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Author: Lisa Ebert
Since its publication, Emily Brontë’s Wuthering Heights has given rise to an unusual plurality of interpretations, leading to the impression that the novel somehow resists interpretation. The author offers a new reading of the novel that takes this effect into account by investigating its reason: ambiguity is a thematic focal point and structural key element of the novel.
This study is concerned with the ambiguity of Wuthering Heights which arises through a complex interplay of distinct but interdependent ambiguities of perception, narration, and the narrated world. In particular, it shows how specific ambiguous utterances (e.g. a clash of implicatures and presuppositions) are linked with each other and contribute to the global ambiguity of the text. In this way, not only the function of ambiguity for understanding Wuthering Heights is explored but also the function of Wuthering Heights for understanding ambiguity. The book should thus be of interest not only to Brontë scholars and Victorianists but also to literary scholars and linguists in general.
Apparition Narratives of the Early English Enlightenment
Empirical Form and Religious Function provides a fresh perspective on the rise of empirical apparition narratives in the Anglophone world of the Early Enlightenment era.
Drawing on both well-established and previously unknown sources, Michael Dopffel here offers a fundamental reappraisal of one of the defining narrative genres of the 17th and 18th centuries. Intricately connected to evolving discourses of natural philosophy, Protestant religion and popular literature, the apparition narratives portrayed in this work constitute a hybrid genre whose interpretations and literary functions retained the ambiguity of their subject matter. Simultaneously an empirically approachable phenomena and a religious experience, witnesses and writers translated the spiritual characteristics of apparitions into distinct literary forms, thereby shaping conceptions of ghosts, whether factual or fictional, to this day.
Festschrift for Bernd Engler on the Occasion of His 65th Birthday
This volume explores the varieties of the short form in American literature, art, and culture as well as different ideas and aesthetics of simplicity, plainness, and brevity from the 19th century to the present. The contributors discuss how these ideas were translated into widely diverging practices, serving an equally broad spectrum of cultural and political functions. The essays survey a range of media and genres, including short fiction, plays, popular rhetoric, songs, photography, film, and Twitter.
Versions of Hamlet: Poetic Economy on Page and Stage takes a fresh look at an old textual problem: Instead of arguing the case for one of the three early Hamlet texts as »the one«, the book presents a new analytical approach which allows us to see different Hamlet versions and the interpretations emerging from them side by side.
Using a corpus which not only includes the three early printed texts but also 24 stage versions of the play, the book introduces an analytical method based on an assumption voiced by writers through the ages, namely that every part of a literary work belongs to a functional whole. Apart from making the relation between textual alterations and changing interpretations of the Hamlet texts visible, this study is the first to present a systematic overview of this principle of »poetic economy«.
Das literarische Feld sei ein Mikrokosmos des sozialen Wettbewerbs um Status und Prestige – so Pierre Bourdieu. Dementsprechend rücken zwangsläufig Strategien in den Fokus des Interesses, mittels derer sich Literaturproduzenten wie -rezipienten positionieren und die erkämpfte Position behaupten. Dieser Kampf wird bestimmt durch die Logik des Sich-Abgrenzens und Sich-Abhebens von anderen.
Als historisch breit angelegte Fallstudie des 20. Jahrhunderts zeichnet die vorliegende Untersuchung die im Feld der amerikanischen Lyrik vorherrschenden Machtkämpfe um (Be-)Deutungshoheit nach. Die Profilierung des Strategiebegriffs als zentrales Analyseinstrument ermöglicht es, einerseits Strategien der Selbstwahrnehmung und Selbstpositionierung und andererseits der Wahrnehmung und Positionierung von anderen Akteuren zu identifizieren. Distinktionsstrategien umfassen den Einsatz eines Arsenals von Kampfbegriffen, an denen sich der literarische Diskurs im Laufe des Jahrhunderts kontinuierlich unter sich verändernden literarhistorischen Vorzeichen abarbeitet.
Discourses of Martyrdom in the Eighteenth- and Nineteenth-Century United States
Author: Heike Jablonski
Heike Jablonski untersucht, wie John Foxes berühmtes Märtyrerbuch in den USA des 18. und 19. Jh. rezipiert und interpretiert wurde und zeigt, wie wichtig Märtyrergeschichten für die amerikanische Identität sind.
Die Autorin stellt die US-Publikationsgeschichte des »Book of Martyrs« dar und analysiert, wie sich unterschiedliche religiöse und politische Gruppierungen in den USA als Märtyrer in der Foxeschen Tradition sahen. Auf der Grundlage umfassenden Archivmaterials zeigt sie, dass der amerikanische Antikatholizismus sehr stark von der englischen Martyrologie beeinflusst wurde. Auch im Kontext des Strebens nach Religionsfreiheit wurden Foxes Geschichten rezipiert. Heike Jablonski beschreibt weiterhin, welche tragende Rolle Märtyrergeschichten in der amerikanischen Kinderliteratur des 18. und 19. Jh. spielten und stellt dar, wie stark die Abolitionisten von Foxes Buch geprägt waren.
