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Historisch-systematische Rekonstruktionen zu einem denknotwendig ungeklärten Verhältnis
Pädagogisches Denken und Handeln tendiert ins Ideologische, wenn es die utopische Dimension des Menschen unterschlägt.
Utopien haben mal mehr und mal weniger Konjunktur – nicht nur, aber auch in der Pädagogik. Man kann sie maßlos überschätzen, müde belächeln oder generell für hinfällig und überholt erklären; sobald man jedoch danach fragt, wohin Erziehung und Bildung sinnvollerweise führen sollen, kann man sich der utopischen Dimension menschlichen Lebens kaum entziehen. Um hier zu wissenschaftlich fundierten und wohlbegründeten Orientierungen zu gelangen, wird in der Monografie der Begriff der Utopie als historisch-systematische Vermittlungsfigur rekonstruiert und dabei reflektiert, in welcher Weise pädagogisches Denken und Handeln immer in die (Re-)Produktion bzw. Erneuerung menschlicher Lebensverhältnisse verstrickt ist.
Grundlagen – Ansätze – Praxen
Nicht für die Hochschule, sondern für das Leben lernen wir! Diese schon 2000 Jahre alte Forderung Senecas nach einer lebensweltorientierten und lernerzentrierten Didaktik greift der Ansatz des Forschenden Lernens auf.
Ausgehend von der Tatsache, dass sich Lernen nicht allein von den Dozent*innen aufschlüsseln, planen und erzeugen lässt, sondern es prinzipiell von den Lernenden selber abhängt, ob und was gelernt wird, spannt der vorliegende Sammelband einen thematischen Bogen von der theoretischen Diskussion über verschiedene Ansätze und Methoden angewandter Praxisforschung im Studium bis hin zu ganz alltäglichen Fragen aus Sicht von Dozierenden, Studierenden und auch Einrichtungen der Praxis. Die hier versammelten Beiträge zeigen in Theorie, Methode und Anwendung deutlich auf, dass eine Professionalisierung von Studierenden und damit der Aufbau eines Forschenden Habitus nur mit einer (eigen)verantwortlichen Einbindung der Studierenden gelingen kann.
Editorial Board / Council Member: Claudia Steinberg, Thomas Mikhail, Sabine Krause, Ralph Keen, and Thorsten Fuchs
Die von Erik Ode und Michael Obermaier herausgegebene Reihe Pädagogische Diskurse vertritt die Erziehungs- und Bildungswissenschaften in ihrer ganzen disziplinären Breite und besteht sowohl aus Monografien als auch aus Sammelbänden. Im Zentrum stehen theoriegeleitete, methodologische sowie praxisorientierte Auseinandersetzungen mit pädagogischen Grundfragen und -problemen, mit den soziokulturellen Bedingungsgefügen von Betreuung, Erziehung und Bildung über die Lebensspanne sowie kritische Analysen ihrer institutionellen und außerinstitutionellen Orte und Praxen.
Die Bildungsfiguren der Moderne
Author: Erik Ode
Bildung und ihre Figuren – ein neuer Zugang zur pädagogischen Grundlagenforschung
Wie kann Bildung sichtbar werden? Mit vorliegendem Band wird erstmalig der Versuch unternommen, über Bildungsfiguren, als plastische und anschauliche Repräsentation pädagogischer Sachverhalte, einen neuen Zugang zur bildungstheoretischen Forschung zu legen. Was Pilger, Künstler, Neuankömmlinge oder Gastgeber im Einzelnen auszeichnet und welche Lehren bzw. didaktischen Impulse aus ihnen abgeleitet werden können, wird mit bedeutenden Denkerinnen und Denkern von Comenius und Nietzsche bis zu Hannah Arendt und Jacques Derrida in dieser Arbeit grundlegend erforscht und im wörtlichen Sinne ‚evident‘.
Herausgegeben im Auftrag der Görres-Gesellschaft
Die Reihe ist abgeschlossen.

Dr. Clemens Bach

Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft, Erziehungswissenschaft, insbesondere Ideen- und Diskursgeschichte von Bildung und Erziehung, Holstenhofweg 85, D-22043 Hamburg

Florian Dobmeier, MA

Eberhard Karls Universität Tübingen, Institut für Erziehungswissenschaft/Tübingen School of Education, Allgemeine Pädagogik, Wilhelmstraße 31, D-72074 Tübingen

Prof. Dr. Johannes Drerup

TU Dortmund, Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft und Berufspädagogik (IAEB), Allgemeine Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildungstheorie, Emil-Figge- Straße 50, D-44227 Dortmund

Jun.-Prof. Dr. Sebastian Engelmann,

Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Institut für Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft, Bismarckstraße 10, D- 76133 Karlsruhe

Prof. Dr. Hans Gruber

Universität Regensburg, Fakultät für Humanwissenschaften, Institut für Erzie-hungswissenschaft, Lehr-Lern-Forschung, D-93040 Regensburg,

In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik
Author: Moritz Krebs

Noch vor dem Wiedereinsetzen diverser Lockdowns, Teillockdowns und Kontaktbeschränkungen fand die Jahrestagung 2021 der Kommission Pädagogische Anthropologie als hybride Veranstaltung in Präsenz und mit per Videokonferenz zugeschalteten Teilnehmer_innen vom 3. bis zum 6. Oktober in Obergurgl im österreichischen Ötztal unweit der italienischen Grenze auf etwa 2000 Meter Höhe statt. Ausgerichtet wurde die Tagung zum Thema Begeisterung von an der Universität Innsbruck tätigen Mitgliedern der Kommission. Den Auftakt bildete eine Pre-Conference des von assoziierten Mitgliedern der Kommission getragenen Netzwerks Pädagogische Anthropologie zum Thema Virtualität, die sich am Sonntagnachmittag mit einer Verhältnisbestimmung von Virtualität zu Körper, Geschlecht und Emotionalität beschäftigte. Zum Abschluss

In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik

Abstract

›The Viable Small Change of Moral Education‹. Pedagogical Pathways to Tolerance in the Writings of the Ethical Movement

In this paper, a historical-systematic approach to pedagogical practices for promoting tolerance is developed based on selected texts of the Ethical Movement in Germany and the United States. The paper answers the question of how pedagogical practice and self-formation were conceptualized in order to educate tolerant individuals and thus reform society. It is shown that tolerance is not an adjunct in all the considerations taken into account, but rather a stated goal as a conscious acceptance of the otherness of others.

In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik
Author: Dieter Nittel

Abstract

The Pedagogically Organized System of Lifelong Learning: In the Mirror of Living Conditions (›Lebenswelt‹) and System

The author examines the question of how professionally organized learning units can be described on an abstract-analytic level. In doing so, he turns away from concepts based on the existence of an educational system. Instead, he initially refers to the distinction between informal, non-formal and formal learning, he combines this scheme with theories of Jürgen Habermas and, eventually, develops a classification system tailored to the pedagogically organized system of lifelong learning.

In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik