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Den muslimischen Glauben verstehen
AutorIn: Gerhard Gäde
Auch der Islam beruft sich auf göttliche Offenbarung, und tatsächlich verkündet der Koran eine Wahrheit, die als Gottes Wort verstehbar ist. Erst die Akzeptanz dieser These macht einen theologischen Dialog auf Augenhöhe möglich – einen Dialog, der nicht von vornherein die eigene vermeintliche Überlegenheit als gegeben statuiert. Wie lässt sich der Wahrheitsanspruch des Islam aus der Perspektive christlicher Theologie einschätzen und verstehen? Kann er aus christlicher Sicht anerkannt werden, ohne den christlichen Wahrheitsanspruch zu relativieren? Der Band entwickelt eine religionstheologische Hermeneutik (Interiorismus), die dies ermöglichen will und am Beispiel des Islam demonstriert. Er setzt ein bei einer radikalen Problematisierung des Offenbarungsbegriffs und zeigt auf, wie allein die christliche Botschaft imstande ist, auf dieses Problem eine Antwort zu geben, die es möglich macht, den Begriff 'Wort Gottes' vor der kritischen Vernunft zu verantworten. Daraus folgt aber keineswegs ein exklusiver christlicher Wahrheitsanspruch. Denn wie sich an der zweigeteilten christlichen Bibel zeigt, erkennt die christliche Botschaft auch der zunächst offenbarungstheologisch problematischen Schrift Israels als Altes Testament wirkliche Offenbarungsqualität zu. Dieses kanonische Verhältnis der beiden Testamente dient als theologisches Paradigma, um auch den Wort-Gottes-Charakter des Korans anzuerkennen. Die christliche Botschaft erfüllt so eine Dienstfunktion auch für die Entbergung der Wahrheit anderer Religionen. Das Buch setzt sich von den herkömmlichen Klassifikationsmodellen (Exklusivismus, Inklusivismus und Pluralismus) ab, nimmt aber jeweils deren Wahrheitskern auf. Es möchte zeigen, dass Christen die Wahrheit und Anwesenheit Christi auch jenseits der Grenzen der Christenheit entdecken können und arbeitet entscheidende theologische Voraussetzungen für einen christlich-islamischen Dialog heraus.
Letztbegründungsstrategien in der Auseinandersetzung mit Emmanuel Levinas und Jacques Derrida
AutorInnen: Lotz Carsten und Carsten Lotz
Weite Teile der katholischen Dogmatik und Fundamentaltheologie dieser Tage sind in nicht unerheblichem Maße von dem geprägt, was man 'Letztbegründung' nennen könnte. Diese Denkrichtung sucht– in der Tradition der Aufklärung und des deutschen Idealismus – nach letzten, philosophisch ausweisbaren Gründen für die Glaubensinhalte der katholischen Theologie. Der Autor zeichnet Thomas Pröppers, Hansjürgen Verweyens und Klaus Müllers Angänge nach und prüft, ob ihr Anspruch auf einen letztgültigen Sinn gelingen kann. Die Lektüre ausgewählter Texten von Emmanuel Levinas und Jacques Derrida lässt erhebliche Zweifel am Erfolg einer Letztbegründung aufkommen. Darüber hinaus gibt ein Durchgang durch lehramtliche und biblische Texte zu bedenken, ob ein solcher Anspruch theologisch überhaupt erhoben werden muss. Gilt nicht auch und gerade nach der philosophischen Aufklärung: "Mein Angesicht kannst Du nicht sehen. Nicht sieht mich der Mensch und lebt." (Ex 33,20)?
Christliche Theologie im Gespräch mit jüdischem Denken
AutorIn: Josef Wohlmuth
Nach Im Geheimnis einander nahe (1996) und Die Tora spricht die Sprache der Menschen (2002) schließt dieser Band die Studien zum jüdisch-christlichen Verhältnis ab. Wo stehen Judentum und Christentum heute? Wo hat, so fragt Jacques Derrida, ein Sprechen seinen Ort, das sagt, 'was Gott nicht ist, und, dass er ein Nicht-Gott ist'? Die Antwort lautet, dieser Ort sei eine Schwelle. 'Eine Schwelle indes, dieses Mal, um Zugang zu finden zu dem, was nicht mehr ein Ort ist.' Das erste Kapitel lässt unter dem Stichwort 'Gastlichkeit' ein Grund-theorem der Philosophie von Emmanuel Levinas durch Jacques Derrida beleuchten. Das zweite Kapitel erinnert an Begegnungen mit zwei jüdischen Autoren, Emmanuel Levinas und Elazar Benyoëtz. Im dritten Kapitel wird dem Neuanfang der Beziehungen der katholischen Kirche zum Judentum nachgegangen. Das vierte Kapitel behandelt im Gespräch mit Hans Blumenberg und im Anschluss an Dabru emet Fragen der Christologie. Das fünfte Kapitel tritt mit dem Thema 'Bilderverbot' ins Gespräch mit Jürgen Habermas. Im sechsten Kapitel tritt Jacques Derrida mit dem Fragen nach dem Namen ins Zentrum des Gespräches. Ein weiterer Beitrag stellt den Gabendiskurs der Gegenwart vor. Das siebte Kapitel widmet sich der Theologie des Gebetes und führt mit der Frage, ob sich Juden und Christen darin treffen können, in die Nähe des Heiligtums. Das achte Kapitel behandelt zwei Grundfragen der christlichen Liturgie und ihrer jüdischen Hintergründe.
