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AutorIn: Rainer Lengeler
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Auch in den USA kommt es, wie in anderen Ländern, nach Ende des 18. Jahrhunderts zu einem prekären Nexus von Nation und Literatur. Literatur grenzt sich national ab von ihrer übernationalen Tradition. Gezeigt wird, wie innerhalb eines dynamischen Umfelds Literatur an der Konstruktion eines tragfähigen Nationalitätspostulats mitwirkt, es überprüft und unterläuft. Denn die Vorstellung einer nationalen Kulturautonomie wird hergestellt nicht etwa nur durch die stets präsent gehaltene Neuheit der USA als demokratische Staatsnation oder durch das puritanische Bild einer Neuen Welt vor hintergründiger Wildnis oder vor altweltlichem Verfall. Tatsächlich belegen die Romane von, unter anderen, Royall Tyler, Charles Brockden Brown, James Kirke Paulding oder John Neal eine subtil umperspektivierende und umwertende Wiederaneignung europäischer literarischer und kultureller Trends. Getragen wird die nationale Semantik von Literatur durch Verfahren der Konfination, Historisierung, Hybridisierung und Selbstreflexivität.
Zum Funktionswandel des frühen amerikanischen Romans
AutorIn: Oliver Scheiding
Die Bedeutung des frühen amerikanischen Romans für die Ausbildung einer spezifischen Nationalliteratur manifestiert sich nicht erst in der Mitte des 19. Jh., sondern wesentlich früher und vor allem in dessen Fokussierung auf das Oppositionsverhältnis von Geschichte und Fiktion. Mit dieser These zeigt die vorliegende Untersuchung, daß die Umstrukturierung des Romans in der frühen amerikanischen Erzählliteratur (1780–1800) als organisatorisches Zentrum und Katalysator eines komplexen Prozesses fungiert, in welchem die Ordnung der literarischen Diskurse neu bestimmt wird. Anhand von repräsentativen Werken – Romanen von Hugh Henry Brackenridge, Charles Brockden Brown, William Hill Brown, Susanna Haswell Rowson und Royall Tyler – macht die funktionsgeschichtliche Studie die vielfältigen und je eigenen Strategien anschaulich, die frühe amerikanische Autoren entwickelten, um die bis zu diesem Zeitpunkt gültige Funktionsbestimmung der Literatur in Frage zu stellen und anschließend im Roman neu auszuhandeln.
Sprachen der Rationalität im Zeitalter der Revolution
AutorIn: Frank Kelleter
AutorIn: Karl Reichl
Der Vortrag behandelt – ausgehend von einer Dialektuntersuchung der Romanze „Sir Torrent of Portyngale“ grundsätzliche Fragen oralen Erzählens. Der Autor zieht dabei auch andere, heute noch lebende mündliche Epentraditionen vergleichend heran, u.a. aus dem Serbokroatischen, vor allem aber aus dem usbekisch-turkmenischen Raum.
Konversion in der englischen Literatur des Fin de siecle
Der historische Roman Sir Walter Scotts und seine deutschen Vorläufer