Ratgeber für Eltern
Leidet Ihr Kind an Essstörungen? Jagt es einem Schönheitsideal nach, das es gefährdet? Fürchten Sie, dass sich diese Störungen zu einer Sucht entwickeln könnten oder es schon getan haben? Woran kann man erkennen, dass ein Kind tatsächlich von Magersucht oder Bulimie betroffen ist?
Viele Jugendliche, vor allem pubertierende Mädchen, zunehmend aber auch Jungen, finden sich zu dick - oft der Beginn einer langjährigen Leidensphase. Zwanghaft wird der eigene Körper zum einzigen Lebensinhalt. Aus diesem Teufelskreis von falscher Selbstwahrnehmung und Abnehmenwollen will Ihnen dieser HELP-Band Wege zeigen - zurück ins Leben!

Mit ihrer intensiven Erfahrung aus dem Therapiealltag einer Fachklinik erklärt die Autorin psychische Ursachen von Essstörungen, zeigt grundlegende Symptome und hilft Eltern durch wertvolle Tipps, ihren Kindern effizient beizustehen, um diese lebensbedrohliche Erkrankung zu überwinden.
Was Eltern tun können
NEIN zur Computersucht - JA zum vernünftigen Umgang mit Medien.
Ist Ihr Kind kaum noch vom Computer weg zu bekommen? Surft es womöglich auch nachts im Internet? Es werden sich auch seine schulischen Leistungen verschlechtert haben. Auch andere Interessen werden vernachlässigt? Ohne Ihre Unterstützung wird es sich weiter von seiner Umgebung isolieren und in Scheinwelten eintauchen. Der hemmungslose Umgang mit Internet, Computer und Fernseher wird zum bedrohlichen Phänomen. Die geistige und körperliche Entwicklung nimmt Schaden.
Der Ratgeber klärt über die Gefahren auf und gibt konkrete Hilfestellungen für eine Erziehung zum vernünftigen, mündigen Umgang mit Medien vom Kleinkindalter bis zur Pubertät. Er zeigt zudem, welche konkreten Therapiemöglichkeiten es für Kinder und Jugendliche mit Suchtproblemen gibt.
Gegen die sanfte Liquidation einer politischen Lebensform
Inmitten immer sichtbarer präsentierter Initiativen von Demokratie wie Volksbefragungen, organisierte Bürgerdialoge, Bürgerengagement, Bürgerproteste, etc. werden demokratische Prozesse konterkariert durch Formen politischer Macht, die Bürgerwillen diskreditieren, das Parlament umgehen und Lobbyismus begünstigen.
Gehört Partizipation bereits selbst zu den gesteuerten Inszenierungen der Postdemokratie oder kann sie noch einen Anspruch markieren? Muss nicht erst wieder der Raum für Demokratie eröffnet und neu erfunden werden? Demokratie und Bildung bedingen sich gegenseitig: Mit der Transformation der Allgemeinen Bildung zum Training für Berufsbrauchbarkeit geht aber auch der Abbau einer in Wissen und Urteilskraft grundgelegten Politischen Bildung einher.
Sind damit weitere postdemokratische Entwicklungen schon vorprogrammiert? Oder muss das Aussetzen der Demokratie immer als ein solches verstanden werden, das Menschen und Institutionen erst dazu herausfordert, neue Ansprüche wahrzunehmen und daraus politisches Handeln zu entwerfen? Der vorliegende Band weist zu dieser Thematik zeitdiagnostische Grundlinien auf, analysiert aktuelle Phänomene und diskutiert Perspektiven für Politik und Bildung.
Die Offene Arbeit als Modell einer mündigen Kirche
HerausgeberInnen: Ralf Koerrenz und Anne Stiebritz
Wie offen darf Kirche sein? Wie offen soll Kirche sein? Wie offen muss Kirche sein? Die »Offene Arbeit« der Evangelischen Kirchen in der DDR kann als ein Beispiel dafür gelten, wie die Formeln »Kirche für andere« oder »Kirche von unten« konkrete Gestalt annehmen können. Diese Praxis der Kirche war und ist umstritten.
