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bis zum Inkrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuches
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Der Anspruch auf Schmerzensgeld berührt grundlegende Fragen des Zivilrechtssystems: Wie weit ist der Schutz der Rechte und Rechtsgüter einer Person gezogen? Mit welchen Sanktionen ist der Verletzung immaterieller Interessen zu begegnen und in welchem Verhältnis steht hierbei das Zivilrecht zum Strafrecht? Wie verhält sich der Anspruch auf Schmerzensgeld zu den vorhandenen Systemen vertraglicher und gesetzlicher Haftung? Von welchem Schadensbegriff ist auszugehen? – Schon seit dem römischen Recht wird die Problematik behandelt, wenngleich sich die herangezogenen Rechtsbegriffe nicht immer mit den heute gebräuchlichen decken. Seit Inkrafttreten des BGB lässt sich für das Schmerzensgeld eine bewegte Entwicklung erkennen, die auch aktuell noch nicht abgeschlossen erscheint. Die vorliegende Arbeit setzt an der Wende zum 19. Jahrhundert ein, in einer Zeit also, als von der Naturrechtslehre der Aufklärung her ein bedeutsamer Neuerungsprozess für die moderne Privatrechtsentwicklung begann.
Von Heiratsmärkten bis UMTS-Auktionen /Das demographisch-ökonomische Paradoxon
Beiträge zur Katholizismusforschung und zur neueren juristischen Wissenschaftsgeschichte
Gibt es Beziehungen zwischen dem deutschen Katholizismus als gesellschaftlichem Phänomen und der Rechtswissenschaft? Gibt es Prägungen von in der Jurisprudenz tätigen Persönlichkeiten aus ihrer Zugehörigkeit zum Katholizismus? Wie wird im Katholizismus über Recht und Staat, insbesondere in bezug auf deren Grund und Grenzen, gedacht? Das sind die Hauptfragen, die für diesen Sammelband leitend sind. Die Arbeiten – zwischen 1973 und 2001 entstanden – werden in ihrer ursprünglichen Fassung präsentiert, angereichert lediglich durch bibliographische Ergänzungen. Erstmals wird eine Stellungnahme zum Naturrechtsproblem aus dem Jahre 1984 veröffentlicht, vor allem aber werden aufschlussreiche Briefe von Ernst Friesenhahn, Karl Peters und Hermann Mosler publiziert, die als persönliche Zeugnisse die Grundprobleme konkret sichtbar werden lassen. Die Briefe beziehen sich auf den 1976 beim 100-jährigen Jubiläum der Görres-Gesellschaft gehaltenen Vortrag des Verfassers, der dem Ganzen den Titel gegeben und der das Thema erstmals in dieser Form in Angriff genommen hat.
Zeitgenossen sahen in ihm „den größten deutschen Juristen aller Zeiten“: Carl Georg von Wächter (1797-1880), Professor für Zivil- und Strafrecht, gleichermaßen erfolgreich als Hochschullehrer, Wissenschaftsorganisator und Politiker gilt heute als „Außenseiter“ und großer Unbekannter unter den bekannten Juristenpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Die vorliegende Untersuchung schafft Klarheit über Einfluss und Stellenwert seines wissenschaftlichen Werkes und zeichnet das – bislang unbekannte - Bild einer Rechtswissenschaft im Frühkonstitutionalismus. 1797 in Marbach am Neckar geboren, gehörte Wächter im Vormärz zur Riege der „politischen Professoren“, die den Puls der Zeit aufnahmen und in ihren wissenschaftlichen Werken auf den Wandel politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen sensibel reagierten. Das vorliegende Buch ist eine Biographie seines juristischen Denkens. In vier Kapiteln werden Wächters Schriften unter den Gesichtspunkten der Verhältnisse von Recht und Reform, Wissenschaft und Gesetzgebung, Gesetzgebung und Praxis, sowie dem im Vormärz angesichts der föderalen Struktur des Deutschen Bundes breit diskutierten Gegensatz von nationaler Einheit und politischer Freiheit untersucht. Als prägend erweisen sich Wächters konstitutionell-liberale Ordnungsvorstellungen. Sie bedingten seine grundsätzliche Offenheit gegenüber etatistischen Modernisierungskonzepten, sein nachmetaphysisches Rechts- und Wissenschaftsverständnis und einen konsequent durchgeführten, wissenschaftlich umgesetzten Partikularismus.
Das vereinte Deutschland erlebte in den letzten 13 Jahren mehrere rechtsextremistisch und antizivil motivierte Gewaltwellen. Darüber hinaus sympathisiert ein – bisher allerdings eher kleiner – Teil der Bevölkerung mit rechtsextremistischen Ideen. Angesichts der historischen Erfahrung mit dem mörderischen nationalsozialistischen System existiert in Deutschland zurecht eine besondere Sensibilität im Umgang mit diesem Thema. Allerdings besteht gerade deshalb die Gefahr, dass in der wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussion die Problematik entweder verharmlost oder dramatisiert wird. Ausgehend von einer handbuchartigen Darstellung und Kritik der wichtigsten empirischen Untersuchungen und theoretischen Erklärungsansätze zu Rechtsextremismus und Jugendgewalt hat das Autorenteam vor dem Hintergrund der historischen Entwicklungslinien im geteilten und vereinten Deutschland in vier Kleinstädten in Niedersachsen, Brandenburg, Bayern und Thüringen eine umfangreiche standardisierte Befragung und gleichzeitig eine Vielzahl von Interviews mit Jugendlichen, Politikern, Sozialarbeitern und Jugendhelfern durchgeführt. Mit der Erfassung von rechtsextremistischen und antizivilen Milieus, Denkstrukturen, Sprachregelungen, Verhaltensweisen und Dispositionen leistet die Untersuchung einen wichtigen Beitrag zur weiterhin notwendigen Diskussion dieser Einstellungen und Verhaltensweisen. Die vorliegende Untersuchung kann und will kein repräsentatives Bild extremistischer und anti-/nichtziviler Potenziale und Gefährdungen unter Jugendlichen in Deutschland zeichnen. Gleichwohl ermöglicht die Fokussierung auf kleinstädtische Milieus am Beispiel von Einbeck, Neuruppin, Deggendorf und Arnstadt, die sowohl eine West-Ost- als auch eine Nord-Süd-Kontrastierung zulassen, eine erfolgversprechende Tiefenanalyse vorhandener Einstellungen und Handlungsorientierungen. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Ideologie, politischen Zielen und Erscheinungsformen des Rechtsextremismus soll zugleich Hinweise auf mögliche Präventionsstrategien liefern.