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Z. Anthony Kruszewski in Wartime Europe and Postwar America
Author: Beata Halicka
Beata Halicka’s masterly narrated biography is the story of an extraordinary man and leading intellectual in the Polish-American community. Z. Anthony Kruszewski was first a Polish scout fighting in World War II against the Nazi occupiers, then Prisoner of War/Displaced Person in Western Europe. He stranded as a penniless immigrant in post-war America and eventually became a world-renowned academic.
Kruszewski’s almost incredible life stands out from his entire generation. His story is a microcosm of the 20th-century history, covering various theatres and incorporating key events and individuals. Kruszewski walks a stage very few people have even stood on, both as an eye-witness at the centre of the Second World War, and later as vice-president of the Polish American Congress, and a professor and political scientist at world-class universities in the USA. Not only did he become a pioneer and a leading figure in Borderland Studies, but he is a borderlander in every sense of the word.
Wende im Koreakrieg
Author: Oliver Heyn
Schon am Beginn des Koreakriegs verwandelte die überraschende Intervention eines chinesischen Heeres den siegesgewissen Vorstoß der UN-Truppen unter US-amerikanischer Führung in eine schwere Niederlage.
Der Befehlshaber General MacArthur hatte geplant, mit seinen hauptsächlich aus amerikanischen, britischen und südkoreanischen Verbänden bestehenden UN-Einheiten in einer großen Offensive bis zur Grenze der Mandschurei vorzudringen, um dem Koreakrieg ein rasches Ende zu bereiten. Doch die Schlacht am Cheongcheon vereitelte dieses Vorhaben. Sie wurde zu einem Wendepunkt der Kämpfe und einem Schlüsselereignis des Kalten Krieges. Oliver Heyn analysiert die taktischen Entscheidungen der Generale ebenso wie die Erfahrungen der Soldaten, die in extremer Kälte um jedes Stück Boden rangen. Am Ende steht die Einsicht, dass trotz überlegener Technik und Material der Faktor Mensch die entscheidende Komponente auf dem Schlachtfeld bleibt.
Erinnerungen 1914–1920
Volume Editor: Winfried Baumgart
Kurt Freiherr von Lersner war seit Beginn des Ersten Weltkriegs Verbindungsoffizier zwischen Reichsleitung und Oberster Heeresleitung bzw. Kaiser Wilhelm II. Er diente von 1914 bis 1918 als Verbindungsoffizier zwischen der Reichsleitung und dem Großen Hauptquartier.
Ihm wurden in dieser Funktion auch Sonderaufträge anvertraut. 1919 wurde er der deutschen Friedensdelegation in Versailles zugeteilt und nach Friedensschluss Präsident der deutschen Friedensdelegation in Versailles und Paris. Über diese spannenden Jahre schrieb er Anfang der 1930er Jahre Erinnerungen, die hier erstmals veröffentlicht werden. Obwohl Lersner in der zweiten Reihe der damaligen Entscheidungsträger stand, hatte er tiefe Einblicke in die Kämpfe, die sich zwischen militärischer und politischer Führung des Deutschen Reiches abspielten.
Die bewegte Biographie des Paderborner Erzbischofs Lorenz Kardinal Jaeger (1892-1975) wird unter Verwendung seines neu erschlossenen Nachlasses in einem interdisziplinären Forschungsprojekt anhand von Themenschwerpunkten erarbeitet.

Lorenz Jaeger wurde unter den Bedingungen des totalitären NS-Staates 1941 zum Erzbischof von Paderborn ernannt. Wie lässt sich Jaegers Haltung zum Nationalsozialismus rückwirkend bewerten? Ein weiterer Schwerpunkt des Bandes liegt auf seinem gesellschafts- und parteipolitischen Wirken in der BRD. Welche Kontinuitätslinien und Lernprozesse lassen sich bei ihm ausmachen? Jaeger identifizierte sich über die Adenauer-Regierung mit dem demokratischen System der BRD, vollzog eine innere Demokratisierung in den 60er Jahren aber nicht mehr mit. 1965 überkreuzten sich zwei Entwicklungen: Während Jaeger seit seiner Ernennung zum Kardinal in der Lokalpresse als „Ökumeniker“ gefeiert wurde, kam zunehmend Kritik an der Rolle der katholischen Bischöfe im „Dritten Reich“ auf.
August Wilhelm Schlegel trat 1818 eine Professur an der neu gegründeten Königlich Preußischen Rhein-Universität in Bonn an. Seine Lehrtätigkeit in Bonn zeichnete sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus, die von deutscher Literatur über Theorie und Geschichte der bildenden Künste bis hin zur Weltgeschichte und Alten Geschichte reicht. Schlegel, der Karl Marx und Heinrich Heine zu seinen Hörern zählte, übte auch mit diesen Vorlesungen eine gesamteuropäische Wirkung aus, die im Einzelnen erst noch zu entdecken ist.
Die Textbände V/1 und VI/1 der „Kritischen Ausgabe seiner Vorlesungen” präsentieren erstmals authentisch und vollständig den Textbestand der Bonner Vorlesungen Schlegels zwischen 1818 und 1845. Die Texte werden in chronologischer Reihenfolge dargeboten, jeweils nach dem Semester, in dem Schlegel die Vorlesung erstmals gehalten hat. Dabei zeigt sich, dass Schlegel zunächst einen deutlichen Schwerpunkt auf der deutschen Sprache und Literatur in ihrer geschichtlichen Erstreckung legt und sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten weitere Bereiche erschließt, insbesondere in kulturgeschichtliche und geschichtswissenschaftliche Gebiete bis hin zur Etruskologie, die er in Deutschland mitbegründet.
