Zu Wissenschaft, Politik und Religion bei Novalis
AutorIn: Remigius Bunia
Gegen die Vernunft hilft keine Kunst.
Den rationalistischen Annahmen, die die westliche Kultur seit 400 Jahren prägen, ist auch der Romantiker Novalis nicht entkommen. Die romantische Poetik fußt auf dem tiefen Glauben an die Vernunft.
Die Gegenwart hat sich dem Rationalismus fest verpflichtet: Man muss vernünftig handeln, sich klar ausdrücken und die Zukunft planen. Nicht einmal die aktuelle Wirtschaftskrise hat den Glauben an die Vernunft erschüttert. Die Romantik gilt als historische Gegnerin des allseligmachenden Glaubens an die Vernunft. Doch der Autor zeigt, dass Novalis, einer der prominentesten Romantiker, dem Rationalismus fest verbunden ist. Doch nimmt er ihn so ernst, dass er ihn überdreht, und seine Unzulänglichkeiten werden sichtbar. Damit zeigt uns Novalis’ Denken, wo die Grenzen des Rationalismus liegen - und wie schwer es ist, den Verheißungen der Vernunft zu entkommen.
Jahrbuch der Friedrich Schlegel-Gesellschaft. 22. Jahrgang 2012
HerausgeberInnen: Ulrich Breuer und Nikolaus Wegmann
Athenäum – das ist die berühmte Zeitschrift der Brüder Schlegel. Der Name war zugleich Titel für ein Forschung- und Bildungsprogramm mit höchsten Ansprüchen. Insbesondere mit den philologischen, kritischen und philosophischen Arbeiten Friedrich Schlegels hat das Athenäum die Romantik begründet.

Das neue Athenäum macht Schlegels bahnbrechende Neuerungen für die aktuelle Forschung in Philologie und Medienkulturwissenschaft produktiv. Zugleich rückt von Friedrich Schlegel aus die ganze Romantik in den Blick: Literatur, Sprache, Kunst, Musik, Recht und Staat, Philosophie, Religion und Natur. Das Jahrbuch ist also interdisziplinär und übernational, offen für Sachwissen, Selbstreflexion und Irritation. Es enthält neben dem Editorial, das sich aktuellen Themen widmet und sie auf Überlegungen Friedrich Schlegels bezieht, neue Beiträge zur Schlegel- und zur Romantikforschung, die zuvor ein Peer-Review-Verfahren passiert haben müssen. Zudem bietet es neue Funde, Diskussionen, Interviews, Features, Berichte und Experimente sowie einen Rezensionsteil.
AutorIn: Werner Besch
HerausgeberIn: Birgitt Haneklaus
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Prolegomena zu Friedrich Schlegels Poetik
Neues von Friedrich Schlegel, Neues über ihn: die frühesten vollendeten Schriften des Autors in der einzig authentischen Fassung, die erste Edition seiner Schriften in historisch-kritischer Form - Auftakt zu einer genetischen Rekonstruktion seiner Poetik, die es sich versagt, die Texte Friedrich Schlegels zur Projektionsfläche heterogener Theorien zu machen.
Dass die beiden Schriften, die der Autor als seine »Erstgeburten« bezeichnete, der Forschung unbekannt und selbst in der »Kritischen Friedrich-Schlegel-Ausgabe« unberücksichtigt geblieben sind, ist ein erstaunliches Phänomen. In Erlinghagens grundlegender Studie werden die Texte nach allen Regeln der Kunst ediert: Seine Edition umfasst die Dokumentation der Faksimiles und deren Transkription, die kriti-sche Konstituierung der Texte, die synoptische Darstellung der handschriftlichen und der Druckfassungen, der frühen und der späten Fassungen und schließt auch eine Konkordanz der poetologischen Begriffe und die zugehörigen Kommentarbriefe des Autors ein, auch diese kritisch ediert.
Die Frühromantik im Symposion der „Athenaeums-Fragmente“
AutorIn: May Mergenthaler
HerausgeberInnen: Monika Schmitz-Emans und Peter-André Alt
In kritischer Auseinandersetzung mit der aktuellen Forschung wird eine paradigmatische Lektüre der »Athenaeums-Frag-mente« und zugehöriger Texte der Jenaer Frühromantik als eines paradoxen Projekts vollendeter Mitteilung entwickelt.
Die Romantik bleibt kontrovers: Manchen gilt sie als progressiv, anderen als repressiv und totalitär. Am Beispiel der »Athenaeums-Fragmente« und anderer Schriften der Frühromantik wird argumentiert, dass einer der wichtigsten Gründe für die Ambivalenz und Aktualität der Romantik in ihrem widersprüchlichen, ironischen und fragmentarischen Streben nach vollendeter Mitteilung liegt. Statt zwischen Schlegels Tendenzen zu Freiheit und Totalität zu entscheiden, werden die Gespräche zwischen Autoren und Texten rekonstruiert, die sein Projekt ermöglicht und die in Platons Symposion über den Eros ihr wichtigstes Vorbild und zugleich ihren ältesten Dialogpartner finden.
Friedrich Schlegels altertumswissenschaftliche Manuskripte
Der Band stellt einen ersten Versuch zur wissenschaftlichen Erschließung zweier nachgelassener Manuskriptkonvolute des jungen Friedrich Schlegel dar, die bisher weder gedruckt noch ediert vorliegen.
Die Studien des Alterthums und die Fragmente zur Geschichte der griechischen Poesie entstanden Mitte bis Ende der 1790er Jahre, in der heißen Phase der Frühromantik. Sie behandeln die antike Literatur und ihr Nachleben genauso wie grundsätzlichere Fragen zur Theorie der Philologie und der Literaturgeschichtsschreibung. Für die Romantikforschung und für die Wissenschaftsgeschichte der Philologie sind sie von richtungsweisender Bedeutung. Dies wird hier in ständiger Rücksicht auf die Bedeutung der Philologie selbst reflektiert.
Jahrbuch der Fr. Schlegel-Gesellschaft 21. Jahrgang 2011
HerausgeberInnen: Ulrich Breuer und Nikolaus Wegmann
Athenäum – das ist die berühmte Zeitschrift der Brüder Schlegel. Der Name war zugleich Titel für ein Forschung- und Bildungsprogramm mit höchsten Ansprüchen. Insbesondere mit den philologischen, kritischen und philosophischen Arbeiten Friedrich Schlegels hat das Athenäum die Romantik begründet.

