durch den tragischen Tod seiner Tochter in eine Krise gestürzt, fand er nach Kriegsende dennoch die Kraft, weiter zu arbeiten und baute das heute weltweit anerkannte Institut für Immunologie in Wroclaw auf.
Eine Technik- und Umweltgeschichte der Kleinwasserkraft (1880–1930)
Die Wassermühle mit Wasserrad ist heute noch vom Mythos einer vorindustriellen Form der Energiegewinnung umsponnen. Tatsächlich jedoch blieben diese »alten« Antriebstechniken an vielen Bächen mindestens bis in die Zwischenkriegszeit der wichtigste Kraftspender.
Diese »old technologies« (David Edgerton) der Wasserkrafttechnik wurden mit der Verwissenschaftlichung im Turbinenbau und der Elektrifizierung nicht obsolet. An vielen Wasserläufen in den südwestfälischen Mittelgebirgen lagen Einsatzbedingungen vor, die den Betreibern kleiner Hammerwerke oder Drahtrollen noch lange aus praktischen Gründen die Beibehaltung ihrer »alten« Wasserräder nahelegten.
Diese Technik-, Umwelt- und Wissensgeschichte der Kleinwasserkraft fragt nicht wie oft üblich nach dem Neuigkeitsgrad des technischen Wandels, sondern nach der Beständigkeit des Alten und Traditionellen.
August Wilhelm Schlegels Vorlesungen, 1808 in Wien vor einem illustren Publikum gehalten und zwischen 1809 und 1811 in drei Bänden veröffentlicht, gehören zu den wichtigsten theoretischen Texten der deutschen und europäischen Romantik. Die sogenannten ‚Wiener Vorlesungen‘ August Wilhelm Schlegels bilden ein Scharnier zwischen der deutschen Frühromantik und der europäischen Romantik.
Sie bündeln noch einmal die Erträge aus Schlegels Forschungen zur antiken Theaterpraxis, seiner Kritik des französischen Theaters sowie seinen Übersetzungen Shakespeares und Calderóns, gleichzeitig entstehen sie in Coppet an der Seite Germaine de Staëls in einem internationalen Kontext: Gemeinsam mit de Staëls De l’Allemagne verbreiteten sie die Ideen der deutschen Romantik in der ganzen Welt, ihr Einfluss lässt sich bei Stendhal oder Hugo in Frankreich, Coleridge oder Shelley in England, Manzoni in Italien oder Poe in den USA nachweisen. Der vorliegende Band bringt erstmals den bereinigten Text der Erstausgabe; der zweite Teilband wird eine umfangreiche Textkritik, Sachkommentare und Materialien zur Entstehung und Rezeption enthalten.
Die Elektrokrampftherapie und ihr Apparat, 1938–1950
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Die Elektroschocktherapie gilt als eine Ikone der technisierten Medizin des 20. Jahrhunderts und ihres Zugriffs auf den Menschen. Doch fehlte bislang historische Forschung zu ihrer Technik. Diese Studie untersucht umfassend und international vergleichend die Gestaltung der EKT in den 1940er Jahren.
Max Gawlich betrachtet mittels Fallstudien aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz die technische Entwicklung und klinische Einführung der Elektrokrampftherapie. Er stützt sich dabei auf umfangreiches technisches und klinisches Archivmaterial und durchleuchtet kritisch die therapeutische Erprobung und Entwicklung im Wechselspiel von Ingenieuren, Ärzten, Patienten und Pflegern.
Zudem untersucht er die medialen, praktischen und epistemischen Strategien im Umgang mit den unbekannten Apparaten im Klinikalltag. Darüber hinaus identifiziert er die Aufschreibetechniken und Apparate der Therapie sowie die therapeutische Praxis und analysiert sie hinsichtlich der Konzepte Wirksamkeit, Nichtwissen und Lokalität der Anwendung.
Der Band dokumentiert Friedrich und Dorothea Schlegels Briefwechsel während ihres Aufenthaltes in Paris und Köln von Mitte 1802 bis zum Beginn der ersten provisorischen Professur Schlegels in Köln Ende 1805.
