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Das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 1949–73
Author: Roxanne Narz
In ihrer Dissertation nimmt Roxanne Narz das frühe Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Blick und entwirft erstmals ein mediengeschichtliches Panorama dieses großen bundesdeutschen Medienakteurs. Am Beispiel von fünf markanten Diskursen – der NS-Vergangenheit, den lebensweltlichen Umbrüchen der Nachkriegszeit, der modernen Literatur, Kunst und Musik, „1968“ und den Geschlechterdebatten – zeichnet sie die großen Linien der Feuilletonberichterstattung und die redaktionellen Umbrüche hinter den Kulissen des Leitmediums nach. Anhand bislang unberücksichtigter Quellen verbindet sie Programm-, Institutions- und Zeitgeschichte zu einer Gesamtschau auf die ersten fünfundzwanzig Jahre Zeitungsgeschichte und zeigt, dass das Feuilleton der FAZ die Transformation der jungen Bundesrepublik nicht nur beobachtete, kommentierte und mitprägte, sondern auch selbst von ihr erfasst wurde.
Barnaul und die Region Altai 1953–1964
Author: Oleg Garms
Stalins Tod 1953 und der 20. Parteitag der KPdSU 1956 markierten eine Wende in der Geschichte der Sowjetunion. Chruščevs Jahrzehnt von 1953 bis 1964 war ein Phänomen der Entstalinisierung, eine Zeit der Neubewertung Stalins und seiner Politik.
Das Buch betrachtet die sowjetische Provinz in der Region Altai während dieser Ära des Wandels. Oleg Garms gelingt es, ein facettenreiches Bild der Epoche zu zeichnen, das sowohl die großen historischen Prozesse und regionalen Besonderheiten als auch die kleinen Akteure, ihre Lebensweisen und Alltagspraktiken berücksichtigt.
Die Studie zeigt die Entstalinisierung nicht nur als Demontage der repressiven Staatspolitik und Ende des Terrors, sondern auch als eine umfassende Reform des sowjetischen Alltags, die vielfältige Bereiche des Lebens in Staat und Öffentlichkeit umfasste.
Die kommunale Gebietsreform in Ostwestfalen-Lippe (1966–1975)
„Das ganze Land soll ‚umgekrempelt‘ werden“ − Mit diesen Worten betitelte die Tageszeitung „Die Welt“ im Mai 1968 die Pläne zum Gutachten der Sachverständigenkommission des Landes Nordrhein-Westfalen. Wie sich nur wenige Jahre nach Abschluss der Gebietsreform im Jahre 1975 herausstellte, veränderte sich in der Tat die kommunale Landkarte durch die Zusammenlegung von Städten und Gemeinden von Grund auf. Ausgehend von den Ursachen der Reform, welche insbesondere auf eine Leistungsfähigkeit der Verwaltung abzielten, stellt der Autor systematisch den Reformprozess in ‚umgekrempelten‘ Kommunen anhand von sechs Fallbeispielen aus der Region Ostwestfalen-Lippe dar. Hatte dabei die örtliche Politik sowie die Bevölkerung ein Mitspracherecht oder wurde die Reform im Düsseldorfer Landtag ‚von oben‘ entschieden? Kritisch hinterfragt der Autor zudem die Auswirkungen der Reform, etwa inwieweit heute bei der Bevölkerung eine neue Identität in den neu gegründeten Kommunen entstanden ist.
Volume Editors: Kirsten John-Stucke and Daniela Siepe
Wewelsburg Castle in Germany figures prominently in right-wing conspiracy theories and popular culture. This book sheds light onto the background and impact of these myths for the first time.
During the Nazi era, this Westphalian castle became a key venue for gatherings of high ranking SS leaders. After World War II, rumors about occult SS rituals made the place a pilgrimage site of the extreme right. The northern tower’s ornamental sun wheel design, today known as the “Black Sun,” appears in thrillers, comic books, and in the right-wing music scene. It has morphed into a dubious visual element of today’s pop culture and is now familiar to people throughout the world as a symbol of neofascist and alt-right groups. The lavishly illustrated volume traces facts and fiction about the origins and current reception of the myths related to Wewelsburg Castle and the sun wheel symbol.
