Das neue umfangreiche Referenzwerk für Kirchen- und Religionsrecht berücksichtigt über das staatliche Recht und das Kirchenrecht der katholischen und der evangelischen Kirche hinaus auch zentrale Inhalte des Kirchenrechts der orthodoxen Kirchen sowie des islamischen und jüdischen Rechts.
Für Theologen und Juristen in Wissenschaft, staatlicher und kirchlicher Verwaltung sowie in der Seelsorge und der beruflichen Praxis bietet dieses unter Mitarbeit namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellte Lexikon verlässliche Informationen auf aktuellem Stand. Die Lemmata des dritten Bandes (L-R) behandeln spezifische Themen wie „Laie“, „Menschenrechte“, „Naturrecht“, „Ökumene“, oder „Pfarrer“, als auch einschlägige Begriffe wie„Recht“, „Religionsfreiheit“, oder „Religionsunterricht“.
AutorIn: Lisa Ebert
Since its publication, Emily Brontë’s Wuthering Heights has given rise to an unusual plurality of interpretations, leading to the impression that the novel somehow resists interpretation. The author offers a new reading of the novel that takes this effect into account by investigating its reason: ambiguity is a thematic focal point and structural key element of the novel.
This study is concerned with the ambiguity of Wuthering Heights which arises through a complex interplay of distinct but interdependent ambiguities of perception, narration, and the narrated world. In particular, it shows how specific ambiguous utterances (e.g. a clash of implicatures and presuppositions) are linked with each other and contribute to the global ambiguity of the text. In this way, not only the function of ambiguity for understanding Wuthering Heights is explored but also the function of Wuthering Heights for understanding ambiguity. The book should thus be of interest not only to Brontë scholars and Victorianists but also to literary scholars and linguists in general.
Russland und Zentralasien 1000-1900
AutorIn: Rudolf A. Mark
In den letzten Jahren ist Zentralasien als Ort weltpolitischer Ambitionen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit getreten: Die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan sind für China Teil der „Neuen Seidenstraße“. Die Nähe zu Iran, Afghanistan und Pakistan verleiht Zentralasien auch eine geostrategische Bedeutung.
Einen besonderen Anspruch auf Einfluss in der Region aber erhebt Russland, das seit rund einem Jahrtausend dort präsent ist. Rudolf A. Mark, wohl einer der besten Kenner der Geschichte Zentralasiens, legt mit diesem Buch die erste umfassende Beziehungsgeschichte zwischen Russland und Zentralasien vor. Auf Grundlage jahrzehntelanger Archivstudien und unter Nutzung einer Fülle oftmals nur schwer zugänglicher Publikationen erschließt der Autor das Thema in seiner Vielfalt: die ersten russischen Kontakte zu den Khanaten und frühe Handelsbeziehungen, die ethnologisch-geographischen Forschungsreisen, die Bündnisse und Eroberungen im Zeichen russischer imperialistischer Bestrebungen.
Zusammen mit den beiden anderen Bänden des Autors bei Schöningh („Im Schatten des Great Game“ und „Krieg an fernen Fronten“) liegt damit eine einzigartige, aus den Quellen gearbeitete Trilogie der Geschichte Russlands in Zentralasien vom Jahr 1000 bis 1920 vor.
AutorIn: Georg Ziaja
Das Lexikon bietet 80 Biographien der bedeutendsten katholischen Bischöfe Polens im 16. Jahrhundert.
Berücksichtigt wurden folgende elf Diözesen: Gnesen, Lemberg, Krakau, Posen, Włocławek, Płock, Kulm, Ermland, Chełm, Przemyśl und Kamieniec. Jeder der Beiträge bietet dem Leser nicht nur biographische Daten, sondern auch eine Fülle von Fachinformationen bezüglich des „Goldenen Zeitalters“ in Polen, eine reichhaltige Statistik der Zeitperiode 1500-1600 in Form von übersichtlichen Tabellen, zwei Karten Polens bzw. der Rzeczpospolita mit Aufteilung der Diözesen (um 1000 und 1569) sowie eine sehr detaillierte Literaturliste zu jedem Biogramm – insgesamt ein umfangreiches Nachschlagewerk zur Geschichte und Kultur Polens im 16. Jahrhundert und eine Pionierarbeit auf diesem Gebiet in deutscher Sprache.
