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Aphorismen-Sammlung II
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Ein jeder werde weise auf seine Weise! – Das Licht der Erkenntnis kommt nicht von außen: Es ist in uns und entsteht aus sich selbst heraus, sogar wenn unsere Augen die Fähigkeit des Sehens verloren haben. Besagtes Licht vermag sowohl gewissenhafte Einsicht, als auch hoffnungsvollen Ausblick zu vermitteln, und dadurch finstere Stimmungen und Gedankenverirrungen aufzuklären. Das Wesen von Licht ist unbeschreibbar: Jede versuchte ´lichthafte` Textfassung – auch diejenige ´erleuchtender` Aphorismen – bietet Schattenspuren. Die Reinheit vorausgegangener Gedanken läßt sich nicht wirklich in Schriftform ´kristallisieren`; denn kein einziges Abbild vermag das Charysma eines ihm modellstehenden wunderbaren Bildes absolut treffend widerzuspiegeln. – Textfassung ´diamantener` Gedanken beinhaltet immer Risiko, Kampf und mühsame Bewältigung. Manch ein von wachsender Alltagshektik Getriebener findet im Strudel verführerischer Ablenkungen nicht Muße zur erforderlichen Konzentration. Folglich begnügt er sich bei seiner Schreibarbeit – zu deren Beginn vielleicht noch der enthusiastische Versuch gedanklichen Ablesens großer Geheimnisse stand – voreilig mit Aneinanderreihung nichtiger Worte seiner Willkür. – So überrascht es kaum, daß heute nur wenig tiefgründige Wirklichkeit in der sogenannt ´feingeistigen` Literatur existiert. – Um wesentliche Aussagen machen zu können, gilt seit je: Weniger ist mehr! – Es gilt, klar Durchdachtes präzise und in kürzest-möglicher Fassung zu formulieren. Wie aber sollte man nachhaltig zu denken gebende Gedanken noch knapper formulieren können als in telegrammstilartig wiedergegebenen Aphorismen?! – Auf den Versuch kommt es an. –
Von der Sowjetunion zum Neuen Russland
Gerechtigkeit in Russland – wie fügt sich das zusammen? Die Sowjetunion galt den Dissidenten als Unrechtsstaat; „normale“ Bürger sahen das Versprechen auf Gleichheit und Gerechtigkeit nicht eingelöst. Bezog die Perestrojka Michail Gorbacevs ihre ungeheure Dynamik also auch aus der Forderung, neben der Freiheit mehr Gerechtigkeit herzustellen? Warum gelang es Vladimir Putin, Einheit und Staatlichkeit als zentrale Ziele seiner Politik zu definieren, statt Gerechtigkeitsprobleme zu lösen? Grund genug also, den Zerfall der UdSSR unter dem Blickwinkel von Gerechtigkeit sowie die Usurpation der Gerechtigkeitsidee durch die politische Macht im post-sozialistischen Russland zu analysieren.
Die Konstitution des Subjekts in den Romanen Sophie Mereaus
Author:
Sophie Mereaus (1770-1806) umfangreiches Werk kennzeichnet eine charakteristische Verschmelzung der differenten literarischen Strömungen des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts. Vor allem thematisiert die Autorin auf vielschichtige Weise die omnipräsente Frage nach den Entstehensbedingungen moderner Subjektivität. Diese spezifischen Darstellungsmechanismen von Selbstkonstituierung im Werk Mereaus werden in der vorliegenden Arbeit genau beleuchtet. Dabei zeigt sich nicht nur, dass die Autorin bei der literarischen Darstellung der Thematik über die für Autorinnen der Zeit übliche Fokussierung auf die Darstellung weiblicher Subjektivität weit hinausgeht, sondern dass sie auch den zeitgenössischen Diskurs durch eigenständige Impulse mit prägt.
Griechisch im heutigen Deutsch
Wieviel Griechisch gibt es im heutigen Deutsch und welcher Art ist dieses Sprachgut? Auf dem Hintergrund mehrerer Wellen historischer Übernahme macht der Autor bereits in der Einführung deutlich, dass die Zuordnungen traditioneller Art (wie Lehn- und Fremdwort) nicht greifen, sondern dass von „Gastwörtern“ zu sprechen ist. Die Erprobung dieser These erfolgt im Rahmen der Durchführung in 76 Satzbeispielen, die, zudem „eine Art Balance zwischen morphologisch vorliegender Bedeutung und syntaktisch bedingter Bedeutungsschattierung“ erkennen lassen. Nicht nur bei literaturwissenschaftlich relevanten Gastwörtern (Lyrik; Anekdote) werden Abstecher in die je angeschnittene Disziplin angefügt. Ein durchalphabetisierter Anhang unterstreicht als eine Art erläuternder Beispielsammlung die Unentbehrlichkeit des altgriechischen Sprachgutes im heutigen Deutsch.
Angst vor Deutschland seit 1945: eine europäische Emotion im Wandel
Die Angst vor Deutschland und den Deutschen war und ist eine der am tiefsten sitzenden kollektiven Emotionen in den Gesellschaften Europas. Sie prägt die Wahrnehmung der Deutschen durch andere Europäer und spielt eine Schlüsselrolle bei internationalen politischen Entscheidungen. Aber wie kann man eine Gefühlskultur wissenschaftlich fassen? Pierre-Frédéric Weber schreibt eine Zeitgeschichte der sich wandelnden europäischen Gefühlskulturen in Bezug auf die Deutschen. Seine Methoden gewinnt er aus einer um kulturwissenschaftliche Ansätze bereicherten Soziologie der Emotionen. Er fragt nach Konstruktion, Dauerhaftigkeit, Abbau, Reaktivierung und politischer Instrumentalisierung des ambivalenten Timor Teutonorum. Denn die Ängste der Anderen können wiederum in Deutschland Angst stiften. Ein bemerkenswerter Beitrag zum jungen Forschungsgebiet der Geschichte der Emotionen!
