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Zur Wirksamkeit von Erziehung
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So wie ein Placebo lediglich eine »Scheinarznei« ist, die an sich nur aus wirkungslosen Substanzen besteht, ist auch die Erziehung ein Scheinheilmittel, das verabreicht wird, obgleich Ihre Wirkung nicht nachweisbar ist. Der Erfolg der Erziehung hängt oft nur von dem Glauben an die unterstellte Wertigkeit von Institutionen und von in Mode stehenden Lehrmethoden ab.
Die Friedenserziehung erzeugt keine Friedensapostel und die christliche Erziehung nicht unbedingt gute Christen! In zwölf geistvollen und brillant geschriebenen Essays überträgt der international renommierte Erziehungswissenschaftler den Gedanken des »Scheinheilmittels« auf traditionelle wie aber auch höchst aktuelle Themen: vom Theater als Bildungsanstalt über das kindliche Spiel, die »Erziehung zum Fortschritt« bis zur vorgeburtlichen Erziehung.
Das Verhältnis des Pädagogischen und des Politischen gehört zu den zentralen topoi in der Geschichte der Erziehungs- und Bildungsphilosophie. Der Band setzt sich mit seiner gegenwärtigen Konfiguration auseinander.
In der Antike gilt Erziehung als Grundlage eines funktionierenden Staates, Bildung als Bedingung für seine Regierung. Die neuzeitlichen Bemühungen um die Selbstbestimmung der Pädagogik umfassen ihren Bezug zum Politischen. War in der Antike die Erziehung dem Staat untergeordnet, so wird der Staat in der Moderne vom Individuum aus gedacht. Wie konfiguriert sich das gegenwärtige Verhältnis zwischen Pädagogischem und Politischem? Stellt die derzeitige gesellschaftliche Lage im Vergleich sowohl zur antiken als auch modernen Konstellation von Staat, Erziehung und Bildung eine Zäsur oder eine Kontinuität dar?
Literarische Bildung und Transversale Vernunft
sere nationalen Bildungsstandards setzen auf Kompetenzen, d.h. auf inhaltlich übertragbare, messbare kognitive Problemlösefähigkeiten. Hier wird ein alternatives Bildungskonzept vorgeschlagen und am Beispiel der literarischen Bildung konkretisiert.
Die mündige Teilhabe des Einzelnen am komplexen, dynamischen und instabilen soziokulturellen System verhindert fatale Rückzugsbewegungen in die Verantwortungslosigkeit. Pluralität darf nicht durch Vereinseitigung oder Gleichgültigkeit negiert werden. Daher müssen Heranwachsende befähigt werden, die mannigfaltigen kulturellen Denkmuster, Werte und Rollen aufeinander zu beziehen, um ein Ganzes zu entwerfen, Alternativen zu erwägen, Konflikte zu bearbeiten und auszuhalten.
Dem Umgang mit Literatur kommt ein besonderer Bildungswert zu. Literaturunterricht ermöglicht den Heranwachsenden reflektierte Erfahrungen im Umgang mit radikaler Pluralität.
In den gegenwärtigen Schul- und Unterrichtsdiskursen nimmt Individualisierung eine ebenso zentrale wie ambivalente Rolle ein: So scheint sie die Lösung zunehmend drängender Herausforderungen wie den Umgang mit Heterogenität, die schulische Reproduktion sozialer Ungleichheit und zahlreiche Motivations- und Disziplinarschwierigkeiten zu versprechen, ohne dass allerdings die zahlreichen Analysen zu den Ambivalenzen der Individualisierung berücksichtigt würden.
Vor diesem Hintergrund fragt der Band sowohl nach der ungebrochenen Anziehungskraft der Versprechungen der Individualisierung als auch nach den in individualisierten Verhältnissen entstehenden Sozialitätsformen und sucht darin eine sozialtheoretisch justierte Perspektive auf Erziehung und Lernen zu eröffnen.
Eine humanwissenschaftliche Grundlegung
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Dieses Buch von der Menschenbildung ist Theorie, will auch nur Theorie sein und thematisiert Praxis nur insoweit, als sie Gegenstand der Theorie ist und damit ihrer Aufklärung dient. Es ist der im heutigen Wissenschaftsraum erstmals unternommene Versuch, das Phänomen Menschenbildung nicht allein erziehungswissenschaftlich, sondern umfassend humanwissenschaftlich zu begründen.
Neben der Grundwissenschaft der Pädagogik werden deshalb die Beiträge auch aller jener Wissenschaften konstitutiv in diese Grundlegung einbezogen, die Bildung zumindest in bestimmten Aspekten zu ihrem Gegenstand haben. Hierzu zählen vor allem die Beiträge der Epistemologie, der Bewußtseins- und Kulturphilosophie, der allgemeinen und der bereichsspezifischen Anthropologie(n), der Linguistik einschließlich der Kommunikationstheorien, der Ur- und Frühgeschichte, der Ethnologie, der Zivilisationstheorie, der Soziologie, der Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie, der Evolutionsbiologie, der Humanethologie und der Neurowissenschaften.
Unter Bildung wird dabei jener alles umfassende Wirkungs- und Handlungszusammenhang verstanden, in dem das menschliche Individuum vom Anbeginn seines Lebens bis zu seinem Tode geformt wird und sich selbst formt. Der Gegenstand dieses Buches ist deshalb zunächst alles das, was sich hauptsächlich der Naturgeschichte des Menschen unter Einschluß seiner Kulturalität verdankt, also Entwicklung, Personalisation, Spracherwerb, Sozialisation und (En-)Kulturation, und dann das, was der Mensch unter historisch-kulturellen und -gesellschaftlichen Bedingungen im lebensweltlichen Umgang und durch bewußt intendierte und verantwortete Erziehung, Unterweisung und Selbstbildung lernend erwirbt und gebraucht. Konzeptionell ist dabei das so vielgestaltige Bildungsphänomen einer personalistischen Theorie verpflichtet. Trotz der Vielzahl seiner Aspekte hat so dieses Buch von der Menschenbildung einen fest umrissenen Gegenstand, ist Bildung das eine und ganze Thema von deren Theorie und beansprucht damit ihr Autor, ein Grunddokument zu einer neuen Wissenschaft von der Bildung vorgelegt zu haben.
Author:
Die Protestbewegungen der 1960er Jahre kritisierten ein umfassendes, alles durchdringendes autoritäres und repressives System: Dieses System bewirke eine Entfremdung der Individuen von ihren Bedürfnissen und Interessen, welche den Widerstand gegen soziale Herrschaft und kapitalistische Ausbeutung nahezu unmöglich mache. Eine solche Annahme macht jedoch den Standpunkt des Kritikers selbst prekär. Es ist nicht auszuschließen, dass er selbst noch den von ihm kritisierten Bedingungen unterliegt. Dieses Problem der Begründbarkeit einer gesellschaftskritischen Position scheint gerade für die deutsche Protestbewegung zentral geworden zu sein: Im Mittelpunkt ihrer Diskussionen stand die Frage nach dem Zusammenhang von notwendiger Selbstveränderung und sozialer oder politischer Veränderung. Die Auseinandersetzung lässt die Kontroversen der »68er« auch aus einer bildungsanalytischen Perspektive interessant werden, da sich in ihnen der problematische Zusammenhang von Prozessen der Selbst- und Weltveränderung entfaltet.
Vordenker der 68er – Begründer der emanzipatorischen Pädagogik. Eine Biografie
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Klaus Mollenhauer war nicht nur einer der bedeutendsten Erziehungswissenschaftler der Nachkriegszeit, sondern auch ein wichtiger Impulsgeber der deutschen Studentenbewegung.
Er gilt als Begründer der emanzipatorischen Pädagogik – einer gesellschaftskritischen Orientierung pädagogischer Theorie –, die landläufig in engem Zusammenhang mit der antiautoritären Erziehung der 68er gesehen wird. Mollenhauer, der ähnlich wie z.B. Jürgen Habermas nicht der 68er-Generation angehörte, sondern zur Generation der Flakhelfer, stammte aus einem reformpädagogischen Elternhaus und geriet über die Heimkampagne der späten 60er-Jahre in die Vorgeschichte der RAF-Gründung hinein. Seine Biografie ist die eines Mannes, der als Junge für das Hitlerregime in den Krieg musste, der als Universitätsprofessor Impulse für die bundesdeutschen Liberalisierungsprozesse der 60er- und 70er-Jahre setzte und der als renommierter Theoretiker der Ästhetik starb.
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Angesichts krisenhafter Entwicklungen im globalen Ausmaß nimmt Helmut Peukert eine Neubestimmung des Bildungsbegriffs vor, die sich von der Sorge um eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen leiten lässt.
Jede nachwachsende Generation steht vor der Frage, ob die bestehende Lebensform für sie zukunftsfähig ist. Diese Frage hat sich aufgrund der Auflösung bisheriger Deutungs- und Orientierungsmuster infolge der sich ständig beschleunigenden Modernisierung zugespitzt. Daher bedarf es dringlich der intergenerationellen Suche nach neuen Weisen des Zusammenlebens und eines nachhaltigen Umgangs mit der Mitwelt. Nicht zuletzt Erziehung und Bildung stehen vor der Herausforderung, zu einem dafür notwendigen Bewusstseinswandel beizutragen. Als grundlegende Leitorientierung dafür kristallisiert sich eine »Ethik intersubjektiver Kreativität im Horizont universaler Solidarität« heraus.
Theorien und Konzepte moralischer Erziehung und Bildung und ihre Beziehungen zu Ethik und Politik
Welche Bedeutung haben positive und negative Moralität für die Erziehung im Spannungsfeld von Bildung, Moral und Politik tatsächlich?
Abstimmungsprobleme zwischen pädagogischen, moralischen und politischen Handlungskonzepten gibt es auch noch in neuzeitlichen und modernen Diskursen über Bildung, Moral und Politik. Thema sind dort theorie- und problemgeschichtliche Grundlagenfragen einer Ausdi-ferenzierung moralischer Kompetenz in die Teilkompetenzen moralischer Grundkenntnisse, Urteils- und Handlungsentwurfskompetenz. Das Ziel ist ein Modell und Instrument für die Beschreibung und Erfassung moralischer Kompetenzen von Jugendlichen, die den Ethik-Unterricht oder andere Unterricht-fächer des moralisch-evaluativen Bereichs besuchen.
Diskurse – Auswirkungen – Perspektiven
Nicht erst seit Pisa wird von allen pädagogischen Institutionen Bildungsqualität erwartet. Zu fragen ist aber, ob unter den gegebenen Bedingungen die empirische Wende in Theorie und Praxis die erhoffte Wirkung zeigt? Zehn Jahre nach Einsetzen der groß angelegten Bildungsoffensive in Deutschland ist es an der Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen und kritisch nachzufragen, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Diskursen und pädagogischen Handlungsfeldern ausmachen lassen. Ausgehend von einer bildungspolitischen und -theoretischen Rahmung werden die Auswirkungen dieser Reformanstrengungen in unterschiedlichen pädagogischen Institutionen wie Elementarbereich, Schulsystem und Schulaufsicht bilanziert und kritisch reflektiert. Mit Blick auf die einschlägige Praxis wird anschließend die humane Dimension Partizipation als grundlegende Bedingung erfolgreicher Entwicklung und Sicherung von Bildungsqualität fokussiert.