Auf die Textbände werden 2021 die Kommentarbände mit umfangreichen Materialien und Sacherläuterungen folgen.
August Wilhelm Schlegel trat 1818 eine Professur an der neu gegründeten Königlich Preußischen Rhein-Universität in Bonn an. Seine Lehrtätigkeit in Bonn zeichnete sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus, die von deutscher Literatur über Theorie und Geschichte der bildenden Künste bis hin zur Weltgeschichte und Alten Geschichte reicht. Schlegel, der Karl Marx und Heinrich Heine zu seinen Hörern zählte, übte auch mit diesen Vorlesungen eine gesamteuropäische Wirkung aus, die im Einzelnen erst noch zu entdecken ist.
Die Textbände V/1 und VI/1 der „Kritischen Ausgabe seiner Vorlesungen” präsentieren erstmals authentisch und vollständig den Textbestand der Bonner Vorlesungen Schlegels zwischen 1818 und 1845. Die Texte werden in chronologischer Reihenfolge dargeboten, jeweils nach dem Semester, in dem Schlegel die Vorlesung erstmals gehalten hat. Dabei zeigt sich, dass Schlegel zunächst einen deutlichen Schwerpunkt auf der deutschen Sprache und Literatur in ihrer geschichtlichen Erstreckung legt und sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten weitere Bereiche erschließt, insbesondere in kulturgeschichtliche und geschichtswissenschaftliche Gebiete bis hin zur Etruskologie, die er in Deutschland mitbegründet.
Auf die Textbände werden 2021 die Kommentarbände mit umfangreichen Materialien und Sacherläuterungen folgen.
Bd. 1: Schriften, Dokumente, Briefe / Bd. 2: Einleitung, Kommentar, Register
Editor: Guido Naschert
Die zweibändige Ausgabe der Schriften des Jenaer Philosophen Friedrich Carl Forberg (1770-1848) macht diesen klandestinen Zeitgenossen von Kant, Fichte und Schelling erstmals nach über 200 Jahren vollständig zugänglich und interpretiert ihn neu.
Nur wenige der zu Unrecht übersehenen Denker um 1800 standen so im Schnittpunkt intellektueller Tendenzen wie der Jenaer Kantianer Friedrich Carl Forberg. Als Schüler des Anthropologen Ernst Platner und des Illuminaten Carl Leonhard Reinhold, als Kommilitone und Freund des Frühromantikers Friedrich von Hardenberg, als Verleger Johann Gottlieb Fichtes und Skeptiker seines Systemdenkens forderte er die verschiedenen Richtungen seiner Zeit vor allem durch Kritik und Verweigerung heraus. Sein zentrales Anliegen war es, die atheistische Dimension der Kantischen Philosophie herauszuarbeiten und damit dem Atheismus sein gesellschaftliches Recht zu erkämpfen, ohne vor dem französischen Materialismus die Waffen zu strecken.
Volume Editor: Jennifer Wasmuth
Der öffentliche Diskurs zeichnet sich gegenwärtig vielfach durch eine Verhärtung der Fronten und die mangelnde Bereitschaft aus, sich auf die Gegenposition einzulassen. Diese Tendenzen lassen sich auch im ökumenischen Kontext beobachten, und schnell ist hier wie dort der Fundamentalismus-Vorwurf zur Hand.
Was meint dieser Vorwurf genau? Gegen wen richtet er sich? Ist Fundamentalismus nur eine polemische Etikettierung von Positionen, die nicht der eigenen entsprechen? Oder lassen sich unter dem Begriff politische und religiöse Gruppierungen fassen, die eine klar erkennbare Agenda verfolgen? Diesen Fragen geht der vorliegende Sammelband nach, indem er in seinen Beiträgen auf die Begriffsgeschichte und die Bedeutung von „Fundamentalismus“ in verschiedenen geographischen, konfessionellen und religiösen Kontexten reflektiert.
Forms of Translation and Recreation
Author: Rebecca Hagen
This book examines the retranslation of Hamlet in Germany in the 20th and the early 21st century.
This study adopts a comparative approach, juxtaposing four retranslations (the versions by Hauptmann, Fried, Günther, Schanelec and Gosch) of Shakespeare’s Hamlet to Schlegel’s canonical translation of the Long Nineteenth Century. By comparing and contrasting the succeeding translations to the Schlegelian translation as well as their direct predecessors, it can be assessed to what extent retranslators have engaged with previous solutions, thereby benefitting the creation of a translating tradition. Beyond the linguistic examination of the translations, it is the author’s aim to contribute to a deeper understanding of the process of retranslation as a whole.
Dokumente zur Gründung und Frühgeschichte der Academia Theodoriana. Unter Mitwirkung von Gerhard Franke, mit Übersetzungen von Gerhard Ludwig Kneißler
Die 1614 gegründete Academia Theodoriana ist die älteste Hochschule in Westfalen. Ihre Gründungsurkunden, Statuten und weitere Texte werden hier erstmals in einer lateinisch-deutschen Edition vorgelegt.
Diese Edition der Gründungsurkunden, Statuten und weiterer Texte zur Paderborner Jesuitenuniversität macht erstmals verstreute Dokumente in deutscher Übersetzung zugänglich. Die Quellen werden ergänzt durch eine historische Einführung, durch Informationen zur überlieferten Textgestalt und Erläuterungen des Übersetzers. Aufschluss über Beweggründe zur Gründung dieser Universität im Konfessionellen Zeitalter gibt ein Panegyricus zu Ehren Fürstbischof Dietrichs von Fürstenberg, der sie gestiftet hat. Die Dokumente ermöglichen jetzt Vergleiche mit anderen (Jesuiten-)Universitäten bezüglich der Studieninhalte, der Prüfungen und hinsichtlich ihrer inneren Verfassung.