Browse results

You are looking at 1 - 10 of 1,046 items for :

  • Upcoming Publications x
  • Just Published x
Clear All Modify Search
Biografische Skizzen zur Hofkultur einer fürstbischöflichen Residenz
Die Kulturgeschichte des fürstbischöflichen Hofes in Neuhaus ist ein bislang wenig beachtetes Thema. Zu Unrecht. Vor allem die internationalen Beziehungen des Hofes auch jenseits der konfessionellen Grenzen verdeutlichen, dass Neuhaus in der Frühen Neuzeit ein Zentrum für Künstler und Gelehrte war.
Der biographische Zugriff stellt die Akteure des fürstbischöflichen Hofes in den Mittelpunkt. Ihre personalen Netzwerke verbanden die höfische Kultur in Neuhaus mit den Höfen des Alten Reichs und vor allem mit Italien. Im Zentrum des Bandes stehen die Künstler, Gelehrten und Mitglieder des Hofstaates, die mit ihrer Tätigkeit die Kultur des Hofes prägten. Ihr Bezug zu Neuhaus und ihr Beitrag zur Gestaltung des Neuhäuser Hoflebens werden herausgearbeitet und so ein Einblick in den Alltag der fürstbischöflichen Residenz ermöglicht. Damit ist der Band auch für ein breites Publikum von Interesse. Das Buch ist reich bebildert und über ein Ortsregister erschlossen.
Der Kampf um Rom und seine Inszenierung
Author: Magnus Pahl
Am 18. Mai 1944 war die Schlacht um den Monte Cassino für die Wehrmacht verloren. Die Alliierten hatten den umkämpften „Wellenbrecher Cassino“, wie ihn die deutsche Propaganda nannte, nach knapp einem halben Jahr schwerer Kämpfe eingenommen und drangen auf Rom vor. Goebbels Propaganda aber agierte so geschickt und nachhaltig, dass viele Deutsche bis auf den heutigen Tag mit den Namen „Monte Cassino“ in erster Linie einen letzten deutschen Abwehrsieg und keine verlorene Schlacht verbinden. Insbesondere das Bild unbesiegter deutscher Fallschirmjäger prägt oft das Klischee bei militärgeschichtlich Interessierten. Aber sogar die wissenschaftliche Literatur übernahm diese Propagandainhalte.
Magnus Pahl hinterfragt in seinem Buch den Mythos der deutschen Kampfkraft bei Cassino. Er wirft dabei den Blick aber ebenso auf die multinationalen Streitkräfte der Alliierten, unter denen das neuseeländische wie auch das polnische Kontingent eine besondere Rolle spielte. Monte Cassino ist auf seine Weise auch ein europäischer, ja globaler Erinnerungsort des Zweiten Weltkriegs. In diesem Sinne ist dem Band ein Geleitwort des polnischen Militärhistorikers Zbigniew Wawer beigegeben.
Verdeckte deutsch-niederländische Rüstungsproduktion und die Firma IvS 1922-1945
1922 wurde das Ingenieurbüro für Schiffbau (IvS/ Inkavos A.G.) unter der Leitung von Dr. Hans Techel in Den Haag gegründet. Auf diesem Wege sollten durch eine geheime Kooperation mit den Niederlanden die technische Erfahrung und der Technologievorsprung des Deutschen Reiches im U-Bootbau erhalten bleiben – obwohl der Versailler Vertrag dem Deutschen Reich die U-Bootrüstung untersagte.
Kurz nach seiner Gründung bezog das IvS seine Büros im selben Gebäude wie die Schiffbauliche Abteilung der niederländischen Marine. Hieraus ergab sich eine enge Zusammenarbeit in der U-Boot-Konstruktion. So im Bereich des Rumpfdesigns, der Torpedoausstoßvorrichtungen und der Torpedos, Sehrohre, Echolote, Schallortungsgeräte und des Schweißens von hochfestem Stahl. Die Ergebnisse der Kooperation beeinflussten sowohl die U-Booteigenbauten der Niederländischen Marine wie jene des IvS für seine ausländischen Kunden. Gegenüber diesen erfüllten beide Parteien ihre vertraglichen Verpflichtungen zwischen 1922 und 1940. 1945 übernahm die niederländische Regierung das IVS. Es wurde erst 1957 geschlossen.
