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Die deutsche Kolonialzeit hat auch in Westfalen und Lippe Spuren hinterlassen: Denkmäler und Straßen ehren koloniale Akteure, ethnographische Objekte in Museen erzählen von „exotischen“ Welten. Doch zwischen kolonialer und regionaler Geschichte gibt es noch viele weitere, bislang wenig beachtete Bezüge.
Nicht nur in den kolonialen Macht- und Handelszentren, auch in der Provinz prägte die Wahrnehmung des Kolonialen den Alltag. Die Autorinnen und Autoren dieses mit zahlreichen Illustrationen versehenen Bandes stellen Aus- und Rückwirkungen des Kolonialismus auf das Leben in der westfälischen und lippischen Provinz vor: Die Verflechtungen westfälischer Städte mit dem kolonialen Handel, eine kritische Aufarbeitung von Biographien und Netzwerken kolonialer Akteure, die exotisierende und rassifizierende Zurschaustellung von Menschen sowie den Umgang mit Erinnerungsorten und Sammlungen.
A Specific Enclave in Contemporary Europe
The main objective of the book is a multi-aspect analysis of the functioning of the Kaliningrad Region in contemporary political reality, both in internal and international dimensions.

The area constitutes a unique enclave in contemporary Europe, being the only part of Russia separated from the mother country, which determines the taking place therein in the dimension of relations: bilateral, multilateral (e.g. EU - Russia, NATO - Russia, Baltic Sea Region cooperation) as well as regional and local cooperation. The book is a result of many years’ work of scientists from Poland, Russia and Sweden, who have been researching the functioning of the Kaliningrad Region in internal and external dimensions.

“It is a ‘must to read’ volume for all EU-Russia observers and experts.” - Prof. Dr. Piotr Dutkiewicz, Director of the Center for Governance and Public Management, Carleton University, Ottawa, Canada
“It is an invaluable guide to analysing and understanding contemporary Russia.” - Prof. Dr. Jaroslav Dvorak, Head of the Department of Public Administration and Political Sciences, Klaipėda University, Klaipėda, Lithuania
Open Access
Romani Literature and Poetry in Central, South-Eastern and Eastern Europe from the 19th Century to World War II
The book focuses on the early period of Roma publishing (from the nineteenth century until the Second World War) when the first original texts, fiction and media publications authored by Roma appeared.

