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Eine Stoffgeschichte der Steinkohle im 19. Jahrhundert
AutorIn: Nora Thorade
Die Steinkohle gilt als das „Schwarze Gold“ der deutschen Industrialisierung. Das Buch zeigt, wie sich die Wahrnehmung und Bedeutung dieses Rohstoffs begleitet vom wirtschaftlichen und technologischen Wandel dieser Zeit veränderte.
Was ist Steinkohle? Woraus besteht sie und woher kommt sie? Welche Vorteile hat sie und warum? Wozu war sie zu gebrauchen und wozu nicht? Fragen wie diese rückten im 19. Jahrhundert zunehmend in das Blickfeld von WissenschaftlerInnen und Bergbautreibenden. Anlass waren der steigende wirtschaftliche Wert der Steinkohle, die zunehmende Notwendigkeit einer sicheren Versorgung aber auch die flächendeckende Nutzung der Steinkohle. Dennoch ist bisher wenig darüber bekannt, wie die Zeitgenossen der Industrialisierung die Materialität dieses Rohstoff betrachteten. Dieses Buch blickt hinter die Kulissen der Industrialisierung und macht mit der Steinkohle einen ihrer zentralen und bedeutendsten Rohstoffe zur Akteurin der Geschichte.
HerausgeberIn: Nedim Zahirović
Das Manuskript B.or.137 aus der Handschriftensammlung der Universitätsbibliothek Leipzig beinhaltet 136 Befehle, die die osmanische Zentralregierung auf die Petitionen und Interventionen des venezianischen Botschafters in Istanbul erließ und dann an die Würdenträger in den Provinzen schickte. Geographisch betrachtet beziehen sie sich auf ein weites Territorium im Mittelmeerraum, das sich von Ägypten im Süden bis Dalmatien im Norden und von Tunesien im Westen bis Syrien im Osten erstreckt.

Die Deutsche Besatzungspolitik in Kongresspolen 1914-1918
AutorIn: Arkadius Stempin
Das deutsche Kaiserreich entriss im Ersten Weltkrieg die zentralpolnischen Gebiete mit Warschau dem Zarenreich und bereitete der hundertjährigen russischen Herrschaft in Polen das Ende. Der Vertreter des Kaisers in Warschau, Generalgouverneur Hans Hartwig von Beseler, ließ sich auf ein gewagtes Spiel ein: Er wollte die katholischen Polen als Verbündete im Kampf gegen das orthodoxe und »barbarische« Russland gewinnen.
Eingezwängt zwischen den »Falken« in Berlin und ungestümen polnischen nationalistischen Gruppierungen plante von Beseler einen polnischen Staat nach deutschem Muster zu errichten und zum Juniorpartner des Kaiserreichs zu erheben. Seine Besatzungspolitik war folglich durch zahlreiche Konzessionen gegenüber der katholischen Kirche gekennzeichnet. An demselben pro-polnischen Prinzip orientierte sich auch seine Judenpolitik und die Vorgehensweise gegenüber der lutherischen deutschen Minderheit.
The Age of Nationalism and the Great War
HerausgeberInnen: Frank Jacob und Kenneth Pearl
War Memorials were an important element of nation building, for the invention of traditions, and the establishment of historical traditions. Especially nationalist remembrance in the late 19th century and the memory of the First World War stimulated a memorial boom in the period which the present book is focusing on.
The remembrance of war is nothing particularly new in history, since victories in decisive battles had been of interest since ancient times. However, the age of nationalism and the First World War triggered a new level of war remembrance that was expressed in countless memorials all over the world. The present volume presents the research of international specialists from different disciplines within the Humanities, whose research is dealing with the role of war memorials for the remembrance of conflicts like the First World War and their perceptions within the analyzed societies. It will be shown how memorials – in several different chronological and geographical contexts – were used to remember the dead, remind the survivors, and warn the descendants.
„Kosmologische Religiosität“ nennt Monika Neugebauer-Wölk ein Muster der Religions geschichte, das sich auf Räume und Wesen des Kosmos konzentriert und Beziehungen herstellt zur irdischen Existenz und zu den Seelen der Menschen. In ihrer großen Studie richtet die Autorin den Blick auf Magie, Astrologie, Hexenglauben und gelehrte Antikenrezeption im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.
Neugebauer-Wölk untersucht Modelle des kultischen Kontakts zwischen Menschen, Göttern und Dämonen oder fragt nach dem Einfluss von Platonismus und Hermetik auf die Vorstellungen vom Schicksal der Seelen. Diese und andere Tendenzen Kosmologischer Religiosität nach 1400 werden von ihren Gegnern als Dechristianisierung wahrgenommen und führen zu offenen Kämpfen zwischen säkularem Milieu und Klerus. Es werden aber auch überraschende Querverbindungen sichtbar, besonders an den zahlreichen Konzilien dieser Zeit zwischen Schisma und dem Wunsch nach Einheit des Glaubens. Als Essenz ihrer langjährigen Forschungsarbeit entfaltet die Autorin souverän das Panorama der Wechselwirkung zwischen Nigromantenszene, Gelehrtendiskurs und kirchenpolitischer Debatte an einer religionsgeschichtlichen Wegscheide.
