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Papyrology has always interested scholars of the New Testament and of Christian origins, mainly because of the discovery of papyrus copies of texts from the Christian scriptures. However, what documentary papyri, ostraca, and tablets indicate about issues of everyday Greco-Roman life has also much to contribute to the understanding of early Christ groups. These issues include ancient economy and agriculture, labor and social relations, reading cultures, administration, and a variety of other topics. The PNT series is designed to introduce students and teachers to the value of this material. The volumes provide introductions, evaluations, and conclusions. Many documents are presented in their entirety with an English translation and commentary. The authors cover the state of papyrological research and supplement it with their own conclusions and updates, making the series also of interest to scholars of Papyrology, Biblical Studies, Ancient History, and Classics.
The overarching goal of the book is to examine the relations between Lutheran majority traditions and the development of secular law in the Nordic region in the early modern period, from the 16th to the 18th century. The early modern Nordic region included the kingdoms of Denmark/Norway and Sweden – with the Finnish diocese Åbo as part of the Swedish realm. Both kingdoms were consolidated as Lutheran countries after the reformation. While this change occurred in a determined and radical way in Denmark, in Sweden the transformation was more hesitant. Due to its mixed Protestant (Lutheran/Calvinist) and Roman-Catholic heritage, case studies dealing with Germany offer interesting comparative perspectives. Integral to the project is the awareness of tensions between different religious, legal and philosophical traditions in the interface between majority/minority/equality positions, including Protestant minority movements and the Eastern-Orthodox church. The authors are experts in church history and legal history from Germany, Belgium, Denmark, Sweden, Finland, and Norway.
Die »Fermenta Cognitionis« gelten als Hauptwerk des romantischen Philosophen Franz von Baader (1765–1841). Dabei handelt es sich um sechs von 1822 bis 1825 erschienene Reisenotizen mit spekulativen Entwürfen zu Theologie, Philosophie und Mystik auf der Grundlage der Theosophie Jacob Böhmes. Hauptthema dieser »Gärstoffe der Erkenntnis« ist die Verhältnisbestimmung von Glauben und Wissen bzw. dogmatischer Theologie und Philosophie, die Baader vor dem Hintergrund der Naturlehre Böhmes und der Geschichtstheologie Louis Claude de Saint-Martins entwickelt. Neben der Auseinandersetzung Baaders mit zeitgenössischen Philosophen (Schelling, Hegel) zeichnet sich darin seine Fokusverschiebung von einer mystisch geprägten Naturphilosophie zu einer Geschichtstheologie ab, in der die von ihm damals eingehend studierten Schriftsteller der katholischen französischen Gegenaufklärung (Maistre, Bonald und Lamennais) eine bedeutende Rolle spielen.
Konnektivität, Konkurrenz und Kooperation
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Das Buch nähert sich dem Zeitalter der hellenistischen Imperien durch eine Regionalstudie zur Herrschaft der Dynastie der Ptolemäer, deren Imperium sich in seinen Glanzzeiten im 3. Jh. v. Chr. auf weite Teile des östlichen Mittelmeers erstreckte. Exemplarisch erforscht es den ptolemäischen Imperialismus damit von seinen Rändern her, indem das periphere Gebiet Syrien-Palästinas in den Mittelpunkt rückt. Es war traditionelles Verbindungstor zwischen der mediterranen, asiatischen und nordafrikanischen Welt, Schauplatz einer Reihe von Kriegen und ein stets umstrittener imperialer Raum in direkter Nachbarschaft zum Seleukidenreich. Die Studie entwirft ein dichtes Bild der ptolemäischen Herrschaft, das die tragende Rolle und den prägenden Einfluss lokaler Eliten auf imperiale Praktiken ebenso diskutiert wie die Wechselwirkungen zwischen lokaler und zentraler Ebene und die Verflechtung des ptolemäischen Imperialismus in einem hochkompetitiven Umfeld konkurrierender Reichsbildungen.
Schweden. Ambiguitäten verhandeln. Tolerieren als soziale und kulturelle Praxis
Das Schweden-Stereotyp der Deutschen ist geprägt von Bullerbü, IKEA, Lucia-Brauch und Mitsommernacht. Die Realität eines Landes, in dem Christ*innen sich in einem mehrheitlich säkularen, von Gleichheitsvorstellungen geprägten Kontext zu behaupten suchen und in dem widersprüchliche Rechtsordnungen zur Leihmutterschaft zu neuen Verwandtschaftsgrammatiken führt, wird weitgehend ausgeblendet. Die hier versammelten Beiträge beleuchten diese gesellschaftlichen Diskurse aus europäisch-ethnologischer Perspektive. Mit Überblicksdarstellungen zur Erzählforschung und aktuellen Museumsdiskussionen vertieft der Band klassische Themen der skandinavischen Fachgeschichte. Der zweite Schwerpunkt dokumentiert die Diskussionen der online-Tagung „Ambiguitäten verhandeln. Tolerieren als soziale und kulturelle Praxis“ der Sektionen Europäische Ethnologie und Soziologie der Görres-Gesellschaft im Herbst 2021. Toleranz wurde dort in unterschiedlichen historischen, ökonomischen, religiösen, weltanschaulichen und wissenschaftlichen Kontexten als Tugend, als Haltung (Respekt), als gesellschaftlicher Maßstab, oder als Schwäche, nicht zuletzt als Machtmittel gewertet.