Studien zu Konstruktion, gesellschaftlicher Wirkungsmacht und Erinnerung
›Volksgemeinschaft‹ zählte zu den politischen Schlüsselbegriffen der Weimarer Republik. Die nationalsozialistische Propaganda konnte Vorstellungen, die sich mit diesem Begriff verbanden, bereits vor der Machtübernahme instrumentalisieren. Nach 1933 entwickelte sich die Parole von der ›Volksgemeinschaft‹ zu einem zentralen Moment der NS-Ideologie. Sie hatte wesentlichen Anteil am Erfolg der Nationalsozialisten, eine breite Zustimmung für ihr Vorgehen und ihre Ziele in der deutschen Bevölkerung zu mobilisieren. Die Schriftenreihe bietet Studien, die Vergemeinschaftungsprozesse im Nationalsozialismus in unterschiedlichen gesellschaftlichen Funktionsbereichen untersuchen, nach den Bedingungen, Formen und Folgen der Durchsetzung von Vorstellungen von ›Volksgemeinschaft‹ fragen oder sich mit dem Fortwirken bzw. der bewussten Tradierung nach 1945 auseinandersetzen.
Großeinrichtungen, Debatten und Deinstitutionalisierung seit den 1970er Jahren
Seit den 1960er Jahren standen „Anstalten“ in der Kritik. Sie galten als starres Instrument der Sozialpolitik, als totale Institutionen und Widerspruch zu zeitgemäßen Lebensformen. „Deinstitutionalisierung“ lautete das neue Paradigma. Der gesellschaftliche Umgang mit Hilfebedürftigen und Randgruppen sollte nicht länger der Eigenlogik eines ghettoisierenden Systems folgen, sondern individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen der Betroffenen Rechnung tragen. Seither entwickelten sich offene, integrative und gemeindenahe Hilfeangebote und -formen.
Die Autorinnen und Autoren spüren diesen Entwicklungen auf unterschiedlichen Feldern nach. Sie fragen nach Entstehungsbedingungen, Widersprüchen und Beharrungskräften. Schließlich war der Wandel keine konfliktfreie Erfolgsgeschichte. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben musste von den Betroffenen häufig erst erstritten werden. Regional und transnational vergleichend nehmen die Beiträge die Heimerziehung und die Jugendhilfe, die Versorgungsstrukturen für Menschen mit Behinderungen, die Psychiatrien sowie den Umgang mit Strafgefangenen, Obdachlosen und Suchterkrankten in den Blick. Damit eröffnet der Band erstmals einen systematischen Überblick über das „Ende der Anstalten“ seit den 1970er Jahren.
Erinnerungspolitik und historische Kontroversen in der Bundesrepublik 1945-1980. Übersetzt von Charlotte P. Kieslich
Wurden Papst Pius XII. und die katholische Kirche nach 1945 wegen ihres Verhaltens während der Herrschaft der Nationalsozialisten unverhältnismäßig in den Fokus gerückt?
Mark Edward Ruff untersucht die heftigen Kontroversen über das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und dem NS-Regime, die in der Bundesrepublik zwischen 1945 und 1980 ausbrachen – etwa über Rolf Hochhuths Schauspiel „Der Stellvertreter“ von 1963. Er beleuchtet dabei, warum diese kulturellen Gefechte so viel Kraft kosteten, die Schlagzeilen beherrschten, Klagen vor Gericht auslösten und zum Einschreiten von Außenministerien führten. Nach Ruff waren diese Kontroversen über die Beziehung zwischen Kirche und Nationalsozialismus oftmals Stellvertreterkriege um die Positionierung der Kirche in der „modernen“ Welt – in der Politik, internationalen Beziehungen und den Medien. Im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzungen standen in den meisten Fällen Konflikte, die durch die gestiegene politische Bedeutung des Katholizismus und die Integration katholischer Bürgerinnen und Bürger in die Mitte der Gesellschaft ausgelöst wurden.
In: Ende der Anstalten?
In: Ende der Anstalten?