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Die Geschichte einer Industrialisierung
Roh, gekocht, kalt, heiß, fettig oder mager – Fleisch ist heute überall und jederzeit verfügbar. Die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Fleisch als Konsumware unterscheidet unsere Moderne von allen vorherigen Epochen. Wer verstehen will, warum und wie wir Fleisch essen, muss ins Berlin des 19. Jahrhunderts zurückgehen. Hier erlangte Fleisch jene Selbstverständlichkeit, die im Zentrum der aktuellen Ernährungsdebatten steht.
Christian Kassung beschreibt in diesem Buch die Kulturtechniken der industriellen Schweinefleischproduktion von der Zucht, der Haltung, der Schlachtung bis hin zur Distribution und Zubereitung. Er schildert, wie erst durch die Verschränkung einer Vielzahl industrieller Prozesse und Technologien die energiereiche Ernährung der arbeitenden Bevölkerung sichergestellt werden konnte. Der Fleischkonsum wurde damit im großstädtischen Alltag so stark wirksam, dass unser kulinarisches System dadurch bis heute geprägt ist. All dies fügt sich zu einer Geschichte des Überflusses zusammen – und regt zum Nachdenken über die historischen Bedingungen unserer eigenen Ernährungskultur an.
Biographie. Übersetzt von David Skrabania
AutorIn: Mirosław Węcki
Dies ist die erste Biographie von Fritz Bracht, NS-Gauleiter und Oberpräsident in Oberschlesien, dem zweitgrößten Industriegebiet des Dritten Reiches. In diesem Gebiet befand sich auch das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.
Fritz Bracht war der wichtigste Nazi-Würdenträger, der während des Zweiten Weltkriegs in Oberschlesien tätig war. Als Gauleiter (Leiter der regionalen NSDAP) und Oberpräsident (Leiter der Zivilverwaltung) gehörte er zu einer Elitegruppe von Offizieren, denen Adolf Hitler die Verwaltung des besetzten Polens anvertraute. Im Gegensatz zu Hans Frank, Arthur Greiser, Albert Forster oder Erich Koch ist Bracht jedoch eine fast unbekannte Figur. Historiker haben bisher relativ wenig über ihn geschrieben. Die vorliegende Studie ist daher der erste Versuch, eine vollständigere Biographie des Mannes vorzulegen, der für die gesamte Politik des Dritten Reiches gegenüber Oberschlesien verantwortlich war. Er ist es, dem man die Mitschuld an vielen NS-Verbrechen und an der Umsetzung der NS-Volkstumspolitik in diesem Bereich zuschreiben muss.
Kanzler des russischen Reiches unter Zar Alexander II.
A. M. Gorčakov gehört zu dem kleinen Kreis herausragender Politiker und Diplomaten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, deren Wirken über die Grenzen des eigenen Landes hinaus von kontinentaler und sogar globaler Bedeutung war.
Konfrontiert mit der der fatalen Niederlage im Krimkrieg stellte sich der russischen Regierung die Frage: Wie kann das Zarenreich seinen Großmachtstatus zurückgewinnen? Gorčakovs programmatische Antwort lautete: Stärkung des Regimes im Innern durch Reformen und eine Außenpolitik, die mit Augenmaß den Interessen Russlands Geltung verschafft. Die Umsetzung war bedeutsam und folgenreich gewesen. Auf dem internationalen diplomatischen Parkett suchte Gorčakov Russlands Position im System der europäischen Bündnisse zu sichern und Russlands Einfluss in Eurasien auszudehnen – allerdings fällt auch der Verkauf Alaskas an die USA in diese Zeit. Hitzige öffentliche Debatten, reaktionäre oppositionelle Strömungen, linksradikale Bewegungen bis hin zum Terrorismus prägten die Innenpolitik. Horst Günther Linke legt die erste umfassende, aus den Quellen gearbeitete Biographie des Staatsmannes vor, für die er auch auf bislang nicht erschlossenes Material aus russischen Archiven zurückgreifen konnte – ein unentbehrliches Werk für alle, die sich vertieft für Russlands Geschichte auf dem Weg zur Weltmacht interessieren.
From the Baltics to Central, Eastern and South Eastern Europe 1944–1956
Das neue Buch Violent Resistance gibt einen geographisch umfassenden Einblick in ein kaum bekanntes Thema: Den bewaffneten antikommunistischen Widerstand in Osteuropa zwischen 1944 und 1956.
Das Ende des Zweite Weltkrieg bedeutete in Teilen Osteuropas nicht das Ende der Gewalt. Die durch die Sowjetunion etablierte Herrschaft lokaler von Moskau mehr oder weniger abhängiger kommunistischer Parteien traf auch auf bewaffnete Opposition. Teils bereits im Weltkrieg eingesetzte Verbände, teils neu gegründete Gruppen setzten sich für ein Ende der kommunistischen Diktatur bzw. wie im Falle des Baltikums auch die Unabhängigkeit ihrer Länder von der Sowjetunion ein. Eine schwierige Quellenlage in Verbindung mit einem historiographischen Fokus auf den Kalten Krieg und jahrzehntelanger Tabuisierung führten zu einer vergleichsweise geringen Bekanntheit des Themas. Diese Lücke zu benennen und in Ansätzen zu schließen ist die selbstgestellte Aufgabe dieses Buches.

