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Diese Monographie umfasst eine neue interdisziplinäre Untersuchung bezüglich des Verhältnisses zwischen den johanneischen Schriften (ausgenommen die Apokalypse) und Paulus. Die Studie vergleicht Paulus und Johannes vor dem Hintergrund der kulturellen Diskurse über die religiöse und philosophische Bekehrung in der Zeit des Neuen Testaments. Sie stellt die Behauptung Michel Foucaults in Frage, dass die hellenistisch-philosophische Bekehrung radikal unterschieden von der christlichen Bekehrung ist. Die vorliegende Studie berücksichtigt ebenso die östlichen und westlichen frühkirchlichen Exegeten sowie die aktuelle interdisziplinäre Bekehrungsforschung. Es lässt sich zeigen, dass Paulus und Johannes unabhängig voneinander über die Anfänge des christlichen Lebens reflektieren und Elemente aus verschiedenen Traditionen in ihren Werken fortschreiben, die eine religiös-philosophische Überlappung aufweisen.
Die Grundvollzüge des christlichen Gottesdienstes für unsere Zeit erklärt
Endlich äußert sich wieder einmal ein Systematischer Theologe grundlegend zum Gottesdienst. Henning Theißen legt eine im besten Sinne des Wortes provokative Wahrnehmung des Gottesdienstes vor: Er ruft aus vermeintlichen Selbstverständlichkeiten heraus und macht Seite für Seite deutlich, was es heißt, wenn es im Gottesdienst um Gott geht und darum, wie wir ihn, uns und die Welt wahrnehmen.

Alexander Deeg, Dr. theol., Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig und Vorsitzender des Liturgischen Ausschusses der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands

Henning Theißen legt eine theologische Reflexion des Gottesdienstes vor und enthüllt damit dessen Sinn und Zweck, nämlich: Gott in seiner unverfügbar wirklichen Gegenwart zu feiern. Theißens frischer Zugang ist mit Gewinn und Vergnügen zu lesen und empfiehlt ich auch den Gebildeten unter den gottesdienstlich Ungeübten.

Martin Heimbucher, Dr. theol., Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer

Gottesdienst als Ort der Wahrnehmung Gottes: Henning Theißen bietet diese Sichtweise auf die gottesdienstlichen Vollzüge als neuen Ansatz für die Ökumene an. Er verbindet dabei Praxis und Theorie, Glauben und Theologie, Gottesdienst und Dogmatik in einer im deutschsprachigen Raum bisher nicht bekannten Weise. Leser und Leserinnen dieses Buches erhalten unschätzbare Anstöße nicht nur für das Verständnis, sondern auch für die Gestaltung von Gottesdienst und Gebet.

