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Eine umfassende Studie der auf Papyrus und Stein überlieferten Gesetzeserlasse, Befehlsbriefe und amtlichen Mitteilungen und Weisungen der Herrscher des ptolemäischen Ägypten (305–30 v. Chr.). Die Studie bespricht die ptolemäische Partikulargesetzgebung zu Militäradministration, Landwirtschaft, Landverteilung, Prozessrecht, Verwaltungsrecht, Amtsdisziplin und Kultlandschaft und diskutiert das Asylrecht und das Phänomen der Amnestie in ihrer ägyptischen Ausprägung. Sie vollzieht die Intentionen und Linien der Herrscher diachron nach, zeigt aber auch Problemfelder und die Grenzen der Aussagefähigkeit der Überlieferung auf. Daneben bespricht sie Genese, Veröffentlichung und Rezeption der Gesetzestexte. Damit verschafft sie dem Leser Einblicke in deren Auswirkungen auf die ägyptische Verwaltungs- und Lebenswirklichkeit und verbindet so politische Geschichte mit Mikrogeschichte.
Series Editors: Karsten Brüggemann and Mati Laur
Seit 2006 geben Mati Laur (Universität Tartu) und Karsten Brüggemann (Universität Tallinn) in enger Kooperation mit Kollegen der Universität Lettlands in Riga ein deutschsprachiges Jahrbuch heraus, das aktuelle Forschungen zur baltischen Geschichte veröffentlicht. Die FzbG sind eine vorrezensierte wissenschaftliche Zeitschrift der estnischen Akademischen Historischen Gesellschaft (Akadeemiline ajalooselts). Sie verstehen sich als ein akademisches Journal im Bereich der historischen Area studies, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Austausch verschiedener nationaler Historiografien auf wissenschaftlicher Grundlage zu betreiben. Über den jeweils engen sprachlichen Rahmen der einzelnen Staaten Estland, Lettland und Litauen hinaus soll nicht zuletzt die innerbaltische fachliche Kommunikation gefördert werden. Die FzbG pflegen einen regionalen Schwerpunkt auf dem „historischen“ Baltikum (Estland, Livland und Kurland, d.h. ungefähr die heutigen Republiken Estland und Lettland), doch sind auch Beiträge zur litauischen Geschichte willkommen, da Litauen spätestens seit dem 20. Jahrhundert einen integralen Bestandteil „baltischer“ Geschichte bildet. Der zeitliche Rahmen der Artikel reicht aber von der Frühzeit bis zur post-sowjetischen Periode. Wir sind darüber hinaus insbesondere an Beiträgen interessiert, die sich mit den überregionalen Zusammenhängen in Nordosteuropa auseinandersetzen. Die Sprachen dieser Zeitschrift sind Deutsch und Englisch mit Zusammenfassungen in der jeweils anderen Sprache. Dass die meisten Beiträge auf Deutsch publiziert werden, folgt einer historischen Tradition, da ein Großteil sowohl des Quellenbestands als auch der Historiografie zum historischen Baltikum deutschsprachig ist. Die Herausgeber halten die Heranziehung von Fachleuten aus den Nachbarländern und anderen nicht-baltischen Staaten für eine ihrer wichtigsten Aufgaben, wofür auch das internationale Redaktionskollegium steht. Dabei ist vor allem an den umfangreichen Rezensionsteil gedacht, der über die wichtigsten neuesten Publikationen zur baltischen Geschichte informieren soll. Die mittlerweile erschienenen Bände demonstrieren, dass „baltische Geschichte“ heute einen wesentlichen regionalen Aspekt der Geschichte des Ostseeraums und damit ganz Europas (inkl. Russlands) darstellt. In den ersten zehn Jahren ihres Bestehens haben die FzbG Beiträge von Autorinnen und Autoren aus den drei baltischen Staaten, Deutschland, der Russländischen Föderation, Finnland, Schweden, Dänemark, Österreich, den Niederlanden, Italien, den USA und Kanada publizieren können. In diesem Sinne sieht sich die Redaktion in einem wachsenden internationalen Resonanzrahmen. Mati Laur (Tartu University) and Karsten Brüggemann (Tallinn University) in close cooperation with colleagues from the University of Latvia in Riga have been editing a German-language yearbook presenting fresh studies on the history of the Baltic states. “Forschungen zur baltischen Geschichte” (Studies on Baltic History, FzbG) since 2006. The Studies on Baltic History (FzbG) is a peer-reviewed academic journal of the Estonian Historical Academic Society (Akadeemiline ajalooselts). They see themselves as an academic journal in the field of historical area studies that wants to encourage the scientifically-based exchange between the various national historiographies. Transgressing the small respective linguistic spheres of the nation states Estonia, Latvia and Lithuania, the FzbG wants to contribute to the inner-Baltic professional discussion about the past. The regional focus of the journal lies in the historical Baltikum, the former Baltic provinces