Vor diesem Hintergrund ist das Modell der »Offenen Arbeit« gleichermaßen historisch, theologisch und pädagogisch von grundlegendem Interesse. Historisch bietet sich das Bild einer Alternativwelt, die Kirche im Konflikt mit dem Staat zu verteidigen hatte und die doch zugleich gesellschaftlich durchsetzt war. Theologisch stellt sich die Frage, wie Kirche ihrem Anspruch auf Umsetzung des Evangeliums und des damit verbundenen Freiheitsaspekts gerecht wurde und wird. Pädagogisch ist von Interesse, ob und inwieweit Kirche in der »Offenen Arbeit« Bildung unter den Vorzeichen von Autonomie und Toleranz zugelassen und geschützt hat.
Studien zur Politizität der Bildung
AutorIn: Carsten Bünger
Das moderne Bildungsdenken hat mit Bildung die Vorstellung eines freien, reflexiven Verhältnisses zu den natürlichen und gesellschaftlichen Bedingungen des Zusammenlebens verbunden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese Vorstellung ist bis heute das ‚mündige Subjekt‘, das sowohl der sozialen Ordnung wie auch sich selbst gegenüber zu kritischer Distanzierung fähig ist. Bildung steht somit in einer konstitutiven Beziehung zum Politischen, die weder in Bildungspolitik noch in politischer Bildung aufgeht. Wie aber ist diese Politizität der Bildung zu denken, wenn ‚Mündigkeit‘ weder als subjektives Vermögen unterstellt noch als erreichbares Resultat hergestellt werden kann und wenn Bildung zudem selbst zu einem Bestandteil gesellschaftlicher Anforderungen geworden ist? Anhand aktueller Denkfiguren von Bildung, Subjektivierung und Politischem diskutiert der Autor diese systematische Problemstellung im Hinblick auf die Möglichkeiten gegenwärtigen Bildungsdenkens. Deutlich wird der Einsatzpunkt einer kritischen Bildungsphilosophie, die sich weder mit funktionalen Entleerungen noch mit normativen Vereindeutigungen von Bildung beruhigt, sondern die Frage nach Mündigkeit offen zu halten sucht.
AutorIn: Johannes Drerup
Historischen Erblasten verdankt das Paternalismuskonzept den schlechten Ruf, der es zum Abladeplatz für obsolete Praktiken und fragwürdige Werte hat werden lassen. Das dürfte dazu beigetragen haben, dass die Pädagogik dieses Begründungsmodell weitgehend aus dem Blick verloren hat. Paternalismusdoktrinen lassen sich als Begründungsressourcen aus Grundbegriffen und Leitmetaphern der Humanwissenschaften herleiten und für Interventionen und Regelungen in Anspruch nehmen, die mit wohltätigen Absichten Überlegungen und Handlungsmöglichkeiten von Menschen beeinflussen und steuern (z.B.: Helmpflicht, Schulpflicht, positive/negative Anreize, Informationen etc.). Paternalismus als »einheimisches Begründungsmodell« konfrontiert Pädagogik mit Fragen nach der Rechtfertigung und Durchsetzung pädagogischer Arrangements (Paternalismus), Fragen des guten Lebens (Perfektionismus) und Fragen nach Ermöglichungsbedingungen und Grenzen von Freiheit und Autonomie.
Zur friedensethischen Relevanz von Medienhandeln
AutorIn: Axel Heinrich
Die moralischen Grenzen der Meinungsäußerungsfreiheit: Innerhalb von Konflikten zeigen die Medien ein zwiespältiges Gesicht. Sie können das politische Bemühen um Frieden und Versöhnung ebenso inspirieren wie beeinträchtigen oder sogar vereiteln. Recht und Politik messen der freien Meinungsäußerung große Bedeutung zu und lassen ihr weiten Spielraum. Zugleich ziehen die Medien nicht selten wegen ihres Umgangs mit Konflikten Empörung auf sich. Wie sind die moralischen Grenzen der Meinungsäußerung zu bestimmen und zu begründen, insbesondere unter Berücksichtigung ihres politischen Handlungskontextes? Die Politische Medienethik macht auf die Beschränkungen, denen unser gesellschaftliches Handeln unterliegt, aufmerksam und trägt vor diesem Hintergrund begriffliche, methodische und normative Orientierungen für ein umsichtiges Medienhandeln zusammen, die die Meinungsäußerungsfreiheit nicht beschränken, sondern auslegen.
