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Christliche Sozialethik im Gespräch mit Maria Skobtsova, Dorothee Sölle und Chiara Lubich
Am Beginn des dritten Jahrtausends steht die Welt vor großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen – vom Klimawandel über globale Gerechtigkeitsfragen bis hin zum erstarkenden Rechtspopulismus. Woher sind konstruktive Lösungsansätze zu erwarten? Drei aktuelle sozialethische Fragestellungen stehen im Zentrum: die umweltethisch geforderte Reduktion des Ressourcenverbrauchs angesichts einer ungehemmten Wachstumsökonomie, die Notwendigkeit universaler Solidarität in einer zum globalen Dorf zusammengewachsenen Welt und die Bedeutung echten interreligiösen Dialogs vor dem Hintergrund eines befürchteten clash of civilizations and religions.
Kontrafaktisches Erzählen und Erinnerungskultur
Mit der Frage „Was wäre gewesen, wenn...?“ setzen die Autoren von „Interventionen in die Zeit“ ein. In Umbruchzeiten – Mauerfall oder das Ende des Sowjetimperiums – haben derlei kontrafaktische Geschichten Konjunktur. Bekanntes erscheint anders, Vergessenes oder Verbotenes als Fakt.
Der Band versammelt Beiträge über kontrafaktische historische Narrative aus vergleichender literatur-, medien- und geschichtswissenschaftlicher Perspektive. Ein besonderer Akzent liegt dabei auf den postsozialistischen Kulturen Osteuropas sowie auf der Frage danach, wie kontrafaktische Narrative als konstituierende und dynamisierende Elemente von Erinnerungskulturen fungieren. Das Kontrafaktische kann ‚Ungeschehenes‘ geschehen machen, kann Geschichte erfinden, Verhandlungsspielräume erweitern, läuft dabei aber immer Gefahr, eine Allianz mit politisch restaurativen Kräften zu bilden.
Geschichte Tirols 1918-1920
Der Vertrag von St. Germain jährt sich im Herbst 2019 zum hundertsten Mal. Für Tirol hatte er dramatische Folgen. Das Land wurde am Brenner geteilt, das überwiegend deutschsprachige Südtirol fiel an Italien. Oswald Überegger rekonstruiert die entscheidenden Etappen der Geschichte dieses Umbruchs und veranschaulicht, wie als Folge des Ersten Weltkriegs eine bis heute virulente Minderheitenproblematik entstand.Das Buch bietet perspektivenreiche Blicke auf den Tiroler Raum in den Jahren 1918 bis 1920. Der Autor schildert nicht nur die zentralen Etappen der militärischen und politischen Entwicklung von den Januarstreiks 1918 bis zum Waffenstillstand von „Villa Giusti“. Ein besonderes Augenmerk gilt darüber hinaus den Debatten über die Tiroler Frage auf der Friedenskonferenz bis hin zur „Annexion“ Südtirols durch Italien im Oktober 1920. Die Zeitenwende jener Jahre hatte tiefgreifende Veränderungen der regionalen Mentalität zur Folge. In seinem Buch gelingt es Oswald Überegger, die vielfach verflochtene, wechselvolle und umkämpfte Geschichte der Region zwischen Bodensee und Gardasee plastisch darzustellen.
Willy Brandt als Regierender Bürgermeister von Berlin
AutorIn: Daniel Mödinger
Der „Friedenskanzler“ Willy Brandt ist mit seiner Ostpolitik bis heute Teil des kollektiven Gedächtnisses – in seinem Schatten steht der „Frontstadtbürgermeister“, der West-Berlin entschlossen gegenüber der Bedrohung aus dem Osten verteidigte. Vor dem Hintergrund einer antikommunistisch imprägnierten politischen Kultur war der Regierende Bürgermeister zu Beginn der Zweiten Berlin-Krise (1958–1963) zur international beachteten Symbolfigur des West-Berliner „Freiheitskampfs“ aufgestiegen. Nach dem Mauerbau verfinsterte sich dessen öffentliches Bild zeitweise zum „Festungskommandanten“ und Kalten Krieger. Im Windschatten von Kennedys Entspannungskurs versuchte der „deutsche Kennedy“ Brandt, dieses Zerrbild abzulegen – und wandelte sich zum lautstarken Verfechter einer „Friedenspolitik“. Das Buch zeichnet Brandts Weg vom „Freiheitskämpfer“ zum „Friedenspolitiker“ nach und zeigt, dass Image beides sein kann: Symbolisches Kapital im politischen Wettbewerb wie belastende Hypothek.
Untersuchungen zum rätselhaften Phänomen der Zeit
Diese philosophiegeschichtliche Darstellung über die unterschiedlichen Beschreibungs- und Erklärungsversuche „Zeit“ als seelisches, existenziales, gesellschaftliches oder bewußtseinsimmanentes, wie auch als astronomisches oder physikalisches Phänomen zu deuten, weist auf eine lange Geschichte im Kontext der Veränderungen der Lebenswirklichkeit der Menschen hin. Wies erst das theologische Mittelalter den Weg zu einem eigenständigen Naturbegriff, folgte ihm zeitgleich geistesgeschichtlich die Wiederaufarbeitung und Klä-rung der aristotelischen und platonischen Denkvoraussetzungen und schied im Christentum die Glaubenswahrheit von der Wissens¬er-kenntnis. Zeit als Orientierung und Rahmenbedingung konnte über ihre Entgrenzung in die Transzendenz wirksame Mechanismen der praktischen Lebensführung entwickeln, die der lebensweltlichen Arbeit ihren übergeordneten Sinn verlieh. „Zeit“ als ordnungs- und weltgestaltender Orientierungshorizont erfuhr mit der Einführung der Uhrzeit ein strengeres und auf Pünktlichkeit hin ausgerichtetes Koordinations- und Kontrollverhalten, das sowohl individuell wie gesellschaftlich mit der Zunahme der Objekt-welt ein beschleunigtes Synchronisationsmanagement erforderte. „Homo temporalis“ erschien auf der Weltbühne und als abstraktes Konstrukt schien wie selbstverständlich das gesellschaftliche Anforderungsprofil an Fahrt auf zu nehmen ohne dass an der gleichmäßig verlaufenden Zeit etwas verloren oder hinzugewonnen wäre.