Dagmar Heller, Dr. theol., Referat für Orthodoxie und Leitung des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim
Taufen muslimischer Flüchtlinge als Herausforderung für Kirchen und Gesellschaft
Volume Editors: Henning Theißen and Knud Henrik Boysen
Dieser Band enthält die Dokumentation der ersten wissenschaftlichen Fachtagung zum Thema Flüchtlingskonversionen. Die internationalen Beitragenden beleuchten das Phänomen aus sozial- und religionswissenschaftlicher, philoso-phischer und theologischer, juristischer, politikwissenschaftlicher Perspektive. Seit 2015 nimmt die Zahl geflohener Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern, die sich im Lauf ihrer Migrationsgeschichte dem Christentum zuwenden, stark zu. Die Situation christlicher Kirchen und Gruppierungen in den Herkunftsländern befindet sich im Umbruch, und die europäischen Kirchen treffen auf neuartige Glaubensbiographien und Konversionsnarrative. Die aufnehmenden Zivilgesellschaften stehen vor einer großen Integrationsaufgabe, und die bleiberechtlichen Konsequenzen von Flüchtlingskonversionen stellen den Staat vor Herausforderungen. Die wissenschaftliche Befassung mit den vielschichtigen Aspekten des Themas ist eine dringende Aufgabe, die die Autorinnen und Autoren dieses Bandes interdisziplinär in Angriff nehmen.
Ethische Überlegungen zum Konflikt am Ende des Lebens
Author: Daniel Kreidlow
Angesichts des Todes muss der Mensch Entscheidungen treffen. Durch die Erfahrung von Tod erfährt er die Konkretheit der ethischen Forderung aus seiner Leiblichkeit.
Ethik als Aktion inmitten der Lebenswirklichkeit wird durch die Erfahrung erlebt, die der Mensch mit seinem Körper macht. Zu verstehen, warum sich einige Menschen in Konfrontation mit einer unheilbaren Krankheit dafür entscheiden, am Leben zu bleiben, und warum andere sich dafür entscheiden, zu sterben, kann nur verstanden werden, wenn man über das Thema aus der Erfahrung der Leiblichkeit heraus nachdenkt: des Seins und des Habens eines Körpers.
Das Buch erläutert das Verständnis des Menschen, das sich aus dem Ansatz von Palliative Care und Sterbehilfe ergibt. Und durch die anthropologische Phänomenologie versucht es zu verstehen, wer der Mensch ist, im Hinblick auf eine Ethik, die die Person am Ende des Lebens respektiert.
Bezugsfelder, Potentiale, Perspektiven
Author: Jasmine Suhner
Menschenrechte – Bildung – Religion. Die vorliegende Arbeit bezieht diese drei in der gegenwärtigen Gesellschaft hochrelevanten Felder systematisch aufeinander und fragt von hier aus nach den spezifischen Potentialen und Herausforderungen öffentlicher religiöser Bildung für Menschenrechtsbildung. Die Pluralität der Weltanschauungen und Werte stellt die Gesellschaft, die (Bildungs-)Politik sowie die religiösen und weltanschaulichen Gemeinschaften vor bildungs- und schulpolitische, pädagogische und theologische Herausforde rungen. Diese Publikation diskutiert anhand der Menschenrechtsbildung die Grundsatzfrage, wie sich öffentliche religiöse Bildung denken und gestalten lässt, sodass sie für eine religiös und weltanschaulich plurale Gesellschaft nicht nur vertretbar, sondern dieser Gesellschaft auch in Bezug auf Zukunfts- und Friedensfähigkeit förderlich ist.
Blick ins Buch

Das neue umfangreiche Referenzwerk für Kirchen- und Religionsrecht berücksichtigt über das staatliche Recht und das Kirchenrecht der katholischen und der evangelischen Kirche hinaus auch zentrale Inhalte des Kirchenrechts der orthodoxen Kirchen sowie des islamischen und jüdischen Rechts.
Für Theologen und Juristen in Wissenschaft, staatlicher und kirchlicher Verwaltung sowie in der Seelsorge und der beruflichen Praxis bietet dieses unter Mitarbeit namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellte Lexikon verlässliche Informationen auf aktuellem Stand. Die Lemmata des dritten Bandes (L-R) behandeln spezifische Themen wie „Laie“, „Menschenrechte“, „Naturrecht“, „Ökumene“, oder „Pfarrer“, als auch einschlägige Begriffe wie„Recht“, „Religionsfreiheit“, oder „Religionsunterricht“.
Zum Wert des Menschen im Judentum, Christentum und Islam
Author: Herbert Rommel
Die Menschenwürde ist gefährdet: durch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und durch eine grenzenlose Ökonomie. Sogar die Existenz der Menschenwürde wird immer wieder bestritten. – Gibt es eine ethische Basis, von der aus die Menschenwürde gegen ihre Gefährdungen global verteidigt werden kann? Die Studie geht von einem säkularen Begriff der „Menschenwürde“ aus. Im Zentrum des interreligiösen Denkweges steht die Frage, ob es in den Heiligen Schriften des Judentums, des Christentums und des Islams Begriffe oder Metaphern gibt, die dem säkularen Würdeverständnis entsprechen. Als Ergebnis der vergleichenden Vorgehensweise kann festgehalten werden, dass es sehr wohl eine ethische Basis gibt, von der aus religiöse und säkulare Menschen die Menschenwürde gemeinsam verteidigen können. Dabei ist es wichtig, dass die monotheistischen Religionen lernen, ihren theologischen Blick zu weiten: Friedensstiftend sind nicht religiöse Selbstwahrnehmungen, die den Anderen ausgrenzen; friedliebend ist es vielmehr, die universalen Dimensionen in der eigenen Religion zu stärken.

