AutorIn: Annette Linzbach
HerausgeberIn: Petra Buchwald
Nach dem Schulabschluss kommt meist die große Ratlosigkeit statt der richtungsweisenden Erleuchtung. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen als Eltern, wie Sie Ihrem Kind zu erkennen helfen, welche Wege ihm offen stehen.
Modedesignerin oder Maschinenbau-Ingenieurin? Logopäde oder Luftverkehrskaufmann? Die Möglichkeiten sind unzählig und so verschieden wie die Menschen selbst. Die Entscheidung für einen Berufsweg erfordert eine gute Kenntnis der eigenen Interessen und Fähigkeiten. Aber auch die Erfahrung von Menschen, die diese Wahl bereits getroffen haben. Das macht die Eltern zu den wichtigsten Ratgebern bei der Entscheidung ihrer Kinder.
Wie sollen Sie als Eltern mit Ihrem Kind über die Berufswahl sprechen? Wie könnten Sie ihm helfen seine Fähigkeiten und Interessen zu erkennen? Wie mit unsicheren Zukunftschancen umgehen? Wie können Sie Konflikte handhaben, die bei der Berufswahl zwischen Ihnen und Ihrem Kind entstehen?
Die Autorin Annette Linzbach kennt die Sorgen und Nöte der Eltern aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Berufsberaterin. Mit diesem Ratgeber möchte sie Ihnen dabei helfen, Ihr Kind bei der Studien- und Berufswahl zu unterstützen.
Band 3: Neuzeit. Teilband 1: Aufklärung
Mit diesem vierbändigen Werk zur Geschichte der Ästhetischen Bildung wird eine Lücke in der Geschichte der Bildung und der Pädagogik geschlossen. Im Teil 3.1 des Gesamtwerkes werden die Ideen Ästhetischer Bildung und die pädagogischen Denkmodelle der europäischen Aufklärung vorgestellt. Sie sind zutiefst durch die sich im 18. Jahrhundert neu konstituierenden Lebensformen, Weltanschauungen, Bildungs- und Erziehungsvorstellungen geprägt. Die Aufklärung ist das Zeitalter, in dem die Ästhetische Bildung populär zu werden beginnt. Vor diesem Hintergrund behandelt das Buch die Ideen und Theorien Ästhetischer Bildung u.a. von Locke, Rousseau, Baumgarten, Kant, Winckelmann und Schiller.
In pädagogischen Diskursen erscheint »Heterogenität« derzeit als Zauberformel, die aber viele Fragen offen lässt. Der Band bemüht sich aus bildungsphilosophischer Perspektive um Klärung. Zur Unschärfe des Begriffs »Heterogenität« trägt nicht nur die Vielzahl der Kategorien bei, auf die er verweist wie Leistung, Alter, Geschlecht, Behinderung, soziale Herkunft, Ethnizität. Unklar ist auch, welche philosophischen und gesellschaftstheoretischen Konzepte ihm zugrunde liegen, in welchem Verhältnis zu anderen Termini wie Diversity, Alterität oder Pluralität der Begriff steht. Welche Prämissen und Geltungsansprüche sind mit der Rede von Heterogenität verbunden? Was hat die Bildungs- und Erziehungsphilosophie zur Klärung der Sachfragen beizutragen?
Bildungsphilosophische Interventionen
AutorIn: Michael Wimmer
Man hört, Bildung sei als Zukunfts-Ressource unserer Gesellschaft eine Wissenschaft, die den faktischen Bildungsstand messen und seine realen Entwicklungsmöglichkeiten prognostizieren könne. Vergessen scheint, dass sich der Siegeszug moderner Pädagogik einer utopischen Kraft verdankt. Ihr Realismus besteht darin, das Unmögliche anzustreben.
Moderne Pädagogik konstituiert sich im Bezug zur unwahrscheinlichen Idee einer vernünftigen, gerechten Gesellschaft von freien Individuen, zu einer unbekannt gewordenen Zukunft und einem Zögling, der dahingehend fremd bleiben wird, dass niemand weiß, was aus ihm werden kann. Pädagogik tritt an mit dem Versprechen, gegen die realen gesellschaftlichen Bedingungen gewendet den Individuen zu ihren eigensten Möglichkeiten zu verhelfen. Damit verstrickt sie sich in Paradoxien, denn Erziehung schien von Beginn an zugleich notwendig und unmöglich zu sein. Erst unter Theoriebedingungen und der Positivierung des Unbestimmten kann sie die Irreduzibilität ihrer Aporetik anerkennen. Da diese kein Makel mehr ist, kann man von ihr nun zu Recht als Wissenschaft des Unmöglichen sprechen.
