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Historisch-systematische Rekonstruktionen zu einem denknotwendig ungeklärten Verhältnis
Utopien haben mal mehr und mal weniger Konjunktur – nicht nur, aber auch in der Pädagogik. Man kann sie maßlos überschätzen, müde belächeln oder generell für hinfällig und überholt erklären; sobald man jedoch danach fragt, wohin Erziehung und Bildung sinnvollerweise führen sollen, kann man sich der utopischen Dimension menschlichen Lebens kaum entziehen. Um hier zu wissenschaftlich fundierten und wohlbegründeten Orientierungen zu gelangen, wird in der Monografie der Begriff der Utopie als historisch-systematische Vermittlungsfigur rekonstruiert und dabei reflektiert, in welcher Weise pädagogisches Denken und Handeln immer in die (Re-)Produktion bzw. Erneuerung menschlicher Lebensverhältnisse verstrickt ist.
Ausgewählte Ansätze evangelischer und katholischer Ostkirchenkundler
Das Buch entfaltet die hermeneutischen Ansätze 20 ausgewählter Ostkirchenkundler vor dem Hintergrund ihrer akademischen und persönlichen Biographien.
Vor dem Hintergrund der Biographien von 20 ausgewählten Ostkirchenkundlern des 20. Jahrhunderts wird deren ostkirchliche Hermeneutik untersucht. Dabei kommen sowohl die Ansätze der evangelischen Ostkirchenkunde als auch die der römisch-katholischen Ostkirchenkunde aus Ost- und aus Westdeutschland in den Blick. Vorgestellt werden so unterschiedliche Zugänge zu den Ostkirchen wie die Hermeneutiken Friedrich Heilers, Fairy von Lilienfelds, Hildegard Schaeders, Hans-Joachim Schulz’ oder Eduard Winters. Neben Beiträgen der beiden Herausgeber enthält der Band auch Beiträge u.a. von Gisa Bauer (Leipzig/Mainz), Hacik Gazer (Erlangen), Irena Pavlović (Erlangen), Robert Rapljenović (Eichstätt) und Vasyl Rudeyko (Lviv).
The articles in the book show, that today’s Orthodox theology is constructively relating to modernity in politics, society and culture.
In 20 articles very prominent Orthodox theologians and experts on Orthodox theology and Orthodox Christianity from academic fields like sociology of religion or political studies are discussing, in what sense politics, society and culture are considered in Orthodox Theology in a global horizon. Contributors are Alfons Brüning, Ina Merdjanova, Nathaniel Wood, Cyril Hovorun, Dimitrios Moschos, Lucien Turcescu, K. M. George (Kondortha), Pantelis Kalaitzidis, Branko Sekulić, Georgios Vlantis, Nikolaos Asproulis, Atanas Slavov, Sveto Riboloff, Haralambos Ventis, Ioannis Kaminis, Irena Pavlović, Athanasios N. Papathanasiou, Chris Durante, Kateřina Kočandrle Bauer, Vasilios N. Makrides.
Open Access
This volume takes us back to the roots of Christianity and exemplifies the significance of Syriac Theology for our time.
Bringing together articles by scholars from diverse disciplines, this volume aims at a deeper understanding of the legacy, importance, and challenges of Syriac Theology. The articles in the first part of the volume focus on the biblical, exegetical, and christological tradition of the Syriac Orthodox Church. The articles in the second part of the volume explore the dialogical intertextuality between Syriac Christianity, Rabbinic Judaism, and the Quran.
Eine Perspektiverweiterung der Komparatistik an Fallbeispielen religiöser Bildung in Frankreich
Author: Laura Weidlich
Transnationale Forschungszugänge sind im Horizont der Globalisierung und Europäisierung der Bildung von großer Bedeutung – auch für die Historische Religionspädagogik.
Bislang dominieren komparative Zugänge in der Historischen Religionspädagogik, um andere Nationen wie Frankreich zu untersuchen. Dieser klassische Forschungsansatz ist von der Notwendigkeit eines tertium comparationis, also einem gemeinsamen Phänomen oder einer vergleichbaren Struktur, geprägt. Die exemplarische Untersuchung der Grenzregion Elsass-Mosel zeigt, dass transnationale Forschungsperspektiven die Methodologie der Historischen Religionspädagogik erweitern können. Dazu werden ausgewählte Quellen von 1885 bis 2013 mit Perspektiven der Kulturtransferforschung, Theorie des Dritten Raumes und Translation Studies analysiert. Ihre Betrachtung lässt auch Überlegungen zu Themen wie Stereotypen, Machtverhältnissen und Übersetzungsnotwendigkeiten religiöser Sprache für den gegenwärtigen Religionsunterricht zu.
