Kommentierte Neuausgabe der „kleinen mystagogischen Christologie“
Ein christologischer Entwurf aus dem Dialog zwischen Dogmatik und Liturgie sowie zwischen Judentum und Christentum.
Christologie begründet die Rede von Jesus als dem Christus, d. h. dem Messias Gottes. Sie vertritt also einen theologischen Wahrheitsanspruch. Wird die Christologie jedoch nur von der Wahrheitsfrage bestimmt, kann sie leicht den lebendigen Zugang des Glaubens zur geheimnisvollen und unvergleichlichen Individualität Jesu verstellen. Dieser Gefahr begegnet der Autor durch eine mystagogische Christologie. Sie ist orientiert an den Hochfesten der erneuerten Römischen Liturgie. Der Autor führt zur Mystik dieses Festkreises hin und erschließt die Gestalt Jesu Christi in ihrer Heilsbedeutsamkeit.
25 Jahre nach dem Ersterscheinen wird dieser christologische Entwurf in erweiterter Form präsentiert.
Rechtsgeschichtliche Entwicklung, theologische Begründung und rechtliche Kontur
Mit Blick auf die Umstrukturierungen in deutschen Diözesen und den sich daraus ergebenden Anforderungen stellt sich die Frage nach der theologischen Positionierung und rechtlichen Normierung der Kleriker in der katholischen Kirche.
Wie wird die Existenz von Klerikern innerhalb des Volkes Gottes begründet? Was macht Kleriker theologisch und rechtlich aus? Welche Aufgaben kommen ihnen zu? Welche Klerikerstufen gab und gibt es?
Die Studie beginnt mit einer rechtsgeschichtlichen Betrachtung dieser Fragen und gibt einen Überblick über zentrale rechtsgeschichtliche Entwicklungen. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Sammlung Statuta Ecclesiae antiqua aus dem 5. Jahrhundert, die erstmals die bis 1972 zu durchlaufenden Weihestufen nennt. Abschließend wird die Rezeption der konziliaren Aussagen in der nachkonziliaren Gesetzgebung und in der geltenden Rechtsordnung betrachtet.
Kirchenzugehörigkeit zwischen Kanonistik und Dogmatik
AutorIn: Nils Petrat
Die Frage der Kirchenzugehörigkeit umfasst weit mehr als nur die Diskussion um Kirchenaustritt oder Kirchensteuer. Mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes untersucht der Autor den wissenschaftlichen Diskurs zwischen Kirchenrecht und Ekklesiologie.
Dabei wird ein prekäres Verhältnis von Dogmatik und Kanonistik sichtbar. Da auch nach dem Vaticanum II Unklarheiten bleiben, wie die Kirche sich selber versteht, kann folglich das Gliedschaftsrecht des CIC/1983 wichtige aktuelle und praxisrelevante Problemstellungen nicht hinreichend klären: Wie ist im Blick auf den innerkirchlichen Gliedschaftsstatus ein Kirchenaustritt in Deutschland zu bewerten? In welchem Verhältnis stehen Katholiken zur Kirche, die ihren Glauben gar nicht praktizieren? Die vorliegende Studie plädiert für eine dreistufig differenzierte Kirchenzugehörigkeit.
Überführung der Gewaltverflochtenheit in Sprache
AutorIn: Barbara Strumann
Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung überführen ihre Gewaltverflochtenheit mit Hilfe der individuellen Klagepsalmen in Sprache. Die Autorin entwickelt in ihrer Arbeit ein Lehr-Lernarrangement für Kinder und Jugendliche mit Unterstützungsbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung. Damit nimmt sie eine Schülergruppe in den Blick, die in vielfältige Gewaltzusammenhänge verflochten ist und meist als bildungs- oder religionsfern bezeichnet wird. In dem dargestellten Lehr- und Lernarrangement konnten diese Schülerinnen und Schüler über die individuellen Klagepsalmen einen Zugang zu religiösen Inhalten finden. Sie wurden religiös sprachfähig und setzten sich in ihren Psalmtexten mit belastenden Emotionen auseinander.
How Sweet the Sound
HerausgeberIn: Amy Van Dyke
“Amazing Grace” is a song that has inspired millions. From its inception, the words of this beloved hymn have struck a chord across cultures and generations. The author, John Newton, could not have known the impact his words would have. When written, his intent was to combine a new song with his New Year’s Day sermon, “Faith’s Review and Expectation.” 1773 was a new year, a perfect opportunity to review the past and anticipate the future. Newton’s own past had shaped him greatly, and his reflections on those earlier times had a profound effect on his writing. Subsequently, “Amazing Grace” was refined and adjusted to fit the more nuanced contexts of the individual communities who adopted it as their own. It was reprinted in many early hymnbooks—without music, which was the standard at the time. The tunes for these hymns were known separately, so a hymn could be sung to a variety of different tunes. “Amazing Grace” did not originally sound like it does today. Refining the tune into today’s most recognized cadence was a process that took over one hundred years. But musical styles began to change rapidly, along with everything else in the 1920s, and “Amazing Grace” began to be infused with individuality. Blues, gospel, jazz, folk, and eventually rock and pop music all adopted the song into their respective genres. It also reached beyond church walls and religious gatherings, and moved to streets filled with marchers for civil rights, onto stages of concerts pleading for peace, and into recording studios looking for something new to make a buck. Perhaps it is the message in the words, an outpouring of humility and redemption, that people respond to. Perhaps it is the theme of deliverance from bondage, be it internal or external, that comforts those in times of trial. Perhaps it is simply the familiarity of the tune and the words that connects people as they sing. Regardless, “Amazing Grace” has become one of the most recognized songs in the world. This exhibition and catalog highlights the journey “Amazing Grace” has taken from being penned by an eighteenth-century English minister to becoming a modern-day pop-culture phenomenon.