Eine Publikation der Kommission für kirchliche Zeitgeschichte im Erzbistum Paderborn
Die bewegte Biographie des Paderborner Erzbischofs Lorenz Kardinal Jaeger (1892–1975) wird unter Verwendung seines neu erschlossenen Nachlasses in einem interdisziplinären Forschungsprojekt anhand von Themenschwerpunkten erarbeitet.Für Lorenz Jaeger gehörte die Theologie grundlegend zur Ausübung seines Lehr- und Hirtenamtes. Er musste der Modernismuskrise im Kaiserreich, der Liturgischen Bewegung in der Weimarer Republik genauso begegnen wie den Veränderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Würzburger Synode im geteilten Deutschland. Wie Jaeger als Student, Pfarrvikar, Lehrer im Schuldienst, Bischof und Kardinal mit den theologischen Strömungen seiner Zeit umging, sie rezipierte und zum Teil selbst beeinflusste, zeigen die Beiträge im ersten Band des Forschungsprojektes.
Die Antinapoleonischen Kriege in der deutschen Erinnerung
Dieses Buch erkundet die umkämpften deutschen Erinnerungen an die sogenannten Befreiungskriege gegen Napoleon (1813–1815) im langen 19. Jahrhundert. Die Zeit der Antinapoleonischen Kriege zwischen 1806 und 1815 nahm lange eine Schlüsselposition in der Geschichtsschreibung und im nationalen Gedächtnis des deutschsprachigen Raums ein, da die kollektive Erinnerung an diese Kriege eine zentrale Bedeutung für die Ausformung von konkurrierenden Vorstellungen der deutschen Nation und Nationalidentität hatte. Diese Erinnerung wurde nicht nur von politischen Interessen, sondern auch von regionalen, sozialen und geschlechtsspezifischen Differenzen geformt. Das Buch untersucht das umkämpfte Gedächtnis nicht nur anhand der populären, militärischen und akademischen Geschichtsschreibung, sondern auch sehr viel breitenwirksamerer Erinnerungsmedien wie Memoiren und Romane sowie kultureller Praktiken, insbesondere Feiern und Symbolen.
Zur Vorgeschichte des modernen Subjekts in der Frühen Neuzeit
Die Gesellschaft der Moderne und noch der Postmoderne imaginiert sich den Menschen als „Subjekt“. Vernunft, Willen und Reflexivität sind ihr die Grundlagen für seine Zerrissenheit, aber auch seine Singularität oder seine unternehmende Dynamik.Der vorliegende Band untersucht den Ursprung der dauerhaften Karriere des Subjekts in der Frühen Neuzeit. In diesen Jahrhunderten entwickelte sich aus dem beseelten Menschen des Christentums ein sich mit Sinnen und Verstand in der Welt orientierendes Wesen. Der Band zeigt, dass der Mensch als Subjekt adressierbar wurde nicht nur, weil eine entsprechende Semantik verfügbar war, sondern auch, weil neu entstandene soziale Strukturen ihn darauf vorbereiteten.
Wehrpflicht und Solddienst in Stadt, Republik und Fürstenstaat 13.–18. Jahrhundert
Es gibt nichts Widersprüchlicheres als das Bürger- und das Soldatenleben! Dem Praxistest hält dieses Diktum Machiavellis nicht stand. Die Gegenüberstellung vom professionellen, aber treulosen Söldner auf der einen, loyalen aber ineffizienten Milizen auf der anderen Seite hat das Denken über die Art und Bedeutung der im Kampf eingesetzten Truppen für Jahrhunderte geprägt. Welche Bindungen lagen dem Verhältnis der Auftraggeber zu ihren Kriegern aber überhaupt zugrunde? Die dreizehn Beiträge des vorliegenden Bandes untersuchen die Schnittstellen von Miliz und Söldnertum in einem Verfassungsstrukturen, Regionen und Epochen übergreifenden Vergleich.
Besatzer, Verbündete, Freunde?
Der Abzug der britischen Streitkräfte aus Westfalen ist eine Zäsur in der Nachkriegsgeschichte. Der Band bietet erstmals einen vertieften Einblick in die Entwicklung der deutsch-britischen Begegnungen und Beziehungen in Westfalen.
Die Aufsätze untersuchen diesen Wandel von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Dabei stehen zunächst die verschiedenen Felder der britischen Besatzungspolitik im Fokus. Der zweite Schwerpunkt befasst sich mit der deutschen und britischen Jugend in der Besatzungszeit, bevor dann diverse deutsch-britische Annäherungen bis in die heutige Zeit untersucht werden. Komplettiert wird das Bild durch zahlreiche interdisziplinäre Beiträge zur westfälisch-britischen Besatzungs- und Stationierungsgeschichte.