Aufgaben systematischer Liturgiewissenschaft
HerausgeberInnen: Helmut Hoping und Birgit Jeggle-Merz
Wo steht die Liturgiewissenschaft heute? Welches sind ihre Aufgaben? Wo ist ihr Ort im theologischen Fächerkanon? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die gegenwärtige Diskussion um das Selbstverständnis der Liturgiewissenschaft. Hatten im Zuge der Liturgiereform vor allem pastoralliturgische Fragen im Vordergrund gestanden, wird heute verstärkt eine liturgiehistorische und liturgietheologische Ausrichtung des Faches gefordert. Da die christliche Gottesrede im Gebet, im Wort zu Gott wurzelt, gehört die Liturgie zum primären Lebensraum christlicher Theologie und stellt zugleich eine unverzichtbare Quelle der Glaubensreflexion dar. Die „liturgische Theologie“ (Odo Casel) sieht im gottesdienstlichen Vollzug des christlichen Glaubens den Gegenstand der Liturgiewissenschaft, sie bedenkt die grundlegende Struktur des liturgischen Geschehens und bemüht sich um eine Erschließung der theologischen Bedeutung der einzelnen liturgischen Feiern. Der vorliegende Band geht auf eine Tagung des Arbeitsbereiches Dogmatik und Liturgiewissenschaft der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg im Oktober 2002 zurück. Er reflektiert Aufgaben systematischer Liturgiewissenschaft, die auf der Grundlage historischer Forschungen und unter Einbeziehung kulturwissenschaftlicher Methoden das liturgische Geschehen in seinen verschiedenen Aspekten hermeneutisch zu erschließen sucht. Zugleich bietet der Band eine umfangreiche Bibliographie zur „liturgischen Theologie“. Beiträge von Patrick Dondelinger (Metz), Helmut Hoping (Freiburg i.Br.), Birgit Jeggle-Merz (Freiburg i.Br. ), Reinhard Meßner (Innsbruck), Arno Schilson (Mainz) und Josef Wohlmuth (Bonn).
Gen - Geist - Gehirn - Gott. 2. Auflage
AutorIn: Matthias Beck
Was ist Krebs? Warum gerade ich? Warum gerade jetzt? Was hat das zu bedeuten? Krebs als Zeiterscheinung? Häufig gestellte Fragen, immer wieder Bücher zu diesem Thema. Es scheint alles gesagt zu sein. Und doch fehlt ein Zugang, der das Phänomen Krebs bis zu den letzten Dimensionen des Seins hin durchreflektiert, die Paradigmenwechsel von Physik und Biologie aufgreift und sie mit den neuesten Erkenntnissen von Genetik und Psychoneuroimmunologie zusammendenkt. Die naturwissenschaftliche Perspektive allein genügt nicht. Wegen ihrer Komplexität sind Krebserkrankungen nur dann in ihrer ganzen Tiefe zu „verstehen“, wenn man sich ihnen mit naturwissenschaftlichem und geisteswissenschaftlichen Zugängen nähert. Das bedeutet konkret, Erkenntnisse der naturwissenschaftlichen Medizin und Psychoonkologie aufzugreifen und sie mit geisteswissenschaftlichen Aspekten von Philosophie und Theologie zusammenzudenken. Matthias Beck, Arzt und Theologie, ist wie kaum ein anderer dazu berufen, sich in diesem Themenkomplex zu Wort zu melden. Sein neues Buch führt die Ansätze weiter, die in seinen vorherigen Büchern „Seele und Krankheit“ und „Hippokrates am Scheideweg“ bereits angeklungen sind. Matthias Beck lehrt am Institut für Ethik und Recht in der Medizin an der Universität Wien. Der letzte Weltkrebsbericht zeigt, dass die Zahl der Krebserkrankten weltweit wächst – von derzeit 10 Millionen auf 15 Millionen. Andererseits stoßen die Gesundheitssysteme – gerade auch in den Industriestaaten – an ihre finanziellen Grenzen. Der einzelne muss mehr Verantwortung für seine Gesundheit und Krankheitsbewältigung übernehmen. Dies kann er aber nur, wenn er versteht, wie derartige Krankheiten entstehen, was die tieferen Hintergründe sind, welche Mechanismen eine Rolle spielen und wie er an seiner Heilung mitwirken kann. Zu diesem Wissen will das vorliegende Buch beitragen. Es stellt den Mensch als ganzheitliches Wesen in den Mittelpunkt, geht von seiner Geistbegabtheit aus, die ihn befähigt, über den Sinn seines Lebens, über den Tod, über Zeit und Ewigkeit und über Schicksal und Gott nachzudenken. Nur von der Analyse des menschlichen Wesens aus kann ein Phänomen wie jenes der entarteten Zellen erfasst werden. Erst von Ganzen aus kann Messbares und Nichtmessbares, Sichtbares und Unsichtbares, Materie und Geist, Seele und Leib in ihrem Zueinander verstanden werden. Krebserkrankungen finden erst von hier aus ihre tiefste Interpretation.
Johannes Brinktrine - ein Liturgiewissenschaftler ?
AutorIn: Martin Rieger
Das eucharistische Opfer und seine Darstellung in den Gebeten und Riten der Missale Romanum 1970. Untersuchungen zur darstellenden Funktion der Liturgie
AutorIn: Thomas Witt
Psychosomatische Medizin und theologische Anthropologie. 3. Auflage
AutorIn: Matthias Beck