»Globalisierung« ist heute der Horizont, zu dem das Individuum sich mit Blick auf die Welt verhalten muss.
Die Dynamik der Globalisierung setzt pädagogisches Denken und Handeln in einer neuen Qualität unter Druck, das Weltverhältnis und Weltverständnis des Einzelnen auf die Herausforderungen der Weltgesellschaft abzustimmen. Der globale Horizont nötigt insbesondere dazu, die Möglichkeiten und Grenzen pädagogischer Reform immer wieder neu auszuloten. »Pädagogische Reform im Horizont der Globalisierung« knüpft in diesem Sinn an die vielfältigen Bemühungen um das Verständnis »Globaler Bildung« bzw. von »Bildung in der Weltgesellschaft« an. Verbunden wird dieser Diskussionszusammenhang mit den Impulsen pädagogischer Reform, wie diese exemplarisch in der sogenannten »Reformpädagogik« formuliert wurden. Der Band zeichnet in sieben Beiträgen einige wesentliche Motivlagen der Verschränkung dieser Perspektiven nach.
Nur einem bildsamen Wesen kann ein Gott sich offenbaren
In seiner Bildsamkeit ist der Mensch ein Abbild der schöpferischen Kraft Gottes. In welchem Zusammenhang stehen dann Bildung und Religion? Inwiefern sollte Religion Bestandteil öffentlicher Erziehung und Bildung sein? Welche Relevanz hat der schulische Religionsunterricht heute?
Zu diesen Fragen thematisiert der vorliegende Band das Verhältnis von Pädagogik, Theologie und Religionspädagogik, indem er Grundbegriffe und Basistheorien erläutert sowie Zusammenhänge zwischen der pädagogischen Grundtatsache menschlicher Bildsamkeit und dem theologischen Begriff einer göttlichen Ebenbildlichkeit des Menschen aufzeigt. Ebenso werden bildungs- und religionspolitische Fragen im Kontext einer angemessenen Institutionalisierung von Religionsunterricht an öffentlichen Schulen diskutiert. Gemeinsames Ziel aller Beiträge ist es, die Entwicklung einer durch schulischen Religionsunterricht geförderten religiösen Kompetenz als Teil öffentlicher Erziehung und Bildung auszuweisen.
Biographisches - Erwachsenenbildung und Volkshochschule - Pädagogische Positionen und Impulse - Würdigungen - Nachkriegszeit - Philosophische Reflexionen und Kulturphilosophie
AutorIn: Wilhelm Flitner
HerausgeberIn: Fritz Thyssen Stiftung
Diese »Nachlese« beschließt als 12. Band die »Gesammelten Schriften« und dokumentiert in über 100 Beiträgen die erstaunliche Breite des Denkens und Wirkens dieses Pädagogen und Kulturphilosophen über acht Jahrzehnte.
Die Spannweite des Denkens und Wirkens Wilhelm Flitners reicht von den Anfängen der Erwachsenenbildung nach dem Ersten Weltkrieg bis zur Funk- und Fernuniversität nach 1945; sie umfasst Würdigungen bedeutender Zeitgenossen und kulturphilosophische Studien, darunter Beiträge zu einer unveröffentlicht gebliebenen Festschrift für Karl Jaspers aus dem Jahre 1943. Umfangreiche Erläuterungen und ergänzende Materialien sowie eine Gesamtbibliographie von Flitners Veröffentlichungen machen diesen Band zu einem wertvollen Arbeitsinstrument auch zur Erschließung des Gesamtwerks dieses Klassikers der Pädagogik des 20. Jahrhunderts.
Wie Sie Ihre Jungs unterstützen und stark machen
AutorIn: Frank Beuster
HerausgeberIn: Petra Buchwald
Spiele konstituieren eine eigene Welt gegenüber der Wirklichkeit und sie bringen selbst Wirklichkeiten hervor, so dass es schwierig wird, den Möglichkeits- und Realitätssinn von Spielen abzugrenzen.
In pädagogischer Sicht erscheinen Spiele häufig als ein methodisches Hilfsmittel, das die Vermittlung von Inhalten erleichtert. Aber die Spieltheorie weiß seit langem, dass Spiele durchaus eine eigene Welt schaffen, über die nicht einfach von außen verfügt werden kann. In der Welt des Spiels werden die im Alltag doch fest erscheinenden Grenzen von Wirklichem und Möglichem verflüssigt. Spiele bringen einen Realitätssinn hervor, auch wenn um das Spielen gewusst wird. Umgekehrt ist in der heutigen Zeit unser Alltagsleben zunehmend unter einen Möglichkeitsvorbehalt gestellt: Könnte es sein, dass unsere Selbst- und Weltverhältnisse einen spielerischen Charakter angenommen haben?