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Die polnischen Erinnerungen an die Revolutions- und Napoleonischen Kriege 1815–1945
Wie erinnerten sich Polen an die Revolutions- und Napoleonischen Kriege? Ruth Leiserowitz hat 150 polnische Romane und zahlreiche Erinnerungen an diese Kriege untersucht.
Über 100 Jahre nach den Ereignissen trugen die Erinnerungen an diese Kriege in allen drei Teilungsgebieten mit dazu bei, einen polnischen Staat wieder zu begründen. Besonders Geschichten über die polnischen Legionäre, ihre Abenteuer und ihre mutigen Leistungen prägten den polnischen historischen Jugendroman, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts herausbildete und zu einer wichtigen patriotischen Lektion für die Generation wurde, die als junge Erwachsene die Wiederherstellung der Unabhängigkeit Polens 1918 erlebten. Die polnischen Helden jener Zeit sind bis in die Gegenwart erstaunlich gut im Gedächtnis der Polen haften geblieben.
Athenäum – das ist die berühmte Zeitschrift der Brüder Schlegel. Der Name war zugleich Titel für ein Forschung- und Bildungsprogramm mit höchsten Ansprüchen. Insbesondere mit den philologischen, kritischen und philosophischen Arbeiten Friedrich Schlegels hat das Athenäum die Romantik begründet.
Das neue Athenäum macht Schlegels bahnbrechende Neuerungen für die aktuelle Forschung in Philologie und Medienkulturwissenschaft produktiv. Zugleich rückt von Friedrich Schlegel aus die ganze Romantik in den Blick: Literatur, Sprache, Kunst, Musik, Recht und Staat, Philosophie, Religion und Natur. Das Jahrbuch ist also interdisziplinär und übernational, offen für Sachwissen, Selbstreflexion und Irritation. Es enthält neben dem Editorial, das sich aktuellen Themen widmet und sie auf Überlegungen Friedrich Schlegels bezieht, neue Beiträge zur Schlegel- und zur Romantikforschung, die zuvor ein Peer-Review-Verfahren passiert haben müssen. Zudem bietet neue Funde, Diskussionen, Interviews, Features, Berichte und Experimente sowie einen Rezensionsteil.
Reisekultur im Alten Europa
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Von den Bedingungen, unter denen Menschen im Europa der Frühen Neuzeit Reisen unternahmen, haben wir heute kaum eine Vorstellung. Alte Reiseberichte übergehen meist Beschreibungen der Straßenzustände, die Unbequemlichkeit der Kutschen, die Trostlosigkeit durchquerter Landstriche – obwohl vor allem solche Umstände den Reisealltag ausmachten.
Antoni Ma?czak lässt die Erfahrung des Unterwegsseins zwischen 1500 und 1700 lebendig werden. Er zeigt, warum man reiste, was man sich vom Reisen erhoffte und wie man durchs Reisen verändert wurde. Probleme wie die Gefahr von Kutschenunfällen, die mühsame Suche nach erträglichen Herbergen oder zuverlässigen Begleitern geraten in den Blick. Wir hören von widrigem Wetter und Gelände, wilden Tieren, marodierenden Soldaten und Wegelagerern. Uns begegnen lästige Bettgenossen und eilfertige Gastwirte, zweideutige Reisebekanntschaften und strenge Zollkontrolleure. All dies verbindet der Autor mit farbigen Porträts verschiedener Typen von Reisenden – von Bischöfen und Gesandten mit prächtigem Gefolge bis zum einsamen Pilger und zum Gelehrten, der sich aus Wissensdurst und Fernweh auf den Weg machte.
Die Forschung hat sich lange Zeit am Spannungsverhältnis von Fiktion und Wahrheit in der Autobiographie abgearbeitet. Dabei hat bereits J. W. Goethe im Blick auf seine Selbstbiographie Dichtung und Wahrheit deutlich gemacht, dass die höhere biographische ,Wahrheit‘ nur durch die Dichtung zur Darstellung gebracht werden kann. Der Beitrag gibt einen Einblick in Kernfragen der Autobiographieforschung, stellt das Konzept der ‚Autofiktion‘ vor und skizziert einige aktuelle Forschungsperspektiven.
Schriftsteller, Radikalaufklärer und gelehrter Soldat
Friedrich Christian Laukhards (1757–1822) Schriften werden im vorliegenden Band erstmals von einer Gruppe von Forschern aus verschiedenen Disziplinen in den Blick genommen. Jenseits mancher Klischees vom fahrenden Magister und berüchtigten Burschen soll neues Interesse an diesem schillernden Aufklärer geweckt werden.
Laukhards Texte sind Quellen ersten Ranges, wenn es um die Erforschung der besonderen Situation der Spätaufklärung, ihrer Kultur und Klandestinität geht. Milieus und Praktiken der Radikalaufklärung, die in den letzten Jahrzehnten intensiv erforscht worden ist, werden in seinen Texten ungewöhnlich freimütig benannt. Die Beiträge dieses Bandes bahnen Wege in den literarischen Untergrund der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts. Das Buch richtet sich an Germanisten, Philosophen und Historiker, vor allem jedoch an Laukhards Leser.
Discourses of Martyrdom in the Eighteenth- and Nineteenth-Century United States
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Heike Jablonski untersucht, wie John Foxes berühmtes Märtyrerbuch in den USA des 18. und 19. Jh. rezipiert und interpretiert wurde und zeigt, wie wichtig Märtyrergeschichten für die amerikanische Identität sind.