Los-von-Rom-Bewegungen des Fin de Siècle im Spannungsfeld zwischen Nationalismus, Fortschrittsglauben und Identitätssuche
Am Beginn des neuen Jahrhunderts 1900 ertönte der Ruf »Los von Rom!« von allen Enden Österreich-Ungarns: Slowenen, Kroaten, Deutsch-Österreicher, Tschechen, Ruthenen – sie alle schienen dezidiert anti-katholische Ressentiments zu entwickeln und anfällig zu sein für nationalistische Agitation zum Übertritt in ein vermeintlich »besseres« Bekenntnis. Diese Studie untersucht die Hintergründe einzelner Los-von-Rom-Konfikte am Beispiel der drei südslawischen Los-von-Rom Bewegungen Ricmanje, Podraga und Santovo und ordnet sie in breitere Spannungsfelder ein.
Band 1: A-K / Band 2: L-Z. Bearbeitet von Jyri Hasecker und Judith Schepers
Editor: Hubert Wolf
Eifernde Inquisitoren, verfolgte Ketzer, brennende Scheiterhaufen: so die Klischees zur Römischen Buchzensur. Die historische Wirklichkeit ist komplexer. Diese umfassende Reihe zur Grundlagenforschung ermöglicht ihre Aufarbeitung. Das groß angelegte Vorhaben dokumentiert, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, erstmals die konkrete Arbeit der beiden römischen Zensurbehörden, der Inquisition und der Indexkongregation, von 1542 bis 1966. Basis sind akribische Archivstudien. Insgesamt dreizehn Bände für die Zeit von 1701 bis 1917 wurden 2005 und 2009 präsentiert. Abschließend liegen nun sieben weitere Bände für die Jahre 1542 bis 1700 vor. Das interdisziplinär nutzbare und international ausgerichtete Grundlagenwerk führt alle in Rom verhandelten Bücher, egal aus welchem Wissens- und Wissenschaftsbereich, alle Gutachter und Zensoren sowie alle Urteile zur Buchzensur auf.
Dieser Band bietet grundlegende Informationen zu rund 670 Personen, die in den Jahren 1542 bis 1700 an der Buchzensur durch Römische Inquisition und Indexkongregation beteiligt waren. Die bio-bibliografischen Einträge beleuchten nicht nur prominente, sondern auch zahlreiche vergessene Zensoren. Auf Basis umfangreicher Recherchen im Archiv der Glaubenskongregation bietet der Band vielfach bisher unbekannte Lebens- und Karrieredaten, die in besonderer Weise die Zensurtätigkeit der einzelnen Mitarbeiter in den Blick nehmen, stellt systematisch die wichtigsten Werke der Zensoren zusammen und verweist auf einschlägige Literatur. Erstmals wird außerdem die konkrete Gutachtertätigkeit der einzelnen Zensoren dokumentiert. Wer sich mit einem bestimmten Zensurfall beschäftigt, erhält damit umfassende Informationen über die beteiligten Personen.
Johannes Lepsius und seine Mission
Der Orientalist und evangelische Theologe Johannes Lepsius (1858–1926) trat seit den systematischen Massakern (1894–96) an Armeniern im Osmanischen Reich als bedeutender Unterstützer der Verfolgten hervor. Ein von ihm bzw. seiner Deutschen Orient-Mission mitbegründetes Hilfswerk und seine publizistische Tätigkeit zielten auf eine breitangelegte Hilfe für die bedrohten Armenier. J. Lepsius setzte sich im Ersten Weltkrieg auch für eine deutsche Intervention zur Verhinderung des Genozids an den Armeniern im Osmanischen Reich ein. Nach dem Scheitern dieser Bemühungen alarmierte er die internationale Öffentlichkeit durch zahlreiche Interviews und Publikationen. Daneben unterstützte er weiterhin Überlebende über sein Hilfswerk, das nach seinem Tod von seiner Missionsgesellschaft noch beinahe weitere zwei Jahrzehnte ununterbrochen fortgeführt wurde.
Die umfassende Darstellung basiert auf zahlreichen neuerschlossenen Quellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der publizistischen Tätigkeit von Lepsius und seinen Mitarbeiter/innen, die einerseits darauf abzielte, den Völkermord abzuwenden, andererseits auch die Öffentlichkeit in Deutschland und Europa über die Lage der Armenier zu informieren und zu Hilfsaktionen zur Rettung von Überlebenden der Todesmärsche und Massaker zu mobilisieren.