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Das Judentum ist als pädagogisch wirkender Kulturzusammenhang anzusehen, der global und interkulturell zu betrachten ist. In drei Etappen – von der Binnenperspektive zu transkulturellen Aneignungen – stellt der Band die Frage nach dem Zusammenhang von Bildung und Kultur neu.
Im ersten Teil werden pädagogische Strukturen des kulturell institutionalisierten Judentums aus einer Binnenperspektive historisch begründet. Dabei geraten ihre Einflüsse von Moderne und Aufklärung ebenso in den Blick wie ihre Ursprünge in der Thorah. Der zweite Teil widmet sich verschiedenen Denkansätzen von Pädagogen jüdischer Herkunft und deren zentraler Rolle für die allgemeine, über eine spezifisch jüdische Kultur hinausweisende pädagogische Kultur. Der dritte Teil schließlich folgt den transkulturellen Spuren, wobei sich eine – nur scheinbar – nicht-jüdische Moderne als vom Hebräischen Paradigma geprägt erweisen wird.