HerausgeberIn: Alberto Bonchino
Die Franz von Baader Edition versammelt die repräsentativsten und aufschlussreichsten Schriften des katholischen Theologen, Natur- und Sozietätsphilosophen Franz von Baader (1765–1841) in vier Bänden. Diese Texte spiegeln Baaders Gedankenwelt in anschaulicher Weise wider. Insbesondere seine naturphilosophischen, ethischen, religiösen, metaphysischen sowie theosophischen Ansichten treten in ihnen besonders deutlich hervortreten. Bis heute sind diese Schriften noch nicht in einer kritischen Ausgabe veröffentlicht worden. Die Franz von Baader Edition ist als Editio princeps die erste Ausgabe mit textkritischem Apparat, erklärenden Anmerkungen, Bibliographie, Personen- und Sachregister. Die vierhändige Ausgabe wird insgesamt 28 chronologisch angeordnete und kommentierte Texte enthalten. Von besonderem Wert ist die kritische Kommentierung, die die einzelnen Textstellen erläutert und wissenschaftlich fundiert einleitet. Die von den Herausgebern der Edition betreute neue Reihe Baaderiana ergänzt das Editionsprojekt mit Studien zu Baaders Werk und Wirken. Somit wird die Lektüre von Baaders Texten durch die neuesten Erkenntnisse der BaaderForschung vertieft und erhellt.
The Portrayal of Destruction and Mass Violence
HerausgeberInnen: Frank Jacob und Mor Presiado
The present volume provides a critical insight into the relationship of art and war. It shows how artists perceive war and how they depict it, to warn the spectator but to cure their own trauma at the same time.
War causes destruction, loss, and trauma. Many artists have used their art to express feelings and memories related to these losses and their own traumatic experiences. The artwork that came into existence due to such processes reflects on events of our past, but should be considered a warning at the same time. To deal with human suffering means to fully engage with the artist remains of human war experiences. The present volume aims to provide a first critical insight into the relationship between art and war, showing how artists dealt with human losses, destruction, and personal trauma.
Treatment and Reintegration of Soldiers in Post War Societies
HerausgeberInnen: Stefan Karner und Frank Jacob
War creates veterans and societies are reminded by their existence that violent conflicts had been waged in the past. Even when the wars have been long forgotten by many, veterans are the ones whose fate has been tied to war and destruction.
Societies often struggle with their veterans, especially when they have to address the former soldiers’ traumatic experiences and acknowledge the wounds that hurt beyond the body. While veterans are often a steady reminder of violent conflicts of the past, they are often ignored by their societies, once peace is achieved. Nevertheless, veterans play an important role in postwar contexts as well and their role, their possible influence and impact in the supposedly non-violent world need to be addressed. The present volume discusses the role of veterans in the aftermath of war and shows how they had been treated by and how societies tried to reintegrate them in narratives of the past.
Neue Studien zur Geschichte Polens und Osteuropas
Die Reihe präsentiert wissenschaftliche Monographien und herausragende Sammelbände mit neuesten Forschungen zur Geschichte Polens und Osteuropas. Die Publikationen verbinden Perspektiven der verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen bei der Betrachtung der Vergangenheit der Region. Obwohl der thematische Schwerpunkt der Reihe auf Polen und Osteuropa liegt, haben die Herausgeber das Ziel, diesen Teil Europas in einen breiteren Forschungskontexte zu stellen und dadurch auch anregend auf die Forschung zu ähnlichen Themen in Bezug auf andere Regionen des Kontinents zu wirken. In der Reihe FOKUS werden zudem exzellente Dissertationen vorgelegt, die im angesehenen Wettbewerb um den Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen in Deutschland ausgezeichnet wurden. Publikationssprachen der Reihe sind Deutsch und Englisch.
Ein Wiederaufbau, der vor dem Krieg begann
Das Wiederaufbauprogramm des historischen Stadtzentrums von Warschau, in der Kunstgeschichte als ein einmaliges und einzigartiges Projekt wahrgenommen, war eine Collage europäischer Ideen der Architektur, Stadtplanung, Denkmalpflege, Moderne und Hygiene.
Der Wiederaufbau des gesamten historischen Viertels, wie er in Warschau nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte, wurde von einem bis dato beispiellosen Ausmaß der Zerstörung erzwungen und bildete eine Ausnahmeerscheinung im europäischen Vergleich. Sucht man nach den ideologischen Wurzeln des Wiederaufbauprogramms der Warschauer Baudenkmale, wird ein deutlicher Fortbestand des städtebaulichen und architektonischen Gedankenguts aus der Vorkriegszeit sichtbar, welches insbesondere in den ersten Nachkriegsjahren zum Ausdruck kam. Die Idee der Kontinuität der Vorkriegstheorie und -praxis polnischer Architekten, die das Zentrum Warschaus wiederaufbauten, bildet die Hauptthese der vorliegenden Dissertation.
Der Glaube an Christus. Herausgegeben von Patrick Becker. Übersetzt von Mechtildis Hofmann
AutorIn: Gustave Martelet
HerausgeberIn: Patrick Becker
Vor 50 Jahren geschrieben, nimmt das Buch die grundlegende Erfahrung unserer heutigen Zeit zum Thema: Veränderung. Es zeigt auf, warum das Christentum gerade nicht im Gegenüber dazu zu verstehen ist, sondern selbst den Wandel im Kern der Botschaft trägt und daher heute aktuell wie nie ist.
