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New Testament letters are compared with the private, business, and administrative letters of Greco-Roman antiquity and analyzed against this background. More than 8.000 letters – preserved on papyrus, potsherds or tablets from Egypt, Israel, Asia Minor, North Africa, Britain, and Switzerland – have been edited so far. Among them are not only short notes by writers with poor writing skills, but also extensive letters and correspondences from highly educated authors. They testify to the high art of Paul of Tarsus, who knew how to make excellent use of epistolary formulas or enrich them with new variants, but they also show that some New Testament letters clearly fall outside the framework of standard epistolography, raising new questions about their authors and their genre. The introductions and discussions offered in the volume reflect the current state of research but also offer new results. Over 130 papyrus and ostracon letters are newly translated in their entirety.
Understanding the New Testament through Papyri
The first volume of the new series “Papyri and the New Testament” introduces students, teachers, and scholars to the value of the study of papyrological documents and their impact on the understanding of early Christ groups. Papyri, ostraca, and tablets document the social, economic, political, and multilingual circumstances of the Greco-Roman period and are the best sources for understanding New Testament times. Compared to the first studies devoted to this topic about 100 years ago, the amount of available material has grown twentyfold. In addition, the days have passed when papyri were found exclusively in Egypt: a significant number of texts from Israel, Syria, North Africa, Britain, Switzerland, and other Greco-Roman regions demonstrate that these sources shed light on general conditions throughout the Roman Empire. The volume both introduces the main issues of comparing papyri with New Testament texts and presents many comprehensive examples.
Papyrology has always interested scholars of the New Testament and of Christian origins, mainly because of the discovery of papyrus copies of texts from the Christian scriptures. However, what documentary papyri, ostraca, and tablets indicate about issues of everyday Greco-Roman life has also much to contribute to the understanding of early Christ groups. These issues include ancient economy and agriculture, labor and social relations, reading cultures, administration, and a variety of other topics. The PNT series is designed to introduce students and teachers to the value of this material. The volumes provide introductions, evaluations, and conclusions. Many documents are presented in their entirety with an English translation and commentary. The authors cover the state of papyrological research and supplement it with their own conclusions and updates, making the series also of interest to scholars of Papyrology, Biblical Studies, Ancient History, and Classics.
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Auf Anfrage des karthagischen Diakons Quodvultdeus verfasst Augustin in den Jahren vor seinem Tod einen Häretikerkatalog, in dem er insgesamt 88 Gruppierungen unter dem Oberbegriff der Häresie klassifiziert und beschreibt. Die vorliegende Monographie liefert einen fortlaufenden, detaillierten Kommentar dieses bislang wenig bearbeiteten häresiographischen Kompendiums. Die Analyse wird geleitet von der Frage nach Augustins literarischen Quellen (Ps.-Epiphanius, Filastrius, Ps.-Hieronymus u.a.) sowie nach seinem eigenständigen Beitrag in der Verarbeitung des Quellenmaterials. Genuin augustinische Strategien der Häresiographie werden so herausgearbeitet. Dabei rückt verstärkt Augustins spezifische Kenntnis der jeweiligen Gruppierungen vor dem Hintergrund seines eigenen antihäretischen Engagements und seines Gesamtwerks in den Blick. Somit wirft die Untersuchung zugleich ein Schlaglicht auf so gut wie alle Kontroversen, in denen Augustin zeitlebens stand.
Author:
Als Dietrich Bonhoeffer 1945 im Konzentrationslager starb, sollte sein Andenken ausgelöscht werden. Heute zählt er zu den bekanntesten Theologen weltweit. Hier wird die Karriere dieses „evangelischen Heiligen“ nach seinem Tod neu rekonstruiert.
Tim Lorentzen zeichnet Bonhoeffers Gedächtnis in die Kontexte der Kirchen-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte beider deutscher Staaten ein. Erinnerungsstätten und Gedenktage, Jubiläumsreden und Ausstellungen werden dabei zu Knotenpunkten eines öffentlichen Umgangs mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. So wird die materialreiche Darstellung auch zu einer Geschichte politischer Ethik in Ost und West: Wie haben Erinnerungsgemeinschaften verschiedener Generationen unter je eigenen Bedingungen die Verschwörung gegen Hitler gedeutet, welche programmatischen Ziele verbanden sie mit ihren Gedächtnisakten? Erstaunlich früh wurde der tote Bonhoeffer zu einer Figur kirchlicher Geschichtspolitik.