Er präsentiert neue Brieffunde und rekonstruiert erstmals in der Schlegel-Briefedition die noch zu erschließende Korrespondenz der Schlegels (u. a. mit A.W. Schlegel, J. W. Ritter, dem Verlegerpaar Unger) und verleiht so dem gesamten Briefwechsel eine neue Tiefenschärfe.
Der Kommentar dokumentiert einlässlich die literarischen, kulturellen und politischen Hintergründe, auch mit neuen Dokumenten zu Friedrich Schlegels Bemühungen um ein Lehramt in Würzburg und Köln. Und er begleitet die wichtigen Publikationen Schlegels in jener Zeit: die ‚Europa’, seine ‚Lessingauswahl’ und sein ‚Poetischen Taschenbuch für das Jahr 1806’.
Biografie
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Zum ersten Mal liegt mit der Biographie August Wilhelm Schlegels (1767–1845) eine umfassende Würdigung dieser herausragenden Persönlichkeit der deutschen und europäischen Romantik vor. Roger Paulin, ein renommierter Kenner dieser Epoche, zeichnet versiert und kurzweilig die Lebensgeschichte dieses vielseitig interessierten und talentierten ›Kosmopoliten der Kunst und Poesie‹ nach: Schlegel war Poet, Übersetzer zahlreicher Sprachen, Literaturkritiker und Wissenschaftler und wirkte vielfach als Initiator neuer Strömungen und Denkrichtungen. Gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich, mit dem er die avantgardistische Zeitschrift Athenaeum herausgab, gilt er als Initiator der literarischen Romantik. Besonders bekannt wurde er durch die Übersetzung von Shakespeares Werken: Zum ersten Mal wurde Shakespeare durch ihn und seine Frau Caroline in Versform in eine fremde Sprache übertragen. Paulin eröffnet mit seiner fulminanten Biographie faszinierende Einsichten in das Leben und Werk eines Universalgenies und sein namhaftes Milieu und zeichnet zugleich das Panorama einer Epoche.
Author:
Versions of Hamlet: Poetic Economy on Page and Stage takes a fresh look at an old textual problem: Instead of arguing the case for one of the three early Hamlet texts as »the one«, the book presents a new analytical approach which allows us to see different Hamlet versions and the interpretations emerging from them side by side.
Using a corpus which not only includes the three early printed texts but also 24 stage versions of the play, the book introduces an analytical method based on an assumption voiced by writers through the ages, namely that every part of a literary work belongs to a functional whole. Apart from making the relation between textual alterations and changing interpretations of the Hamlet texts visible, this study is the first to present a systematic overview of this principle of »poetic economy«.
Author:
Das literarische Feld sei ein Mikrokosmos des sozialen Wettbewerbs um Status und Prestige – so Pierre Bourdieu. Dementsprechend rücken zwangsläufig Strategien in den Fokus des Interesses, mittels derer sich Literaturproduzenten wie -rezipienten positionieren und die erkämpfte Position behaupten. Dieser Kampf wird bestimmt durch die Logik des Sich-Abgrenzens und Sich-Abhebens von anderen.
Als historisch breit angelegte Fallstudie des 20. Jahrhunderts zeichnet die vorliegende Untersuchung die im Feld der amerikanischen Lyrik vorherrschenden Machtkämpfe um (Be-)Deutungshoheit nach. Die Profilierung des Strategiebegriffs als zentrales Analyseinstrument ermöglicht es, einerseits Strategien der Selbstwahrnehmung und Selbstpositionierung und andererseits der Wahrnehmung und Positionierung von anderen Akteuren zu identifizieren. Distinktionsstrategien umfassen den Einsatz eines Arsenals von Kampfbegriffen, an denen sich der literarische Diskurs im Laufe des Jahrhunderts kontinuierlich unter sich verändernden literarhistorischen Vorzeichen abarbeitet.