Poetologisch-theologische Analysen zum deutschsprachigen Werk des israelisch-jüdischen Dichters Elazar Benyoëtz
AutorIn: René Dausner
Der israelische Dichter Elazar Benyoëtz (geb. 1937 in der Wiener Neustadt) gilt als der bedeutendste zeitgenössische Aphoristiker deutscher Zunge und als legitimer Erbe von Georg Christoph Lichtenberg, Karl Kraus und Elias Canetti. Mit der vorliegenden Arbeit rücken nun erstmals die theologischen Aspekte seines Werks in den Fokus der Aufmerksamkeit, ohne dass dabei die germanistischen Überlegungen aus dem Blick geraten. Angesichts der eigenen Lebensgeschichte spielen für Benyoëtz die Schoa und der Tod eine große Rolle. Der jüdische Autor verbindet die menschliche Kontingenz und Kreatürlichkeit mit dem biblischen Schöpfungsgedanken: Adam und Eva, Abraham und Kohelet, Jona und das Johannesevangelium werden ihm ebenso zu Referenzpunkten wie die deutsch-jüdische Literatur. Das vorliegende Werk zeichnet diese Themen und Motive mit großer Souveränität und Leichtigkeit systematisch nach und gibt sie für die christliche Theologie zu bedenken. Für den jüdisch-christlichen Dialog wird diese Arbeit einen wichtigen, weiterführenden Impuls bedeuten.
HerausgeberIn: Christian Hannick
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Das Thema 'Inkarnation' ist für den christlichen Glauben zentral, für den jüdisch-christlichen Dialog, wie zu erwarten, kontrovers. In der systematischen Theologie berührt das Thema vor allem hinein die Christologie und die Trinitätslehre. In Exegese und Dogmengeschichte stehen eine Reihe historischer Fragen an. Im jüdisch-christlichen Gespräch erregt das Thema mehr und mehr Aufmerksamkeit. Das Buch wird dazu beitragen, das Gespräch zu vertiefen, indem es bewußt macht, wo die eigentlichen Kontroversen liegen, in denen kein Konsens erreicht werden kann und wo gleichwohl eine gemeinsame Basis für inkarnatorisches Denken gegeben ist, die ins Bewußtsein gehoben werden muß.
Drei gattungspoetische Studien zur deutsch-jüdischen Literatur
AutorIn: Daniel Hoffmann
In drei längeren Studien, die in diesem Buch unter dem an ein berühmtes Wort Goethes anklingenden Titel Bruchstücke einer großen Tradition versammelt sind, wird anhand von ausgewählten Werken deutsch-jüdischer Dichter der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt, wie traditionelle Themen des Judentums aus dem Bereich der Bibel, der liturgischen Poesie und des aggadischen Erzählguts neue poetische Ausdrucksmöglichkeiten in den drei Grundformen der abendländischen Poesie, im Drama, in der Lyrik und in der Erzählliteratur gefunden haben.
Eine Eschatologie aus katholischer Perspektive im Gespräch mit jüdischem Denken der Gegenwart
AutorIn: Josef Wohlmuth
Mysterium der Verwandlung – der Titel schließt sich an die eschatologische Verkündigung des Apostels Paulus (1. Kor. 15, 51) an: „Seht, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wohl aber werden wir alle verwandelt werden, und zwar im Nu, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenstoß.“ Paulus denkt das ihm überkommene Kerygma in Eigenverantwortung theologisch weiter, um der Gemeinde die Beantwortung neuer Fragen zu erleichtern. Die Eschatologie hat im 20. Jahrhundert eine überraschende Neuorientierung erfahren. Sie hatte in der evangelischen Theologie begonnen, griff mehr und mehr auch auf das katholische Denken über und trug zu den programmatischen Veränderungen in der Ekklesiologie des Zweiten Vatikanums bei. Die hier vorgelegte Eschatologie versucht ein intensives Gespräch mit jüdischen Denkern der Gegenwart aus dem Bereich der Philosophie. Wer sich jüdischem Denken in Fragen der Eschatologie aussetzt, sieht sich zur Programmatik herausgefordert. Der Versuch, die katholische Lehre mit neueren Entwicklungen in den christlichen Eschatologien und jüdischen Denkströmungen zu konfrontieren, dient der Selbstvergewisserung und baut Brücken für das Gespräch zwischen Judentum und Christentum, ohne dabei die bleibenden Unterschiede zu verwischen. Die Eschatologie wird hier in den drei Dimensionen einer Eschato-Ästhetik, einer Eschato-Logik und einer Eschato-Praxis behandelt, die ihr jeweiliges Eigengewicht haben, aber auch eng aufeinander bezogen werden.
Mit der unveröffentlichten deutschen Originalfassung des Artikels "Erwachsenenbildung" von Martin Buber
HerausgeberInnen: Martha Friedenthal-Haase und Ralf Koerrenz
Der große jüdische Religionsphilosoph Martin Buber (1878-1965) war auch als Pädagoge und Andragoge eine bedeutende Persönlichkeit in der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. 1924 war er Gast der damals von Wilhelm Flitner geleiteten Volkshochschule Jena. An seinen dortigen Begegnungen lässt sich exemplarisch das Selbstverständnis und die Methodik Bubers eindrucksvoll sichtbar machen. Von der Analyse der Jenaer Konstellation geht dieser Sammelband aus, führt aber darüber hinaus zu Bubers weitgespannten Wirkungsfeldern, wobei auch bisher unerschlossenes Archivmaterial ausgewertet wird. Vertieft werden neben pädagogisch-andragogischen auch religiöse, sprachanalytische und politisch-ethische Aspekte, dargestellt u.a. auch über biographische Bezüge zu herausragenden Zeitgenossen wie Leo Boeck und Dag Hammarskjöld. Darüberhinaus enthält der Band auch Unveröffentlichtes aus Bubers Feder, so eine Auswahl aus seinem Briefwechsel mit Wilhelm Flitner sowie einen systematischen Grundlagenartikel zur Erwachsenenbildung.