The heightened role of religion in the public sphere can become either a source of violence or a source of reconciliation. Considering Indonesia as a pluralistic state in terms of religion despite the fact that Indonesia has the largest Muslim population in the world, a basic question arises: Would it be possible for religion to play a pivotal role in the public sphere of Indonesian society without seeking hegemonic control of social, political, and intellectual life? This book offers positive suggestions of how religion can develop as a transformative and liberating force in Indonesian public affairs. Based on Calvin’s and Neo-Calvinist Legal Theory, this book suggests that it is only within the realm of civil society that Indonesian religion will be able to promote the ideas of democracy, tolerance, and human rights in Indonesian public affairs. In short, far from being anti-pluralist, Indonesian religion evolves as a liberating force in the life of society, nation, and state.
Die »Fermenta Cognitionis« gelten als Hauptwerk des romantischen Philosophen Franz von Baader (1765–1841). Dabei handelt es sich um sechs von 1822 bis 1825 erschienene Reisenotizen mit spekulativen Entwürfen zu Theologie, Philosophie und Mystik auf der Grundlage der Theosophie Jacob Böhmes. Hauptthema dieser »Gärstoffe der Erkenntnis« ist die Verhältnisbestimmung von Glauben und Wissen bzw. dogmatischer Theologie und Philosophie, die Baader vor dem Hintergrund der Naturlehre Böhmes und der Geschichtstheologie Louis Claude de Saint-Martins entwickelt. Neben der Auseinandersetzung Baaders mit zeitgenössischen Philosophen (Schelling, Hegel) zeichnet sich darin seine Fokusverschiebung von einer mystisch geprägten Naturphilosophie zu einer Geschichtstheologie ab, in der die von ihm damals eingehend studierten Schriftsteller der katholischen französischen Gegenaufklärung (Maistre, Bonald und Lamennais) eine bedeutende Rolle spielen.
Untersuchung auf Grundlage quantitativer und qualitativer Merkmale von Siegelabdrücken aus Archivkontexten
Die Studie setzt sich mit besiegelten Urkundenverschlüssen aus hellenistischen Archivkontexten auseinander. Meist sind die Urkundenverschlüsse nur dann erhalten geblieben, wenn das zugehörige Archiv abgebrannt ist. Durch das Feuer wurden die Urkunden zerstört und die tönernen Siegelabdrücke haltbar gemacht. Auf diese Weise sind schätzungsweise 80.000 Siegelabdrücke auf Urkundenverschlüssen aus hellenistischer Zeit überliefert worden. Die verwendeten Siegel zeigen eine enorme ikonographische Bandbreite. Die Forschung steht nun vor dem Problem, dass diese Funde durch den Verlust der Dokumente dekontextualisiert sind und nur in Ausnahmefällen Aussagen zur Funktion der Siegel und den Inhalten der besiegelten Dokumente möglich sind. Um dennoch das Potenzial dieser bedeutenden Funde nutzbar zu machen, ist es unabdingbar, sich dem Material mit Hilfe quantitativer Methoden zu nähern.
Psychologie im Ersten Weltkrieg in Großbritannien und Deutschland
Der Erste Weltkrieg mit seinen ungeheuren militärischen, industriellen und medizinisch-psychologischen Anforderungen an die kriegführenden Parteien verhalf der Psychologie als junger Wissenschaft zu bis dahin unbekannter Bedeutung. Kriegstraumata, industrielle und diagnostische Aufgaben erforderten nun neue Therapiemethoden, neue diagnostische Verfahren und Methoden. In dieser Notlage eröffneten sich Möglichkeiten für Psychologen, bekannte Strategien in großem Umfang zu erproben, aber auch neue praktische Verfahren zu entwickeln und Freiräume zu nutzen. In Großbritannien waren es vor allem die psychoanalytisch arbeitenden Militärpsychologen Rivers, Meyers und Brown und die Arbeit in der Industrie, die den in der British Psychological Society organisierten Forschern Anerkennung verschaffte. In Deutschland arbeiteten die Psychologen und Mitglieder der Gesellschaft für Experimentelle Psychologie vor allem in der Psychotechnik und militärpsychologischen Diagnostik.
Volume Editors: and
Der Editionsband „Die Hoffinanzierung in der preußischen Monarchie von 1786 bis 1918“ legt die Finanzquellen und Ausgabenbereiche des preußischen Hofes im 19. Jahrhundert offen und beleuchtet wichtige Aspekte der preußischen und Monarchiegeschichte wie die Separierung von staatlichen und höfischen Finanzen im Zuge der Konstitutionalisierung und die Ausweitung monarchischer Repräsentation seit Ende des Jahrhunderts. Der Band präsentiert eine facettenreiche Auswahl von 356 bisher unveröffentlichten Dokumenten aus dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, die in gewohnter Sorgfalt durch die Experten für preußische Geschichte an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften editorisch erschlossen wurden. Die umfangreiche analytische Einleitung zur Edition bietet erstmals einen Überblick über Strukturen, Praktiken und quantitative Ausmaße der Finanzierung des preußischen Hofes und der Herrscherfamilie vom Tod Friedrichs II. bis zum Untergang der Monarchie 1918.