Von Athen bis zu Putins Russland
HerausgeberIn: Christoph Nonn
Mit dem Ende des Kalten Krieges erschien die Demokratie als klares Erfolgsmodell. Doch die um 1990 begonnene Demokratisierung in Osteuropa, Afrika und Lateinamerika hat allzu häufig mit Rückfällen in autoritäre Systeme geendet. Auch die Hoffnungen auf einen „arabischen Frühling“ wurden weitgehend enttäuscht. China zeigt als größte Nation der Erde keine Anzeichen einer Demokratisierung. Und in Europa und Nordamerika haben populistische Bewegungen, deren demokratische Ausrichtung zumindest zweifelhaft ist, breiten Zulauf. Selbst die ältesten Demokratien stecken heute in der Krise.
Dieses Buch öffnet den Blick auf die beunruhigende Tatsache, dass das Scheitern von Demokratien ein durchaus häufiges Phänomen ist, für das die Geschichte reiches Anschauungsmaterial bietet. Ausgewiesene Historiker schildern in kompakten Einzelkapiteln das Ende der Volksherrschaft in Athen, Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien, Pakistan, Burma, Chile und Russland. So spannt sich der Bogen vom Ende der ersten Demokratie in Athen über das 19. und 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Doch nichts ist zwangsläufig: Aus den Fehlern der Vergangenheit lässt sich für die Gestaltung der Zukunft lernen.
in The Soviet and Post-Soviet Review
AutorIn: Roman Abramov

Abstract

This article examines the role of the monetary world inclusion in the world of children’s games in the late Soviet period by opening a previously unknown page of board games’ social history in the USSR and describes the practices of playing Do It Yourself (DIY) Monopoly by Soviet children in the 1980s. Soviet teenagers used friendly relationships to exchange tacit knowledge about the basic rules of the board business game. They made playing fields and developed the rules of the game, using school knowledge about the principles of the capitalist economy. The article shows the game rules’ evolution of the DIY Soviet Monopoly versions and shows the creativity of the Soviet teenagers in the re-invention of the rules of the board business game. DIY Monopoly versions were a form of adaptation of western goods to socialist conditions, which were common practice in the Soviet Union since its inception.

in The Soviet and Post-Soviet Review
in The Soviet and Post-Soviet Review
AutorIn: Dennis Ioffe

Abstract

This article addresses the complex role of mushrooms, particularly that of the fly agaric (Amanita muscaria) [Russian: Mukhomor], in the art of Moscow conceptualism in a broad setting. This paper explores the mythopoetic theme of mushroom-induced beliefs, which influenced the Moscow conceptualists, and employs background historical scholarship by R.G. Wasson, V.N. Toporov, T.J. Elizarenkova, and others. Aside from the mushrooms per se that were particularly important for Moscow conceptualism, this article also mentions various ethno-botanical entheogens (i.e. biochemical substances such as plants or drugs ingested in order to undergo certain spiritual experience, or “generating the divine within”). Apart from analyzing the ethnobotanical historical background of manifesting hallucinogenic mushrooms on the Russian soil (including Siberia), this article focuses on Pavel Peppershtein’s novel Mifogennaia Liubov’ Kast (The Mythogenic Love of the Castes), which was co-authored with Sergey Anufriev. As the narrative of the novel unfolds, its main character, the Communist Partorg (Party Organizer) Dunaev, is wounded and shell-shocked at the very beginning of the Great Patriotic War (World War II). Partorg Dunaev finds himself deep in a mysterious forest, where he inadvertently snacks on unknown hallucinogenic mushrooms. He subsequently transforms into an exceptionally strong wizard who is capable of fighting spectral enemies both on earth and in heaven. The reader discovers the so-called “parallel war” sweeping over the Russian territory where legendary Russian/Soviet fairy heroes are locked in combat with their opponents, the characters of the Western children’s tales, and books. A heroic mushroom-eater, Partorg Dunaev joins one of the sides in this fight and gradually reaches the “utmost limits of sacrifice and self-rejection.” This article contextualizes the fungi-entheogenic episodes of Moscow conceptualism into a broader sphere of constructed visionary/ hallucinogenic reality by focusing on psilocybin fungi, particularly the fly agaric/Amanita muscaria/Mukhomor, and their cultural significance.

in The Soviet and Post-Soviet Review