Studien zur politischen Ethik im Christentum
Im Mittelpunkt einer politischen Ethik im christlichen Kontext steht ganz zu Beginn eine richtungsweisende Frage: Welchem Bild vom Menschen muss unsere politische und wirtschaftliche Ordnung gerecht werden? Denn im Alten Testament ist nach der Erschaffung des Menschen – als Ebenbild Gottes – von Kain und Abel die Rede, und damit vom Bösen. Kain erschlägt seinen Bruder Abel. Wie kann angesichts dieses Unrechts an der Wurzel aber das Gute überhaupt noch gelingen? Im Anschluss an die jüdisch-christliche Glaubenstradition und Theologiegeschichte versucht dieser Band – ausgehend vom bleibend aktuellen Denken des hl. Augustinus (354–430) –, Antwortversuche auf diese entscheidende Frage zu formulieren. Dabei soll entfaltet werden, wie die beiden Größen einer politischen Ethik im Christentum, säkularer Staat und sakramentale Kirche, Politik und Religion, auf ihre je eigene Weise im Dienst der Vollendung des Menschen als Person und Gottesebenbild stehen.
Franz von Baaders »Vorlesungen über speculative Dogmatik« (1828–1838) aus seiner Lehrtätigkeit an der neu eröffneten Universität München (1826) bieten die Chance, alle zentralen Themen seiner Spätphilosophie in einem Zusammenhang kennenzulernen, der bisher so nicht ersichtlich war. Dabei werden Motive der christlichen Religion, der Naturphilosophie, der Metaphysik und der Gesellschaftslehre versammelt und erläutert, zu denen Baader sich sonst aphoristisch oder fragmentarisch geäußert hat. Die »Vorlesungen« werden als Propädeutik des christlichen Dogmas bzw. als Lehre von Gott, Natur und Mensch präsentiert. Baader bezieht sich dabei methodisch auf Elemente der christlichen Esoterik, insbesondere der christlichen Kabbala und der Tradition der philosophia perennis. Die »Vorlesungen« lassen sich als politisch-theologisches Laboratorium betrachten, in dem sich die Rezeption der französischen Theorie der Gegenrevolution in Deutschland und deren Umbildung zur Restaurationstheorie vollzieht.
NS-Zwangsarbeit aus sowjetischer Perpektive. Ein Beitrag zur Oral History
Series:  FOKUS, Volume: 8
Author:
60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges beantworten ehemalige sowjetische NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter Fragen zu ihrem erschütternden Schicksal einer doppelten Unrechtserfahrung: schuldlos schuldig unter den Nazis, dann unter den Sowjets. Die Analyse nähert sich aus unterschiedlichen Perspektiven diesen einzigartigen Interviews. So wird ersichtlich, wie der diskursive Hintergrund von 60 Jahren Geschichtspolitik die Erinnerungen der „Ostarbeiter“ prägte. Der Genderaspekt stellt besonders die Erfahrungen der Frauen heraus. Es geht aber auch um Emotionen und körperliche Erinnerung. Und zuletzt wird nach den Ressourcen gefragt, die diese Menschen durchhalten ließ. „Stigma und Schweigen“ – der Titel verweist dabei auf ein zentrales Ergebnis der Studie, das eine erschreckende Kontinuität von Sowjetzeiten bis ins heutige Russland aufzeigt.
Forms and Varieties
This innovative book explores the complexities and levels of resistance amongst the populations of Southeastern Europe during the Second World War. It provides a comparative and transnational approach to the histories of different resistance movements in the region, examining the factors that contributed to their emergence and development, their military and political strategies, and the varieties of armed and unarmed resistance in the region. The authors discuss ethical choices, survival strategies, and connections across resistance movements and groups throughout Southeastern Europe. The aim is to show that to properly understand anti-Axis resistance in the region during the Second World War historians must think beyond conventional and traditional national histories that have tended to dominate studies of resistance in the region. And they must also think of anti-Axis resitance as encompassing more than just military forms. The authors are mainly scholars based in the regions in question, many of whom are presenting their original research for the first time to an English language readership. The book includes contributions dealing with Albania, Bulgaria, Bosnia-Herzegovina, Croatia, Greece, Montenegro, Macedonia, Romania, Serbia and Slovenia.
Mit einem Beitrag von Johannes Wienand
Volume Editors: and
In der späten Kaiserzeit dominierte eine Zwischenform von Panegyrik und Geschichtsschreibung, deren Zeugnisse mit diesem Band für das vierte und frühe fünfte Jahrhundert vorgestellt werden. Dabei geht es vor allem um die Reste von Darstellungen der Regierung Konstantins und Julians (Praxagoras, Bemarchios, Eustochios, Iulianus Imperator, Biblidion, Kyllenios, Oreibasios, Kallistion, Magnos von Karrhai, Eutychianos, Philagrios, Seleukos von Emesa). Mitberücksichtigt werden auch einige Sonderfälle, insbesondere der erste Teil des Anonymus Valesianus, der eng mit der panegyrischen Zeitgeschichtsschreibung der Epoche Konstantins verbunden ist, sowie einige Epen, die in ihrer detaillierten historiographischen Struktur mit der panegyrischen Zeitgeschichte eng verwandt sind.