Ecclesiastes through Art
HerausgeberIn: Corinna Ricasoli
The book of Ecclesiastes, one of the books of the Old Testament (Hebrew Bible), is thought by most to have been written around the third century BCE. Its influence has been enduring and far-reaching. Its sentiments are so universal that they remain relevant and thought provoking even today. What is the meaning of life? For what purpose do we exist? In The Living Dead: Ecclesiastes through Art, visitors are invited to explore the main themes from the book of Ecclesiastes through the visual aid of artworks spanning from the sixteenth to the eighteenth centuries. Featuring European masterpieces from many major museums and collections worldwide, the exhibition invites guests to contemplate universal ideas.
The handbook of fundamental theology is the result of twenty years of teaching and research and has already appeared in seven different languages; a Chinese edition is on the way. Hans Waldenfels held the chair at the university of Bonn from 1977–1997, where the former Pope Benedict XVI. – Joseph Ratzinger – began his scholarly career. Waldenfels came to Bonn after he had lived and worked in Japan for ten years where he experienced a completely different language and culture.
In Japan as well as in other parts of Asia, inculturation became a life experience for him. Following the three classical topics of fundamental theology – God, Jesus Christ, the Church – Waldenfels asks how they fit into the different contexts of ethnic, cultural, religious and ideological contexts of life. Finally he reflects on the process of Christian theology. The handbook shows that modern Christian theology needs a profound knowledge and analysis of the diversity of human and social life. At the same time an equally deep involvement in the mystery of the divine as it appears in the life and death of Jesus Christ. It calls for a strong connection between historical awareness and an insatiable desire of the infinite Beyond.
Historische, systematische und praktische Perspektiven
Der universale Geltungsanspruch der Menschenrechte und der humanitäre Anspruch des Christentums konvergieren in der Erwartung, die Menschenrechte auch innerkirchlich anzuerkennen und umzusetzen.
Die Beiträge dieses Bandes dokumentieren die schwierige Aneignung der Menschenrechte durch die katholische Kirche u. a. unter folgenden Fragestellungen: Welche geschichtlichen Konstellationen und theologischen Gründe bedingen das ambivalente Verhältnis der Kirche zu den Menschenrechten in der Moderne? Welche Faktoren behindern bis heute die volle Anerkennung der Menschenrechte in kirchlicher Lehre und Rechtspolitik?
Aufbrüche der katholischen Soziallehre in der Weimarer Republik
AutorIn: Jonas Hagedorn
Welche Aufbrüche erlebte die katholische Soziallehre in der Weimarer Republik? Welche Rolle spielte sie in den Formierungsprozessen des Wohlfahrtsstaates? Die erste umfassende Aufarbeitung des wirtschafts- und sozialpolitischen Frühwerks des Jesuiten Oswald von Nell-Breuning gibt Antworten auf diese Fragen.
Nell-Breuning (1890–1991), der »Nestor der katholischen Soziallehre«, gehört zu den prägenden Intellektuellen der Bundesrepublik. Wenig bekannt ist dagegen, dass er bereits in den 1920er Jahren eine führende Rolle in den Auseinandersetzungen um das deutsche Wirtschafts- und Sozialmodell einnahm und zusammen mit seinen solidaristischen Mitstreitern die katholische Soziallehre modernisierte. Dabei entfaltete er zentrale politische Perspektiven, die insbesondere nach 1945 erhebliche Bedeutung erlangten.
Zweisprachige Ausgabe, Teil 1: Genesis–Exodus, Teil 2: Levitikus–Richter
HerausgeberIn: Walter Groß
Dieses Alterswerk Augustins, das hier als erste deutsche Übersetzung vorgelegt wird, ist das einflussreichste exegetische Werk zu Genesis bis Richterbuch in der lateinischen Kirche bis zum Beginn der Neuzeit. Er behandelt darin Details der Philologie, der Auslegung nach dem Wortsinn und im übertragenen Sinn sowie dogmatische und moraltheologische Probleme.
Augustinus behandelt darin 625 Fragen exegetischer und systematischer Art, die er sich bei einer lectio continua der alttestamentlichen Bücher Genesis (ab 4,17) bis Richter (bis 15,12) stellt. Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit war es als exegetisches Standardwerk und als Fundgrube dogmatischer und moraltheologischer Thesen von größtem Einfluß. Seine Bestimmung des Verhältnisses Altes – Neues Testament wurde vom II. Vatikanischen Konzil aufgenommen und ging in nachkonziliare römische Dokumente ein.