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Sexuelle Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. 2. Auflage
AutorIn: Robert Sommer
Dies ist die erste Gesamtdarstellung eines Themas, das bislang weitgehend im Verborgenen geblieben ist: die Zwangsprostitution im Lagersystem der SS. Die Forschung hat das wie mit einem Tabu belegte Thema der sexuellen Gewalt im KZ bis heute meist ausgeklammert. Robert Sommer hat für seine Arbeit in allen relevanten Archiven recherchiert, er hat sogar Interviews mit Überlebenden führen können. Sein grundlegendes Buch zeichnet das Bild einer bisher unbekannten Realität des Schreckens. Auf Befehl Himmlers wurden ab 1942 in den größten Konzentrationslagern, u. a. in Dachau und Auschwitz, in Mauthausen und Buchenwald, in Mittelbau- Dora und Sachsenhausen, Bordelle für Häftlinge eingerichtet. Der Bordellbesuch war als Anreiz zur Steigerung der Arbeitsleistung der in das System der Kriegswirtschaft eingebetteten Arbeitssklaven in den Lagern gedacht. Die 'Prämie' blieb allerdings ausschließlich 'arischen' Häftlingen vorbehalten. Für die Bordelle rekrutierte die SS weibliche Häftlinge aus Ravensbrück und Auschwitz-Birkenau, meist mit falschen Versprechungen oder unter Zwang. Die umfassende Darstellung beschreibt detailliert die Gründe für die Einrichtung der Lagerbordelle, ihre Funktion im System der Konzentrationslager, die Organisation des Bordellbetriebs, die Reaktionen der Häftlingsgesellschaft auf die 'Sonderbauten' – so die offizielle Bezeichnung der Bordelle -, die Lebensbedingungen und die Überlebensstrategien der Frauen, die Motive der Bordellbesucher sowie den Ablauf ihrer Besuche. Darüber hinaus stellt der Autor die Lagerbordelle in den Kontext der Erscheinungsformen und der Bedeutung von Sexualität im KZ.
AutorIn: Gerhard Kegel
HerausgeberInnen: Klaus Luig und Heinz-Peter Mansel
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Eine Einführung
AutorInnen: Reto Bugmann und Basil Studer
Augustins De Trinitate ist zweifellos eines der zentralen religionsphilosophischen Hauptwerke des großen Kirchenlehrers. Mit Basil Studer gibt einer der bedeutendsten deutschsprachigen Augustinuskenner der Gegenwart eine grundlegende Einführung in seinen Argumentationsgang. Im Taufglauben mit seiner Anrufung der göttlichen Dreifaltigkeit ist die Grundlage des christlichen Glaubens gelegt. Heutigen Christen fällt allerdings der Zugang zum Geheimnis der Trinität nicht leicht; es scheint das abstrakteste aller christlichen Dogmen zu sein. Es drängt sich darum auf, die Gedanken darüber verständlicher und lebensnaher zu fassen. In dieser Hinsicht fällt Augustinus’ Werk eine wichtige Schlüsselrolle zu. Denn Augustin eröffnet eine heilsgeschichtliche Sicht des Glaubens an den „Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, den einen Gott“, mit der auch „gewöhnliche“ Gläubige etwas anzufangen vermögen. Von diesem pastoralen Anliegen abgesehen, mag es gut sein, Augustins De Trinitate eindeutiger in den kulturellen Streit seiner Zeit hineinzustellen, denn es war ja vor allem der Streit um die Trinitätslehre, der die kirchlichen Richtungskämpfe um 400 n. Chr. maßgeblich beeinflußte. Im Blick auf dieses doppelte Ziel behandelt Basil Studer zuerst die theologische Methode Augustins. Darauf befaßt er sich mit drei Grundzügen von De Trinitate: die Darlegungen über die Sendungen des Wortes und des Geistes, die persönlichen Eigenheiten von Vater, Sohn und Geist, sowie den christologischen Zugang zum Glauben an die Trinitas quae est unus Deus.
Zur Theologie- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
AutorIn: Otto Weiß
HerausgeberInnen: Claus Arnold, Manfred Weitlauff und Hubert Wolf
Das Hofbauerbild im Wandel • Die 'Deutschen' in der Sicht der italienischen Mediävistik des 19. Jh • Seherinnen und Stigmatisierte • Der Ort der 'Christlichen Mystik' im Gesamtwerk von Görres und im Denken seiner Zeit • Bolzanisten und Güntherianer in Wien 1848-1852 • Döllinger, Rom und Italien • Zur Veröffentlichung der Konzilstagebücher Vincenzo Tizzanissen • Zur Bezugnahme auf die 'deutsche Wirtschaft' in Italien im 19. Jh. • Der Katholische Modernismus • Das wechselvolle Geschick des Alfred Loisy in Deutschland • Tendenzen im deutschen Kulturkatholizismus um 1900 • Die 'Katholische Ideenwelt' in der Weimarer Republik: Objektivität, Ganzheit, Gemeinschaft • Ultramontanismus als 'Lebensforschungsprojekt'
HerausgeberInnen: Karl K. Polheim und Stefan Schröder
Der renommierte Volksschauspielforscher Karl Konrad Polheim (1928-2004), Prof. em. der Universität Bonn, konnte sich noch kurz vor seinem Tod im März 2004 über das vollständige Erscheinen seiner großen Edition freuen. Diese Edition aus drei Jahrhunderten - allesamt erstmals veröffentlicht - ist die bislang umfangreichste Sammlung solcher Texte überhaupt: ein Quellenfundus ersten Ranges für Germanisten, Linguisten, Volkskundler, Theologen und Kulturhistoriker. "Dem Verlag ist zu gratulieren, dass ihm durch die beiden Herausgeber die Möglichkeit eröffnet wurde, das maßgebliche Werk zur Volksschauspielforschung im Programm zu haben." (Tiroler Heimatblätter) "Wieder einmal ist eine wichtige und gründliche Leistung für die Wissenschaft Kärntens geleistet worden." (Carinthia) "Das Werk wird hoffentlich nicht allein in der Germanistik und Theaterwissenschaft auf Interesse stoßen. Auch die Liturgiewissenschaft (und die ihr eng verbundene religiöse Volkskunde) dürfte die Edition dankbar begrüßen. Eine willkommene, die interdisziplinäre Arbeit der Frömmigkeits- und Mentalitätsgeschichte bereichernde Ausgabe!" (Liturgisches Jahrbuch)
HerausgeberInnen: Hans Maier und Michael Schäfer
Band I: Konzepte des Diktaturvergleichs. 1995. 442 Seiten (978-3-506-76825-4) Band II: Konzepte des Diktaturvergleichs II. 1997. 372 Seiten (978-3-506-76826-1) Band III: Deutungsgeschichte und Theorie. 2003. 438 Seiten (978-3-506-76829-2)
Konzil von Trient (1545-63) - 1. Vatikanum (1869-70) - 2. Vatikanum (1962-65)
HerausgeberIn: Josef Wohlmuth
Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933-1945