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Akteure der deutschen Kolonialtechnik in Afrika und Europa 1890–1943
Author: Sebastian Beese
Der Glaube an die Segnungen, aber auch die Zwangsläufigkeit des technischen Fortschritts entwickelte sich in der Phase des Hochimperialismus zu einer wirkmächtigen Ideologie, von der auch deutsche Ingenieure profitierten.
Das Buch legt den Schwerpunkt der Analyse auf die ehemaligen Kolonien Deutsch Ost- und Deutsch-Südwestafrika. Der Fokus liegt dabei auf der Gruppe der technischen Experten, die mit dem Bau von Eisenbahnen, Straßen und Häfen einen entscheidenden Anteil an der Machtsicherung, Erschließung und Ausbeutung der Kolonien hatten. Neben der Exotik, monetären Anreizen sowie dem Prestige, das eine Tätigkeit in Afrika versprach, zog es Ingenieure vor allem aufgrund einer speziellen „Ideologie der Erschließung“ in die sogenannten Schutzgebiete. Die spezielle Gruppenidentität als Kolonialingenieure, die sich in der Folge herausbildete, lässt sich in Artikeln und Vorträgen bis in die 1940er Jahre nachweisen und wirkte sich selbst noch auf die Ansätze der frühen Entwicklungshilfe aus.
Open Access
Kontinuitäten, Kausalitäten, Parallelitäten
Volume Editors: Jan Erik Schulte and Jörg Osterloh
Die „Euthanasie“ und der Holocaust zählen zu den größten NS-Massenverbrechen. Hier werden sie auf der Basis neuester Forschungsergebnisse miteinander in Beziehung gesetzt.

Die Zusammenhänge zwischen der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und dem Holocaust sind noch immer nicht vollständig erforscht. Der Sammelband, zu dem namhafte Forscherinnen und Forscher beigetragen haben, beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen den beiden Mordprogrammen. Er benennt Kontinuitäten, Kausalitäten und parallele Entwicklungen. Dabei geht es um Themen wie Sterilisation und Krankenmord in den Konzentrationslagern, die „Aktion T4“ und die „Aktion Reinhardt“ sowie die justizielle Ahndung der Verbrechen. Die Untersuchungen erweitern unser Verständnis von den Verbrechen im Nationalsozialismus insgesamt und speziell zum Verhältnis von „Euthanasie“ und Holocaust.
Die Schriftenreihe der Gedenkstätte Hadamar thematisiert die Vielfalt an Themen, Perspektiven und Fragestellungen, die sich aus der wissenschaftlichen, pädagogischen und kuratorischen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen ergeben. Hierzu gehören insbesondere die Vorgeschichte und die Voraussetzungen der Krankenmorde wie deren langfristige Folgewirkungen sowohl im nationalen wie auch im internationalen Kontext. Die Buchreihe leistet damit einen Beitrag zur Medizingeschichte, zur Geschichte des Nationalsozialismus und zur Geschichte und Praxis unterschiedlicher Ausdrucksformen der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nach 1945.
Nationalsozialistische Jugendmobilisierung im besetzten Slowenien
Author: Lisbeth Matzer
Das Buch demonstriert am regionalen Beispiel der Hitler-Jugend in Slowenien Hintergründe, Strategien, Motive und Handlungsspielräume nationalsozialistischer Herrschaftssicherung und Besatzungspolitik.
Die Autorin erörtert anhand des österreichisch-slowenischen Grenzraumes Praktiken der Herrschaftssicherung im Nationalsozialismus. Eine zentrale Rolle kommt dabei der Untersuchung der Kategorie „deutsch“ im Kontext der breit angestrebten Germanisierungsmaßnahmen zu. Lisbeth Matzer beleuchtet die grenzüberschreitenden Aktivitäten der Hitler-Jugend im besetzten Oberkrain und der Untersteiermark wie auch die Handlungsspielräume der „deutschen“ Jugendlichen andererseits. Durch den Blick auf die angestrebte Kontrolle der Jugend werden Funktionsweisen national-sozialistischer Herrschaftspraxis vor Ort sichtbar gemacht.
Volksschullehrkräfte im Dritten Reich
Author: Kathrin Stern
Erstmals wird in einer Studie die zentrale Funktion der ländlichen Volksschullehrkräfte für die nationalsozialistische Ideologisierung auf dem Land ausgeleuchtet. Denn die Lehrer und Lehrerinnen der Volksschulen spielten eine wichtige Rolle bei der Implementierung der NS-Ideologie in der Bevölkerung.
Über 90% der Kinder jedes Schuljahrganges besuchten die Volksschule. Zudem nahm das Lehrpersonal wichtige Funktionen in den Dörfern des Deutschen Reiches ein, leitete Gesangs- und Sportvereine und übernahm wichtige Aufgaben innerhalb der Kirche, später auch in der nationalsozialistischen Bewegung. Allerdings haftete den Lehrkräften aufgrund ihres massenhaften Parteieintritts nach der Machtübernahme zunächst der Ruf des Opportunismus an. Intensive Schulungsmaßnahmen sollten sie dazu befähigen, Schulkinder und Dorfbevölkerung für die nationalsozialistische Volksgemeinschaft zu erziehen.
Investition und symbolisches Kapital (1900-1970). 2., durchgesehene Auflage
Die Thyssens zählen zu den bedeutendsten Kunstsammlern des 20. Jahrhunderts. Über drei Generationen trugen sie umfangreiche, teils weltweit ausstrahlende Kunstkollektionen zusammen.
Das Buch rekonstruiert die Entwicklung des internationalen Kunstmarktes im 20. Jahrhundert und analysiert vor diesem Hintergrund die Sammeltätigkeit der Thyssens. Es fragt danach, wie sich die Thyssens in die Kunstwelt integrierten, wie sie ihre Kunstkäufe organisierten und was sie zum Sammeln motivierte. Die Studie zeigt, dass Kunstwerke weit mehr als nur ästhetische Bedürfnisse befriedigten. Sie waren auch ein Mittel zur Geldanlage, Repräsentation und sozialen Distinktion. Die Thyssens nutzten ihre Kunstsammlungen zudem, um Steuerforderungen zu mindern, eine gewünschte Staatsbürgerschaft zu erlangen und exklusive Kontakte zu knüpfen. Nicht zuletzt dienten ihre Kollektionen der familialen Dynastiebildung.
In diesem Wegweiser zur Geschichte beschreiben 20 deutsche, österreichische und internationale Autoren aus Zypern, Griechenland und der Türkei die Geschichte Zyperns von der Antike bis heute.
Darüber hinaus beleuchten sie aktuelle geo- und sicherheitspolitische sowie völkerrechtliche Aspekte Zyperns vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Entwicklungen und Konflikte um fossile Ressourcen im östlichen Mittelmeer. Nicht zuletzt analysieren sie auch den UN-Einsatz auf Zypern, der u.a. den Grundstein für heutige zivile UN-Polizeimissionen in aller Welt gelegt hat. Das Buch behandelt damit als erste deutschsprachige Darstellung die Geschichte Zyperns und die damit einhergehenden, aktuellen geo-, sicherheits- und wirtschaftspolitischen Konflikt- und Problemfelder im Kontext.
A Specific Enclave in Contemporary Europe
The main objective of the book is a multi-aspect analysis of the functioning of the Kaliningrad Region in contemporary political reality, both in internal and international dimensions.