Neue Studien zur Geschichte Polens und Osteuropas
Die Reihe präsentiert wissenschaftliche Monographien und herausragende Sammelbände mit neuesten Forschungen zur Geschichte Polens und Osteuropas. Die Publikationen verbinden Perspektiven der verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen bei der Betrachtung der Vergangenheit der Region. Obwohl der thematische Schwerpunkt der Reihe auf Polen und Osteuropa liegt, haben die Herausgeber das Ziel, diesen Teil Europas in einen breiteren Forschungskontexte zu stellen und dadurch auch anregend auf die Forschung zu ähnlichen Themen in Bezug auf andere Regionen des Kontinents zu wirken. In der Reihe FOKUS werden zudem exzellente Dissertationen vorgelegt, die im angesehenen Wettbewerb um den Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen in Deutschland ausgezeichnet wurden. Publikationssprachen der Reihe sind Deutsch und Englisch.
Energiewende im Badezimmer 1880-1939
Die Arbeit untersucht den Wandel der Energienutzung im Privathaushalt am Beispiel der Körperpflege in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen dabei Geräte zur Warmwasserbereitung, die als Bestandteil komplexer Ordnungen wie Wohnen und Energieversorgung untersucht werden. Die Autorin nimmt dabei einen Zeitraum in den Blick, als in Deutschland weder Badezimmer noch moderne Geräte zur Warmwasserbereitung bereits massenhaft im Haushalt Verbreitung gefunden hatten. Doch wurden Anwendungsmöglichkeiten für den privaten Haushalt diskutiert und ausprobiert. Auch flossen die ersten Erfahrungen von Nutzern in die Entwicklung von Geräten oder Konzepten für den Massenwohnungsbau ein. Durch die Einbeziehung von Egodokumenten und weiteren Hinweisen auf die Aneignung der Geräte im Privathaushalt kann die Weiterentwicklung insbesondere der elektrischen Warmwassergeräte als Aushandlungsprozess zwischen Herstellern, Energieversorgungsunternehmen und Nutzern beschrieben werden.
Re-Aktionen auf Flucht und Vertreibung in der Aufnahmegesellschaft der Bundesrepublik
Die Beiträge untersuchen Erinnerungsgeschichten von Integrationsbemühungen und Abgrenzungsverhalten der Aufnahmegesellschaften gegenüber Flüchtlingen und Vertriebenen in der Nachkriegszeit und frühen Bundesrepublik.
Die Integrationsverläufe der ‚Neubürger‘ waren von einer Vielzahl von Faktoren abhängig: Neben der Politik der jeweiligen Besatzungsmacht und der Frage, wie die Zwangsmigranten selbst mit ihrer schwierigen Situation umgingen, hing der Erfolg vor allem von der Haltung der Einheimischen gegenüber den Neuankömmlingen ab. Dabei waren beide Gruppen bei weitem nicht homogen. Verhaltensweisen der Aufnahmegesellschaften konnten sich lokal stark voneinander unterscheiden, wodurch der Prozess des Einlebens beschleunigt, verzögert oder behindert wurde.
Emotions- und Alltagsgeschichte polnischer 'Zivilarbeiter' in Berlin 1939-1945
Series:  FOKUS, Volume: 2
Das Buch bietet eine Analyse der Lebenswelten polnischer Zwangsarbeiter in Berlin aus einer individuellen Perspektive. Ausschließlich anhand zeitgenössischer Ego-Dokumente beschreibt die Autorin weniger die Erlebnisse der Betroffenen, sondern vielmehr die Deutung und emotionale Wahrnehmung des Zwangsarbeiteralltags, der mindestens genauso heterogen war, wie ihre „Zwangswelten“.
Die Studie schreibt sich damit in die aktuellen europäischen Diskurse zum Zweiten Weltkrieg ein und mit ihrer Perspektive „von unten“ trägt sie zum Forschungsstand mit neuen Impulsen bei. In Zeiten, in denen es immer weniger Zeitzeugen gibt, können ihre zeitgenössischen Ego-Dokumente helfen, die historischen Vorgänge zu verstehen. In diesem Sinne bietet das vorliegende Buch eine intensive Annäherung an die Lebenswelten der Zwangsarbeiter. Denn die Heranziehung von justiziellen Personalakten aus der NS-Zeit sowie der Briefe und Tagebücher der Betroffenen ermöglichte es, die Gefühle und Handlungen aus ihrer Perspektive zu schildern.
