Nach Titel durchsuchen

Im Auftrag des MGFA herausgegeben
HerausgeberIn: Bernhard Chiari
Die Bergregion zwischen Russland, Iran und Türkei ist von größtem geostrategischem Interesse, nicht zuletzt wegen ihrer Ölvorkommen. Seit dem Ende der Sowjetunion beschäftigen deshalb die Konflikte im Kaukasus, der Heimat uralter christlicher und islamischer Kulturen, die Welt. Tschetschenien ist nur ein Beispiel. Der neue 'Wegweiser' vermittelt ein umfassendes Bild von Geschichte, Gegenwart und Kultur des Kaukasus und der neuen Staaten Armenien, Georgien und Aserbaidschan sowie von der Rolle Russlands. Seit dem 18. Jahrhundert unterwarfen russische Truppen die Bergvölker des Kaukasus. Als Teil der UdSSR erlangte die Brücke zwischen Europa und Asien strategisches Gewicht. Ihre reichen Bodenschätze stellen bis heute einen Grund für Verteilungskämpfe dar. Seit dem Ende der Sowjetunion und der Entstehung der unabhängigen Staaten Armenien, Georgien und Aserbaidschan gerät der Kaukasus vor allem als Konflikt-herd in die Weltpresse: Abchasien, Ossetien und Nagorny Karabach stehen für ungelöste nationale und territoriale Auseinandersetzungen in ethnischen Mischgebieten. Das zu Russland gehörige Tschetschenien im Nordkaukasus wurde zum Sinnbild eines Krieges, den der russische Staat und muslimische Separatisten mit großer Grausamkeit führen.
Ideen, Krieg und Strategie von Ronald Reagan bis George W. Bush
AutorIn: Patrick Keller
Im Streit um die amerikanische Außen- und Anti-Terror-Politik seit dem 11. September 2001 gibt es einen beherrschenden Kampfbegriff: Neokonservatismus. Eine Clique neokonservativer Ideologen, so der Vorwurf, habe den intellektuellen Hintergrund für den neuen amerikanischen Imperialismus und besonders für den Krieg gegen den Irak geschaffen. Wer aber sind diese Neocons, was macht den Kern ihres Denkens aus und wie haben sie auf die Politik der Weltmacht Einfluss genommen? Patrick Keller, gründlicher Kenner der amerikanische Geistesgeschichte und der internationalen Politik, legt die erste in die Tiefe gehende Studie der Neocons vor. Er schildert, wie eine militante Denkschule und ihre führenden Vertreter unter den Präsidenten Ronald Reagan und George W. Bush die amerikanische Strategie prägten – und die USA schließlich mit ihrer einseitigen Politik der Stärke in das Desaster des Irak-Krieges führten, mit dessen Folgen nun nicht nur sie zu ringen haben. In brillanten Portraits der 'Väter' der Neocons wie Irving Kristol und Norman Podhoretz, Henry Jackson und Nathan Glazer zeichnet Keller zunächst die Entstehungsgeschichte des Neokonservatismus seit dem in den 1960er Jahren erfolgten Bruch mit dem Linksliberalismus nach und entfaltet sodann den ideologischen Hintergrund der Außenpolitiken der Reagan- und Bush-Administrationen. Diese erste umfassende und ausgewogene Studie des Neokonservatismus ist eine fesselnde Pflichtlektüre für alle, die sich in der Beschäftigung mit den USA und ihrer Politik nicht mit Klischees begnügen wollen.
AutorIn: Dorothea Steffen
Dass der politische Katholizismus im Kaiserreich von einer oppositionellen zu einer 'reichs- und systemloyalen' Position (Nipperdey) fand, ist bekannt. Wie sich dieser Prozess vollzog, zeigt die vorliegende Untersuchung der Auseinandersetzung um die Vereinheitlichung des materiellen bürgerlichen Rechts. In einer umfassenden Analyse politischer und publizistischer Quellen zeigt die Autorin, wie der politische Katholizismus in den fast dreißig Jahre währenden Debatten um das entstehende Bürgerliche Gesetzbuch seine Haltung zur Grundfragen der politischen, staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung des Kaiserreichs entwickelte und klärte. In einer Mischung aus systematischem und chronologischem Zugriff macht sie insbesondere deutlich, wie die bürgerlichen Zentrumspolitiker seit den späten 1880er Jahren die innerkatholischen Diskussionen dominieren und schließlich nicht nur die Zustimmung der Fraktion zur Kodifikation, sondern sich selbst als die prägende Kräfte durchsetzen konnten.