Codices Sabaiticus 232 & Holy Cross 104, Jerusalem
HerausgeberIn: Panayiotis Tzamalikos
This new and revolutionary edition of Origen’s Commentary on Matthew is based on the version in Codex Sabaiticus 232, the most important of all because, unlike the 24 codices consulted by Erich Klostermann in his standard edition of 1941, it contains not only episodic ‘passages’, but also unique flowing text. The same codex also reveals for the first time how heavily Origen’s work was used, and sometimes copied to the letter, by ancient authors. Against the prevailing opinion, Professor Panayiotis Tzamalikos incontrovertibly confirms his long-standing thesis that the Commentary on Matthew is much later that the Contra Celsum. Origen’s detractors, both ancient and modern alike, in order to show how much of a ‘heretic’ Origen was, point the finger at a garbled, untrustworthy, and heavily interpolated Latin rendering of his De Principiis, whereas reference to his Commentary on Matthew has always been scarce, and Pamphilus’ illuminating and documented Apology for Origen is normally paid almost no attention.
The author demonstrates that, unless the correlations of Origen’s work to both Greek philosophy and subsequent Patristic literature are knowledgeably delved and brought to light, it is impossible to recognise the real Origen, which has far too little to do with current allegations concerning pivotal aspects of his thought.
By means of his commentary on this Greek text, P. Tzamalikos, as he did with his previous books, casts light on the widespread and multiform miscomprehension of Origen’s fundamentals, and demonstrates that this is a terra still calling for informed and unbiased exploration.

From the Baltics to Central, Eastern and South Eastern Europe 1944–1956
Das neue Buch Violent Resistance gibt einen geographisch umfassenden Einblick in ein kaum bekanntes Thema: Den bewaffneten antikommunistischen Widerstand in Osteuropa zwischen 1944 und 1956.
Das Ende des Zweite Weltkrieg bedeutete in Teilen Osteuropas nicht das Ende der Gewalt. Die durch die Sowjetunion etablierte Herrschaft lokaler von Moskau mehr oder weniger abhängiger kommunistischer Parteien traf auch auf bewaffnete Opposition. Teils bereits im Weltkrieg eingesetzte Verbände, teils neu gegründete Gruppen setzten sich für ein Ende der kommunistischen Diktatur bzw. wie im Falle des Baltikums auch die Unabhängigkeit ihrer Länder von der Sowjetunion ein. Eine schwierige Quellenlage in Verbindung mit einem historiographischen Fokus auf den Kalten Krieg und jahrzehntelanger Tabuisierung führten zu einer vergleichsweise geringen Bekanntheit des Themas. Diese Lücke zu benennen und in Ansätzen zu schließen ist die selbstgestellte Aufgabe dieses Buches.

Band 2: Bildkunst des Mittelalters
Mit dem auf vier Bände angelegten Werk wird erstmalig eine Ikonologie der christlichen Kunst im historischen Ablauf geschildert.
Die komplexe Geschichte des Bildes in der Kirche wird ausgehend von der Intention der Darstellungen auf den verschiedenen Bildträgern aufgezeigt und die Weise der damit verbundenen Argumentation fundiert dargelegt. Eingebettet in allgemeine historische Entwicklungen wird der Wandel der Themenkreise beschrieben.