Das neue Athenäum macht Schlegels bahnbrechende Neuerungen für die aktuelle Forschung in Philologie und Medienkulturwissenschaft produktiv. Zugleich rückt von Friedrich Schlegel aus die ganze Romantik in den Blick: Literatur, Sprache, Kunst, Musik, Recht und Staat, Philosophie, Religion und Natur. Das Jahrbuch ist also interdisziplinär und übernational, offen für Sachwissen, Selbstreflexion und Irritation. Es enthält neben dem Editorial, das sich aktuellen Themen widmet und sie auf Überlegungen Friedrich Schlegels bezieht, neue Beiträge zur Schlegel- und zur Romantikforschung, die zuvor ein Peer-Review-Verfahren passiert haben müssen. Zudem bietet es neue Funde, Diskussionen, Interviews, Features, Berichte und Experimente sowie einen Rezensionsteil.
Frühromantische Kunstkritik und Hermeneutik
AutorIn: Manuel Bauer
HerausgeberInnen: Monika Schmitz-Emans und Peter-André Alt
Die Genese der modernen Hermeneutik aus der frühromantischen Kunstkritik - zur Theorie und Praxis der Interpretation um 1800.
Friedrich Schlegel und Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher gelten als Begründer der romantischen und damit der modernen Hermeneutik schlechthin, zugleich aber auch als Vertreter der frühromantischen 'Antihermeneutik' und Verstehensskepsis. Der Band vergleicht erstmals die hermeneutischen Leistungen Schlegels und Schleiermachers und entfaltet ein differenziertes Bild der Literaturkritik und Textauslegung zwischen ca. 1790 und 1830, indem er die methodologischen Prämissen der untersuchten Autoren an ihrer performativen Umsetzung misst. Die Studie diskutiert früh-romantische Philologie, Kritik und Hermeneutik im praktischen Vollzug anhand exemplarischer, teilweise bislang kaum wahrgenommener Texte. Zu diesem Zweck werden nicht theoretische Einzelaussagen gesammelt und systematisiert, sondern interpretierende Texte in all ihren Widersprüchen ernst genommen.
Jahrbuch der Friedrich Schlegel-Gesellschaft 19. Jahrgang 2009
HerausgeberInnen: Ulrich Breuer und Nikolaus Wegmann
Athenäum – das ist die berühmte Zeitschrift der Brüder Schlegel. Der Name war zugleich Titel für ein Forschung- und Bildungsprogramm mit höchsten Ansprüchen. Insbesondere mit den philologischen, kritischen und philosophischen Arbeiten Friedrich Schlegels hat das Athenäum die Romantik begründet.

Das neue Athenäum macht Schlegels bahnbrechende Neuerungen für die aktuelle Forschung in Philologie und Medienkulturwissenschaft produktiv. Zugleich rückt von Friedrich Schlegel aus die ganze Romantik in den Blick: Literatur, Sprache, Kunst, Musik, Recht und Staat, Philosophie, Religion und Natur. Das Jahrbuch ist also interdisziplinär und übernational, offen für Sachwissen, Selbstreflexion und Irritation. Es enthält neben dem Editorial, das sich aktuellen Themen widmet und sie auf Überlegungen Friedrich Schlegels bezieht, neue Beiträge zur Schlegel- und zur Romantikforschung, die zuvor ein Peer-Review-Verfahren passiert haben müssen. Zudem bietet es neue Funde, Diskussionen, Interviews, Features, Berichte und Experimente sowie einen Rezensionsteil.
Literaturhistorische Positionierungen Annette von Droste-Hülshoffs
Was Droste-Hülshoffs OEuvre angeht, fällt es schwer, klare Zuordnungen vorzunehmen. Handelt es sich um eine Autorin der Restauration respektive des Biedermeiers? Oder doch um eine Frührealistin? Weisen eine Reihe von Texten sie als Spätromantikerin aus – oder kennzeichnet das Geistliche Jahr sie gar als Epigonin barocker Rhetorik? Auf eine Weise scheint Droste die Bewohnerin eines literaturhistorischen Niemandslandes – zwischen altmodisch Überkommenem und dessen Transgression – zu sein. Der vorliegende Band leuchtet diese literaturhistorisch prekäre Position Drostes aus, die ihre Texte so spannungsreich und eigenwillig macht. Dabei geht es nicht darum, die Autorin programmatisch als Avantgardistin avant la lettre zu präsentieren: Die ‚Modernitätseffekte‘, die sich an den Texten Drostes beobachten lassen, werden vielmehr in Bezug gesetzt zur Traditionsverfallenheit der Autorin. Mit Beiträgen von Frauke Berndt, Stefan Börnchen, Achim Geisenhanslüke, Martha B. Helfer, Irmtraud Hnilica, Oliver Kohns, Astrid Lange-Kirchheim, Marcel Lepper, Claudia Liebrand, Rüdiger Nutt-Kofoth, Günter Oesterle, Bastian Reinert, Martin Roussel, Franziska Schößler, Ourania Sideri und Thomas Wortmann.