Ein unheilvoller Sieg
AutorIn: Gerd Fesser
Vor 150 Jahren, am 1. September 1870, fand bei Sedan die entscheidende Schlacht des Deutsch-Französischen Krieges statt. Mit ihr endete ein Feldzug, der als der letzte „klassisch“ im napoleonischen Stil geführte Feldzug gilt. Gleichzeitig steht Sedan auch für die Geburtsstunde preußisch-deutscher Überheblichkeit gegenüber dem „Erbfeind“. 1914 sollte sich dies bitter rächen.
Gerd Fesser stellt die Schlacht dar und ordnet sie kenntnisreich in die Geschichte des Kriegs von 1870/71 und der deutsch-französischen Beziehungen ein. Er stellt die Armeen beider Seiten vor, schildert den Fortgang des Krieges, die Operationen, aber auch den Kampf der französischen Freischärler im Hinterland. Die Ursachen des deutschen Sieges und die Rolle Bismarcks werden ebenfalls beleuchtet.
Zur Vorgeschichte des modernen Subjekts in der Frühen Neuzeit
Die Gesellschaft der Moderne und noch der Postmoderne imaginiert sich den Menschen als „Subjekt“. Vernunft, Willen und Reflexivität sind ihr die Grundlagen für seine Zerrissenheit, aber auch seine Singularität oder seine unternehmende Dynamik.Der vorliegende Band untersucht den Ursprung der dauerhaften Karriere des Subjekts in der Frühen Neuzeit. In diesen Jahrhunderten entwickelte sich aus dem beseelten Menschen des Christentums ein sich mit Sinnen und Verstand in der Welt orientierendes Wesen. Der Band zeigt, dass der Mensch als Subjekt adressierbar wurde nicht nur, weil eine entsprechende Semantik verfügbar war, sondern auch, weil neu entstandene soziale Strukturen ihn darauf vorbereiteten.
Wehrpflicht und Solddienst in Stadt, Republik und Fürstenstaat 13.–18. Jahrhundert
Es gibt nichts Widersprüchlicheres als das Bürger- und das Soldatenleben! Dem Praxistest hält dieses Diktum Machiavellis nicht stand. Die Gegenüberstellung vom professionellen, aber treulosen Söldner auf der einen, loyalen aber ineffizienten Milizen auf der anderen Seite hat das Denken über die Art und Bedeutung der im Kampf eingesetzten Truppen für Jahrhunderte geprägt. Welche Bindungen lagen dem Verhältnis der Auftraggeber zu ihren Kriegern aber überhaupt zugrunde? Die dreizehn Beiträge des vorliegenden Bandes untersuchen die Schnittstellen von Miliz und Söldnertum in einem Verfassungsstrukturen, Regionen und Epochen übergreifenden Vergleich.
AutorIn: Paolo Astorri
It is clear that the Lutheran Reformation greatly contributed to changes in theological and legal ideas – but what was the extent of its impact on the field of contract law? Legal historians have extensively studied the contract doctrines developed by Roman Catholic theologians and canonists; however, they have largely neglected Martin Luther, Philip Melanchthon, Johann Aepinus, Martin Chemnitz, Friedrich Balduin and many other reformers. This book focuses on those neglected voices of the Reformation, exploring their role in the history of contract law. These men mapped out general principles to counter commercial fraud and dictated norms to regulate standard economic transactions. The most learned jurists, such as Matthias Coler, Peter Heige, Benedict Carpzov, and Samuel Stryk, among others, studied these theological teachings and implemented them in legal tenets. Theologians and jurists thus cooperated in resolving contract law problems, especially those concerning interest and usury.
Chancen zur Bildung einer "ganz unwiderstehlichen Macht"?
Als „sehr französisch“ würdigte der französische Diplomat Montebello 1859 seinen preußischen Kollegen Otto von Bismarck. Drei Jahrzehnte später ließ sich der so Gerühmte zu der Prognose hinreißen, dass Deutschland „mit Frankreich […] nie Frieden haben“ werde. Wieso hatte sich das Verhältnis der Nachbarn am Rhein so verschlechtert? Und welche Verantwortung trug Bismarck daran? Die fundamentale Bedeutung des (preußisch-)deutsch-französischen Verhältnisses für das europäische Staatensystem des 19. Jahrhunderts ist von der Geschichtswissenschaft intensiv untersucht worden. Allenfalls in Umrissen ist hingegen die Rolle bekannt, die Bismarck bei der Ausgestaltung dieser Beziehungen gespielt hat. Um diese Lücke zu schließen, zielt die Studie in multiarchivalischer Perspektive darauf ab, die Entwicklung des bilateralen Verhältnisses in der Biographie einer seiner Schlüsselgestalten zu spiegeln.