Nach Titel durchsuchen

Zweiter Teil (Januar 1806–Juni 1808). Text
HerausgeberIn: Barbara Otto
Vom Neujahrsbrief 1806 an August Wilhelm Schlegel bis zur Verwirklichung der vermeintlichen Zukunftsverheißung ‚Österreich‘ durch Friedrichs Aufbruch in die Haupt- und Residenzstadt Wien 1808 vermittelt der Band detaillierte Einblicke in die letzten zweieinhalb ‚Kölner Jahre‘, die in gleicher Weise eine ‚Sattelzeit‘ für Österreich waren.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Jahre 1806/07 bilden Friedrichs indologische Studien, die Korrespondenz mit seinem Bruder August Wilhelm wie die Kommunikation mit führenden Verlegern und Gelehrten der Zeit. Als belastende biographische Motivkonstante imponieren die stets scheiternden Bewerbungsanläufe für Professuren und neuzugründende Universitäten, die auch die opulente Freundschaftskorrespondenz Friedrichs durchzieht. Auch die vergeblich vor der Presse geheim gehaltene Konversion des Ehepaars Schlegel zum Katholizismus wird in den Briefen thematisiert.
Studien zu Franz von Baader in den philosophischen Konstellationen seiner Zeit
AutorIn: Alberto Bonchino
Das vormalig stark auf die philosophische und theologische Idealismusforschung begrenzte Interesse an Baader hat sich gegenwärtig in den Kontext kulturtheoretischer, ideen- und wissenschaftsgeschichtlicher Forschung hinein ausgeweitet. Vor diesem Hintergrund wollen zum einen die hier versammelten Studien Querverbindungen und Verflechtungen der komplexen Gedankenwelt Franz von Baaders mit der europäischen Ideengeschichte nachzeichnen. Hierbei geht es u.a. um Geologie, Physik, Medizin sowie Literatur und Politik. Zum anderen sollen die wissenschaftlichen und lebenspraktischen Profile beteiligter Personen, wie Jacobi, Hegel und Schelling, aber auch von Werner, Hemsterhuis, Saint-Martin und Balzac im Sinne der immer wichtiger werdenden "Konstellationsforschung" herausgearbeitet werden. Dies lässt die damalige geistige Situation insgesamt differenzierter als bisher und so in durchaus neuem Licht erscheinen.
Zur Rekonstruktion der frühromantischen Ethik Friedrich Schlegels
Das Werk Friedrich Schlegels gilt in der Literaturwissenschaft als gespalten. Andreas Hjort Møller geht der Frage nach der Verbindung zwischen dem Früh- und Hauptwerk des großen romantischen Kritikers Friedrich Schlegel nach.Das Frühwerk, z.B. kanonisierte kritische Schriften u.a. aus den Zeitschriften Lyceum und Athenaeum – feiert die Germanistik als anregende, revolutionierende Lektüre. Die Texte der späteren Schaffensperiode der Romantikforschung haben bisher als reaktionär sowie als philosophisch und ästhetisch wertlos gegolten. Dabei entdeckt Møller innere Zusammenhänge, in der Form einer früh- und spätromantischen Ethik, die man bisher nicht zur Kenntnis genommen hat.
AutorIn: Wilhelm Voßkamp
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
AutorIn: Klaus Düsing
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
AutorIn: Dirk Fetzer
Aufgrund ihrer allesbedingenden Struktur erzwingt die moderne Rationalität unweigerlich, was schon Jacobi ‚Nihilismus’ nannte. Gegen die ‚negative Philosophie’ das Positive zu rechtfertigen und dennoch nichts an rationaler Klarheit einzubüßen ist das Ziel von Jacobis Philosophie des Unbedingten, die in ihrer architektonischen Komplexität und spezifischen Argumentationspraxis hier erstmals durchdrungen wird. Dem neuerdings wieder aufgeflammten Interesse an Jacobi – von seinen Zeitgenossen einhellig neben, teilweise sogar über Kant gestellt – sind bis jetzt die entscheidenden Merkmale von Jacobis eigener philosophischer Konzeption entgangen. Nur einem integralen Deutungsansatz, der Stellenwert und Arbeitsteilung aller Jacobischen Schriften berücksichtigt, erschließt sich der komplexe Stufenbau mehrerer relativ Unbedingter (positives Wissen, Freiheit usw.), deren Zugänglichkeit stets an ein Zusammenspiel verschiedener Vollzugsarten gebunden ist. Das krönende absolut Unbedingte, die ‚uneigennützige Liebe’, will Jacobi in seinen philosophischen Romanen ‚Allwill’ und ‚Woldemar’ durch Darstellung mißlingender und gelingender Intersubjektivität rechtfertigen. Eine kritische Erörterung der Grundbegriffe des bedingten und unbedingten Bedingens schützt Jacobis historisch so bedeutsame Philosophie vor überzogenen Aktualisierungsversuchen.
Zu Fichtes Wissenschaftslehre in den Versionen 1794/95, 1804/II und 1912
AutorIn: Andreas Schmidt
In Fichtes Wissenschaftslehre wird die Autonomie der einen praktischen Vernunft zum unhintergehbaren Grundprinzip, das alle Operationen des Geistes bestimmt. Ziel dieses Buches ist es zu zeigen, dass dieser Grundgedanke sowohl Fichtes Frühphilosophie als auch seiner – noch kaum verstandenen – Spätphilosophie den Charakter eines „Systems der Freiheit“ verleiht.
Hegels spekulative Dialektik in der "Wissenschaft der Logik"
AutorIn: Konrad Utz
Nebst philosophischen Manuskripten aus den Jahren 1719–1828. Erster Teil
HerausgeberIn: Ernst Behler