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AutorIn: Theo Kölzer
HerausgeberInnen: Theo Kölzer und Birgitt Haneklaus
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Vom Machtzentrum des Deutschen Ordens zum mitteleuropäischen Erinnerungsort
Als größte in Backstein erbaute Burg der Welt steht die an den Ufern des Flusses Nogat errichtete Marienburg seit Jahrhunderten im Zentrum der polnisch-deutschen Beziehungsgeschichte. Sie erlebte seit dem Mittelalter einen vielfachen Funktionswandel im Kontext von Rivalitäten, Konfrontationen und Kooperationen.
Die ehemalige Hauptburg des Deutschen Ordens war zunächst Schauplatz militärischer Konflikte, ging dann in den Besitz der polnischen Krone über und rückte insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert ins symbolische Zentrum politischer Vereinnahmungen durch Polen und Deutschland. Die Autoren dieses Bandes verfolgen aus unterschiedlichen Perspektiven die Geschichte der Marienburg als politisches Symbol vom Mittelalter bis in die Gegenwart. So wird die Geschichte eines mitteleuropäischen Erinnerungsortes ebenso fundiert wie facettenreich geschildert.
Symposium der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
HerausgeberInnen: Maximilian Lanzinner und Birgitt Haneklaus
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Arthur Moeller van den Bruck und der Wandel des Konservatismus
AutorIn: Volker Weiß
Das Leben und Werk Moeller van den Brucks (18761925) sind in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten, dabei war der Kulturkritiker eine der Schlüsselfiguren im Radikalisierungsprozess des deutschen Nationalismus.
Moeller van den Bruck, Bohemien und Faschist. Als Kunsttheoretiker nahm er regen Anteil an der Avantgarde des Kaiserreichs und der Weimarer Republik, als Autor des Buchs »Das dritte Reich« entwarf er die Programmatik der »Konservativen Revolution« und bereitete so den Weg für den Aufstieg der NSDAP. Wie kaum ein anderer steht er für eine »alternative Moderne von rechts«, die sich jenseits einer liberal-fortschrittlichen Demokratisierung entwickelte. Dem Leben und Werk dieses Schriftstellers, der Autoren wie Oswald Spengler, Hans Grimm und Carl Schmitt beeinflusste, wird mit dieser Arbeit erstmals vollständig Rechnung getragen. Sie bietet eine umfassende Einbettung des Autors in den ästhetischen und politischen Diskurs seiner Zeit und zeichnet durch die Auswertung bislang unbekannter Archivquellen ein völlig neues Bild von der Rezeption Moeller van den Brucks während der Zeit des Nationalsozialismus.
Der Band versammelt Analysen zur Alltagkultur sowie zu transnationalen Kultur- und Wissenstransfers. Er gewährt Einblicke in aktuelle Fachpositionen und Forschungsorientierungen zur »cultura popolare« im Spektrum der »demo-ethno-anthropologischen Disziplinen« (DEA) Italiens.
Mit Beiträgen von:
Klaus Beitl (Wien), Stefano Cavazza (Bologna), Fabio Dei (Pisa), Diane Dingeldein (Mainz), Francesco Faeta (Messina/ Roma), Annemarie Gronover (Tübingen) Burkhart Lauterbach (München), Stefania Massari (Roma), Luigina Rubini Messerli (Lausanne), Emanuella Rossi (Firenze), Daniella Seidl (München), Alessandro Simonicca (Roma) Angela Treiber (Eichstätt)
Die Beziehung von Mensch und Tier in der Kultur der Moderne
In unseren Geschichtsbüchern kommen Tiere, wenn überhaupt, nur am Rande vor. Glaubt man der bisherigen Geschichtsschreibung, dann haben Tiere keine bedeutsame Rolle in der Entwicklung menschlicher Gesellschaften gespielt. Aber wo wären wir ohne Tiere? Wie hätte sich die Landwirtschaft ohne die Zugkraft von Ochsen und Pferden entwickelt? Wie hätten Menschen sich ernährt oder gekleidet? Wie hätte man ohne Reittiere ferne unbekannte Regionen erkundet? Wie stünde es um das weit verbreitete Ritual der Jagd und wie hätte man Kriege geführt ohne Pferde, Elefanten, Hunde, Tauben oder Delphine? Und wo wäre die Medizin ohne den Tierversuch? Wo wären Kunst, Literatur und Philosophie ohne den Gegenstand und das Motiv Tier? War es nicht gerade die Beschäftigung mit dem Tier, die es uns ermöglicht hat zu bestimmen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein? Tiere spielen also eine vielschichtige Rolle in den materiellen, kulturellen und geistigen Lebenswelten des Menschen, wie diese Fragen zeigen. Die Kulturwissenschaften haben begonnen, sich ihrer anzunehmen und erste Antworten zu geben. Der vorliegende Band ist ein herausragendes Beispiel. Namhafte europäische und amerikanische Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen setzen sich mit der Geschichte der Mensch-Tier-Beziehungen auseinander. Sie erweitern ein bisher noch weitgehend unerforschtes Terrain der Kulturgeschichte um eine bedeutende Dimension und demonstrieren, wie die Geschichte(n) von Tieren aufs engste mit Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Technik und Kultur verknüpft sind. Einige Themen dieses hochinteressanten, ja oft amüsanten Buches: · Hunde im Weltall · Darwin im Affenkäfig · Das Pferd in der Großstadt · Sodomie vor Gericht · Tiere und britischer Imperialismus · Schäferhunde und Gewaltherrschaft · Kinder und Haustiere · Frauen, Friedensbewegung und Tierschutz
Kriegskonstruktionen in der deutschen Militärmalerei des 19. Jahrhunderts
Eine Pionierstudie: die umfassende Analyse der populären monarchisch-nationalen Militärmalerei des 19. Jahrhunderts, die noch heute das Bild vom Krieg mit prägt. An weit über 100 Gemälden arbeitet die Autorin ein symbolisches Archiv des medialisierten Krieges heraus. Welche Ziele verfolgten die Maler, welche Bildstrategien benutzten sie? Wie weit gaben sie Realität wieder? Wie konstruierten sie den Krieg neu? Und wie stark prägten ihre Bilder die Einstellung der Gesellschaft zum Krieg mit?
Dritte Folge des Jahrbuchs für Volkskunde im Auftrag der Görres-Gesellschaft
Das Jahrbuch für Europäische Ethnologie (vormals Jahrbuch für Volkskunde) sieht sich einer Fachidentität verpflichtet, die Volkskunde als europäische Ethnologie vornehmlich im Sinne einer historischen Kulturwissenschaft versteht und darum auch Gegenwartsfragen im Kontinuum der Geschichte diskutiert. Schwerpunkte bilden u. a. religionsethnologische und frömmigkeitsgeschichtliche Untersuchungen, Studien zur Ritual- und Brauchforschung, zur materiellen Kultur und Dinggebrauch, zur Alltagskulturforschung und den dazugehörigen Theoriediskursen.