Zur Geschichte eines paradoxen Bedürfnisses
Unsere Gesellschaft will immer sicherer werden, sich schützen und möglichst alle Gefahren verbannen. Und dennoch: Immer wieder geben wir freiwillig unsere Sicherheiten auf, suchen gezielt nach Abenteuern. Ein paradoxes Bedürfnis? Das Buch deckt auf, wie Menschen immer wieder ihre einmal erlangten Sicherheiten preisgaben und preisgeben, um Abenteuer zu suchen. Aber was genau suchten sie eigentlich? Was fanden sie? Diesen Fragen gehen zehn Kapitel über Abenteuer und Abenteurer von den Kreuzzügen bis ins 20. Jahrhundert nach. Es zeigt sich: Das Abenteuer ist auf vielerlei Weise ein Ort der Sinnproduktion – nicht nur für den, der auszieht, es zu suchen, sondern auch für diejenigen, zu denen er es zurückträgt.
Die sporadischen und vom Zufall mitbestimmten Zeugnisse für jüdische Ansiedlungen vor den Pogromen von 1096 deuten auf eine Zuwanderung aus Gallien und Italien seit dem 9. Jh. hin. Vor diesem Hintergrund werden die beiden Sonderfälle erörtert, die ein abweichendes Bild bieten: Aachen, wo sich bereits zur Zeit Karls des Großen um 800 Juden aufgehalten haben, und Köln, wo ein Erlass Kaiser Konstantins von 321 den mit weitem Abstand frühesten Hinweis auf eine Judengemeinde nördlich der Alpen gibt.
Band 5: Erinnerung auf Polnisch
Schon einige Jahre bevor Maurice Halbwachs in den 1920er Jahren sein epochales Werk über das Gedächtnis und seine sozialen Bedingungen veröffentlichte, legte ein anderer Durkheim-Schüler, der Pole Stefan Czarnowski, seine ersten Texte zur Erinnerungskultur vor. Seine Überlegungen zur Präsenz von Geschichte in der Gegenwart stehen am Anfang einer polnischen Beschäftigung mit dem kollektiven Gedächt-nis, die auch angesichts der Erfahrungen Polens im 20. Jahrhundert ganz eigene Bahnen einschlug und im Westen kaum rezipiert worden ist. Die Anthologie vereint klassische Texte zu Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur, aber auch aktuelle Untersuchungen zu Geschichtspolitik und Erinnerungsorten.
Dimensionen vergangenen Handelns
Historische Praxeologie richtet ihren Blick auf vergangenen Alltag. Ihr Interesse gilt dem historischen Menschen in seinem alltäglichen Tun und Sprechen, das sie in Praktiken verortet. Der Band stellt den historisch-praxeologischen Forschungsansatz programmatisch als neuen Zugriff auf die Kulturgeschichte vergangenen Handelns vor.
Praktiken sind erkennbare Muster im vergangenen Alltag. Sie zeichnen sich durch Routinen und Dynamiken, zeitgenössische Logik und Bedeutungszuschreibungen sowie das Mitwirken von Dingen aus. Als Zusammenhänge menschlichen Handelns sind sie bis heute lesbar. Der historisch-praxeologische Ansatz versteht sich als eine Weiterführung von Alltags- und Mikrogeschichte sowie Selbstzeugnisforschung.
Mit Beiträgen von M. Böth, J. Breittruck, J. Esch, A. Mariss, J. Cáceres Mardones, T. Neu, A. Raapke, B. Reicherdt und D. Sittler sowie einem runden Tisch mit N. Buschmann, D. Freist, M. Füssel, F. Hillebrandt und A. Landwehr.
Kulturgeschichte der Jagd im 19. Jahrhundert
Wer heute auf die Pirsch geht, steht in lebendiger Verbindung zum 19. Jahrhundert – mit seinen Waffen, seiner Kleidung, seiner Jagdtaktik, aber auch mit den Rechten, die er als Jäger und Heger beanspruchen kann. Dieses reich bebilderte Kompendium lädt ein zur Reise in jene faszinierend vielfältige Epoche, in der das Weidwerk, wie wir es kennen, entstand.
Carl Alexander Krethlow und sein Autorenteam berichten von der höfischen Prunkjagd und dem Ende der adligen Jagdprivilegien in den Revolutionen von 1789 und 1848. Auch die bäuerliche Schlingenjagd im alten Europa und ihr Fortbestehen nach 1800 werden anschaulich beschrieben. Die Leser lernen die unterschiedlichen Formen kennen, die Weidwerk und Jagd in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Russland annahmen. Besonderes Augenmerk gilt Jägertypen der Zeit – von den Kaisern Franz Joseph und Wilhelm II. über Zar Nikolaus II. hin zur zwiespältigen Figur des Wilderers. Auch die Rolle der Frau als Jägerin wird beleuchtet. Über den Beginn der Hege auf Grundlage forstwirtschaftlicher und biologischer Erkenntnisse wissen die Autoren gleichfalls kundig zu erzählen. Die Einflüsse der Jagd auf das militärische Scharfschützenwesen, auf die Mode und den Sport kommen ebenso zur Sprache wie ihre Darstel-lung in der uns heute oft erheiternden Trivialliteratur der Zeit.