National identity and the Totalitarian Other
Author: Stefan Hirt
Editors: Kurt Müller and Bernd Engler
Hitler in den USA - vielfältige und oft widersprüchliche Bilder von Adolf Hitler können als Spiegel US-amerikanischer Identität gelesen werden, um dominante Macht- und Freiheitsvorstellungen zu entlarven.
Ein Bild ist immer mehr als nur »Bild«. In einem Bild sammeln sich die Wünsche, Ängste und Vorstellungen einer Kultur. Ein Bild kann aber auch ein Instrument sein. So haben die Nationalsozialisten Hitler nicht einfach nur dargestellt, sondern sein Bild für ihre Politik instrumentalisiert. Stefan Hirt geht der Frage nach, was mit diesem »Hitler-Bild« passiert ist, als es auf die US-amerikanische Pop-Kultur traf: wie wurde es von der US-amerikanischen Tradition gefiltert, zu welchen Projektionen lud es ein, wie wurde es schließlich zu einem der großen Verkaufsschlager dieser Pop-Kultur? Und: Was sagt uns der Wandel dieses Bildes über die USA und ihr Bild von sich selbst?
Periodicals, Biography, and Nationalism in the Early Republic
»The Professionalization of the American Magazine« zeigt auf, dass hinter den oft angenommen idealistischen Gründen für die Publikation von Zeitschriften in der frühen amerikanischen Republik viel häufiger als angenommen ein bloßes Profitstreben stand.
Auf einer breiten Basis von Primärliteratur und Archivalien analysiert die Studie die Zeitschriftenproduktion in ihrer Gesamtheit, die Publikationsgeschichte des in Philadelphia erschienenen Magazins »Port Folio« sowie die Zeitschrift in ihrer Rolle im Nationaldiskurs während des Krieges von 1812. Über die Kurzbiographie als exemplarisches Genre zeigt sie klar auf, wie Zeitschriften in der frühen Republik funktionierten, welche Zwänge und Möglichkeiten zur Gestaltung sie besaßen und wie ihre komplexen Zusammenhänge nur unter dem Gesichtspunkt eines finanziellen Profitstrebens erklärbar werden.
Hawthornes Werk ist über die Jahrhunderte hinweg kontinuierlich rezipiert worden. Seine zentrale Bedeutung für den amerikanischen Roman ist nach wie vor unbestritten. Die Arbeit beleuchtet die Verknüpfung von literarischer Ethik und romantischer Religiosität und unternimmt eine umfassende Neubewertung von Hawthornes Erzählungen und Romanen im Kontext der spirituellen, religiösen, und mentalitätsgeschichtlichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts. Nach der formalen Trennung von Kirche und Staat in der Revolutionszeit kennzeichnete eine Vielfalt von religiösen Gruppen und Glaubensrichtungen das spirituelle Leben der amerikanischen Republik. In der Folgezeit entwickelte die Koexistenz von religiösen und säkularen Deutungshorizonten einen prägenden Einfluss auf das Selbstverständnis der Nation und auf die Herausbildung individueller Lebensformen. Hawthorne reflektiert diesen Dialog zwischen spiritueller Erfahrungswelt und Säkularisierung des öffentlichen Lebens.
American Transcendentalism and the Aesthetic Critique of Modernity
Author: Clemens Spahr
Editors: Bernd Engler and Kurt Müller
Der Transzendentalismus ist ein fester Bestandteil der amerikanischen Literatur und Kulturgeschichte. Die starke Konzentration auf die kanonisierten Figuren Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau hat allerdings zu einer erheblichen Verkürzung dieser spätromantischen Bewegung geführt.
Radical Beauty zeigt, dass der amerikanische Transzendentalismus eine Bewegung junger Intellektueller war, die einem utopischen Streben nach Ganzheitlichkeit Ausdruck verlieh, einer Ganzheitlichkeit, die sich besonders in der ästhetischen Erfahrung abzeichnete. Ausgehend von den ästhetischen Theorien Theodor Adornos und Ernst Blochs wird gezeigt, dass die neuenglischen Intellektuellen die ästhetische Erfahrung des Einzelnen auch immer als Vorschein der gesellschaftlichen Utopie sah. Die Studie revidiert das vorherrschende Bild der Transzendentalisten als idealistische Individualisten, indem sie zeigt, dass die ästhetische Utopie immer eine sozialradikale Dimension birgt.