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  • Comparative Religion & Religious Studies x
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Einführungen in das Denken Franz Rosenzweigs
Author: Bernhard Casper
Der jüdische Philosoph Franz Rosenzweig ist in der Frage, wie zu Religionen ein Zugang gewonnen werden kann, für die religionsphilosophische Forschung immer zentraler geworden. Gründet Religion in Vernunft oder in bloßer geschichtlicher Faktizität? Rosenzweig war der erste, der im 20.Jh. zeigte, wie beides zusammenspielt. Rosenzweigs Denkansätze, auf die schon früh u.a. Walter Benjamin und Karl Löwith aufmerksam machten, wurden für Emmanuel Lévinas wegweisend und werden heute weltweit in ihrer Bedeutung gerade auch für die Theologie diskutiert. Bernhard Casper, der „Nestor der deutschen Rosenzweigforschung“ (H.J.Görtz), legt hier seine in zwei Jahrzehnten entstandenen wichtigsten Reflexionen über das Denken Rosenzweigs vor.
Konstruktionen des Kollektiven und Konzepte individueller Krankheit im psychiatrischen Diskurs um 1900
Der ‚nervöse Jude’ ist um 1900 ein Topos der inner- und außerpsychiatrischen Fachdiskurse. Dieser Topos steht im Mittelpunkt des interdisziplinär angelegten Bandes. Er exemplifiziert die Vorstellungen seiner Zeit, nach denen erbliche Anlagen und kulturelle Errungenschaften zu Krankheitsursachen avancierten. Die Gesundheit des Einzelnen schien von Erbanlagen seiner Ethnie und Umwelteinflüssen seiner Kultur zugleich bedroht. Die spezifische Attraktivität dieses Topos lag vor allem darin, dass man mit seiner Hilfe kollektive Entitäten innerhalb von Medizin und Psychiatrie beschreiben konnte. Auch die Psychoanalyse und die psychoanalytische Psychosomatik begreift die individuelle Lebensgeschichte vor allem auch als Ausdruck einer allen Menschen gemeinsamen, gleichsam prähistorischen Seelenstruktur, so dass gewisse Einflüsse der Moderne zu Symptomen der Überforderung führen sollen. Die Frage nach den Transformationsprozessen zwischen individueller Krankengeschichte und kollektiver Gruppenidentität wird hier von verschiedenen Perspektiven aus thematisiert.
Zur gemeinschaftsbildenden Funktion institutionalisierten Betens im Judentum und Christentum
Beten: ein fundamentaler und indispensabler Vollzug religiöser Praxis. In der theologischen und religionsphilosophischen Forschung treten sowohl das persönliche als auch das gemeinschaftliche Gebet gegenwärtig verstärkt als Orte theologischer Erkenntnis und menschlicher Selbst- und Weltdeutung in den Blick. Nirgends spiegelt sich die auf wenige prägnante Aussagen reduzierte Theologie einer Gemeinschaft stärker wider als in tradierten Gebetstexten. Der auf einem internationalen Symposion basierende Band rückt mit Untersuchungen zum Achtzehnbittengebet (Amida) und zum Vaterunser zwei „Stammgebete“ der jüdischen und christlichen Liturgie in den Mittelpunkt, denen weitere Bezugstexte zur Seite gestellt werden.
Was typisch jüdisch ist, schien lange Zeit selbstverständlich zu sein. Der geschärfte Blick der Antisemitismusforschung hat indes gezeigt, welche unterschiedlichen Bilder vom Jüdischen es gibt und wie diese im Laufe der Zeit instrumentalisiert wurden. „Das Jüdische“ nämlich ist – wie „das Christliche“ auch – nicht einfach gegeben, sondern auf vielfältige Weise gemacht. Wenn in Wissenschaft, Politik und Literatur vom „Jüdischen“ die Rede ist, konstruiert dieses Reden seinen Gegenstand. Um das zu plausibilisieren, was sie als jüdisch darstellen, nutzen Texte wiederkehrende argumentative Schemata, Metaphern und Kontraststrukturen. Gerade wissenschaftliche Texte vermitteln durch ihren Gestus der Objektivität einen vorgeblich eindeutigen Begriff von dem, was typisch jüdisch ist und müssen deshalb einer besonders kritischen Analyse unterzogen werden. Gezeigt werden soll, mit welchen Redestrategien Literatur und Wissenschaft ihre Konstruktionen des Jüdischen als „wahr“ auszugeben versuchen.
Einheit und Vielfalt des Judentums in hellenistisch-römischer Zeit
In der international ausgerichteten Reihe "Studien zu Judentum und Christentum" erscheinen wissenschaftliche Arbeiten zu Konstituierungs- und Differenzierungsprozessen jüdischer und christlicher Religion in Geschichte und Gegenwart.
Die Einzelbände behandeln exegetisch-hermeneutische, historische, systematische, kulturwissenschaftliche und zeitgeschichtliche Aspekte des Themenfeldes in der Verantwortung der einzelnen Fachdisziplinen und zugleich in fächerübergreifender Perspektive. Ein besonderes Augenmerk der Studien gilt den religiösen und kulturellen Kontaktpunkten und Reibungsflächen zwischen Judentum und Christentum, deren wissenschaftliche Betrachtung dem gegenseitigen Verständnis nach einer langen Geschichte kirchlicher Judenfeindschaft neue Impulse zu geben vermag.

The internationally focused series "Studien zu Judentum und Christentum" publishes studies on the processes of formation and differentiation of Jewish and Christian religion past and present.
SJC-volumes deal with exegetical-hermeneutical, historical, systematic, cultural-historical and contemporary issues according to the standards of the individual disciplines and from a cross-disciplinary perspective. Particular attention is paid to the areas both of cultural interaction and of friction between Judaism and Christianity. After a long history of ecclesiastical hostility against Jews and after the experiences of the 20th century the scholarly examination of these topics can provide new impulses for improving mutual understanding.

La série internationale “Studien zu Judentum und Christentum” publie des études sur les processus de formation et de la différenciation des religions juive et chrétienne, passées et presents.
Les volumes de la série traitent de questions éxegétiques, herméneutiques, historiques, systematiques, historico-culturelles et contemporaines selon les norms des différentes disciplines et dans une perspective interdisciplinaire. Une attention particulière est accordé aux domaines de l’interaction culturelle et des frictions entre le judaïsme et le christianisme.Après une logue histoire d’hostilité ecclésiastique contre les Juifs et après les experiences du XXe siècle, l’examen scientifique de ces sujets peut donner de nouvelles impulsions pour améliorer la comprehension mutuelle.

Theologische Aufsätze und Meditationen zur Beziehung von Judentum und Christentum
Author: Josef Wohlmuth
Theologische Aufsätze zum Verhältnis von Judentum und Christentum
Author: Josef Wohlmuth