AutorIn: Axel A. Weber
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
AutorIn: Günther Jakobs
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Dialektik prägt das Verhältnis von Staat und Wissenschaft. Auch wenn es nicht 'den' Staat und 'die' Wissenschaft gibt, so sind Staat bzw. Politik und Wissen-schaft doch antagonistische Sys-teme. Denn es ist Aufgabe des Staates, der Wissenschaft Grenzen zu ziehen und die Versuche, sie zu instrumentalisieren, gehören zu den Funktionsbedingungen der Politik. Auch für eine umgekehrte Instrumentalisierung lassen sich Ansätze finden. Auf der anderen Seite sind Staat und Wissenschaft auf eine enge Symbiose angewiesen. Ohne staatliche Förderung kann moderne Wissen-schaft nicht funktionieren, ebenso verliert der Staat an Legitimität, wenn seine Entschei-dungen vor dem Urteil der Wis-senschaft nicht bestehen können. Von Zeit zu Zeit, insbesondere nach epochalen Zäsuren, bedarf es einer Bestandsaufnahme und Neuvermessung des Verhältnisses von Staat und Wissenschaft. Eine solche bietet sich knapp 20 Jahre nach der Zeitenwende des Jahres 1989/90 an. Nimmt man sie vor, so ergibt sich Korrekturbedarf – vor allem im Hochschulrecht, aber auch bei der wissenschaftlichen Selbstregulierung.
Der Staat als Rechtsdurchsetzungsinstanz
Recht ist mehr als eine abstrakte Sollensordnung. Seinem Steue-rungsauftrag gemäß ist es auf Beeinflussung tatsächlichen Ge-schehens und damit auf Durch-setzung hin angelegt. Wert und Bedeutung einer Rechtsordnung bestimmen sich daher nicht zuletzt nach dem Grad ihrer Verwirklichung, ihrer Durchsetzung. Das Rechtsdurchsetzungsregime hat sich in der geschichtlichen Entwicklung des Rechts verändert. Wurde die Zwangsgewalt zur Rechtsdurchsetzung zunächst als dem Staat zugeordnet, d.h. unabhängig von der Rechtsordnung und dieser vorgeordnet gesehen, müssen sich die entsprechenden Kompetenzen im demokratischen Verfassungsstaat aus der Rechtsordnung selbst ergeben. Daher bestimmt sich die Rechtsverwirklichung nicht vom Ausnahmezustand, sondern von der bürokratisch-rationalen und effektiven Exe-ku-tion des Rechts her. Die historische Ent-wick-lungslinie, die über die Ausbildung des staatlichen Gewaltmonopols und die Effektuierung der Staatsgewalt zum modernen Verwaltungsvollstreckungs- und Verwal-tungs-sanktionsrecht mit strafrechtlicher Absiche-rung führt, ist in der Gegenwart durch unterschiedliche Entwicklungen relativiert und bedroht: Die Privatisierung zahlrei-cher Verwal-tungs-bereiche bis hin zu Verkehrs-überwachung und Strafvollzug, das Aufkom-men privater Sicherheitsdienste, die Über-lagerung der deut-schen Rechtsordnung durch europäisches Gemeinschaftsrecht und die dadurch induzierte Ablösung von Eingriffs- durch Regu-lierungsverwaltung sind nur einige Stichworte dieser Entwicklungen. Die Kernfrage lautet, welche Faktoren der Rechtsverwirklichung und der Rechtsdurchsetzung unverzichtbar sind.
AutorIn: Gerhard Kegel
HerausgeberInnen: Klaus Luig und Heinz-Peter Mansel
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Festschrift für Bernhard Vogel zum 75. Geburtstag
Bernhard Vogel hat wie nur wenige Politiker in seinem öffentlichen Wirken seit fast 50 Jahren auf Gestalt und Wesen unserer res publica Einfluss genommen – als Abgeordneter und prominenter Vertreter der CDU, als Kultusminister, als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen, als Repräsentant kirchlicher Organisationen und als Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Autoren der Festschrift, Freunde, Kollegen und Wegbegleiter aus Wissenschaft, Kultur und Politik, zeichnen nicht nur Lebensweg und Wirken Bernhard Vogels nach (Peter Molt, Helmut Herles). Sie diskutieren auch die Entwicklung der Politikfelder und Problemkreise, die Schwerpunkte in dessen politischem Handeln bildeten: Politik aus christlicher Verantwortung (Otto Depenheuer, Alois Glück, Michael Krapp), Föderalismus (Hans Maier, Heinrich Oberreuter, Erwin Teufel), Kultur und Bildung (Karl Martin Graß, Hermann Ströbel, Jürgen Wilke, Hans-Joachim Veen), internationale Verständigung (Andreas Khol, Friedrich Kronenberg, Josef Thesing, Gerhard Wahlers).
Herusgegeben im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes
HerausgeberInnen: Dieter H. Kollmer und Bernhard Chiari
Der neueste Band der erfolgreichen 'Wegweiser zur Geschichte' befasst sich mit einer Konfliktzone der Weltpolitik, die immer größeres Gewicht erlangt: Bürgerkrieg zwischen islamischen und nicht-islamischen Gruppen, Massenmorde, Vertreibungen, Darfur und die immer schärfere internationale Konkurrenz um Öl sind die Stichworte. Zuverlässig und verständlich wie gewohnt führt der Band in Geschichte und Gegenwart, Religionen und Kulturen einer faszinierenden Region ein.