of the Russian Empire (Estland, Livland and Kurland, roughly the modern states of Estonia and Latvia), but contributions to Lithuanian history are also welcome because since the 20th century Lithuania forms an integral part of “Baltic” history. The time frame of articles published in FzbG, however, ranges from prehistory to the post-Soviet period. Moreover, we encourage in particular contributions that deal with the transregional interconnections in the broader geographical area of North-Eastern Europe. This journal publishes texts in German and English with summaries, respectively, in English and German. The majority of articles are published in German, in which we follow the historical tradition since a major part of the archival sources and the older historiography about the Baltikum is in German. The main task of the editors and the international editorial board is the involvement of experts from neighbouring and other non-Baltic countries. This is especially true for the extensive section of reviews informing about the latest publications on Baltic history. So far the published volumes of FzbG demonstrates quite successfully that the history of the Baltic states today is an important aspect of the past of the Baltic Sea area and thus the whole of Europe including Russia. During the first ten years of its existence, FzbG enjoyed the participation of authors from the three Baltic States, Germany, Russian Federation, Finland, Sweden, Denmark, Austria, Netherlands, Italy, USA and Canada. In this understanding, the editors see themselves corresponding to a growing international resonance space.
Das Verhältnis von Recht und Religion hat sich in den letzten Jahren zu einem der Kernthemen der Forschung zur Frühen Neuzeit entwickelt. Eine wachsende Zahl von Monographien sowie Forschungsprojekte zur Rechtsgeschichte, Theologie, Philosophie, Ökonomie und Kunst belegen diese Entwicklung.

Mit dieser neuen Reihe soll der interdisziplinäre und interkonfessionelle Dialog über Recht und Religion in der Frühen Neuzeit gefördert werden. Sie wird von international anerkannten Wissenschaftlern herausgegeben und von RefoRC-Mitgliedern wie der Universität Leuven und der Leucorea Stiftung Wittenberg unterstützt. Die Publikationssprachen sind Englisch und Deutsch. Die Redaktion begrüßt ausdrücklich die englische Übersetzung herausragender Werke, die ursprünglich in anderen Sprachen veröffentlicht wurden.
Established in 2010 to meet a growing international interest in Balkan studies, the Balkan Studies Library series publishes high-quality disciplinary and interdisciplinary research on all aspects of the Balkans with a focus on history, politics and culture. The region is defined here as comprising Greece, Albania, Bulgaria, Romania, Turkey and the countries of former Yugoslavia, including their imperial Ottoman and Habsburg heritage.

The series publishes monographs, collective volumes, and editions of source materials. Disciplines covered include history, anthropology, archaeology, political science, sociology, legal studies, economy, religion, literary studies, cultural studies, gender studies, film, theatre and media studies, art history, language and linguistics. The editors especially welcome comparative studies, be they comparisons between individual Balkan countries, or of (parts of) the region with other countries and regions. All submissions are subject to anonymous peer review by leading specialists.

Until Volume 27, the series was published by Brill, click here.
The series does not publish conference proceedings.
Der Blick der Besatzer 1940-1944
Author: Bernd Wegner
Paris nimmt unter den im Zweiten Weltkrieg besetzten Städten einen besonderen Platz ein: Für die deutschen Besatzer war die Stadt ein von vielerlei Klischees besetzter Sehnsuchtsort, für die Pariser ein Raum gefährlicher Balance zwischen Widerstand und Kollaboration.Bernd Wegners Buch zeichnet ein Bild davon, wie deutsche Soldaten und zivile Besatzer Paris in den Jahren des Krieges sahen. Die französische Hauptstadt in deutscher Hand – das war keine gemeinsame Realität, sondern eine Fülle konkurrierender, oftmals widersprüchlicher Erfahrungen. Wegner gibt in seiner dokumentarischen Collage einer größtmöglichen Vielfalt zeitgenössischer Stimmen und Bilder Raum. Im kritischen Blick des Historikers werden diese Eindrücke vom Leben der Besatzer zwischen Siegeseuphorie und Zukunftsangst in ihrer Doppeldeutigkeit erkennbar: Sie zeigen auf den ersten Blick nur das, was die Besatzer sehen und berichten wollten. Aber dennoch scheint hinter Ihnen die harsche Wirklichkeit einer besetzten Stadt auf.