Frankreichs verkannte Königin
Author: Klaus Malettke
Bis in die Gegenwart ist Katharina von Medici (1519 – 1589) eine sehr umstrittene Herrscherin geblieben. Nach dem Tod ihres Mannes Heinrich II. wurde sie im Alter von vierzig Jahren Regentin Frankreichs in einer Zeit eskalierender innerer und äußerer Krisen. Aus der religiösen Spaltung Frankreichs in Katholiken und Calvinisten (Protestanten) sowie aus sozialen und wirtschaftlichen Konflikten entstand eine Reihe blutiger Bürgerkriege. Katharinas Entscheidung, die politischen Anführer der französischen Protestanten – der Hugenotten – in der „Bartholomäusnacht“ von 1572 ermorden zu lassen, prägt bis heute ihr negatives Bild in vielen historischen Darstellungen, kann aber in der Rückschau als eine notgedrungene Präventivaktion gedeutet werden. Vor wie nach der „Bartholomäusnacht“ hielt Katharina an einer Politik des Ausgleichs politisch-konfessioneller Spannungen fest. Klaus Malettke zeigt, dass Katharina von Medici weder eine „diabolische“ noch eine „eisenharte“ Königin war. Macht und politischer Einfluss waren für sie unverzichtbare Instrumente, um die Krise der Monarchie und der Dynastie überwinden zu können. Sie erweist sich als eine für ihre Zeit erstaunlich modern und pragmatisch anmutende Frau und eine herausragende Persönlichkeit über ihre Epoche hinaus.
Kanzler des russischen Reiches unter Zar Alexander II.
A. M. Gorcakov gehört zu dem kleinen Kreis herausragender Politiker und Diplomaten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, deren Wirken über die Grenzen des eigenen Landes hinaus von kontinentaler und sogar globaler Bedeutung war.
Konfrontiert mit der fatalen Niederlage im Krimkrieg stellte sich der russischen Regierung die Frage: Wie kann das Zarenreich seinen Großmachtstatus zurückgewinnen? Gorcakovs programmatische Antwort lautete: Stärkung des Regimes im Innern durch Reformen und eine Außenpolitik, die mit Augenmaß den Interessen Russlands Geltung verschafft. Die Umsetzung ist bedeutsam und folgenreich gewesen. Die Hürden und Hindernisse fielen zwar gravierender aus als erwartet, aber am Ende der Amtszeit Gorcakovs hatten sich Macht und Prestige Russlands in Europa und Asien doch signifikant gesteigert. Der Verkauf Alaskas an die USA galt überdies als Unterpfand für andauernde gutnachbarliche Beziehungen. Die innenpolitische Entwicklung erwies sich als problematischer. Die realisierten „Großen Reformen“ beförderten die erstrebte Modernisierung und äußere Machtentfaltung Russlands, forcierten aber ebenfalls die Spannungen im Innern, indem sie den Riss zwischen Staat und Gesellschaft vertieften. Gorcakov stand in dieser Auseinandersetzung auf Seiten der Autokratie. Horst Günther Linke legt die erste umfassende, aus den Quellen gearbeitete Biographie des Staatsmannes vor, für die er auch auf bislang nicht erschlossenes Material aus russischen Archiven zurückgreifen konnte – ein unentbehrliches Werk für alle, die sich vertieft für Russlands Geschichte auf dem Weg zur Weltmacht interessieren.
From the Baltics to Central, Eastern and South Eastern Europe 1944–1956
The end of the Second World war did not mean the end of violence for many regions in Eastern Europe. The establishment of Communist-led governments often met not only civil but also armed resistance. These actions were taken by partisan groups and paramilitary forces which in some cases had been formed already during the war to support axis forces. In other cases – like Poland’s Armia Krajowa – they fought Nazi and Soviet occupiers with the same fervour. The aims of the fighters were the end of Communist rule and – like in the Baltic region – independence from the Soviet Union. Difficulties in accessing sources and research taboos as well as a focus on other aspects of the Cold War are reasons why violent resistance in Europe after the Second World War is a topic yet rather underestimated and comparably little investigated by historiography. This book gives a comprehensive first overview of the ultimately futile attempts to end the rule of Moscow and her proxies.