Martelet geht es um die zentralen Themen des Christentums, um die individuelle religiöse Erfahrung des Einzelnen, um die Eucharistie als verbindende Größe und um die Auferstehung als zentrale Botschaft. Im Kern steht dabei ein Glaube an den Wandel, der tiefergeht, als es der technische Fortschritt je ermöglichen könnte. Damit legt Martelet ein hoch aktuelles Buch vor, dass dem vorherrschenden innerweltlichen Fortschrittsoptimismus ein christliches Angebot gegenüberstellt, das nicht im Widerspruch zur modernen Welterfahrung steht, sondern diese sinnstiftend umfängt.
Eine Stoffgeschichte der Kulturpflanze Raps (1897–2017)
Wer sich im Frühjahr jenseits der Stadtgrenzen bewegt, dem sind sie bekannt: die gelben, wogenden Rapsfelder. Aber kaum einer kennt die wechselvolle Geschichte hinter dieser landschaftsprägenden Pflanze.
Was 1897 auf einer kleinen Ostseeinsel als Liebhaberei eines Züchters seinen Anfang nahm, avancierte in der Zeit der Weltkriege zur Ultima Ratio in der Nahrungsmittelversorgung. Raps war Teil der typisch deutschen Ersatzstoffkultur. Die Entwicklung nach 1945 liefert ein interessantes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte. Der in den 1980er Jahren einsetzende Boom prägt heute sowohl das Bild von ländlicher Natur als auch von gesunder Nahrung. Die Raps-Geschichte ist deshalb auch eine deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, die mit den Weltkriegen, der NS-Autarkiepolitik, der deutschen Teilung, der Ära der Ökologie und des Strebens nach erneuerbaren Energieträgern verknüpft ist.
Die Reihe Franz von Baader, Ausgewählte Werke versammelt die repräsentativsten und aufschlussreichsten Schriften des katholischen Theologen, Natur- und Sozietätsphilosophen Franz von Baader (1765-1841) in vier Bänden. Diese Texte spiegeln Baaders Gedankenwelt in anschaulicher Weise wider. Insbesondere seine naturphilosophischen, ethischen, religiösen, metaphysischen sowie theosophischen Ansichten treten in ihnen besonders deutlich hervortreten.
Bis heute sind diese Schriften noch nicht in einer kritischen Ausgabe veröffentlicht worden. Die Reihe Franz von Baader, Ausgewählte Werke ist als Editio princeps die erste Ausgabe mit textkritischem Apparat, erklärenden Anmerkungen, Bibliographie, Personen- und Sachregister.
Die vierbändige Ausgabe wird insgesamt 28 chronologisch angeordnete und kommentierte Texte enthalten. Von besonderem Wert ist die kritische Kommentierung, die die einzelnen Textstellen erläutert und wissenschaftlich fundiert einleitet.
Die Herausgeber betreuen ebenfalls die neue Reihe Baaderiana, die die Ausgewählten Schriften mit Studien zu Baaders Werk und Wirken ergänzt. Somit wird die Lektüre von Baaders Texten durch die neuesten Erkenntnisse der Baader-Forschung vertieft und erhellt.
Russland und Zentralasien 1000-1900
AutorIn: Rudolf A. Mark
In den letzten Jahren ist Zentralasien als Ort weltpolitischer Ambitionen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit getreten: Die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan sind für China Teil der „Neuen Seidenstraße“. Die Nähe zu Iran, Afghanistan und Pakistan verleiht Zentralasien auch eine geostrategische Bedeutung.
Einen besonderen Anspruch auf Einfluss in der Region aber erhebt Russland, das seit rund einem Jahrtausend dort präsent ist. Rudolf A. Mark, wohl einer der besten Kenner der Geschichte Zentralasiens, legt mit diesem Buch die erste umfassende Beziehungsgeschichte zwischen Russland und Zentralasien vor. Auf Grundlage jahrzehntelanger Archivstudien und unter Nutzung einer Fülle oftmals nur schwer zugänglicher Publikationen erschließt der Autor das Thema in seiner Vielfalt: die ersten russischen Kontakte zu den Khanaten und frühe Handelsbeziehungen, die ethnologisch-geographischen Forschungsreisen, die Bündnisse und Eroberungen im Zeichen russischer imperialistischer Bestrebungen.
Zusammen mit den beiden anderen Bänden des Autors bei Schöningh („Im Schatten des Great Game“ und „Krieg an fernen Fronten“) liegt damit eine einzigartige, aus den Quellen gearbeitete Trilogie der Geschichte Russlands in Zentralasien vom Jahr 1000 bis 1920 vor.
Fragmente zur Geschichte der griechischen Poesie. Studien des Alterthums
HerausgeberInnen: Thomas Carl Schirren und Armin Erlinghagen
Mit diesem Band sind die Schriften aus dem Nachlass Friedrich Schlegels vollständig publiziert.

Hier wird eine dokumentarische Erstedition vorgelegt, die durch eine lückenlose Dokumentation der von Schlegel benutzten Quellen und Ausgaben die Forschung zu seinen frühen Studien der antiken Literatur auf eine ganz neue Grundlage stellt. Der Band bringt beide Hefte in der äußeren Form, wie sie der Autor angelegt hat, mit Haupttext und einer Marginalspalte. Im Kommentar werden neben Erklärungen zur Literaturtheorie Schlegels auch die Referenzen auf Quellen erschlossen. Umfangreiche Register ergänzen den Band. Erstmals wird es möglich, Gedankengang und Selbstkommentierungen in der Form ihrer Verschriftlichung zu dokumentieren und nachzuvollziehen.