Im zweiten Teil stehen mit Blick auf die Neubegründung staatlicher Macht im Westen sowie die Scholastik zunächst Werke der Buchmalerei, der Kirchendekoration und der Ausstattung im Zentrum. Ein häufiges Phänomen ist hier die Argumentationsweise der Typologie. Mit der Gotik setzt sich ein neuer Naturalismus durch, der gesehene Wirklichkeit im Bild wiedergeben will und auch alte Themen verändert. Der Bildschmuck der Kathedralportale wird ebenso wie die zunehmende Komplexität der Altarretabel beleuchtet. Teils auf östlichen Einflüssen basierend, gewinnt im Spätmittelalter die Tafelmalerei, ebenso wie die neuen Medien der Druckgraphik (Holzschnitt und Kupferstich), in der Privatandacht wie im Wallfahrtswesen an Bedeutung.
Los-von-Rom-Bewegungen des Fin de Siècle im Spannungsfeld zwischen Nationalismus, Fortschrittsglauben und Identitätssuche
Am Beginn des neuen Jahrhunderts 1900 ertönte der Ruf „Los von Rom!“ von allen Enden Österreich-Ungarns: Slowenen, Kroaten, Deutsch-Österreicher, Tschechen, Ruthenen – sie alle schienen dezidiert anti-katholische Ressentiments zu entwickeln und anfällig zu sein für nationalistische Agitation zum Übertritt in ein vermeintlich „besseres“ Bekenntnis.
Diese Studie untersucht die Hintergründe einzelner Los-von-Rom-Konflikte am Beispiel der drei südslawischen Los-von-Rom Bewegungen Ricmanje, Podraga und Santovo und ordnet sie in breitere Spannungsfelder ein.
Festschrift für die Akademie der Wissenschaften und Künste
HerausgeberInnen: Wolfgang Löwer und Christiane Dusch
Zu einem Geburtstag und noch dazu zu einem runden Geburtstag gehören oftmals Geschenke. Und welches Geschenk ist für eine Akademie passender, als ein Anlass, sich Gedanken zu machen. Wo stehen wir heute, was macht unseren Wesenskern aus, welchen Stellenwert hat eine Akademie im 21. Jahrhundert? Wer nach vorne schaut, tut gut daran, sich auch zu erinnern. Welche Wege die Akademie in dem vergangenen halben Jahrhundert genommen hat. Welche Menschen die Akademie geprägt haben. Was diese antreibt, was sie eint, welche gemeinsamen Werte sie haben. Die Akademie hat sich mit Freude der Aufgabe gestellt. Die Festschrift ist ein Geburtstagsgeschenk, das von Personen, der Arbeit in den Klassen, der Akademie als Ort erzählt. Die Festschrift enthält Beiträge der Mitglieder, Förderer, Kollegiaten der Akademie und ist eine kleine Entdeckungsreise durch fünf Jahrzehnte Akademiegeschichte
Der Glaube an Christus. Herausgegeben von Patrick Becker. Übersetzt von Mechtildis Hofmann
AutorIn: Gustave Martelet
HerausgeberIn: Patrick Becker
Vor 50 Jahren geschrieben, nimmt das Buch die grundlegende Erfahrung unserer heutigen Zeit zum Thema: Veränderung. Es zeigt auf, warum das Christentum gerade nicht im Gegenüber dazu zu verstehen ist, sondern selbst den Wandel im Kern der Botschaft trägt und daher heute aktuell wie nie ist. Martelet geht es um die zentralen Themen des Christentums, um die individuelle religiöse Erfahrung des Einzelnen, um die Eucharistie als verbindende Größe und um die Auferstehung als zentrale Botschaft. Im Kern steht dabei ein Glaube an den Wandel, der tiefergeht, als es der technische Fortschritt je ermöglichen könnte. Damit legt Martelet ein hoch aktuelles Buch vor, dass dem vorherrschenden innerweltlichen Fortschrittsoptimismus ein christliches Angebot gegenüberstellt, das nicht im Widerspruch zur modernen Welterfahrung steht, sondern diese sinnstiftend umfängt.