Zum Reflexionszwang historischer Forschung
Technisierungsprozesse verändern derzeit die Lebenswelt in einer Weise, wie es zuvor nur der Industrialisierung attestiert wurde. Diese Herausforderungen der Gegenwart provozieren die historische Technikforschung, neue und große Fragen zu stellen.

Im Sinne einer gegenwartsorientierten Geschichtsschreibung kann Technikgeschichte nur dann zu aktuellen Debatten beitragen, wenn sie sich dem Zwang zur kritischen Reflexion stellt und neue Konzepte, Herangehensweisen und Untersuchungsfelder entwickelt. Der Band macht daher Vorschläge zur Erforschung von Digitalisierungs- und Globalisierungsprozessen sowie zur Reflexion des Menschseins in einer technisierten Welt. Weiter nimmt der Band zur Ausrufung des Anthropozäns und zur Problematik der unterschiedlichen Temporalitäten von Technik Stellung.
Author: Carmen Messerer
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Author: Konrad Vössing
Gut einhundert Jahre lang haben sich die Vandalen in Nordafrika gehalten (429–534). Die Forschung war und ist fasziniert von Geiserich, dem berühmten ersten König und Gründer des afrikanischen Vandalenreiches; dessen Spätzeit erhält dagegen weit weniger Aufmerksamkeit. Dabei ist der Untergang der Vandalen, die sich unter König Gelimer vergeblich gegen die Invasion der byzantinischen Truppen des Generals Belisar wehrten, ebenso interessant wie die unmittelbar vorangehende Zeit unter König Hilderich. Dieser hatte 523 versucht, seinem Reich eine neue Grundlage zu geben. Beide Phasen lassen erkennen, worauf die Herrschaft der Vandalen gründete und was sie am Ende scheitern ließ.
Volume Editor: Konopka Torsten
Im Sommer 2011 erlangte der Südsudan nach einem der längsten und blutigsten Bürgerkriege des afrikanischen Kontinents seine Unabhängigkeit vom Sudan. Doch auch nach der Abspaltung kehrte in keinem der beiden Länder dauerhaft Frieden ein. Der Südsudan rutschte im Dezember 2013 selbst in einen Bürgerkrieg katastrophalen Ausmaßes. Während vor allem die Nachbarstaaten für beide Länder die Initiative für Friedensbemühungen ergriffen haben, sind die Vereinten Nationen mit gleich drei Missionen in den beiden Staaten vertreten. Auf Beschluss des Deutschen Bundestags beteiligt sich auch die Bundeswehr an zwei dieser Missionen – UNAMID in der westsudanesischen Region Darfur und UNMISS im Südsudan. Mit diesem Band setzt das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr seine erfolgreiche Reihe »Wegweiser zur Geschichte« fort. Ausgewiesene Fachleute bieten einen Überblick über die wichtigsten historischen Ereignisse und greifen kulturelle, soziale, wirtschaftliche und politische Themen auf, die für das Verständnis der beiden Staaten und die dort herrschenden Konflikte von Bedeutung sind.
Historiographie vom Mittelalter bis zum Jahr 2000
Der Berliner Historiker Wolfgang Neugebauer schildert, wie vom Mittelalter bis heute das Wissen von der preußischen Geschichte und unser Bild von Preußen entstanden ist. Auf Grundlage einer reichen, nicht zuletzt handschriftlichen Quellenbasis kann Neugebauer zeigen, dass das Interesse an Preußen aus der Gesellschaft selbst, insbesondere aus dem Bildungsbürgertum kam.
Die politisch-nationalistische Instrumentalisierung des Preußen-Themas hingegen erweist sich als ein erstaunlich spätes Phänomen. Über die Gelehrten hinaus geraten Geschichtsvereine und Laienhistoriker, Publikationskulturen und Zeitschriftennetze der jeweiligen Epoche in den Blick – Geschichtsschreibung wurde als gesellschaftliche Veranstaltung betrieben. So geht dieses Buch mit seinem weiten Horizont über die klassische Wissenschaftsgeschichte hinaus. Es ist eine umfassende Wissensgeschichte Preußens und zeigt exemplarisch, wie historisches Wissen im gesellschaftlichen Zusammenhang entsteht.