Die Autorin stellt die US-Publikationsgeschichte des »Book of Martyrs« dar und analysiert, wie sich unterschiedliche religiöse und politische Gruppierungen in den USA als Märtyrer in der Foxeschen Tradition sahen. Auf der Grundlage umfassenden Archivmaterials zeigt sie, dass der amerikanische Antikatholizismus sehr stark von der englischen Martyrologie beeinflusst wurde. Auch im Kontext des Strebens nach Religionsfreiheit wurden Foxes Geschichten rezipiert. Heike Jablonski beschreibt weiterhin, welche tragende Rolle Märtyrergeschichten in der amerikanischen Kinderliteratur des 18. und 19. Jh. spielten und stellt dar, wie stark die Abolitionisten von Foxes Buch geprägt waren.
Vorarbeiten zu "Ueber die Kawi-Sprache auf der Insel Java"
Der vorliegende Band realisiert Teile einer kritischen Edition von Humboldts dreibändigem Opus magnum et postum »Ueber die Kawi-Sprache auf der Insel Java, nebst einer Einleitung über die Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaues und ihren Einfluß auf die geistige Entwickelung des Menschengeschlechts«, das Untersuchungen zum Kawi und zum malayischen Sprachstamm enthält.
Insbesondere werden dort die Sprachen Javanisch, Malaiisch, Tagalog, Madagassisch, Tongaisch, Tahitisch sowie Maori behandelt und durch Vergleich sowie Typologie deren Einheit in der austronesischen Sprachfamilie nachgewiesen. Die Edition der Vorstudien zeigt Humboldts Weg zu den Südseesprachen sowie zu den Sprachen Südostasiens; sie deutet seine Arbeitsweise, weist Probleme der Edition auf, verweist auf die Quellen und blickt auf die »Verfertigung« philosophischer Gedanken bei der Analyse spezifischer grammatischer Phänomene.
Der Band enthält die beiden großen Textfragmente Wilhelm von Humboldts, die er als Einleitungen zu seinem Buch über die amerikanischen Sprachen begonnen hat, die aber nach einer kurzen Skizze des geplanten Werkes in die Entfaltung der Grundlagen des Sprachstudiums übergehen.
Obwohl ihre Entstehungszeit mehr als zehn Jahre auseinanderliegt, verbindet dieser gemeinsame Gestus des Übergangs von der Amerikanistik in die Sprachphilosophie die hier vorgelegten Texte. Der erste ist zu Beginn des amerikanischen Projekts entstanden, als Wilhelm von Humboldt ein französisches Buch über die Sprachen Amerikas für das Reisewerk seines Bruders zu schreiben beginnt, der spätere markiert das Ende der Beschäftigung mit den amerikanischen Sprachen durch den Übergang zum »allgemeinen Sprachtypus«.
Author:
Die Belastbarkeit einer Brücke läßt sich nur theoretisch bis an die Belastbarkeitsgrenze heran prüfen; denn sonst stände sie unter dem Risiko konkreten Schaden zu nehmen. In der Realität würde sie schlimmstenfalls einstürzen. Ähnlich verhält es sich mit der Belastbarkeit unserer Zukunftschancen. Wir dürfen nicht alles machen und nutzen wollen, was heute denkbar erscheint. – Unterwegs durch Gebiete, die jeweils sinnvolle Ziele verheißen, existieren äußerst geschickt getarnte ´Fallgruben`, in die hineinzugeraten fatal sein könnte. Deshalb besinne man sich rechtzeitig, schreite behutsam voran, und vertraue nur voraussichtlich sicheren Abschnitten. Am gescheitesten ist es wohl, auf den Hauptstrecken erfolgreich Vorausgegangenen auf der Spur zu bleiben und nichts ´Unabsehbares` zu riskieren. Zu erfinden und zu entdecken gäbe es dabei immer noch genug. – Auf solch simple Weise ließen sich Freiräume der Zukunft erschließen, die sowohl erreichbaren Segen gewährleisten, als auch vermeidbares Unglück ausgrenzen. –
Lohnt es, unzeitgemäß zu sein?
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Die meisten unserer Zeitgenossen wiegen sich wohl in der Illusion, am Puls der Zeit zu leben. Sie meinen, aus willkürlichen Strömungen alltäglichen Geschehens sämtliche zum Überleben notwendigen Erkenntnisse herleiten zu können. – Doch das wirklich Wesentliche ist nicht den Strömungsgesetzen und weiteren davon vermeintlich logisch herleitbaren Formulierungen unterworfen; denn es führt ein unzeitgemäßes – ja oftmals sogar zeitlos gültig bleibendes Eigenleben. – Es richtet sich ausschließlich nach den Direktiven des Gewissens, jenes allverbindlichen ´Urmeters` für wahrhaftig Lebenssinn spendende Tugendentwicklung. – Nicht das ´Was` jeweils vorhandener Talente bestimmt das Glück eines denkenden Wesens, sondern das ´Wie` charakterlich sinnvoller Nutzung derselben. - Diese Wahrheit findet ihre Akzeptanz innerhalb wie außerhalb des gewohnten Koordinatensystems für Zeit- und Raummessung: Sie war, ist und bleibt zeit- und raumlos gültig, ist omnivalent. – Der Vorwurf, unzeitgemäß zu sein, wäre für sie ein Paradoxon.- Sie vermag es sogar, Leben und Sterben auf eine Weise harmonisch zu überbrücken, wie es die noch im chaotischen Vor-sich-hin-strömen Verbliebenen nicht für möglich halten könnten.