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Historische Rechtsforschung und geschichtliche Rechtswissenschaft
Die Rechtsgeschichte durchläuft eine schwierige Zeit. In der Wissenschaft vom geltenden Recht schwindet zunehmend die Erkenntnis, dass Recht etwas historisch Entstandenes ist. Rechtshistorische Lehrstühle sind zunehmend von Streichungen bedroht. Dieser Band will einen Einblick in die aktuelle Forschung zur Rechtsgeschichte geben und zugleich einen Beitrag zu ihrem Selbstverständnis leisten. Unter dem Konzept einer „integralen Rechtsgeschichte“ sind sowohl Historiker als auch Juristen und Rechtshistoriker beteiligt. Aus dem Inhalt: Pio Caroni: Blicke über den Gartenzaun. Von der Beziehung der Rechtsgeschichte zu ihren historischen Nachbarwissenschaften Christof Dipper: Geschichtswissenschaft und Rechtsgeschichte Martina Henze: Gesetzgebung und Einzelhaft im 19. Jahrhundert. Die ersten Gesetze zum Strafvollzug in Baden und Bayern Claudia Schöler: Kodifikationsgedanke und deutsche Rechtseinheit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Louis Pahlow: Monopole oder freier Wettbewerb? Zur Bedeutung des „Licenzzwangs“ für ein einheitliches Patentrecht im Deutschland des 19. Jahrhunderts
AutorIn: Dieter Cassel
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
AutorIn: Urs Schweizer
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Ausgewählte Beiträge zur politischen Bildung
AutorIn: Bernhard Sutor
HerausgeberIn: Joachim Detjen
Politische Bildung ist eine Praxis, die in besonderem Maß theoretischer Klärung bedarf. Wie kann das konflikthafte Feld der Politik zum Medium für Menschenbildung werden? Es überrascht nicht, daß politische Bildung immer auch Gegenstand des Streites konkurrierender Konzepte ist. Der vorliegende Band dokumentiert die Teilnahme eines praxiserfahrenen Theoretikers an diesem Streit. Bernhard Sutor ist zweifellos im Feld der politischen Bildung einer der renommiertesten Namen im deutschsprachigen Raum. Ihm ist Theorie nicht Selbstzweck, vielmehr erscheint ihm nichts so praktisch wie gute Theorie. In Orientierung an Praktischer Philosophie der europäischen Denktradition diskutiert er Grundlagen, Ziele und Modi politischer Bildung als einer rationalen und dialogischen Praxis. Politik ist wahrheitsfähig, sofern die Handelnden sich auf Regelkonsens und Kompromisssuche verpflichten. Aber sie geht weder in Theorie auf, noch kann sie durch Sozialtechnik ersetzt werden. Auch ethische Normen sind für sie konstitutiv, aber sie darf nicht auf Moral reduziert werden. Deshalb braucht politisches Urteilen auch ethische Kategorien; es genügt aber nicht gute Gesinnung, vielmehr ist spezifisch politische Urteilskraft Ziel politischer Bildung. Zu diesem Komplex werden hier in zwanzig repräsentativen Beiträgen die bleibenden und die wechselnden Hauptfragen politischer Didaktik der letzten drei Jahrzehnte diskutiert.
AutorIn: Fritz Ossenbühl
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
AutorIn: Jean Fuchs
Im Januar 1980 wurde die Bundespartei „Die Grünen“ in Karlsruhe gegründet. Sie definierte ihr politisches Selbstverständnis mit den Begriffen „Ökologisch, basisdemokratisch, sozial und gewaltfrei.“ Der Autor war Insider in den Anfängen der grünen Bewegung. Heute, nach sechs Jahren in der Regierungskoalition mit der SPD, zieht er eine kritische Bilanz. Die Grünen entwickelten sich von einer Protestpartei zu einer Partei der „Besserverdiener“ und haben dabei ihre eigenen Grundsätze und ihre Geschichte vergessen. Der „Wille zur Macht“ hat die Partei vollständig korrumpiert.
AutorIn: Gerd Roellecke
Der Tod markiert eine Grenze, deren andere Seite wir nicht kennen. Deshalb ist er eine ursprüngliche religiöse Frage. Der Staat nimmt jedoch das Recht in Anspruch, über Leben und Tod entscheiden zu können. Mit der Abschaffung der Todesstrafe (Art. 102 GG) hat die Bundesrepublik nicht auf diesen Anspruch verzichtet, sondern nur seine Geltendmachung ausgesetzt. Diese Arbeit geht der Frage nach, ob der Anspruch begründet ist. Grundsätzlich ist der Tod für den Staat etwas Normales. Alle Menschen sterben. Als Organisation der Politik kann der Staat die Todesgefahr ohne Rücksicht auf den Zustand des Körpers jedoch so verdichten, dass der Einzelne ihr nicht mehr ausweichen kann. Religiös ist diese Befugnis seit der Entkoppelung von Religion und Politik nicht mehr zu begründen. Der Einsatz des Lebens bei Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdiensten ist durch die besonderen Aufgaben begründet. Außerdem wird ein Opfertod anerkannt, wenn er dem Schutz der eigenen Nachkommen, der Familie oder des Hauses dient. Ein Recht des Staates, über Leben und Tod zu verfügen, ergibt sich jedoch aus seiner Aufgabe, allgemein verbindliche Normen zu erlassen. Für die Erfüllung dieser Aufgabe benötigt der Staat Macht. Macht muss durch die Drohung mit körperlicher Gewalt verstetigt werden. Der letzte Grad körperlicher Gewalt ist die Tötung.
bis zum Inkrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuches
AutorIn: Ute Walter
Der Anspruch auf Schmerzensgeld berührt grundlegende Fragen des Zivilrechtssystems: Wie weit ist der Schutz der Rechte und Rechtsgüter einer Person gezogen? Mit welchen Sanktionen ist der Verletzung immaterieller Interessen zu begegnen und in welchem Verhältnis steht hierbei das Zivilrecht zum Strafrecht? Wie verhält sich der Anspruch auf Schmerzensgeld zu den vorhandenen Systemen vertraglicher und gesetzlicher Haftung? Von welchem Schadensbegriff ist auszugehen? – Schon seit dem römischen Recht wird die Problematik behandelt, wenngleich sich die herangezogenen Rechtsbegriffe nicht immer mit den heute gebräuchlichen decken. Seit Inkrafttreten des BGB lässt sich für das Schmerzensgeld eine bewegte Entwicklung erkennen, die auch aktuell noch nicht abgeschlossen erscheint. Die vorliegende Arbeit setzt an der Wende zum 19. Jahrhundert ein, in einer Zeit also, als von der Naturrechtslehre der Aufklärung her ein bedeutsamer Neuerungsprozess für die moderne Privatrechtsentwicklung begann.