Ein Lehr- und Lernbuch
Eine Sensibilisierung für philosophisch fundiertes, kritisch-reflexives Denken, Diskutieren und Handeln im Bereich der Pädagogik der Frühen Kindheit. Nach Jahrzehnten des Dornröschenschlafs ist das Thema Kindheit derzeit ganz oben auf den Agenden von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft zu finden. Doch was macht Kindheit aus, welchem Wandel gilt es aus pädagogischer Sicht sensibel nachzuspüren, um Kindheit als sozial konstruiertes Phänomen und nicht als selbstverständlich gegebenen Tatbestand zu verstehen? Das sind zentrale und somit leitende Fragen, mit denen sich dieses Studienbuch befasst. In 14 kompakten Kapiteln werden neben den obligatorischen Grundbegriffen Erziehung, Bildung und Betreuung ebenso Themen wie Raum, Bewegung, Spiel, Partizipation oder Ungleichheit anhand einschlägiger Quellentexte von pädagogischen Klassikern aufgegriffen und mit den aktuellen frühpädagogischen Diskursen verknüpft. Als didaktische Anreicherung werden jedem Kapitel Hinweise zu brauchbaren Filmmaterialien und Internetadressen, zündende Diskussionsfragen oder Beispiele aus der Praxis angefügt. Somit ist dieses Studienbuch an alle frühpädagogisch Interessierten gerichtet und eignet sich bestens für den Einsatz in Studium und Ausbildung.
Eine weltanschauungstypologisch-hermeneutische Analyse
AutorIn: Martin Harant
Um die Schule verstehen und aktuelle Entwicklungen interpretieren zu können, bedarf es reflexiver Denkformen - auch und gerade in Zeiten von Kompetenzorientierung und empirischer Bildungsforschung. Die Generierung von operationalem Wissen für den Bereich Schule hat seit über einer Dekade reflexive Verstehensbemühungen in den Hintergrund treten lassen. Die schultheoretische Auseinandersetzung mit idealistischen Klassikern, wie Humboldt, Hegel und Schleiermacher, wird immer seltener geführt. Schultheoretische Gedanken dieser Klassiker verbinden sich mit zeitgenössisch-erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen. Das enthält erneute Reflexion des Zusammenhangs von Schule, Individuum, Staat und gesellschaftlichen Praxisformen, unterschiedliche Zweck- bzw. Funktionsbestimmungen von Schule, theoriebedingte Überzeugungen der Klassiker und moderner Wirkforschung.
Bilddidaktik in der Philosophie
AutorIn: Stefan Maeger
Bilder haben großes Potenzial - auch im Philosophieunterricht oder -seminar. Darauf wird in der Bilddidaktik aktuell immer wieder hingewiesen. Ein Mangel bisheriger bilddidaktischer Bemühungen liegt jedoch darin, sich gegenüber der Vielfalt an Bildformen, denen Jugendliche im Alltag begegnen, zu pauschal zu verhalten. Philosophische Bilddidaktik sollte sich deshalb dem Umgang mit unterschiedlichen Bildtypen widmen und sich die Erläuterung und Begründung einer differenzierten Bildkompetenz zur Aufgabe machen. Erstmalig verknüpft Stefan Maeger in einem methodisch innovativen Zugriff fundierende bildtheoretische Überlegungen mit modellhaft-konkreten Anwendungen. Dem an medialer und methodischer Vielfalt interessierten Lehrer und Lehramtsanwärter bietet die Kombination von einführenden Theoriepassagen und konkreten Unterrichtsmodellen einen Zugang, der die Reflexion der Voraussetzungen des Umgangs mit Bildern im Unterricht gestattet, ohne sich in alltagsfernen didaktischen Theoriebildungen verlieren zu müssen.