The area constitutes a unique enclave in contemporary Europe, being the only part of Russia separated from the mother country, which determines the taking place therein in the dimension of relations: bilateral, multilateral (e.g. EU - Russia, NATO - Russia, Baltic Sea Region cooperation) as well as regional and local cooperation. The book is a result of many years’ work of scientists from Poland, Russia and Sweden, who have been researching the functioning of the Kaliningrad Region in internal and external dimensions.

“It is a ‘must to read’ volume for all EU-Russia observers and experts.” - Prof. Dr. Piotr Dutkiewicz, Director of the Center for Governance and Public Management, Carleton University, Ottawa, Canada

“It is an invaluable guide to analysing and understanding contemporary Russia.” - Prof. Dr. Jaroslav Dvorak, Head of the Department of Public Administration and Political Sciences, Klaipėda University, Klaipėda, Lithuania

Abstract

The aim of the study is the analysis of the attitude of Polish political parties towards the Kaliningrad Region in the years 1989-2019. The interest of Polish parties and political groups in the Kaliningrad Region has been observed since the fall of the Soviet Union. The change in the geopolitical situation aroused interest in the possibilities of establishing mutual relations on both sides. The author identifies and analyses the activity of the politicians who represent political parties on the parliamentary and cabinet arena, and the activity of local politicians from the Warmia and Mazury Region (Voivodship). The study presents a cross-section of the attitudes of political parties towards the Russian enclave bordering on Poland.

In: The Kaliningrad Region

Abstract

This paper is devoted to the cooperation linking the Warmia and Mazury Region (Warmińsko-Mazurskie Voivodeship) in Poland and the Kaliningrad Region (Kaliningrad Oblast) in Russia. The main aim is to show it from a practical point of view, namely through actual documents, initiatives and actions initiated and implemented in bilateral contacts.

The paper begins by looking at strategic documents (intergovernmental, interregional) which establish the framework for collaborations. Several forms of political cooperation are also described: both those initiated by regional authorities and those governed by state bodies with the participations of regions. It is also shown how some of them have been influenced by international situation and the Polish-Russian political crisis. Then it concentrates on selected areas of cooperation with some examples of common events and tools dedicated to support Polish-Russian initiatives. In this context special attention is given to the sector of tourism. This text also considers how the introduction of the Local Border Traffic changed the reality of cross-border cooperation. It also shows the meaning of the Poland-Russia Cross-border Cooperation Programme as a very concrete tool fostering bilateral relations. Lastly, in its final part the text points out a few issues worth monitoring in the coming months since they may have impact on Polish-Russian interregional cooperations.

In: The Kaliningrad Region