Biblische Perspektiven in Krisen und Ängsten unserer Zeit. Band 1
Editor: Stefan Alkier
Der Band analysiert, reflektiert und bearbeitet im Gespräch mit biblischen Texten gegenwärtige gesellschaftliche Konflikte und Problemlagen. Der erste von zwei Bänden thematisiert aktuelle gesellschaftliche Gefährdungen und Tendenzen wachsender Diskriminierung und Gewalt.
Theolog:innen verschiedener theologischer Fachgebiete erarbeiten Zuversichtsargumente auf Basis der Interpretation biblischer Texte, Denkweisen, Haltungen und Überzeugungen, die argumentativen Erschließungscharakter in Diskursen und Problemlagen der Gegenwart entfalten. Die Zuversichtsargumente zeigen biblische Perspektiven auf, die angesichts nachvollziehbarer Gefühle von Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit, Angst und Verzweiflung, aber auch angesichts von Tendenzen grassierender Irrationalismen, Radikalisierung und Gesprächsverweigerung Kontrapunkte ins Spiel bringen, weil biblisches Denken die Möglichkeit eines Umdenkens (metánoia) und damit Perspektiven für produktive und heilsame Veränderungen eröffnet.
Dokumente aus russischen Archiven
Die Edition präsentiert erstmals wesentliche Dokumente zur sowjetischen Politik vor dem Zweiten Weltkrieg in deutscher Übersetzung.
Hitler wollte den Krieg. Die anderen Mächte in Europa – Großbritannien, Frankreich und die UdSSR – versuchten sich an verschiedenen Strategien, um einen deutschen Angriff auf das eigene Land und andere zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Eine entsprechende Zusammenarbeit zwischen Paris, London und Moskau erwies sich als äußerst schwierig. Die Rolle der sowjetischen Politik, aber auch die der anderen beteiligten Staaten in diesen Konstellationen ist umstritten. Erstmals werden hier zentrale Dokumente zur sowjetischen Politik in dem entscheidenden Zeitraum vom „Anschluss“ Österreichs im März 1938 bis zum Hitler-Stalin-Pakt im August 1939 in deutscher Übersetzung veröffentlicht.
Elites should be regarded and approached as gregarious social entities (groups, networks) rather than as oustanding individuals.
The volume aims to explore the elites in East-Central and South-Eastern Europe during the long nineteenth century from the perspective of their gregarious tendencies (i.e., groupness), to assess the role of the latter in the elite’s decisions and agenda, and to observe the transformations brought in this regard by the changing social and political landscape.
While the gregarious tendencies of the members of the elite were rooted in their shared perspectives, in their mutual interests or in the communion of cultural patterns, it is clear that during the process of group formation, kinship ties played an unassailable part, although they were likely never a causal factor.
The volume covers the research on elites from the early 18th century to the interwar period, focussing on the Banat, Bessarabia, Bohemia, Bulgaria, Dalmatia, Hungary, Rumania, Serbia, Slovenia, as well as looking into Austria in total.
Aramaic, Hebrew, and Greek
Author: Anthony Meyer
This study brings together all ancient evidence to tell the story of the divine name, YHWH, as it travels in Aramaic, Hebrew, and Greek through the Second Temple period, the most formative era of Judaism.
During the Second Temple period (516 BCE–70 CE), Jews became reticent to speak and write the divine name, YHWH, also known by its four letters in Greek as the tetragrammaton. Priestly, pious, and scribal circles limitted the use of God’s name, and then it disappeared. The variables are poorly understood and the evidence is scattered. This study brings together all ancient Jewish literary and epigraphic evidence in Aramaic, Hebrew, and Greek to describe how, when, and in what sources Jews either used or avoided the divine name. Instead of a diachronic contrast from use to avoidance, as is often the scholarly assumption, the evidence suggests diverse and overlapping naming practices that draw specific meaning from linguistic, geographic, and social contexts.
Religionspädagogische Reflexionen, interdisziplinäre Impulse und praktische Perspektiven
Religionsunterricht ist politisch und sollte politisch sein. Er ist in politische Herrschaftsverhältnisse verstrickt und bewirkt auch ungewollt politische Konsequenzen. Wird dies bewusst reflektiert, kann Religionsunterricht so gestaltet werden, dass er zu demokratischer Bildung beiträgt. Dies gelingt besonders dann, wenn er religiöse Bildung fördert und religionsbezogene Positionierungen eröffnet. Diese Grundthesen werden in der Auseinandersetzung mit der religionspädagogischen Fachgeschichte und anderen Wissenschaftsdisziplinen wie der Politikdidaktik entfaltet und diskutiert. Ihre Zielperspektive ist die konkrete Unterrichtspraxis: Wie können religiöse Themen politisch reflektiert behandelt werden? Wie sollte im Unterricht auf populistische Kommentare reagiert werden? Und welche Rolle spielen soziale Bewegungen, Projekte und Aktionen in einem Religionsunterricht, dessen politische Dimension bewusst reflektiert und gestaltet wird?