Based on extensive archival and historical research, including the discovery of earlier, up to now unknown sources, the literary activities of Roma in Central, South-eastern and Eastern Europe are discussed in their historical context and interrelation with the birth of the Roma emancipatory movement. Romani literature and press are thus embedded in the history and literary studies of the European national literatures.
Open Access
Investition und symbolisches Kapital (1900-1970). 2., durchgesehene Auflage
Die Thyssens zählen zu den bedeutendsten Kunstsammlern des 20. Jahrhunderts. Über drei Generationen trugen sie umfangreiche, teils weltweit ausstrahlende Kunstkollektionen zusammen.
Das Buch rekonstruiert die Entwicklung des internationalen Kunstmarktes im 20. Jahrhundert und analysiert vor diesem Hintergrund die Sammeltätigkeit der Thyssens. Es fragt danach, wie sich die Thyssens in die Kunstwelt integrierten, wie sie ihre Kunstkäufe organisierten und was sie zum Sammeln motivierte. Die Studie zeigt, dass Kunstwerke weit mehr als nur ästhetische Bedürfnisse befriedigten. Sie waren auch ein Mittel zur Geldanlage, Repräsentation und sozialen Distinktion. Die Thyssens nutzten ihre Kunstsammlungen zudem, um Steuerforderungen zu mindern, eine gewünschte Staatsbürgerschaft zu erlangen und exklusive Kontakte zu knüpfen. Nicht zuletzt dienten ihre Kollektionen der familialen Dynastiebildung.
In diesem Wegweiser zur Geschichte beschreiben 20 deutsche, österreichische und internationale Autoren aus Zypern, Griechenland und der Türkei die Geschichte Zyperns von der Antike bis heute.
Darüber hinaus beleuchten sie aktuelle geo- und sicherheitspolitische sowie völkerrechtliche Aspekte Zyperns vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Entwicklungen und Konflikte um fossile Ressourcen im östlichen Mittelmeer. Nicht zuletzt analysieren sie auch den UN-Einsatz auf Zypern, der u.a. den Grundstein für heutige zivile UN-Polizeimissionen in aller Welt gelegt hat. Das Buch behandelt damit als erste deutschsprachige Darstellung die Geschichte Zyperns und die damit einhergehenden, aktuellen geo-, sicherheits- und wirtschaftspolitischen Konflikt- und Problemfelder im Kontext.
Ein Vergleich zwischen Deutschland und Italien zur Zeit Pius' X. 1903 - 1914
Translator: Monika Pelz
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts alarmierte das Wachstum der internationalen sozialistischen Bewegung die katholische Kirche. Im Sozialismus erkannte sie einen Ausdruck und zugleich ein Vehikel des antichristlichen Säkularisierungsprozesses.
Das katholische Lehramt interpretierte den Sozialismus nicht nur als Negation der göttlichen Offenbarung, sondern auch als Antithese zur traditionellen christlichen Gesellschaftsordnung. Wie konnte eine solche ‚Gefahr‘ abgewendet werden? Dieser Band analysiert den katholischen antisozialistischen Diskurs und seine konkreten Ausdrucksformen in der Zeit von Papst Pius X. (1903–1914). Dies geschieht in einer transnational vergleichenden Perspektive. Der Blick auf den Alltag des katholischen Antisozialismus, wie er in den Stadt- und Landpfarreien im Bistum Mainz und im Erzbistum Pisa durchgefochten wurde, kann in vielerlei Hinsicht als exemplarisch für den Katholizismus im wilhelminischen Deutschland bzw. in Italien gelten.
László Moholy-Nagy zwischen Friedrich Schiller und einer Ästhetik der Moderne
Author: Clemens Bach
Der Avantgardekünstler László Moholy-Nagy (1895–1946) hinterließ neben seinen zahlreichen künstlerischen Werken ein umfassendes theoretisches Œuvre, dessen Kerngedanke als kritischer Neuhumanismus lesbar ist: Die Pädagogik der Kunst birgt im Angesicht einer kapitalisierten Welt die Hoffnung auf die Hervorbringung ganzer Menschen zum Zweck einer befreiten Gesellschaft.
Ausgehend von dieser These untersucht die Studie systematisch die Reflexionen Moholy-Nagys und verortet sie zwischen der ästhetischen Bildungstheorie Friedrich Schillers und einer modernen Ästhetik am Anfang des 20. Jahrhunderts. In einer historischen Perspektive werden dabei die für Moholy-Nagy relevanten Referenzquellen rekonstruiert: Konzepte des Bauhauses, der Naturwissenschaft und der Reformpädagogik um 1900 sind in seinen Schriften ebenso aufzufinden wie Aspekte des Anarchismus und Marxismus sowie vielfältiger pädagogischer und philosophischer Positionen.
Das neue umfangreiche Referenzwerk für Kirchen- und Religionsrecht berücksichtigt über das staatliche Recht und das Kirchenrecht der katholischen und der evangelischen Kirche hinaus auch zentrale Inhalte des Kirchenrechts der orthodoxen Kirchen sowie des islamischen und jüdischen Rechts.
Für Theologen und Juristen in Wissenschaft, staatlicher und kirchlicher Verwaltung sowie in der Seelsorge und der beruflichen Praxis bietet dieses unter Mitarbeit namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellte Lexikon verlässliche Informationen auf aktuellem Stand. Die Lemmata des vierten Bandes (S-Z) behandeln spezifische Themen wie „Schule“ (Staatlich, Katholisch, Evangelisch), „Seelsorge“ (Katholisch, Evangelisch, Orthodox, Jüdisch, Islamisch), „Strafrecht“ (Staatlich, Katholisch, Evangelisch, Orthodox, Jüdisch, Islamisch), „Synode“ (Katholisch, Evangelisch, Orthodox) oder „Trauung“ (Staatlich, Katholisch, Evangelisch, Orthodox, Jüdisch, Islamisch).
Editors: Marian Füssel and Tim Neu
Die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) zählt zu den meistdiskutierten Theorie- und Methodenansätzen der Gegenwart. In historischen Fallstudien vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert werden ihre Potentiale für die Geschichtswissenschaft ausgeleuchtet.
Das über den Menschen hinaus erweiterte Akteurskonzept der ANT gilt vielen als epistemologische Provokation. Die Ansätze der ANT gehen jedoch weit darüber hinaus und lassen sich weder auf Geschichten vermeintlich zum Leben erweckter Objekte noch auf das Werk Bruno Latours reduzieren. Trotz der Analyse historischer Gegenstände durch einige Akteur-Netzwerk-Theoretiker bleibt die Historizität jedoch eine Art blinder Fleck des Ansatzes. Die Aufsätze des Bandes nehmen dies zum Anlass, um Möglichkeiten und Grenzen der ANT für die historiographische Praxis aufzuzeigen.
Karrieren eines Schriftstellers im "Dritten Reich"
Schriftsteller, NS-Funktionär, Kriegsberichterstatter, Drehbuchautor: Der Südtiroler Anton Graf Bossi-Fedrigotti
(1901–1990) kletterte die Karriereleiter im nationalsozialistischen Deutschen Reich weit nach oben.
Als Angehöriger des österreichisch-südtirolischen Adels wurde er 1918/19 zum desillusionierten Kriegsverlierer, später vom italienischen Soldaten zum engagierten Nationalsozialisten und einflussreichen Vermittler zwischen Südtirol und der NSDAP. Nach seiner Flucht aus Italien 1928 wurde ihm seine Heimat Südtirol ein „urdeutsches Land“, dessen Geschichte er literarisch für völkisch-ideologische Zwecke instrumentalisierte. Früh wechselte er auf die erfolgversprechende Seite und diente sich höchsten NS-Vertretern an. Als Kriegsberichterstatter des Auswärtigen Amtes erlebte er den Zweiten Weltkrieg an verschiedenen Fronten und beteiligte sich aktiv am rasseideologischen Vernichtungskampf. 1945 bedeutete kein Karriereende für Bossi-Fedrigotti: Ein dichtes Netz aus Weggefährten, NS-Sympathisanten und rechtsextremen Verlagen fing ihn auf. Vom Land Tirol mit einem Orden geehrt, publizierte er bis 1990 ideologisch belastete Texte – darunter nicht wenige für Kinder und Jugendliche.